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Klarnamen nicht wichtig

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  1. Klarnamen nicht wichtig

    Autor iu3h45iuh456 15.02.13 - 15:20

    Interessante Diskussionen hängen nicht vom Klarnamen ab sondern von den verfassten Beiträgen. Da ist es mir egal, ob ich mit mausi123 oder mit Michael Schmidt kommuniziere.

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  2. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor DekenFrost 15.02.13 - 15:27

    mag sein, trozdem hätte ich gerne bei wichtigen diskussionen einen "richtigen" namen. Wenn ich meine Meinung öffentlich kundtue kann ich auch meinen vollständigen Namen nutzen wenn ich nichts zu verbergen habe.

    Es ist aber kein muss, da gebe ich dir recht. Es hat für mich einfach was mit professionalität zu tun. Muss ich auf der anderen Seite denn wirklich meinen "nickname" nutzen wennh ich an einer politischen diskussion teilnehmen will? Oder wäre es vielleicht nicht besser meinen richtigen Namen zu verwenden um ernst genommen zu werden?

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  3. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor Tantalus 15.02.13 - 15:32

    DekenFrost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mag sein, trozdem hätte ich gerne bei wichtigen diskussionen einen
    > "richtigen" namen. Wenn ich meine Meinung öffentlich kundtue kann ich auch
    > meinen vollständigen Namen nutzen wenn ich nichts zu verbergen habe.

    Nur solange Du keine unpopuläre Meinung vertrittst.

    > Oder wäre es vielleicht nicht besser meinen richtigen
    > Namen zu verwenden um ernst genommen zu werden?

    Du nimmst also jemanden, von dem Du nicht den vollständigen Namen kennst, grundsätzlich nicht ernst?

    Gruß
    Tantalus

    P.S: Geh doch mit gutem Beispiel voran und schreibe hier unter Deinem richtigen Namen.

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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  4. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor BLi8819 15.02.13 - 15:37

    Verfasste Beiträge können viel beinhalten.
    Auch ein Holger Apfel kann als Maus123 sehr schöne Beiträge schreiben, aber etwas ganz anderes wollen. Wenn man aber weiß, dass es sich um Holger Apfel handelt, dann kann man abschätzen, was er wirklich will.

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  5. Nichts ist unwichtiger als der Name

    Autor Mingfu 15.02.13 - 15:46

    Das hängt davon ab, an was man interessiert ist. Ich finde Pseudonyme auch beim Gegenüber deutlich angenehmer. Ich muss dann nämlich nicht an Äußerlichkeiten (Herkunft, Alter, Geschlecht, ...) festmachen, was ich von seiner Meinung zu halten habe, sondern ich kann mich vollständig auf seine Argumente konzentrieren. Wer andere nur ernst nimmt, wenn sie ihren Namen angeben (Wobei: Woher weiß man, dass es der echte Name ist, nur weil er echt klingt?) legt die Priorität auf völlig falsche Dinge. Im Mittelpunkt sollte stehen, was gesagt wird und nicht, wer es sagt.

    Man sieht wunderbar in der Politik, wie unsinnig "Klarnamenszwang" ist. Ein Vorschlag ist automatisch schlecht und muss kritisiert werden, wenn er von der Opposition kommt, er ist dagegen gut und wir gelobt, wenn er aus den eigenen Reihen kommt. Eine neutrale Diskussion über Pro und Contra ist so gar nicht möglich. Wüsste man dagegen nicht, wer etwas sagt, würde sich automatisch die Diskussion auf die besten Argumente und den günstigsten Weg konzentrieren.

    Klarnamenszwang bringt also überhaupt nichts (außer für Voyeuristen vielleicht, die sich mehr für das Gegenüber selbst als für dessen Meinung interessieren). Ganz im Gegenteil, es lenkt vom Kern der diskutierten Dinge unnötig ab.

