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Komponisten fordern? Von wegen!

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  1. Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor LX 18.09.09 - 17:44

    Die Forderung kommt nahezu ausschließlich von den Rechteverwertern. Die Komponisten sehen von solchen Zahlungen doch ohnehin nichts oder nur wenig.

    Ich als Musiker fordere meine Kollegen auf, Donate-Buttons auf ihre Homepages zu packen, damit Fans ihnen direkt Geld geben können. Das ist wesentlich besser als die erpresserische Zwangsabgabe, die ihre Produzenten derzeit zu legalisieren versuchen.

    Gruß, LX

  2. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor wurst 18.09.09 - 17:55

    Wollt grade schon sagen, die beschweren sich, dass die Labels usw. ne goldene Nase verdienen, und weil die Künstler deshalb nix bekommen, sollen die Konsumenten zahlen? Ins Hirn geschissen?

    Wenn den Musikern das nicht passt, sollen sie Geld von ihrer Plattenfirma verlangen, die für sowas ja offensichtlich Lizenzgebühren kassiert. Oder sich gleich nach ner neuen Vertriebsmöglichkeit für ihre Werke suchen. Das ist ja wohl die Härte!

  3. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Rabenbube 18.09.09 - 19:06

    wurst schrieb:

    > Wollt grade schon sagen, die beschweren sich, dass die Labels usw. ne
    > goldene Nase verdienen, und weil die Künstler deshalb nix bekommen, sollen
    > die Konsumenten zahlen?

    Die Komponisten (!!!) bekommen nicht deshalb nichts, weil die Labels sich eine "goldene Nase" verdienen, sondern vermutlich deshalb, weil das neue Medium Internet bisher nicht berücksichtigt wurde.

    Stell Dir das so vor: Du bist Radiostation und spielst Musik. Das ist eine Aufführung. Dann bekommt automatisch der Komponist dieser Musik etwas Geld dafür, dass seine Komposition gespielt wurde. Wenn die Aufführung im Internet stattfindet (z.B. per YouTube) bekommen die Komponisten nichts, weil es wohl noch keine Verträge mit YouTube und den ganzen anderen Plattformen gibt. Mit den Radiostationen haben sie welche.

  4. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor wurst 18.09.09 - 19:36

    Deswegen wird die Musik ja auch von youtube runtergeklagt und die uploader gleich wie kinderschänder behandelt.

  5. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Rabenbube 18.09.09 - 20:07

    wurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deswegen wird die Musik ja auch von youtube runtergeklagt und die uploader
    > gleich wie kinderschänder behandelt.

    Deshalb erkläre ich so ungern was hier im Forum. Weil danach gleich jemand kommt, der mit dumpfen Parolen zeigt, dass er eigentlich keine Erklärung, sondern nur seinen Sermon ablassen will.

  6. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Anom 18.09.09 - 23:47

    Man ist dabei mit sehendem Auge in die Klinge gerannt.

    Ich kann es nur immer wieder wiederhohlen.

    Wie sah es denn früher aus wenn einem ein Lied gefiel.
    Wenn möglich in den Laden rein und kaufen. Nach 20:00 Zu der Zeit waren die Läden schon geschlossen. Also warten und ab rein in den Laden sich total durch den Laden stressen weil man von überall beriselt wird. Dann suchen entweder man kennt sich im laden schon aus oder man sucht sich nen wolf den service personal spielt gerne verstecken (nicht immer aber häufig). Als platte gefunden und gekauft. Nach hause und rein in den Cd spieler ( oder in den PC und dann zu MP3 umkonvertiert).

    Wie sieht es im Netz ( zumindest zu der Zeit aus).
    Google an Torrent suchen anklicken Downloaden in <30 min. Hatte man das komplette Album als MP3 auf der Platte zu jeder ZEIT!
    Das es kostenlos ist war zumindest damals noch eine nette dreingabe.

    Aber die MI will das ja, denn wenn man sich mal so die Portale ansieht wird man nur gegängelt es legt sich zwar langsam aber die Lektion hat die MI auch teuer bezahlt.

  7. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Kuchenverteiler 19.09.09 - 10:39

    Rabenbube schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell Dir das so vor: Du bist Radiostation und spielst Musik. Das ist eine
    > Aufführung. Dann bekommt automatisch der Komponist dieser Musik etwas Geld (...)

    Wo hast Du denn diese Information her? Ich gebe Dir insoweit recht, dass es so sein sollte - ist es aber nicht.

    Die GEMA behält es sich vor ihre Einnahmen zu verteilen. Selbst wenn ich Künstler spiele, die ihre Werke unter eine CC-Lizenz gestellt haben, entscheidet die GEMA, ob sie diesen Künstler nicht doch irgendwie, irgendwo vertreten und verlangen nicht selten Abgaben.

