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"kein typischer Internetdienst"

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  1. "kein typischer Internetdienst"

    Autor NesteaX 30.04.13 - 11:57

    Ist denn der Telekom Entertain Traffic irgendwie was besonderes und geht an den angeblich so ausgelasteten Backbones vorbei? "Verstopft" der dann nicht die Leitungen?

    Ist Maxdome dann auch "kein typischer Internetdienst"? Macht doch afaik genau das selbe oder? Oder ist nur alles atyptisch, was von der Telekom kommt?

    Fragen über Fragen. Zum Weinen ist das!

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  2. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Kiwi 30.04.13 - 12:04

    ich denke das läuft so ab:
    die telekom zahlt den testern eine saftige abfindung und die sagen dann alles ok, ihr dürft die drosselung machen.
    und die nutzer sind dann der arsch

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen...

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  3. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor theFiend 30.04.13 - 12:06

    Was für Testern bitte?

    Und die Argumentation hinsichtlich Entertain ist dahingehend nicht verkehrt, als das die Kunden dafür extra zahlen. Insofern würde ich den Nachweis der verletzten Netzneutralität als sehr schwierig erachten.

    Zumal Netzneutralität nach meinem Wissen hier in Deutschland nirgendwo als Maxime festgehalten ist...

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  4. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor UP87 30.04.13 - 12:08

    Noch einmal: Entertain ist kein On-Demand-Dienst, sondern ein Multicast. Es ist daher tatsächlich eher mit Kabelfernsehen zu vergleichen als mit YouTube.

    Es ist kein typischer Internetdienst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.13 12:09 durch UP87.

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  5. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Kiwi 30.04.13 - 12:11

    als tester mein ich die bundesnetzagentur

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen...

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  6. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor NesteaX 30.04.13 - 12:18

    Aber mit welcher Begründung kann man dann das Internet drosseln und andere IP-Dienste weiterlaufen lassen, die doch genauso oder sogar noch mehr Traffic verursachen? Überlastete Leitungen können es wohl nicht sein, fehlende Kapazitäten noch weniger.

    Dass man extra zahlt? Dort bezahlt man für ein "Flatrate" im eigentlichen Sinne, also bis die Telekom auf die Idee kommt, das auch zu drosseln. (Und gegen noch mehr Geld wieder freizuschalten)
    Der aktuelle Stand der Dinge ist aber doch, dass es diese " Internert Flatrate" doch gar nicht mehr geben soll, sondern eben zubuchbarer Traffic, also eben nichts unbegrenztes, auch gegen Aufpreis.

    Das ist nicht fair, denn Entertain ist genauso ein IP-Dienst wie jeder andere, sei es VoD oder Multicast.

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  7. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor dEEkAy 30.04.13 - 12:25

    NesteaX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist denn der Telekom Entertain Traffic irgendwie was besonderes und geht an
    > den angeblich so ausgelasteten Backbones vorbei? "Verstopft" der dann nicht
    > die Leitungen?
    >
    > Ist Maxdome dann auch "kein typischer Internetdienst"? Macht doch afaik
    > genau das selbe oder? Oder ist nur alles atyptisch, was von der Telekom
    > kommt?
    >
    > Fragen über Fragen. Zum Weinen ist das!


    du zahlst extra für entertain. damit ist der traffic den entertain verursacht bereits kostentechnisch gedeckt. zu decken sei nur noch der sonstige internet traffic und DARAUF will die telekom hinaus. traffic wird teurer.

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  8. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Sicaine 30.04.13 - 12:35

    Die Kunden zahlen fuer Lovefilm auch extra...

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  9. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Th 30.04.13 - 12:36

    Der Datenstrom/Multicast von Entertain läuft meines Wissens nach nicht über das Internet selbst. Er wird an einem bestimmten Punkt im Netz der Telekom eingespeißt und belastet so nicht die Backbones. Also kein typischer Internetdienst.


    Sicaine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Kunden zahlen fuer Lovefilm auch extra...

    Nicht an die Telekom und diese Daten laufen auch über das richtige Internet!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.13 12:37 durch Th.

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  10. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Sicaine 30.04.13 - 12:36

    Multicast killt dir aber trotzdem auf der GANZEN Infrastruktur die ach so tolle Bandbreite.

    D.h. es bleibt insg.(auch wenns nicht soviel ist) weniger fuer den normalen Internetkunden uebrig.

    IPTV ist ja trotzdem nur ip traffic

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  11. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Trockenobst 30.04.13 - 12:39

    NesteaX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist Maxdome dann auch "kein typischer Internetdienst"? Macht doch afaik
    > genau das selbe oder? Oder ist nur alles atyptisch, was von der Telekom
    > kommt? Fragen über Fragen. Zum Weinen ist das!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Next_Generation_Network

    Die Telebim und andere Konsorten haben das schon so eingefädelt, dass
    der Netzmob das nicht versteht. IP-Traffik ist eben, wenn man genügend Politiker
    schmiert, nicht mehr gleich IP-Traffik.

    Somit kann die Telebim Telefon und Entertain aus dem Pool nehmen, weil
    das so über die NGN Thematik konstruiert wurde. Am Ende werden alle
    Politiker, Kartellamt und Bundesnetzagentur diese Regelungen "finden".