    Ganz nebenbei bemerkt: Es gibt eine Reihe von Themen, die den geistigen Horizont und die Vorbehaltsschwelle bei vielen überschreiten. Bestimmte Meinungen würde man gar nicht mehr sehen, wenn derjenige, der sie äußert, befürchten muss, identifizierbar zu sein und so vielleicht im realen Leben dann auch Nachteile aus seiner Meinungsäußerung davonträgt. Klarnamenszwang führt also zu Meinungsarmut und zu Konformismus. Danke, aber das brauchen wir in Deutschland definitiv nicht wieder.

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  6. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor Tantalus 15.02.13 - 15:47

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man aber weiß, dass es sich um Holger Apfel
    > handelt, dann kann man abschätzen, was er wirklich will.

    Wenn man aber anfängt, die Person und nicht den Beitrag zu werten, kann man das Diskutieren gleich sein lassen. Das ist ja der große Vorteil an Pseudonymen: Es spielt keine Rolle, *wer* etwas sagt, sondern nur, *was* gesagt wird. Das würde mit einer Klarnamenspflicht ausgehebelt.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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  7. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor DekenFrost 15.02.13 - 15:49

    ha mit ein bisschen googlen findet man das bei mir sowieso heraus, aber -> Gordon Aspinall.

    Ich persönlich nehme leute schon ernst die nicknames nutzen, ich bin damit aufgewachsen. Unter meinen Freunen haben wir damals fast eher die nicknames verwendet als unsere echten namen .. wie man das halt so macht. Daran ist ja gar nichts einzuwenden.

    Trozdem finde ich so etwas in einer politischen diskussion etwas unangebracht. Allerdings ..

    >Nur solange Du keine unpopuläre Meinung vertrittst.

    Ja ganz unrecht hast du damit nicht. Ich würde aber (in deutschland!) auch unter eine unpopuläre Meinung meinen Namen schreiben. Wir leben in keinem Land wo ich gleich mit verfolgung rechnen müsste (ausser in wirklichen extremfällen vielleicht)

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  8. Re: Nichts ist unwichtiger als der Name

    Autor DekenFrost 15.02.13 - 15:50

    Sehr gute Argumente. Nicht genug um mich völligt von meiner Meinung abzubringen, trozdem absolut legitime Gründe.

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  9. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor Drizzt 15.02.13 - 15:53

    Bei den Klarnamen geht es, so wie ich es verstanden habe, auch um die Delegation der eigenen Stimme an einen Dritten.

    Wenn man mit Pseudonymen kann jeder von sich behaupten was we will, und Kompetenz vortäuschen... Wenn man mit Klarnamen arbeitet, kann man zum Beispiel in einer Diskussion um ein Bauvorhaben in der Kommune zum Beispiel einem Bauingenieuer geben, von dem man der Meinung ist, sich mit der Materie auszukennen. Bei Pseudonymen kann sich jeder zu einem Experten erklären, und mit Fachbegriffen um sich schmeißen, und der Laie merkt nicht wem er da seine Stimme gibt.

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  10. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor Tantalus 15.02.13 - 16:00

    DekenFrost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ha mit ein bisschen googlen findet man das bei mir sowieso heraus, aber ->
    > Gordon Aspinall.

    Mutig mutig. ;-)

    > Ja ganz unrecht hast du damit nicht. Ich würde aber (in deutschland!) auch
    > unter eine unpopuläre Meinung meinen Namen schreiben. Wir leben in keinem
    > Land wo ich gleich mit verfolgung rechnen müsste (ausser in wirklichen
    > extremfällen vielleicht)

    Oh, das kommt ganz aufs Thema an, und auf den Diksussions"gegner". Denn eines darfst Du hierbei nicht vergessen: Du, als derjenige, der eine unpopuläre Meinung vertritt, gibst Deinen Klarnamen preis. Jemand der in der Diskussion nur mitliest (und in einer Internetdiskussion sind das schnell mal einige zehntausend) tut dies nicht. Und da muss nur der eine oder andere "Extremist" dabei sein, schon hast Du ein Problem. Schau Dir nur mal an was letztes Jahr passiert ist, als die Polizei einen Jungen verhaftet hat, der angeblich ein Mädchen vergewaltigt und ermordet haben sollte. Ein aufgebrachter Mob hätte um ein Haar die Polizeiwache gestürmt und das arme Schwein gelyncht. Dass er sich später als unschuldig herausgestellt hat hätte ihm dann auch nicht mehr geholfen. Und das waren "ganz normale Leute". Und da willst Du in Online-Diskussionen, wo Du nicht weisst, wer alles mitliest, Deinen Klarnamen unter eine missliebige Meinung setzen? Siehe oben, mutig mutig.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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  11. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor Mingfu 15.02.13 - 16:01

