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GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

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  1. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor wasabi 22.06.12 - 17:08

    > Es sei noch an zu führen das die Plattenfirmen sich über die unrechtmäßigen
    > Kopien beschweren, und jammern das sie daran zu grunde gehen, seit dem es
    > den ersten Recorder für einen Datenträger gibt. Im wesendlichen ist es
    > einfaches gejammer einer Brance der es sehr gut geht und mit ihren One Hit
    > Wondern sich selbst ihren Markt, in den letzten Jahren, kaputt machen.
    Jetzt nicht die Plattenfirmen mit der GEMA in einen Topf schmeißen. Die haben nämlich unmittelbar nichts miteinander zu tun. Die müssen stattdessen selber für die Vervielfältigung an die GEMA zahlen. Die GEMA vertritt unmittelbar die Urheber, hatte durchaus mal den Sinn, diese vor der bösen Plattenindustrie zu schützen.

    > Darüber hinaus leisten wir für das kopieren bereits Abgaben. Und das nicht
    > wenig. Fertig PC's kosten 50¤ extra, nur für die Kopien. SmartPhones
    > schlagen mit (was wars?) 30¤ oder so zu buche. USB-Sticks werden
    > demnächsten doppelt so teuer wie derzeit. Und ein Ende der Preisschraube
    > ist hier nicht in Sicht.
    Ja, ist unverschämt. Jeder muss halt zahlen, wenn er Musik vervielfältigt. Der tarif, den du für die Geräte zahlst, vergütet allerderdings nur Privatkopien (also wenn du z.B. dir eine CD kaufst, und diese rippst und auf deinen Mp3-Player kopierst). Zu Kassetten zeiten mag das noch halbwegs gerechtfertigt gewesen sein (weil die wohl wirklich überwiegend zum Musik kopieren genutzt wurde), aber PCs, USB-Sticks etc. nutzt man für alles mögliche. Das Urheberrecht sollte definitv an der Stelle gändert werden, also das privatkopien wirklich auch ohne Vergütung erlaubt sind. Und somit die Pauschalabgaben abgeschafft werden.

    > Darüber hinaus hat niemand etwas dagegen wenn Musiker für ihre Musik auch
    > Bezahlt werden. Was uns hier aufregt ist die Art wie diese Bezahlung von
    > statten geht. Nicht nur auf unserer Seite sondern auch auf der
    > Künstlerseite passt es hinten und vorne nicht. Erst kürzlich gab es dazu
    > einen Artikel, in dem klar aufgezeigt wurde wo hier die Diskrepanzen, bei
    > der Verteilung der Gelder, liegen. Um es kurz zu fassen, viele Künstler
    > haben durch die GEMA mehr Kosten als die GEMA an sie auszahlt.
    Wobei man dann sagen muss: selbst schuld. Ich mach selbst Hobbymäßig Musik, und auch wenn ich das mal erfolgreicher machen würde, dann würde ich mir sehr gut überlegen, ob ich wirklich der GEMA beitreten will (wahrscheinlich eher nicht).

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  2. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor wasabi 22.06.12 - 17:11

    > Wie sieht es eigentlich - auch wenn es OOT ist - mit Musik aus Japan aus
    > falls diese nicht durch Sony Music bzw. andere Mega-Marken gepublisht wird?
    > Also sagen wir doujin-Musik, die man z.B. auf der Comiket kaufen kann? Da
    > kann doch die GEMA nix für verlangen - oder?

    Die Verwertungsgesellschaften der verschiedenen Länder haben untereinander Verträge. In der GEMA-Datenbank stehen ja auch ganz viele nicht-deutsche Komponisten und Textdichter.