    Wenn ich einen Independent-Künstler spiele, ich diesen auch angebe, bekommt er nüscht vom Kuchen. Erst werden die Mainstreamkünstler bedient und sogar E-Musik, die vom Staat durch Steuergelder unterstützt werden.

    Für (ausschließliche) Komponisten sieht es nicht anders aus.

  8. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Rabenbube 19.09.09 - 10:48

    Kuchenverteiler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rabenbube schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Stell Dir das so vor: Du bist Radiostation und spielst Musik. Das ist
    > eine
    > > Aufführung. Dann bekommt automatisch der Komponist dieser Musik etwas
    > Geld (...)
    >
    > Wo hast Du denn diese Information her? Ich gebe Dir insoweit recht, dass es
    > so sein sollte - ist es aber nicht.

    Mir ging es nur darum, das grundsätzliche Prinzip zu erklären und keine Sonderfälle, die in den letzten Jahren entstanden. Das grundsätzliche Prinzip funktioniert genau so, wie ich es schrieb.

  9. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Kuchenverteiler 19.09.09 - 15:53

    Man achte auf das Modalverb. Es "sollte" so funktionieren und zwar grundsätzlich und immer! Wie schon geschrieben tut es das aber nicht.

  10. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor fgnhfghf 20.09.09 - 17:42

    Wie lange muss ich die Musikindustrie denn noch boykottieren, bis die endlich Pleite sind?

  11. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor LX 21.09.09 - 01:21

    Das ist nicht ganz korrekt. Wenn eine Radiostation ein Lied spielt, so muss sie diese Veröffentlichung bei der GEMA melden. Die verlangt dafür Geld. Einen großen Teil des Geldes behält sie gleich ein. Einen weiteren großen Teil erhalten die Schöpfer sogenannter E-Musik, damit ist "ernsthafte" Musik gemeint, also normalerweise solche, die kulturellem Anspruch genügt, die aber kein Schwein wirklich hören will (Zwölftonmusik etc.).

    Der klägliche Rest, der überbleibt, landet beim Künstler. Und das, was da beim Künstler landet, ist in der Regel schon im Vertrag mit seinem jeweiligen Label einkalkuliert worden.

    Wenn jetzt im Internet eine Hörprobe abgespielt wird, ist das üblicherweise einerseits nur ein kurzes Stück des betreffenden Liedes, welches zudem als Werbung für das Lied dient.

    Das Ergebnis, wenn dafür nun auch Abgaben bezahlt werden sollten, würde darin bestehen, dass das Label den Seitenbetreiber für die Werbung bezahlen muss und dieses Geld natürlich dem Künstler wieder in Rechnung stellt. Das Ergebnis: der Künstler hat keinen Cent mehr in der Tasche - aber das Geld bleibt in Bewegung, was in jeder Gesellschaft lobenswert ist.

    Außerdem gibt es dann weniger Hörbeispiele kommerzieller Stücke im Internet, so dass sich solche Stücke, die unter CC gestellt sind und als komplette Hörbeispiele bereitstehen, gegenüber den restriktiver gehandhabten Varianten besser wegkommen - und schon wieder hat die Musikindustrie es erfolgreich geschafft, Kunden zu vergraulen, was ebenfalls eine gute Sache ist.

    Mein Geld kriegen nur noch solche Komponisten, die es nicht verlangen, sondern a) es verdient haben und b) freundlich darum bitten.

    Gruß, LX

  12. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Original 21.09.09 - 04:31

    LX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Forderung kommt nahezu ausschließlich von den Rechteverwertern. Die
    > Komponisten sehen von solchen Zahlungen doch ohnehin nichts oder nur
    > wenig.


    genau, golem lügt nämlich, und nur du weisst alles besser.

    kannst du uns mal erklären, warum ein verleger fordern sollte, dass
    komponisten künftig mehr von ihm bekommen sollten? wie logisch ist das denn?

    warum sinkt hier eigentlich beim thema musik das niveau immer
    auf kindergarten?

  13. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Schnarchnase 21.09.09 - 08:06

    Rabenbube schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell Dir das so vor: Du bist Radiostation und spielst Musik. Das ist eine
    > Aufführung. Dann bekommt automatisch der Komponist dieser Musik etwas Geld
    > dafür, dass seine Komposition gespielt wurde. Wenn die Aufführung im
    > Internet stattfindet (z.B. per YouTube) bekommen die Komponisten nichts,
    > weil es wohl noch keine Verträge mit YouTube und den ganzen anderen
    > Plattformen gibt. Mit den Radiostationen haben sie welche.

    Deine Mutmaßungen über Youtube sind falsch, Google hat Verträge mit einigen Vertretern der Musikindustrie geschlossen.