    Die Telebim wird nur den ShyteStorm abwarten müssen, dann wird alles zu
    ihrem Gunsten erledigt. Alles liegt im Plan, da die Vorarbeit schon geleistet
    wurde. Das ist nichts anderes als ein politischer Angriff an die US-Dienst
    Monopole, ein Aushebeln des freien Marktes damit auch noch Europa eine
    Art Internet Steuer für Dienste gezahlt wird. Direkt an die ISPs.

    Frag mal jetzt Leute, welche Schwierigkeiten sie haben an ihren Glasfaser
    Anschlüssen anderen VOIP Dienste zu fahren. Abgeschlossene Fritzboxen
    und gelegentlich gar keine VOIP Verbindung. Bald ist das Standard dass
    es gar nicht mehr geht, weil das auch bei NGN so geplant ist. Flucht zwecklos.

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  12. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Th 30.04.13 - 12:40

    Sicaine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Multicast killt dir aber trotzdem auf der GANZEN Infrastruktur die ach so
    > tolle Bandbreite.
    >
    > D.h. es bleibt insg.(auch wenns nicht soviel ist) weniger fuer den normalen
    > Internetkunden uebrig.
    >
    > IPTV ist ja trotzdem nur ip traffic

    Nein tut er eben nicht. Er schränkt die Kapazität der Backbone nicht ein.

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  13. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Snoozel 30.04.13 - 13:08

    Dazu kommt aber ein entscheidender Unterschied:

    Entertain ist nicht unabhängig vom Telekom DSL "empfangbar", es setzt also Telekom-DSL sowie damit auch die damit gebündelte Zwangstelefonleitung der Telekom vorraus.

    Und damit --> Netzneutralität, Entertain ist kein davon unabhänger Dienst.

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  14. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor HomerSimpson 30.04.13 - 13:25

    Muss der Traffic denn nicht über diese Backbones geroutet werden um auf meinem TV zu landen?!

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  15. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Vradash 30.04.13 - 13:26

    Snoozel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu kommt aber ein entscheidender Unterschied:
    >
    > Entertain ist nicht unabhängig vom Telekom DSL "empfangbar", es setzt also
    > Telekom-DSL sowie damit auch die damit gebündelte Zwangstelefonleitung der
    > Telekom vorraus.
    >
    > Und damit --> Netzneutralität, Entertain ist kein davon unabhänger Dienst.

    Was daran zu erkennen ist, dass Entertain auf der sogenannten letzten Meile von der Bandbreite des DSL-Anschlusses gebraucht macht; bei Kabelanbietern passiert das nicht.

    Von daher finde ich, dass das eben doch ein typischer Internetdienst ist, auch wenn es per Multicast rausgeht.

    (Ich sage das nicht um "aus Prinzip" über die Telekom zu schimpfen. ;) )

    Edit: Ich heute nix kann Deutsch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.13 13:26 durch Vradash.

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  16. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor HomerSimpson 30.04.13 - 13:26

    Natürlich läuft das am Ende über die normalen Router - der Traffic muss ja zu dir ins Haus kommen...

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  17. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Th 30.04.13 - 13:40

    Ich finde die Diskussionen hier immer etwas müßig ohne den technischen Hintergrund zu kennen.

    Wir reden doch nicht über Engpässe zwischen BRAS und Endkunde, sondern die ganze Diskussion dreht sich um die Auslastung der IP-Backbones.

    Übrigens: Auch den Kabelnetzbetreibern entsteht Traffic durch ihr TV Angebot, nur dass hier die Annahme eines separaten Dienstes akzeptiert wird, bei der Telekom nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.13 13:44 durch Th.

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  18. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor NesteaX 30.04.13 - 14:00

    Th schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Übrigens: Auch den Kabelnetzbetreibern entsteht Traffic durch ihr TV
    > Angebot, nur dass hier die Annahme eines separaten Dienstes akzeptiert
    > wird, bei der Telekom nicht.


    Nein, absolut garnicht. Im Kabelnetz haben die Fernsehsender einen eigenen Frequenzbereich und beeinflussen somit in keinster Weise das Internet.

    Entertain = IP-TV. Dementsprechend läuft das auch über das "richtige" Internet, wie du so schön sagst.

    Atomstrom kommt auch durch die gleiche Leitung wie Ökostrom, auch wenn du Ökostrom bestellst. IP-Paket bleibt IP-Paket, ob nun Telekom oder was anderes draufsteht ist schnurzpiepe.

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  19. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor redmord 30.04.13 - 14:01

    Ja, aber für alle Kunden gemeinsam nur einmalig, da alle zeitgleich das selbe Signal erhalten. Dadurch ist die Belastung bis zum Node wirklich minimal und skaliert nur mit der Anzahl unterschiedlich betrachteter TV-Sender, nicht aber mit der Zahl der Zuschauer.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Multicast

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  20. Re: "kein typischer Internetdienst"

    Autor Blackburn 30.04.13 - 14:06

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Argumentation hinsichtlich Entertain ist dahingehend nicht
    > verkehrt, als das die Kunden dafür extra zahlen. Insofern würde ich den
    > Nachweis der verletzten Netzneutralität als sehr schwierig erachten.

    Die Nutzer zahlen aber für Maxdome, Lovefilm oder Watchever auch extra. Diese Dienste werden dann aber benachteiligt, wenn sie der Drosselung unterliegen.

    Und auch die Tatsache, dass Entertain ja Multicast ist, ist imo nur vorgeschoben. Als Anwender ist es mir doch egal, auf welchem technischen Weg ein von mir gebuchter Dienst zu mir gelangt.

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