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  3. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor tingelchen 22.06.12 - 18:36

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es sei noch an zu führen das die Plattenfirmen sich über die
    > unrechtmäßigen
    > > Kopien beschweren, und jammern das sie daran zu grunde gehen, seit dem
    > es
    > > den ersten Recorder für einen Datenträger gibt. Im wesendlichen ist es
    > > einfaches gejammer einer Brance der es sehr gut geht und mit ihren One
    > Hit
    > > Wondern sich selbst ihren Markt, in den letzten Jahren, kaputt machen.
    > Jetzt nicht die Plattenfirmen mit der GEMA in einen Topf schmeißen. Die
    > haben nämlich unmittelbar nichts miteinander zu tun. Die müssen stattdessen
    > selber für die Vervielfältigung an die GEMA zahlen. Die GEMA vertritt
    > unmittelbar die Urheber, hatte durchaus mal den Sinn, diese vor der bösen
    > Plattenindustrie zu schützen.
    >
    War nur eine Weiterführung der vroangegangen Postings :)

    > > Darüber hinaus leisten wir für das kopieren bereits Abgaben. Und das
    > nicht
    > > wenig. Fertig PC's kosten 50¤ extra, nur für die Kopien. SmartPhones
    > > schlagen mit (was wars?) 30¤ oder so zu buche. USB-Sticks werden
    > > demnächsten doppelt so teuer wie derzeit. Und ein Ende der Preisschraube
    > > ist hier nicht in Sicht.
    > Ja, ist unverschämt. Jeder muss halt zahlen, wenn er Musik vervielfältigt.
    > Der tarif, den du für die Geräte zahlst, vergütet allerderdings nur
    > Privatkopien (also wenn du z.B. dir eine CD kaufst, und diese rippst und
    > auf deinen Mp3-Player kopierst). Zu Kassetten zeiten mag das noch halbwegs
    > gerechtfertigt gewesen sein (weil die wohl wirklich überwiegend zum Musik
    > kopieren genutzt wurde), aber PCs, USB-Sticks etc. nutzt man für alles
    > mögliche. Das Urheberrecht sollte definitv an der Stelle gändert werden,
    > also das privatkopien wirklich auch ohne Vergütung erlaubt sind. Und somit
    > die Pauschalabgaben abgeschafft werden.
    >
    Eine Disskusion die wohl nie enden wird. Aber da liegen wir wohl auf der gleichen Antenne :) Das Gesetz erlaubt an sich ja die Privatkopie. Solange kein Kopierschutz drauf liegt. Generell jedoch entsteht kein wirtschaftlicher Schaden wenn man als Privatperson seine Lieder auch auf seinem MP3 Player hat, oder seine Filme in eine digitale Videothek stopft. Denn tenedenziell macht es keinen Unterschied zu: Nimmt die CD mit ins Auto/Walkman.
    Daher ist diese Abgabe an Sicht schon eine Frechheit und zu 100% unangebracht. Vor allem weil das Gesetz einem keine uneingeschränkte Kopie erlaubt. Ein Grund warum viele diese Abgaben auch als Freifahrtschein zum runterladen sehen.

    > > Darüber hinaus hat niemand etwas dagegen wenn Musiker für ihre Musik
    > auch
    > > Bezahlt werden. Was uns hier aufregt ist die Art wie diese Bezahlung von
    > > statten geht. Nicht nur auf unserer Seite sondern auch auf der
    > > Künstlerseite passt es hinten und vorne nicht. Erst kürzlich gab es dazu
    > > einen Artikel, in dem klar aufgezeigt wurde wo hier die Diskrepanzen,
    > bei
    > > der Verteilung der Gelder, liegen. Um es kurz zu fassen, viele Künstler
    > > haben durch die GEMA mehr Kosten als die GEMA an sie auszahlt.
    > Wobei man dann sagen muss: selbst schuld. Ich mach selbst Hobbymäßig Musik,
    > und auch wenn ich das mal erfolgreicher machen würde, dann würde ich mir
    > sehr gut überlegen, ob ich wirklich der GEMA beitreten will (wahrscheinlich
    > eher nicht).
    >
    Ist ja nicht so einfach. Schuld sind dabei die Systeme. Zum einen die der Plattenfirmen und der GEMA. In Zeiten wo selbst Hobbydatenbanken auf Heim PC's > 10k Abfragen/Sec verarbeiten können, ist die Haltung der GEMA bzgl. der "Alles oder Nichts" Verträge absurd. Viele Künstler sind ja quasi Zwangsmitglied über Plattenfirmen.