    Dein Beispiel mit den Radiostationen taugt aber nicht als Modell für die Verbreitung im Internet. Wie soll man dort für eine "Aufführung" zahlen? Für jeden Aufruf zu zahlen wäre, als ob ein Radiosender für jeden einzelnen Hörer zahlen müsste. Eine solche Forderung (die durchaus real von seiten der MI existiert) ist absolut unverschämt.

  14. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Mr. Robotnik 21.09.09 - 10:09

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für jeden Aufruf zu zahlen wäre, als ob ein Radiosender für jeden einzelnen
    > Hörer zahlen müsste. Eine solche Forderung (die durchaus real von seiten
    > der MI existiert) ist absolut unverschämt.


    Du musst aber auch mal an die Botnet-Betreiber denken. Für sie könnte eine neue Einnahmequelle entstehen, wenn die Labels diese für den tausendfachen Besuch bestimmter Seiten anheuern würden.

  15. Elendige Heuchelei!

    Autor Rabenbube 21.09.09 - 11:57

    LX schrieb:

    > Einen großen Teil des Geldes behält sie gleich ein.

    > Der klägliche Rest, der überbleibt, landet beim Künstler.

    Lies Dir mal das Jahrbuch der GEMA durch. Du wirst feststellen, dass der Grossteil des Geldes wieder ausgeschüttet wird. An die Künstler.

    > Das Ergebnis, wenn dafür nun auch Abgaben bezahlt werden sollten, würde
    > darin bestehen, dass das Label den Seitenbetreiber für die Werbung bezahlen
    > muss

    Es geht in diesem Artikel nicht nur um Hörproben, sondern um JEGLICHE AUFFÜHRUNGEN (das ist der Löwenanteil, z.B. bei YouTube und vielen anderen Sites), wofür im Internet noch nicht bezahlt wird, während Radiostationen und das Fernsehen dafür seit jeher zahlen müssen.

    > Ergebnis: der Künstler hat keinen Cent mehr in der Tasche

    Der Künstler hat keinen Cent mehr in der Tasche, wenn die Betreiber von Internet-Plattformen mit Aufführungen fremder Werke nicht dafür zahlen müssen.

    Warum manche das nicht verstehen, bleibt mir ein Rätsel.

    Sonst wird immer PRO RAUBKOPIEN argumentiert, dass Künstler ja sowieso kein Geld bekommen und man deshalb der Musikindustrie schaden müsse, aber wenn die Künstler nun wirklich Geld bekommen sollen, wird hier so lange lamentiert, bis am Ende doch wieder rauskommt, dass man denen auch nix zahlen will.

    Es geht vielen hier also doch anscheinend nicht darum, dass die Künstler was bekommen, sondern nur darum, die kostenlosen Downloads zu rechtfertigen.

    Elendige Heuchelei!

  16. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Rabenbube 21.09.09 - 12:03

    Schnarchnase schrieb:

    > Deine Mutmaßungen über Youtube sind falsch, Google hat Verträge mit einigen
    > Vertretern der Musikindustrie geschlossen.

    Du bist nicht auf dem aktuellen Stand.

    YouTube HATTE einen Vertrag mit der GEMA (also Deutschland). Der ist mittlerweile ausgelaufen. Das kannst Du hier nachlesen:

    http://www.golem.de/0904/66332.html

    > Dein Beispiel mit den Radiostationen taugt aber nicht als Modell für die
    > Verbreitung im Internet. Wie soll man dort für eine "Aufführung" zahlen?

    Ganz normal wie bei Radiostationen auch.

  17. Re: Komponisten fordern? Von wegen!

    Autor Billige Fälschung 21.09.09 - 13:16

    Original schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LX schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Forderung kommt nahezu ausschließlich von den Rechteverwertern. Die
    > > Komponisten sehen von solchen Zahlungen doch ohnehin nichts oder nur
    > > wenig.
    >
    > genau, golem lügt nämlich, und nur du weisst alles besser.
    >

    Ähm, entweder Du hast den Bericht nicht richtig gelesen oder ihn nur nicht verstanden.

    > kannst du uns mal erklären, warum ein verleger fordern sollte, dass
    > komponisten künftig mehr von ihm bekommen sollten? wie logisch ist das
    > denn?
    >

    Wer hat denn etwas von einem Verleger gesagt? LX schrieb, dass die Forderungen von den Rechteverwertern (American Society of Composers, ASCAP und BMIGEMA & CO.) kommen.

    So steht es auch im Bericht von Golem, nur sagt die Überschrift etwas anderes.

    > warum sinkt hier eigentlich beim thema musik das niveau immer
    > auf kindergarten?

    Vielleicht weil manche nicht einmal Groß- und Kleinschreibung beherrschen?

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