    DekenFrost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja ganz unrecht hast du damit nicht. Ich würde aber (in deutschland!) auch
    > unter eine unpopuläre Meinung meinen Namen schreiben. Wir leben in keinem
    > Land wo ich gleich mit verfolgung rechnen müsste (ausser in wirklichen
    > extremfällen vielleicht)

    Nein, mit Verfolgung musst du in der Tat zum Glück nicht rechnen. Aber es gibt deutlich subtilere Arten, die ebenfalls unangenehm sein können. Schreibe z. B. einmal in einem konservativen bayrischen Dorf als Ladeninhaber, dass du homosexuell bist und trete für die Rechte von Homosexuellen ein. Dann hast du die längste Zeit Kundschaft gehabt. Auch wenn es um eigentlich formale Zustimmungen im Gemeinderat geht, ergeben sich bei deinem Antrag dann plötzlich Probleme. Und selbst die Banken können dann ganz plötzlich zugesagte Kredite nicht mehr einhalten...

    Du glaubst gar nicht, wie beschränkt das Weltbild einiger Mitbürger sein kann. Wenn diese auch noch am längeren Hebel sitzen, dann wirst du dir ganz automatisch überlegen, ob du dir die Äußerung deiner Meinung unter Klarnamen überhaupt leisten kannst.

    Wenn du derartige Probleme in deinem Umfeld nicht siehst, ist das schön. Aber dass Deutschland allgemein so weit wäre, das ist ein Trugschluss. Mindestens in einigen Gegenden sind wir noch sehr, sehr, sehr weit davon entfernt.

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  12. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor SelfEsteem 15.02.13 - 16:08

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BLi8819 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man aber weiß, dass es sich um Holger Apfel
    > > handelt, dann kann man abschätzen, was er wirklich will.
    >
    > Wenn man aber anfängt, die Person und nicht den Beitrag zu werten, kann man
    > das Diskutieren gleich sein lassen. Das ist ja der große Vorteil an
    > Pseudonymen: Es spielt keine Rolle, *wer* etwas sagt, sondern nur, *was*
    > gesagt wird. Das würde mit einer Klarnamenspflicht ausgehebelt.
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Naja ... hier stoßen imho zwei Annahmen konsequent gegeneinander, die sich zwar widersprechen, aber ... so denke ich ... trotzdem beide stimmen:

    Annahme a)
    Anonym lässt sichs leichter lügen, denn wer soll es schon kontrollieren?

    Annahme b)
    Anonym ist man ehrlicher, denn es kann ja eh niemand einen Bezug zur realen Person herstellen, immerhin könnte dieser Bezug eine Gefahr darstellen.


    Wie gesagt ... ich denke es stimmt beiden - bei dem einen eher a, bei dem anderen eher b.
    Das dürfte dann auch der Grund dafür sein, dass Nitsche eine "große" liquide Demokratie nur in einer vorurteilsfreien Gesellschaft für möglich hält, denn es würde den Hintergrund von Annahme b ersticken (es gäbe keine Gefahr mehr), wodurch man auch nicht mehr anonym sein müsste. Führt man dann im Kontext des LiquidFeedback (und bitte nur da - nicht "überall im Internet") die Klarnamenpflicht ein, entfällt auch Annahme a, sodass ein Holger Apfel, der mir so gar nicht arisch aussieht, auch keine weitere Chance hat.

    Wenn man LF jetzt will, muss man eben einen tot sterben:
    Klarnamen einführen und befürchten, dass die Leute zurückhaltender sind, oder Anonymität beibelassen und befürchten, von jedem Lobbyisten, Neonazi oder sonstiger Verbrecher belogen zu werden.

