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Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

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  1. Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Nebukadneza 02.06.12 - 06:06

    ... und ich fordere mal wieder Gute Musik und keine medial hochgepuschten Eintagsfliegen oder Musik diverser Interpreten die sich immer irgendwie gleich anhört!

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  2. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor wasabi 02.06.12 - 09:15

    Die "Früher war alles besser - die Leute kaufen nur deshalb keine Musik mehr, weil es nur noch schlechte gibt"-Fraktion scheint einfach nicht auszusterben. Ich frag mich, wie lange das so weiter geht, und auf welche Zeit man sich bezieht, in der es angeblich bessere Musik gab bzw. wo es anfing, dass sich alles gleich anhört. Sehr lustig sind immer die Youtube-Kommentare zu älteren Songs. ZU einem Lied aus dem 90ern wird dann geschrieben "Das war noch richtige MUsik, heute gibt es nur noch Justin Bieber und DSDS-Müll". Und in 15 JAhren gibt steht dann zu den Kommentataren zu einem Lied aus dem Jahre 2012: "Das war damals noch richtig gute Musik, heute gibt es nur nur [...] und solchen Müll".

    Es gibt soo viel gute Musik. Sich darüber zu beschweren, dass die alles hochgepusht ist und sich alles gleich anhört, ist albern. Kleiner Tipp: Dass was in Mainstream-Radio und TV läuft war schon immer hochgepusht, waren oft Eintagsfliegen, und hörte sich immer gleich an. Wobei ich zugeben muss, dass die aktuelle Chartmusik nochnichtmal auffallend schlecht ist.

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  3. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Captain 02.06.12 - 09:19

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die "Früher war alles besser - die Leute kaufen nur deshalb keine Musik
    > mehr, weil es nur noch schlechte gibt"-Fraktion scheint einfach nicht
    > auszusterben. Ich frag mich, wie lange das so weiter geht, und auf welche
    > Zeit man sich bezieht, in der es angeblich bessere Musik gab bzw. wo es
    > anfing, dass sich alles gleich anhört. Sehr lustig sind immer die
    > Youtube-Kommentare zu älteren Songs. ZU einem Lied aus dem 90ern wird dann
    > geschrieben "Das war noch richtige MUsik, heute gibt es nur noch Justin
    > Bieber und DSDS-Müll". Und in 15 JAhren gibt steht dann zu den
    > Kommentataren zu einem Lied aus dem Jahre 2012: "Das war damals noch
    > richtig gute Musik, heute gibt es nur nur [...] und solchen Müll".
    >
    > Es gibt soo viel gute Musik. Sich darüber zu beschweren, dass die alles
    > hochgepusht ist und sich alles gleich anhört, ist albern. Kleiner Tipp:
    > Dass was in Mainstream-Radio und TV läuft war schon immer hochgepusht,
    > waren oft Eintagsfliegen, und hörte sich immer gleich an. Wobei ich zugeben
    > muss, dass die aktuelle Chartmusik nochnichtmal auffallend schlecht ist.

    gute Musik ist es dann, wenn sie generationsübergreifend gefällt und sich die Künstler mehr als 5 Jahre hält...

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  4. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor derjohn 02.06.12 - 09:30

    Wenn du gute Musik hören möchtest, empfehle ich dir das so genannte Alternative Genre. Such dir einfach ein paar minor Labels aus, welche solche Musiker unter Vertrag haben/hatten, und schon bist du wunschlos glücklich.
    Dabei verweise ich auch gerne auf "Fueled by Ramen".
    Das einzige Problem kann natürlich sein, dass man den Geschmak vielleicht nicht trifft.
    Abgesehen davon, gibt es noch viel mehr gute Musik abseits des mainstream, denn wie du auch schon sagtest, da klingt das meißte wirklich wie von ein und der selben Kuh gemolken... traurig aber wahr. Besonders bei "Musikern" wie David Ghetto, Nicki Meinarsch und wie sie nicht alle heißen, kann ich mir ganz erlich nicht erklären, warum der Mainstream sich so etwas anhört... Denn musikalische Qualität, höre ich da leider nicht heraus.

