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Typisch für diese Partei

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  1. Typisch für diese Partei

    Autor: Crapple 16.02.13 - 05:56

    Kämpfen für eine Sache, die sie selbst nicht einmal verstehen. Wer Klarnamen fordert, hat rein garnichts verstanden. Beispiel: Leute, die in der Öffentlichkeit stehen, wie z.B. Künstler, Musiker oder Schauspieler, werden einen Teufel tun, ihre politischen Ansichten unter ihrem Realnamen preiszugeben! Wieso hört man auch diesbezüglich kaum etwas von solchen Leuten? Richtig, weil sie es entweder verstanden haben, dass ihnen dies schaden könnte, oder eben deren Manager verbietet.

    > Nitsche: Wir sehen, dass die Menschen nicht mit "maus123" diskutieren wollen, sie
    > wollen nicht vermuten, dass das Gegenüber der eigene Nachbar oder der
    > Schuldirektor ist, sie wollen es wissen.

    So ein Blödsinn! Das mag vielleicht Ihre Auffassung sein Herr Nitsche, wissen zu wollen, wer Ihnen per "maus123" die Meinung geigt, bzw. mal so richtig Nachhilfe in Demokratie, Meinungsfreiheit o.ä. gibt, plus siehe Oben!

    > Gleichzeitig baut das System auf Vertrauen auf, denn ich muss ja wissen, an wen ich
    > meine Stimme delegiere. Es geht also nur mit Klarnamen - daher muss sichergestellt
    > sein, dass niemand aufgrund seiner Haltung oder Wahl diskriminiert wird.
    > Und es bräuchte eine Gesellschaft, die komplett diskriminierungsfrei ist, in der es
    > keine existenziellen Ängste auslöst, wenn man zu seiner Meinung steht und seine
    > Position vertritt, in der es keine Abhängigkeit zwischen Arbeitgebern und
    > Arbeitnehmern gibt.

    Sorry Herr Nitsche, aber in Zeiten, wo selbst ein von einer katholischen Stiftung getragenes Pflegeheim einen schwulen Rentner abweist, weil "Die Schwestern wollten keinen Homosexuellen im Haus.", kann man wohl kaum eine Ausrottung von Diskriminierungen erwarten. Die Kirche geht ja mit "bestem" Beispiel voran! Wer was anderes glaubt, scheint schlicht und ergreifend naiv zu sein.

    Ich hoffe meine Meinung war flüßig genug...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.02.13 05:58 durch Crapple.

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  2. Re: Typisch für diese Partei

    Autor: redwolf 18.02.13 - 10:26

    Auch wenn die Begrüdung dämlich und polupistisch Formuliert wurde, ist sie technisch richtig. Klarnamenspflicht braucht so ein system, da es sonst manipulationsanfällig ist.

    http://forum.golem.de/kommentare/internet/liquid-feedback-menschen-wollen-nicht-mit-maus123-diskutieren/wahlcomputer/70942,3264010,3264269,read.html#msg-3264269

    Anonymität muss leider an dieser Stelle dafür geopfert werden, da sonst Stimmen relativ werden. Kann ja sonst jeder einfach mehrere Accounts erstellen oder das System von innen heraus manipuliert werden.

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  3. Re: Typisch für diese Partei

    Autor: asic 18.02.13 - 12:03

    Das seh ich anders, wenn es um eine reine Diskussion (keine Abstimmung!) geht, gibt es keinen Grund Klarnamen zu verwenden.

    So bald man abstimmt, muss irgendwo eine eindeutige ID hinterlegt sein. Der Klarname bringt da erstmal nichts - wieviele Dieter Müller wird's wohl in Deutschland geben. Treffender wäre da evtl. die Personalausweisnummer (was aber auch alles andere als Fälschungssicher ist).
    Auch denke ich, dass nur das System diese ID kennt, jeden anderen muss die nicht interessieren.

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  4. Re: Typisch für diese Partei

    Autor: redwolf 18.02.13 - 15:44

    Ich bin von Abstimmungen ausgegangen, bei Diskussionen sehe ich kein Problem.
    Wenn das System nur die Namen im Hintergrund vorhält, wer kann dann noch auf Gültigkeit prüfen? Nur ein internes Gremium oder ein Admin. Da ist schon wieder das Problem geboren. Es hilft nichts. Sowas muss im Zweifel z.B. über ein Capcha (ähnlich DENIC Whois Abfrage) einsehbar sein. "Transparenz oder Öffentlichkeit der Wahl" ist ein wichtiger Wahlgrundsatz.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.13 15:48 durch redwolf.

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  5. Re: Typisch für diese Partei

    Autor: honk 19.02.13 - 09:47

    Man muß heute damit rechnen, das solche politische Diskussionen auch noch in 30 Jahren verfügbar und für jeden abrufbar sind.

    Solange es kein recht auf Vergessen im Internet wird, werde ich niemals an solchen Diskussionsrunden mir Klarnamen teilnehmen. Ich habe keine Lust, mich evt. Jahrzehnte später noch für eine unbedachte Äußerung in einer Dikussion zu rechtfertigen, die ich längst nicht mehr vertrete. Es ist etwas anders bei Politikern, die gewählt werden um bestimmte Meinungen zu vertreten, da besteht ein berechtigter Anspruch darauf, zu erfahren, wie sie sich in öffentlichen Diskussionen einbringen.
    Vor allem ist es aber wichtig, im Alltag auch mal mal mit meiner Meinung hinter dem Berg halten zu können. Vieleicht ist der Personalchef in meiner neuen Firma ein Erzkonservativer linkenfresser, und auch wenn ich sonst im Beruf nie wieder mit ihm zu tun hätte, brauche ich mir keine Hoffnung auf die Stelle machen, weil er im Vorfeld meine politische Meinung ergooglen konnte.

    Meinungsfreiheit ist ohne Anonymität leider nicht denkbar.

    Von rechtsgültigen online Abstimmungen halte ich eh nichts, dafür sind die Manipulationsmöglichkeiten viel zu groß. Solche Abstimmungen kann man nutzen, um mal schnell ein erstes Stimmungsbild einzuholen, oder meinetwegen auch um eine Petition einzubringen, aber nicht für echte wahlen. Da bin ich großer Fan vom Kreuz auf dem Papier und öffentlichem auszählen.

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