    Ich persönlich würde dann lieber die Klarnamen haben. Ist in anderen offiziellen Bereichen ja nun auch nicht unüblich, seine Daten anzugeben (z.B. Onlineshops).

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  13. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor RobZ 15.02.13 - 16:10

    DekenFrost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder wäre es vielleicht nicht besser meinen richtigen
    > Namen zu verwenden um ernst genommen zu werden?

    Schon klar, und nicht vergessen, immer eine CC mit Adressangabe an StaatsfeindMeldung@Stasi.DDR zu senden...

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  14. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor Tantalus 15.02.13 - 16:12

    Drizzt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Pseudonymen kann sich jeder zu einem Experten
    > erklären, und mit Fachbegriffen um sich schmeißen, und der Laie merkt nicht
    > wem er da seine Stimme gibt.

    Das liese sich aber sehr, sehr leicht lösen. Natürlich muss jeder Teilnehmer eindeutig verifizierbar sein, aber nur gegenüber der Diskussionsplattform. Hier könnte man auch Qualifikationen und/oder persönliche Verwicklung in einen konkreten Fall als Profilinfo hinterlegen. Damit könnte sich jeder ein Bild davon machen, wem er seine Stimme gibt, ohne dass derjenige zwangsweise seinen Klarnamen veröffentlichen müsste. Andererseits könnte man es so machen, dass nur Kandidaten für einen öffentlichen Posten/Amt ihren Klarnamen angeben müssen. Der Bürgermeisterkanidat muss ja auch seinen Namen öffentlich preis geben, während es der Wähler nicht muss.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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  15. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor RobZ 15.02.13 - 16:16

    DekenFrost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja ganz unrecht hast du damit nicht. Ich würde aber (in deutschland!) auch
    > unter eine unpopuläre Meinung meinen Namen schreiben. Wir leben in keinem
    > Land wo ich gleich mit verfolgung rechnen müsste (ausser in wirklichen
    > extremfällen vielleicht)

    Dann bist Du immer staatsmeinungskonform gewesen. In Deutschland ist es üblich die Karriere politisch unliebsamer Personen zu zerstören, vor allem bei den Leuten ganz unten, worüber sich kein Presseschmierer aufregt. Da fährt dann schon mal der Präsi einer angesehenen Uni zum Bürgermeister und fragt nach, ob es der Lokalpromillenz genehm ist, daß ein Student sein Diplom macht.... Oder man wird "grundlos" von der Polizei verprügelt (Rosenheim) oder geht in die Klapse (Fall Gustl Mollath)...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.13 16:20 durch RobZ.

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  16. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor Tantalus 15.02.13 - 16:21

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Annahme a)
    > Anonym lässt sichs leichter lügen, denn wer soll es schon kontrollieren?

    Anlügen kann ich Dich auch, wenn Du einen Namen von mir weisst. Kontrollieren kannst Du es meistens trotzdem nicht. Oder glaubst Du, Menschen die voneinander den jeweiligen Namen kennen lügen sich nie an?

    > Wenn man LF jetzt will, muss man eben einen tot sterben:
    > Klarnamen einführen und befürchten, dass die Leute zurückhaltender sind,
    > oder Anonymität beibelassen und befürchten, von jedem Lobbyisten, Neonazi
    > oder sonstiger Verbrecher belogen zu werden.

    Und woran würdest Du erkennen, wenn einen Lobbyisten, Neonazi oder sonstiger Verbrecher Dich belügt, nur wenn Du seinen Namen kennst? Und was würde diese Leute davon abhalten, gänzlich unbekannte für sich schreiben zu lassen?

    > Ich persönlich würde dann lieber die Klarnamen haben. Ist in anderen
    > offiziellen Bereichen ja nun auch nicht unüblich, seine Daten anzugeben
    > (z.B. Onlineshops).

    Da gibst Du aber nur Deinen Namen gegenüber dem Shopbetrieber an, und *nicht* öffentlich für jeden Kunden. Sieh Dir mal an, was passiert ist, als dieser eine Shop, in dem gerne Neonazis einkaufen (mir fällt gerade der Name nicht ein, war aber ein großes Thema vor einigen Monaten), gehackt wurde. Da wurden dann plötzlich Leute verfolgt, die eigentlich nur auf der Suche nach robuster Outdoor-Ausrüstung waren.