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  5. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Lapje 02.06.12 - 09:43

    @wasabi

    Wo er recht hat hat er doch recht...

    Welche Plattenfirma baut heute noch Talente auf?

    Ja, in den 80ern war z.B. vieles besser - klar gab es da auch grauenvolle Dinge (wer erinnert sich noch an den Ententanz? Fred Sonnenschein und seine Freunde? Man, ich bin alt!), aber in den meisten Fällen hatte man damals nur mit gutem Songwriting Hoffnung auf einen Plattenvertrag. Wer mal die alten Sachen von Talk Talk, Talking Heads u.ä. gehört hat, weiß was ich meine.

    Dann kamen die 90er, die Musik wurde zunehmend digital und somit auch die Art, sie zu produzieren. Eigene Musik zu machen wurde erschwignlicher, jeder Depp konnte damit Musik machen - und jeder Depp meinte auch sie machen zu müssen, wie sonst kann man sich Titel wie "Who Is Elvis" oder "Wo ist Pippi" erklären? Dazu der ganze Euro-Dance-Müll, wo in den meisten Fällen ein Stück wie das andere Klang - der Anfang der digitalen Belanglosigkeit...

    Und auch hier hat Captain recht: Gerade die Musik der 80er ist Generationsübergreifend. Wenn sie denn so schlecht waren, wie andere immer meinen, warum werden 80er-Sampler immer noch so gekauft? Warum sind 80er-Feten immer so gut besucht? Ich habe noch nie eine 60er oder 70er-Fete gesehen...und lat einem befreundeten DJ laufen die 90er-Feten auch nicht wirklich so gut...
    Heute ist es noch einfacher, Musik zu produzieren - leider.

    Zudem schaffen es kaum noch Bands, wirklich komplexe Musik zu schreiben, vieles endet irgendwie in einem Schalala...

    KLar gibt es immer noch Perlen, aber diese sind bei dem ganzen Angebot vom minderwertigen Produktionen schwer zu finden...

    Und da wären noch die Preise. Die Musikindustrie sagt ja immer, dass der Preis gerechtfertigt ist...nur muss mir einer dann mal was erklären: Warum schaffen es manche Studios/Labels z.B. Hörspielserien zu erstellen, die in Ihrer Produktion recht aufwendig sind (z.B. Mark Brandis, Perry Rhodan - der Sternenozean-Zyklus mit 42 Folgen), mit erstklassigen, teilweise sehr bekannten Synchronsprechern und diese dann für 6.95 - 7.95 ¤ anzubieten? Ein Produkt, welches eine weit geringere Auflage besitzt als das, was die Majors raushauen und zu dem auch nur im deutschsprachigem Raum gehört wird...

    Eine Musik-CD lässt sich noch einfacher produzieren (mal vom Klassik abgesehen) und ist in den meisten Fällen weltweit zu vermarkten...

    Und komm mir jetzt keiner mit "Mischkalkulation"...

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  6. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor syntax error 02.06.12 - 09:53

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und auch hier hat Captain recht: Gerade die Musik der 80er ist
    > Generationsübergreifend. Wenn sie denn so schlecht waren, wie andere immer
    > meinen, warum werden 80er-Sampler immer noch so gekauft? Warum sind
    > 80er-Feten immer so gut besucht?


    Vor allem hören sich viele Dinge heute so an als wären sie 80er Remixe. Lady Gaga hört sich auch ziemlich 80er-mäßig an, nur eben besser produziert. Und viele der Top Songs heute basieren auf 80er-Melodien oder Samples, z.b. dieses Rihanna-Lied mit der Blue Monday Melodie. Das tolle an den 80ern war halt dass man dort rumexperimentieren konnte und deshalb komplett neue Dinge erschaffen wurden und man gar nicht großartig die Vergangenheit kopieren musste, sowas geht heute gar nicht mehr.


