...je geschafft hat. Schön. Bleibt zu hoffen, dass die Medien das ähnlich breit aufgreifen wie die üblichen Datenschutzskandale und diese schon viel zu lange nicht mehr geführte Diskussion wieder aufkommt und vielleicht sogar endlich die Forderung nach Opt-out für Organspenden statt dem nutzlosen Opt-in...
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Wieso "nutzloses Opt-In"? Bei Entscheidungen, bei denen ich ein Risiko trage (zum Thema Fehlentscheidungen gibt's hier schon einen Thread), ist Opt-In die einzig sinnvolle Option. Das wäre ja wie ein Opt-Out Zeitungsabo oder ein Opt-Out Mobilfunkvertrag.
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Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Wieso "nutzloses Opt-In"? Bei Entscheidungen, bei denen ich ein Risiko
> trage (zum Thema Fehlentscheidungen gibt's hier schon einen Thread),
Und selbst in jenem steht, dass du kein Risiko trägst, in ausführlicheren Diskussionen dazu sowieso...
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Ich finde es aber wichtig, dass man sich zu so einem Thema informiert, bevor man sich dafür entscheidet / die Entscheidung für einen getroffen wird. Dann bin ich statt für Opt-In eher für weitreichendere Aufklärung, beispielsweise könnte vor dem Abschluss der Schule oder im Rahmen der Berufsausbildung jemand in die Schulen gehen und das Thema behandeln und Organspendeanträge anbieten.
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Naja, das Problem sehe ich eher darin, dass es eben Leute gibt ,denen es einfach egal ist. Prinzipiell haben sie keinen Grund dagegen zu sein, haben aber einfach keine Lust sich so ein Ausweis zu besorgen oder damit zu beschäftigen.
So gehen viele potentielle Spender verloren, einfach aus Bequemlichkeit.
Wäre es andersrum, so würden die Leute, die sich damit auseinandergesetzt haben und dagegen sind, letztendlich widersprechen.
Ich sage mal, dass beide Varianten Vor- und Nachteile haben.
Ich persönlich habe einen Ausweis, verurteile aber keinen, der aus moralischen Gründen dagegen ist oder aus Angst vor Fehlurteil. Nur mit dem Argument "ich bin doch kein Ersatzteillager" habe ich so meine Probleme. Aber letztendlich natürlich eine Entscheidung, die jeder für sich trifft und daher nicht falsch ist.
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Nur besteht doch bei Opt-Out die Gefahr, dass die Leute genauso schlecht informiert werden, wie heute schon. Damit wird ihnen diese grundsätzlich sehr wichtige Entscheidung den Leuten ja gar nicht erst überlassen. Der Arzt steht dann eigentlich im Konflikt, einem Menschen Organe zu entnehmen, ohne zu wissen, ob der das denn will (gewollt hätte) und das ist moralisch auch nicht einfach mit "hätte sich ja informieren können" abzuwatschen.
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Ja, das ist richtig. Ich habe halt wie gsagt nur die Befürchtung ,dass viele damit kein Problem haben, aber eben eben zu Bequem sind.
Generell darf es aber natürlich nicht an Aufklärung fehlen.
Die sollte aber schon mehr oder weniger Aktiv an den Menschen herangetragen werden. Beim nächsten Artzbesuch z.b. kann der Patient ja mal darauf angesprochen werden. Oder Infopost von der Krankenkasse (wobei die wohl schnell im Müll landet). Sowas ähnliches soll ja geplant sein.
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Wichtig ist auch, dass diese Information durch unparteiische Institutionen stattfindet, also Menschen, die ganz objektiv über die Sache aufklären können, weil sie selbst nichts davon haben, wenn sich jemand dafür oder dagegen entscheidet.
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Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Wichtig ist auch, dass diese Information durch unparteiische Institutionen
> stattfindet, also Menschen, die ganz objektiv über die Sache aufklären
> können, weil sie selbst nichts davon haben, wenn sich jemand dafür oder
> dagegen entscheidet.
Das gilt generell für alles und jedes Thema, aber anhand deiner Argumente könnte ich nicht wirklich nachvollziehen, warum speziell hier Opt-out die schlechtere Variante wäre. Denn da keine Gefahren für die gebende Person existieren sollte als allererstes bedacht werden, wie viele Leben damit gerettet werden würden. Danach erst ob es mehr Mißbrauchsgefahren als aktuell gibt (Organhandel passiert schließlich auch jetzt schon). Und erst danach sollte jeder aktiv seine Entscheidung treffen, ob er nicht daran teilnehmen will. Und alleine schon wegen der Medienresonanz und der Kirchen, die sich lauthals dagegenstellen werden, wird jeder Einzelne quasi dazu gezwungen, sich über die Entscheidung Gedanken zu machen. Imho wäre das der moralisch richtige, sinnvolle und vor allem effiziente Weg die Situation zu verbessern...
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Sinnvoll und effizient wäre das definitiv, das bestreite ich nicht. Allein mit der moralischen Richtigkeit habe ich noch so meine Probleme. Ist auch ziemlich schwer, das zu artikulieren aber ich find's halt nicht richtig, diese Entscheidung für 82 Millionen Menschen zu treffen. Nenn' es Bauchgefühl ;-)
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Sollen sie lieber Stammzellen erforschen, als alle zu belästigen und ausweiden zu wollen.
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Kennt Ihr schon unsere neue Organspende-App auf Facebook? Hier kann man sich über Organspende informieren und den Organspendeausweis runterladen oder direkt nach Hause bestellen: http://apps.facebook.com/organspende-app/
Da wir die App gerne weiterverbessern würden, würden wir uns sehr über Feedback freuen, wie Ihr das Erscheinungsbild der App findet. Wir haben uns außerdem noch ein alternatives Design überlegt, eine erste Skizze könnt ihr unter http://homepages.physik.uni-muenchen.de/~Stephan.Kulla/organspendeapp/neues_design/startseite.jpg . Welches findet ihr besser und warum? Habt ihr sonst noch Ideen oder Anregungen, wie wir die App verbessern könnten?
Ps.: Wir machen das ganze ehrenamtlich, darum hoffe ich ihr nehmt es uns nicht übel, wenn wir euch nach eurer Meinung fragen. Einen professionellen Designer können wir uns nicht leisten :).
Vielen Dank und viele Grüße!
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