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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  17. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor weezor 15.02.13 - 17:49

    DekenFrost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja ganz unrecht hast du damit nicht. Ich würde aber (in deutschland!) auch
    > unter eine unpopuläre Meinung meinen Namen schreiben. Wir leben in keinem
    > Land wo ich gleich mit verfolgung rechnen müsste (ausser in wirklichen
    > extremfällen vielleicht)

    Leider erlebe ich in einzelnen Fällen das Gegenteil. Bei einem trägen Apparat wie der Politik ist es nunmal manchmal so, dass bestehende Gesetzgebung nicht auf dem Stand aktueller Erkenntnisse ist. Als jemand der sich nun gegen so etwas ausspricht, bin ich sofort eine Person die potentiell gegen geltendes Recht verstößt.

    Ein konkretes Beispiel ist der Kampf um die Entkriminalisierung von Cannabis Konsumenten. Ich bin ein Anhänger der Bewegung rund um diese Pflanze, aber ich werde ein Teufel tun dazu in großer Öffentlichkeit mit Namen einzustehen. Den Führerschein oder Beruf zu verlieren gehört dabei noch zu den geringeren Übeln denen man sich damit aussetzt. Es gibt Fälle in denen einem Vater plötzlich der Kontakt mit seinen Kindern verweigert wird, nur weil er am Wochenende eine harmlose Pflanze raucht anstatt sich mit der Flasche Wein zu betrinken. Abgesehen davon muss man nur das Wort Cannabis in den Mund nehmen und wird schon von 1/3 der Bevölkerung für einen Junkie gehalten der keiner weiteren Beachtung seiner Anliegen würdig ist.

    2010 gab es eine Petition dazu auf der Bundestags Seite, zum Unterzeichnen musste man sich mit Namen und Adresse registrieren. In meinem Umfeld kenne ich mehr Menschen die aus Angst vor Verfolgung nicht unterzeichnet haben, als welche die tatsächlich zu ihrer Meinung standen.

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  18. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor BLi8819 15.02.13 - 18:20

    Wenn ich einer Person mein Stimmrecht gebe, will ich aber wissen WER da etwas sagt, da ich gar nicht verstehen kann WAS er sagt, weil ich mich in den Fachgebiet nicht auskenne.
    Das wird doch immer als ein Vorteile genannt.

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  19. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor iu3h45iuh456 15.02.13 - 21:00

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verfasste Beiträge können viel beinhalten.
    > Auch ein Holger Apfel kann als Maus123 sehr schöne Beiträge schreiben, aber
    > etwas ganz anderes wollen. Wenn man aber weiß, dass es sich um Holger Apfel
    > handelt, dann kann man abschätzen, was er wirklich will.

    Dann braucht man nicht nur Klarnamen sondern auch öffentlich zugängliche Datenbanken zur Gesinnung und Lebensgeschichte.
    Aber ich bin mir sicher, dass unsere Spitzenregierung sich nicht scheuen würde, sowas irgendwann zu fordern.

    An dieser sarkastischen Äusserung mit Vergleichen zur Stasi-Methode siehst du schon, dass ich das so vielleicht nicht einfach so geschrieben hätte, wenn ich hier mit Klarnamen unterwegs sein müsste. Was unserer alternativlos-Politik sicher entgegen käme. Denn aufmüpfige Internetnutzer sieht man dort gar nicht gerne.

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  20. Re: Klarnamen nicht wichtig

    Autor iu3h45iuh456 15.02.13 - 21:01

    DekenFrost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mag sein, trozdem hätte ich gerne bei wichtigen diskussionen einen
    > "richtigen" namen. Wenn ich meine Meinung öffentlich kundtue kann ich auch
    > meinen vollständigen Namen nutzen wenn ich nichts zu verbergen habe.

    Dort, wo es nötig ist, war bisher der Klarname gegeben und wird es auch weiterhin sein. Unverbindliche Diskussionen dürften aber nicht dazu gehören.

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