    Noch besser ist die Story von Depeche Mode.
    1980 in nem Club aufgetreten, von nem Manager per Handschlag nen Plattenvertrag nach dem Motto "machen wir mal ne Platte, mal sehen was bei rumkommt" bekommen, ne Single ohne Werbung und Video rausgebracht, trotzdem auf Platz 54 in England gekommen und dann weitergemacht mit mündlichem Vertrag und 50:50 Aufteilung mit der Plattenfirma. Erst 1986, also nach 5 Studioalben gabs nen richtigen Plattenvertrag und mit der Zeit wurden sie eine DER Bands überhaupt. Und heute gibts die immer noch und sind immer noch erfolgreich und produktiv.

    Sowas wär heute mit neuen Bands unmöglich.

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  7. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Lapje 02.06.12 - 10:04

    @syntax error

    Man musste in den 80ern auch sehr viel experimentieren - da einen die Technik doch sehr limitierte - und Instrumente teuer waren...

    Es geht ja nicht darum, dass man sich nicht an den 80ern bedient (obwohl ich da doch lieber die Originale höre) aber warum wird das ganze so offensichtlich gemacht? Ich liebe es, wenn Bands einen gewissen "80er-Touch" besitzen, aber dafür muss man nicht gerade irgendwelche SOngs Covern oder Teile samplen...

    Aber auch heute gibt es Bands und Künstler, welche gute Pop-Musik machen können, wie z.B. Eskobar - richtig schöner, belangloser Pop...auch gibt es viele Künstler aus Deutschland , die sehr gut sind, wie z.B. Olli Schulz, dessen aktuelles Album einfach nur gut ist...

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  8. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor marvin42 02.06.12 - 11:02

    Die Charts, ob aus den 70er, 80er oder 90er, hörten sich schon immer irgendwie gleich an. Nur war es glaube net so extrem auf andere Genres übergreifend wie es heute der Fall ist, weil z.B. diese Computerstimmen selbst schon von Schlagermusiker verwendet wird, einige Beats ebenso.

    @ wasabi
    Also in bestimmten Genres wie HipHop z.B. da trifft es mehr als zu, weil das ganze Genre sich so verdammt weit von dem eigentlichen HipHop entfernt hat, wie kaum ein anderes. Heute werden in die ganzen HipHop-Tracks so viele Elemente aus Elektro beigemischt, dass man es bei einigen Tracks nicht mehr weiss, ob es sich um einen HipHop-Track handelt usw. Von daher ist es in diesem Genre mehr als berechtig zu sagen, dass HipHop mit den 80er und 90er gestorben ist, das ist dann auch kein Wunder, dass man bei sehr sehr vielen Tracks aus dieser Zeit ein Kommentar "Das war noch wahre Musik" findet.

    Aber was zu krass ist, dass wir heute so gut wie keine Privatkopie mehr haben, weil fast überall ein Kopierschutz usw. drauf ist, und diese Leute fordern immer mehr von den Nutzern der üblichen Medien, wie USB-Stick, Festplatte usw. usf. Das ist im eigentlichen strafrechtlichen Sinne ein Betrug, weil es keinerlei Gegenleistung erbracht wird. Es bereichert sich bzw. nur eine Seite einen Vorteil hat.

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  9. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Nebukadneza 02.06.12 - 11:40

    @ Wasabi,

    ich denke nicht das man mich zur "Früher war alles Besser Fraktion" zählen kann, es gibt sicherlich Dinge die Damals besser waren, die D-Mark zum Beispiel ;-)
    Doch wo es früher auch den Plattenlabels noch um die Musik ging, da geht es Heute nur noch um Profit, es wird gecastet was das Zeug hält, in den Medien wird den Leuten eingetrichtert was sie zu Mögen haben, die Künster selbst sind keine Künstler, das ganze wird Heute Digital so weit aufbereitet das es nach was klingt, zumindest für die Menschen, die das hören.

    Hör Dir mal die heutigen "Eintagsfliegen" live an, oder den Müll aus den Casting-Shows, ohne Digitaltechnik dazwischen oder Vollplayback... von einem "Künstler" kann da keine Rede sein.

