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Petition: lat. petitio -> Ersuchen

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  1. Petition: lat. petitio -> Ersuchen

    Autor Lycos 19.10.12 - 16:34

    Wie die Definition schon sagt: Es handelt sich dabei lediglich um eine Bitte. Somit ist eine (e)Petition, in der aktuell in Deutschland real existierenden Plutokratie, fürn - pardon - Arsch.

    So lange es in Deutschland keine Instrumente der direkten Demokratie (vgl. Volksabstimmung in der Schweiz) gibt, so lange werden wir weiter von Politikern, Bankern und Lobbyverbänden ausgesaugt.

    P.S.
    Falls es sogar der letzte immer noch nicht kappiert haben sollte: Auch die Wahlen alle 4 Jahre sind nichts weiter als ein Schmierentheater um die ILLUSION einer Demokratie, Wahlfreiheit oder Mitbestimmung aufrecht zu erhalten. Opium fürs Volk sozusagen.

    Hallo Notebook-Hersteller : Wir wollen eure Schminkspiegel nicht!

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  2. Re: Petition: lat. petitio -> Ersuchen

    Autor jobedius 19.10.12 - 21:27

    > (vgl. Volksabstimmung in der Schweiz) gibt, so lange werden wir weiter von
    > Politikern, Bankern und Lobbyverbänden ausgesaugt.

    Ja, an der Schweiz und dieser Abstimmung in Hamburg zum Thema Schule sieht man wie gut Volksabstimmungen funktionieren.

    Nämlich circa garnicht.

    Wenn ich mich recht erinnere, ging es in Hamburg darum, ob es (weiterhin) ein eher gesamtschulartiges Konzept geben sollte, bei dem „starke“ und „schwache“ Schüler möglichst lange zusammen lernen. Was oberflächlich erstmal vor allem für die „Schwächeren“ gut ist (von sozialen Kompetenzen etc. die für alle bei Mileu-übergreifendem Miteinander rausspringt, reden wir erstmal nicht). Die Bonzeneltern wollten aber nicht, das ihre Kinder von andern runtergezogen und beim Lernen behindert werden, deswegen flugs eine Volksabstimmung organisiert von denen die HartzIV-Familien nichtmal was wussten und dann war die Sache gegessen, Elite und sozial Benachteiligte dürfen wieder in ihren eigenen Biotopen schwimmen. Super Sache das!

    Am Beispiel Minarettverbot in der Schweiz sieht man sehr gut, dass es bei Volksabstimmungen vor allem einfach ist Leute *gegen* etwas zu mobilisieren, für positive Veränderungen oder etwas schwierigere Sachverhalte eignen sich Volkabstimmungen kaum, weil der mündige Bürger sich dann halt in eine komplexe Materie einlesen müsste (was er nicht macht) oder wieder den Populisten (= Politikern, Lobbyisten, (Medien-)Konzernen) hinterherrennt. Will man ernsthaft in einer Woche über Krankenkassenreform und in der nächsten über Rentenversicherung abstimmen?

    Und hier noch ein bisschen Stoff zu der Aussage Lobbyisten und Konzerne blieben bei Volksabstimmungen aussen vor (so naiv! Wie süß!):

    http://konsumpf.de/?p=14305

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  3. Re: Petition: lat. petitio -> Ersuchen

    Autor Anarchrist 20.10.12 - 00:51

    Erstmal vorab, ich bin ueberzeugt, dass die Petition im Sande verlaueft, das Gesamtsystem ist nunmal, sry wenn ich wem auf den Schlips trete, ein faschistisches.
    Die Konzerne bestimmen unsere Regeln und nicht wir deren.
    Und Logik sowie Sinnhaftigkeit sind nicht deren Bestandteil und das wird auch keine Petition aendern.

    Wir werden ganz bewusst in Rechtsunsicherheit gehalten, das macht uns schwach und angreifbar.
    Ich zitiere Tacitus:
    “Corruptissima republica plurimae leges.” – “Je verdorbener der Staat, desto mehr Gesetze hat er.”

    Dass Instrument Volksentscheid wird ganz bewusst schlecht gemacht von DENEN.
    Das gepostete Video ist vom Bayrischem Rundfunk, mit Sicherheit kein unabhaengiges Medium.

    So wie unser System aufgebaut ist kann nunmal auch das allerbeste Werkzeug nicht richtig benutzt werden. Im grossen systemischen Teig muessen alle Komponenten vorhanden sein und richtig funktionieren, sonst wird der Teig nix.
    2 funktionierende Haende bringen nix ohne funktionierende Arme.
    Und dann baut das System einfach ein paar Beispiele, a la Hamburg und Aldi, und schwupps denkt/glaubt der _so sehr von seiner Intelligenz ueberzeugte_ 'Buerger', dass Volksentscheide etwas schlechtes sind und plappert den vorgekauten Brei brav nach.