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  4. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor irata 22.06.12 - 21:52

    Danse Macabre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, so wie die vielen Raubkopierer der Sache ebenso schaden.

    Das ist jetzt interessant.
    Ich bin zwar prinzipiell auch gegen Schwarzkopien/Schwarzmarkt/Schattenwirtschaft, aber einen Beleg für einen "Schaden" habe ich bis heute nicht gesehen.
    Du hast das sicher ein paar Quellen, oder?

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  5. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor marvin42 23.06.12 - 00:26

    Der Schaden wird immer wieder mit Fantasiebeträgen sehr gerne hochgerechnet, einen tatsächlichen Nachweis ist die Industrie seit Jahren schuldig. Dafür gab es schon mehrmals diverse Umfragen, wo diese ach so pösen pösen Raubmordvergewaltigerkopierer eigentlich die besten Kunden der Industrie sind, weil sehr viele sich ihre Sachen kaufen. Unter den ganzen Bösewichtern sind tatsächlich scheinbar verdammt viele echte Sammler, die nach dem Probehören des Produktes in den Laden rennen und sich entweder die CD oder die Schaltplatte kaufen bzw. so einen richtigen Laden gibt es heute aber kaum, daher fehlt auch vielerorts die Möglichkeit irgendwas Probe zu hören, da bleibt manchmal nur noch das Internet und diverse dunkle Kanäle über.
    Da wo ich her komme ist es einfacher und schneller sich etwas aus dem Internet zu laden und zu bestellen, als zum nächsten größeren Laden zu fahren und dort eine CD anzuhören, zumal es dann der große Rote Riese ich bin nicht doof wäre, wo man eigentlich nicht wirklich etwas Probe hören kann, weil da ehe alles überfüllt ist und sie außer Mainstreamschrott kaum was da haben.

    Und BTW wenn man sich anschaut was die Anwälte mittlerweile verdienen, das ist dann der eigentliche Höhepunkt!

    "Laut einer Umfrage im Auftrag des VerbandsVZBV sind rund sechs Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren schon einmal abgemahnt worden, also etwa 4,3 Millionen Menschen.

    Rechnet man mit (niedrigen) 500 ¤ Anwaltsgebühren pro Abmahnung, so übersteigen die Einnahmen der Abmahnanwälte mit rund 2,15 Mrd Euro (allerdings insgesamt) die jährlichen Einnahmen der Musikindustrie, die bei rund 1,5 Mrd Euro liegen. Aber natürlich geht es allen Beteiligten ausschließlich um den Schutz des Urheberrechts."

    Quelle: https://plus.google.com/107635632658833722277/posts/g84hmM26THQ

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  6. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor kinderschreck 23.06.12 - 07:23

    Jede Disse kann dazu übergehen nur noch DJs anzuheuern die ausschließlich GEMA-freie Musik spielen. Keiner zwingt sie in den Clubs Musik von Gemaverseuchten Künstlern zu spielen.

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  7. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor Ein Spieler 23.06.12 - 15:08

    Vor allem Großraumdiskos sind in der Regel doch vom Massengeschmack abhängig. Wenn keiner die Musik kennt, gehen die pleite.

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  8. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor aktenwaelzer 23.06.12 - 17:23

    CrayZee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings auf mp3-Playern, CD's und Festplatten, für die bereits
    > GEMA-Gebühr abgeführt wird.

    Es ging hier um illegale Kopien. Mit einer in Geräten und Medien enthaltenen GEMA-Gebühr sind keine Raubkopien abgegolten, sondern nur Deine legale Privatkopie, die mit illegalen Kopien nichts zu tun hat.