    Die "Künstler" haben früher noch die Instrumente bedient und dabei Gesungen, das hat funktioniert, im Mainstream POP-Bereich entsteht die Musik im Studio, meist am PC, die Stimme wird soweit bearbeitet bis es passt, unplugged ist ein Fremdwort.

    Jedem das seine, ich jedenfalls bin schon lange weg von den Mainstream Medien und dem Kommerz-Gedudel aus Radio und MTV.

    Höre Dir mal Musik aus den 80ern im Vergleich von Musik heutiger Tage (Mainstream) auf einer wirklich hochwertigen Anlage an, Du wirst (veilleicht) bemerken, das der Audiomüll von Heute nur noch "komprimiert" klingt, dabei sollte man eigentlich meinen, die Technik geht weiter... und bevor jetzt die hitzige Diskussion los geht, ja ich weis wovon ich rede, ich bin in der Branche.

    @ Captain,

    da gebe ich Dir recht.

    @ Lapje,

    Du hast mich Verstanden :-) Auch mir kann der Eurodance-Müll gestohlen bleiben, ich bin jetzt auch nicht unbedingt 80er Fan, aber ich weis zumindest zu schätzen wieviel Arbeit drin steckt in wirklichen Hits - Früher hat man mit diesen Hits gefeiert, die ganze Nacht durch, heute laufen "Ballerman-Hits", allerdings hört sich das wohl nur unter starkem Alkoholeinfluss gut an...


    In diesem Sinne,
    Nebu

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  10. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Rapmaster 3000 02.06.12 - 11:43

    Bisher gabs immer einige Musikstile, die man den einzelnen Jahrzehnten zuordnen konnte, aber was war eigentlich typisch, was das letzte Jahrzehnt ausgemacht hat?

    Denken wir an die 60er: Rockmusik
    70er: Hard Rock, Disco, Punk
    80er: Synthie Pop, Metal, Breakdance/Hiphop
    90er: Grunge, Techno
    2000er: ?

    Was für nen typischen Stil boten denn die 2000er, der zum einen NEU und zum anderen GUT war?

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  11. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor marvin42 02.06.12 - 13:27

    Hmm das ist echt eine gute Frage, also Anfang der 2000er bis ca. 2005 erlebte im Grunde Crunk, Dirty South seinen Höhepunkt in der HipHop-Scene, danach kam ja der Mist mit diesen ganzen synthetischen Heulstimmen, wie von T-Pain & Co, das lässt sich kaum leugnen.

    Bei Elektor würde ich sagen, House und seit ca. 5 Jahren ist jedoch Minimal im kommen, daneben erlebt auch Dubstep & Co. aus UK seinen Höhepunkt.

    Hmm mit Pop & Co. kenne mich net wirklich aus, würde aber spontan eher solche Künstler wie Katy Perry etc. einordnen bzw. das wäre dann eher so die Pop-Mischung und na klar der ganzen Bullshit DSDS, Popstars usw. wobei dort die Künstler eine sehr kurze Halbwertszeit haben, meistens unter einem Jahr bzw. nur bis zu der nächsten Staffel.

    Aber so wie es in der Vergangenheit war, wo man sagen konnte, dieses Genre bestimmte das Jahrzehnt sehe ich absolut nicht. Mag auch da dran liegen, dass sehr viele Sachen eine verdammt kurze Halbwertszeit haben, da kann man es gar nicht so richtig ausmachen (finde ich). Ich würde eher sogar soweit gehen und behaupten, dass das 2000er Jahrzehnt nur durch Remixe und Covers besteht.

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  12. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Trockenobst 02.06.12 - 15:46

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann kamen die 90er, die Musik wurde zunehmend digital und somit auch die
    > Art, sie zu produzieren. Eigene Musik zu machen wurde erschwignlicher,
    > jeder Depp konnte damit Musik machen - und jeder Depp meinte auch sie

    Passend: http://9gag.com/gag/4340404

    Der Punkt ist eher, dass man sich keine Mühe gibt Stimmen zu finden.
    Und die die man hat, haben eben ein Spektrum, eine verfügbaren Oktavenbereich.