    Was sagen Politiker noch immer fuern Muell zu Volksentscheiden?
    ->'Dann wuerde in Kuerze gar keiner mehr Steuern zahlen', oder son bullschiet wie:
    'Der Buerger ist nicht schlau genug bzw. zu faul'

    Wie gesagt, es muss sich breitflaechig sehr viel aendern, unser Bildungssystem, die konzernhoerigen Medien (die wenigsten Redakteure/Journalisten recherchieren heutzutage noch, fast alles dpa-Konzern-Nachrichten) unser Finanzsystem usw. usf.
    Dass uns UNSER GELD von einer privaten Firma zur Verfuegung gestellt wird und wir die dafuer auch noch teuer + Zinsen bezahlen muessen kann doch wohl nicht wahr sein.
    All diese Dinge und mehr gehoeren in die Hand des Volkes/Staates und zwar umfassend!

    Und wenn dann doch mal jemand bei unseren Medienkonzernen oder Schulen oder sonstwo gegen den Strom schwimmt, ist er in Nullkomma-Nix weg vom Fenster.

    Der GEZ-Mist, der bald kommt wurde auch z.T. sehr lustig begruendet:
    'Man kann ja beim Nachbarn durchs Fenster den Fernseher u.ä. sehen'

    In der Schweiz sind uebrigens die Volksentscheide mehr oder weniger Geschichte.
    Dort wollte bestimmt keiner eine Anbindung an den Euro. Die Schweiz ist gezwungen quasi wertlose Euros aufzukaufen, damit der Kurs nicht ueber 1.20Euro je Franken geht. Daher geht auch der Franken vor die Hunde. Auch wollen die Buerger dort wieder die Kontrolle ueber ihr Staats-Gold zurueck, welches mal in die USA ausgelagert wurde und dort angeblich noch vorhanden ist.

    Gute Nacht :D

    In Parteien gehen Leute, die ein überzogenes Geltungsbedürfnis haben, mit sich nichts Vernünftiges anfangen können sowie unstet und flüchtig die Öffentlichkeit belästigen. Sie treffen sich regelmäßig, um sich über sich zu ärgern, gegenseitig hinten herum gehässig zu beschimpfen aber offiziell großspurig von sich zu reden.

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  4. Re: Petition: lat. petitio -> Ersuchen

    Autor Kaiser Ming 22.10.12 - 12:21

    jobedius schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > (vgl. Volksabstimmung in der Schweiz) gibt, so lange werden wir weiter
    > von
    > > Politikern, Bankern und Lobbyverbänden ausgesaugt.
    >
    > Ja, an der Schweiz und dieser Abstimmung in Hamburg zum Thema Schule sieht
    > man wie gut Volksabstimmungen funktionieren.

    nur weils auch schlechte Beispiele gibt,
    heisst es nicht dass das Instrument nix taugt

    zum Minarettverbot in der Schweiz -
    wer sagt dir denn das die Leute nicht tatsächlich so denken,
    nur weil andere das nicht political correct fanden ist's noch keine reine Lobbyentscheidung

    ja es gab da Lobbyismus, so wie hier auch,
    es ist aber einfacher jemand einen Aufsichtsratsposten zu verschaffen,
    als mal eben ein ganzes Volk umzudrehen

    ich wäre dafür das schweizer System einzuführen,
    auch wenns etwas mehr Geld kostet

    btw wird auch in der Schweiz nicht alles volksabgestimmt

    >
    > Nämlich circa garnicht.
    >
    > Wenn ich mich recht erinnere, ging es in Hamburg darum, ob es (weiterhin)
    > ein eher gesamtschulartiges Konzept geben sollte, bei dem
    > „starke“ und „schwache“ Schüler möglichst lange
    > zusammen lernen. Was oberflächlich erstmal vor allem für die
    > „Schwächeren“ gut ist (von sozialen Kompetenzen etc. die für
    > alle bei Mileu-übergreifendem Miteinander rausspringt, reden wir erstmal
    > nicht). Die Bonzeneltern wollten aber nicht, das ihre Kinder von andern
    > runtergezogen und beim Lernen behindert werden, deswegen flugs eine
    > Volksabstimmung organisiert von denen die HartzIV-Familien nichtmal was
    > wussten und dann war die Sache gegessen, Elite und sozial Benachteiligte
    > dürfen wieder in ihren eigenen Biotopen schwimmen. Super Sache das!
    >
    > Am Beispiel Minarettverbot in der Schweiz sieht man sehr gut, dass es bei
    > Volksabstimmungen vor allem einfach ist Leute *gegen* etwas zu
    > mobilisieren, für positive Veränderungen oder etwas schwierigere
    > Sachverhalte eignen sich Volkabstimmungen kaum, weil der mündige Bürger
    > sich dann halt in eine komplexe Materie einlesen müsste (was er nicht
    > macht) oder wieder den Populisten (= Politikern, Lobbyisten,
    > (Medien-)Konzernen) hinterherrennt. Will man ernsthaft in einer Woche über
    > Krankenkassenreform und in der nächsten über Rentenversicherung abstimmen?
    >
    > Und hier noch ein bisschen Stoff zu der Aussage Lobbyisten und Konzerne
    > blieben bei Volksabstimmungen aussen vor (so naiv! Wie süß!):
    >
    > konsumpf.de

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