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  9. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor Sheep_Dirty 23.06.12 - 19:38

    Wie soll man zwischen diesen beiden Kopierarten Deiner Meinung nach unterscheiden?

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  10. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor Danse Macabre 23.06.12 - 20:21

    irata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danse Macabre schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, so wie die vielen Raubkopierer der Sache ebenso schaden.
    >
    > Das ist jetzt interessant.
    > Ich bin zwar prinzipiell auch gegen
    > Schwarzkopien/Schwarzmarkt/Schattenwirtschaft, aber einen Beleg für einen
    > "Schaden" habe ich bis heute nicht gesehen.
    > Du hast das sicher ein paar Quellen, oder?

    Wenn ich von einem Schaden an "der Sache" schreibe, dann meine ich das im idealistischen Sinne, nicht in Bezug auf einen quantifizierbaren, finanziellen Schaden. Obwohl der natürlich auch entsteht, und vermutlich nicht zu knapp.

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  11. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor Local_Horst 23.06.12 - 23:52

    kinderschreck schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jede Disse kann dazu übergehen nur noch DJs anzuheuern die ausschließlich
    > GEMA-freie Musik spielen. Keiner zwingt sie in den Clubs Musik von
    > Gemaverseuchten Künstlern zu spielen.

    Eine Idee wären musikfreie Discos. Jeder Gast bringt seinen eigenen MP3-Player mit, der Betreiber stellt nur den Service und die Location breit. InEars rein und let´s dance; trifft auch jeden Musikgeschmack. OK, sieht dämlich aus, wenn hunderte Leutz gleichzeitig zu unterschiedlicher Musik/bpm tanzen, aber GEMA wäre beim Betreiber außen vor. :D

    Obwohl auch da vermutlich der Verein irgend eine Masche finden würde, mit zu kassieren. :/

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  12. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor San_Tropez 24.06.12 - 14:18

    aktenwaelzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ging hier um illegale Kopien. Mit einer in Geräten und Medien
    > enthaltenen GEMA-Gebühr sind keine Raubkopien abgegolten, sondern nur Deine
    > legale Privatkopie, die mit illegalen Kopien nichts zu tun hat.

    Und das findest du in Ordnung? Wirklich? Du kaufst dir Musik und zahlst dann dafür dass du diese Musik nicht nur zuhause am Notebook hören kannst sondern auch im Auto? Am Fernseher oder wenn du gerade im Zug sitzt?

    Du hast wirklich ein sehr seltsames Rechtsbewusstsein.

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  13. Re: GEMA zerstört nicht nur die Clubs & Co. sondern gleich ihre Kunden mit.

    Autor San_Tropez 24.06.12 - 14:23

    Das Problem dabei ist doch folgendes: Alles was über die großen Musiksender und Radiostationen gepusht wird kommt von den großen Plattenlabels. Auf diese Musik kann ein Clubbetreiber nicht verzichten, da es die Musik ist, die jeder kennt, mitsingt und die letzten Endes für die Stimmung und das Funktionieren den Clubs sorgt. Diese großen Plattenlabels aber nehmen keine Künstler unter Vertrag die keine GEMA Mitgliedschaft besitzen. Also im Grunde genommen ist der Discobetreiber gezwungen auf GEMA Musik zurück zu greifen.

    Künstler die erfolgreich genug werden wollen um von ihrer Musik zu leben sind allerdings auch gezwungen der GEMA beizutreten. Ansonsten bekommen sie bei den Major Labels keine Verträge.

    Wo liegt nun das Problem? Bei der Monopolstellung bzw. dem Quasi Monopol der GEMA als einzige Verwertungsgesellschaft Deutschlands. Dadurch sind dieses Zwänge egal wem gegenüber letzten Endes erst möglich. Nicht umsonst werden Monopole vom Gesetzgeber normalerweise sehr kritisch betrachtet - zumindest in marktwirtschaftlichen Systemen.

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