    Auf den Bereich muss man die Songs schneidern. Da hat man eben
    irgendwann alles durchprobiert, man wiederholt sich. Es gibt auch nur
    wenige Songschreiber in diesem Segment, somit sind es praktisch 20-30
    Leute die viele bis fast alle Top 100 Songs hin biegen.

    Mich wundert es deswegen, weil man in jeder scheiß Staffel dieser Casting-Shows
    100te von Leuten findet die wirklich nicht schlechte Stimmbänder haben. Und
    dann hört man nie wieder was von denen. Da will eben niemand investieren.

    Auch weil man eben immer einen Schnitt mit dem Album machen will, statt
    z.B. eins einzuschieben dass eben vielleicht sich nicht so "gut" verkauft aber künstlerisch mal was anderes ist. Viele Musiker in diesem Segment wollen
    den finanziellen Erfolg, nicht den Künstlerischen. Leute wie Adele sind selten,
    die beides schaffen.

    Gerade in den USA ist Musik inzwischen nur ein Teil eines größeren Medien-
    Kontextes. Katy Perry z.B. verbringt mehr Zeit bei Eröffnungen von großen
    Parks oder Einkaufszentren etc. als auf ihrer Konzerttour. Da macht sie wohl
    einfach mehr Geld.

    > Heute ist es noch einfacher, Musik zu produzieren - leider.

    Das Wort "gut" hast Du vergessen. Mit Fruity Pro, einem Laptop mit 1000GB
    an Samples und viel Zeit kriegt jeder was hin, ja. Aber will man das selbst
    hören was man da produziert? Dann trennen sich schnell die ganz wenigen
    Fähigen. Das ist eben Talent.

    Dann musst Du auch noch gut texten können und dann vielleicht auch noch
    in der Lage sein dass Abmischen zu beherrschen (viele Alternativbands kriegen
    ja nicht mal das Umgebungsrauschen bei der Aufnahme raus - FAIL)

    Oder für jeden einzelnen Schritt das Geld zu haben Leute zu bezahlen die
    das können. Das man quasi gezwungen ist sein Talent für den Massen-Müll
    rauszuballern - dass ist eher "ein Problem".

    Wer wirklich fähig ist, kriegt seinen Schnitt. Nur mit "was".

    > Zudem schaffen es kaum noch Bands, wirklich komplexe Musik zu schreiben,
    > vieles endet irgendwie in einem Schalala...

    Wie soll das gehen? Wer baut sie auf? Wer setzt sich mit seinen Kumpels
    seiner Band monatelang in ein Zimmer und analysiert Topalben bis zum Tode?

    Das Gespür für Texte und Inhalte ist eben auch ein Skill. Es hat seinen Grund
    warum es gerade so viele Schrabbelbands gibt - das was fehlt wird durch
    Emotion und Lautstärke ersetzt. Oder durch den Computer-Rythmusgenerator.

    > Und da wären noch die Preise. Die Musikindustrie sagt ja immer, dass der
    > Preis gerechtfertigt ist...nur muss mir einer dann mal was erklären: Warum

    Ich sehe beim Preis ein Riesenproblem. 2 Jahre alte Top 100 Musik hört keine
    Sau, wird aber nur in ganz kleinen Schritten billiger. Ich würde sagen, dass
    man Alben die älter sind als 2 Jahre und schon längst aus dem Top 1000
    sind für 5¤ verkauft. Viele Musiker würden sich das wünschen, dürfen das
    aber nicht weil sie ja einen Totalausverkauf ihrer Rechte gemacht haben.

    Da müsste die EU-Kommission mal einschlagen. Amazon bietet ja teilweise
    bei Klassik schon Alben mit "rechnerisch" 49c pro Lied. Das ist ein Anfang.
    Hier müsste mehr "Markt" hin, mehr Konkurrenz. Alles viel zu starr.

