Wie gut es den Deutschen gehen muss, sieht man daran, wieviel Zeit sie haben um über symbolischen Schwachsinn nachzudenken. Wo ist denn die Gleichberechtigung der Geschlechter, wenn es um körperliche Verstümmelungen geht? Die Deutschen maßen sich an anderen Völkern in ihre Sitten und Gebräuche zu reden und die rituelle Beschneidung von Mädchen zu verdammen und sehen im eigenen Land völlig unbeteiligt zu, wie im Rahmen der Religionsfreiheit Jungen beschnitten werden während wir in Schriftstücken die "Sichtbarkeit beider Geschlechter" diskutieren.
Die Deutschen vernichten tausende Tonnen Lebensmittel jährlich nur um die Marktpreise stabil zu halten und lassen sich für Beträge von denen afrikanische Familien Jahre wenn nicht Jahrzehnte leben könnten Fett absaugen und die Brüste aufpolstern während auf der Welt täglich 30.000 Menschen an Unterernährung sterben. Das ist zumindest passiver Massenmord aus niederen Interessen.
Es gibt ein AIDS-Budget für Südafrika von um die 10 Milliarden Euro, das sich unsere Pharmakonzerne einverleiben und dafür mangelernährte Südafrikaner mit dem hochtoxischen Zellgift AZT behandeln. Die Leute verhungern und verdursten und wir schicken denen Gift gegen eine Krankheit, die es ohne den Hunger dort nicht häufiger gäbe als bei uns. Das nenne ich aktiven Massenmord aus niederen Interessen.
Aber die täglich 30.000 Hungertoten der Welt liegen ja nicht auf unseren Strassen herum. Sonst würden wir da ganz schnell etwas gegen unternehmen, da sie ja den Verkehr behindern. Und da versteht der Deutsche keinen Spass. Fliessender Verkehr ist noch wichtiger als die Sichtbarkeit der Geschlechter im Amtsdeutsch.
Wir haben auch immer noch Diskussionen, ob der Hirntod wirklich als das entgültige Lebensende eines Menschen anzusehen ist. Dazu kann ich nur sagen: Er ist es nicht! Denn angesichts der oben geschilderten Zustände in Deutschland sind grosse Teile der Bevölkerung ganz offensichtlich längst hirntot, scheinen aber noch genug Leben in sich zu tragen um als braves Arbeits- und Konsumvieh Konzerne reich zu machen.
Denkt mal darüber nach, wenn Ihr könnt.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.12 21:02 durch NeverDefeated.
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Naja, also erst mal find ich deinen abschließenden Kommentar ein wenig arrogant, denn ich behaupte mal, dass sich jeder Gedanken macht und es geht einfach nicht an, dass nur deine Prioritäten wichtig sind. Und den anderen beiläufig zu unterstellen, dass wenn ihnen deine Liste nicht wichtig ist, dass sie nicht denken können finde ich befremdlich.
Dann, es gibt immer schlimmere Dinge, oder sagen wir schlimme Dinge, damit kann man jedes Engagement kaputtreden wenn man will, finde ich also nicht konstruktiv. Außerdem ist es ja auch nicht so, dass sich moderne Vertreter des Feminismus nicht um andere Dinge wie Tierleid, Menschenleid, Ungerechtigkeit etc. kümmern würden.
Weiter ist die Sprache ein wichtiges Mittel für und gegen Diskriminierung, da sie im Kopf Bilder erzeugt. Wenn man Schlecker-Frauen, Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen sagt (komisch, dass man hier gendern kann), dann erzeugt das eben ein Bild im Kopf von den bestehenden Verhältnissen und trägt so zur Diskriminierung des anderen Geschlechts, hier mal die Männer, bei. Ich finde es einfach nicht zuviel verlangt sich ein wenig zu bemühen. Und klar geht es in vielen Fällen einfach so weit, dass die Sprache ein wenig schwierig zu lesen ist, aber dieses Problem wird halt erst weggehen, wenn beide Geschlechter in allen Berufen akzeptiert sind. Bis dahin ist die Sprache unterstützend für diesen Weg, da sie bestehende Strukturen angreift und Bilder in den Köpfen verändert.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.12 06:42 durch Benjamin_L.
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Benjamin_L schrieb:
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> ein wenig zu bemühen. Und klar geht es in vielen Fällen einfach so weit,
> dass die Sprache ein wenig schwierig zu lesen ist, aber dieses Problem wird
> halt erst weggehen, wenn beide Geschlechter in allen Berufen akzeptiert
> sind.
Du willst den Normaldenkenden also mit perversem Genderwahn strafen (der mit der Problemlösung nicht im Geringsten zu tun hat), bis er, der Bürger (und auch die Bürgerin, um Dir Helfestellung beim lesen zu geben) "einknickt" und der Sprache halber diese Nichtigkeit von Problem mit höchsten Prioritäten belegt? Erinnert mich leicht an Geiselnahme. "Ich schände deine Sprache bis du meine Forderungen erfüllst!" Hier wird ein Problem verursacht um für ein anderes Problem Druckmittel zu bekommen. Kaputt, ehrlich.
Zudem musst Du bedenken, dass die Forderung von einer Randgruppe kommt. Und solltest Du bei diesem Satz einer Herzattacke erlitten haben, da Frauen ca.50% unserer Gesellschaft darstellen und die Titulierung als Randgruppe eine sexistische Diskriminierung darstellt, so bist Du die Person, die anscheinend noch unter erheblichen Defiziten bezüglich dieser Diskussion leidet. Denn die Frau an sich fordert kein Gendern. Und noch weniger eine Quote, denn die fordern nur Frauen die sowieso nichts erreichen und sich somit ein Schlupfloch in ihrer Unfähigkeit erhoffen (oder irgendwelche merkwürdigen Männer die irgendwelche ungeklärten Konflikte mit sich zu lösen haben). Nein, Gendern fordert eine winzige Minderheit von Grüninnen und Linkinnen aus oben genannten Gründen. Und dieser winzigen Minderheitin das Recht zu verleihen, unsere Sprache als Druckmittel für eigenes abstruses Gedankengut zu missbrauchen, ist ein absolutes Unding.
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