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  13. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor ZeroSama 04.06.12 - 17:46

    Oh ja, die 80er hatten tolle Musik!
    Wart ihr mal auf 'ner 80s-Party o.ä.? Geht verdammt ab. Tanzen zu Genesis, Michael Jackson, Yes oder Alphaville ist mMn 'ne ganz andere Liga als zu Rihanna oder Lady Gaga.
    Die 80er Jahre waren halt das Zeitalter der Discotheken und tollen (billigen) Synthesizer.

    Klar kann ich mich auch für Gotye o.ä. begeistern, doch kann man diese Jahrzehnte nicht wirklich miteinander vergleichen.

    Was heutzutage in Europa und Asien auch sehr gut läuft (jedenfalls was physikalische Medien anbelangt) ist Metal, welcher ja - meinem Empfinden nach - in den 90ern arg vom Rock und Grunge untergebuttert wurde.
    Jedenfalls finden sich Bands wie Maiden, Die apokalyptischen Reiter oder Helloween wieder recht hoch in den Charts. ;)

    Zu der Sache mit der Produktion; ja, das Gerausche nervt mich extrem. Besonders bei dem sehr schönen "Wire to Wire" von Razorlight ist das echt bedauerlich..

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  14. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor King Lui* 04.06.12 - 20:53

    also ich finde nicht das die musik von heute scheisse ist, ganz im gegenteil, viele richtig gute Sachen sind erst in den letzten Jahren entstanden, manche davon bekannter manche unbekannter, mann muss halt nur an den richtigen Stellen suchen, wie z.B. last.fm
    Das einzige Problem an der heutigen Zeit sehe ich in dem imensen überangebot von schlecht produzierter musik die man erstmal rausfiltern muss.

    Radio, Charts und Musiksender kann man natürlich schon seit Jahren in die Tonne kloppen, dafür gibts dann eben echt gute Onlineradios und co, da muss ich mir nicht die mühe machen was zu suchen, krieg immer neuen scheiss gebotet und wenn ich was richtig fett finde schau ich eben in itunes nach wie der track heißt und stöber dann bei last.fm nach weiteren titeln des Künstlers und nach ähnlichen Künstlern.

    Zum Thema was in den 2000ern an Musik enstanden ist bzw populär geworden ist: dafür muss man sich eigentlich nur mal die Senderpalette von Digitally Importet reinziehen.

    Allein in Deutschland gibts so massig gute künstler, so dass man auf lady gaga und co auch nicht angewiesen ist.

    Für mich sind das z.B.

    Dominik Eulberg
    Kollektiv Turmstraße
    Paul Kalkbrenner (etwas mainstreamiger)

    Was ich auch gut finde sind Künstler wie Beardyman oder DubFX die einfach auftreten gute Live Performances liefern und dadurch leben können. Bei Beardyman hab ich bei meinem letzten Konzert für 11 ¤ echt was geboten bekommen!

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  15. Re: Jaja die Musikindustrie... fordern, fordern, fordern ...

    Autor Lapje 04.06.12 - 21:00

    King Lui* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also ich finde nicht das die musik von heute scheisse ist...

    hat ja auch keiner behauptet - nur wird heute eben viel mehr Müll produziert als früher - dass es auch Perlen darunter gibt, ist unbestreitlich...

    > Das einzige Problem an der heutigen Zeit sehe ich in dem imensen
    > überangebot von schlecht produzierter musik die man erstmal rausfiltern
    > muss.

    Und das ist - trotz oder gerade wegen - der vielen Möglichkeiten schwierig...wer hat heute noch die Zeit, sich wirklich auf die Suche zu machen? Zumindest ab einem gewissen Alter geht das kaum noch...

    > Allein in Deutschland gibts so massig gute künstler, so dass man auf lady
    > gaga und co auch nicht angewiesen ist.

    Ich bin z.B. sehr froh Olli Schulz entdeckt zu haben...

    Schade ist aber auch, dass z.B. Bands wie Röyksopp in Deutschland - von Hintergrundmusik mal abgesehen (dass sehr viel!) so gut wie gar nicht gespielt werden...

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