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Nichts ist das Teilen privater Daten wert

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  1. Nichts ist das Teilen privater Daten wert

    Autor EqPO 19.01.12 - 12:26

    Vor allem nicht der körperlichen. Aber jedem das seine. Es wird sicher irgendwann mal eine nicht gewünschte Verwertung dieser in den News kommen. Dann könnt ihr euch nochmal fragen ob es das wert war. :)

    Eine einfache Vorstellung. Firmen nutzen auch die Gesundheitsdaten für die Bewerberauswahl. Wie krank darf man im Durchschnitt sein?

  2. Re: Nichts ist das Teilen privater Daten wert

    Autor robC 19.01.12 - 12:31

    EqPO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem nicht der körperlichen. Aber jedem das seine. Es wird sicher
    > irgendwann mal eine nicht gewünschte Verwertung dieser in den News kommen.
    > Dann könnt ihr euch nochmal fragen ob es das wert war. :)
    >
    > Eine einfache Vorstellung. Firmen nutzen auch die Gesundheitsdaten für die
    > Bewerberauswahl. Wie krank darf man im Durchschnitt sein?


    +1

    Genau meine Meinung.

  3. +1

    Autor flasherle 19.01.12 - 13:07

    +1

  4. Re: -1

    Autor Bouncy 19.01.12 - 13:55

    EqPO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem nicht der körperlichen. Aber jedem das seine.
    Richtig, jeder soll selbst entscheiden dürfen. Das muß Vorraussetzung sein, von jetzt bis in alle Ewigkeit!
    > Es wird sicher
    > irgendwann mal eine nicht gewünschte Verwertung dieser in den News kommen.
    Sicher wird das kommen, irgendein Mißbrauch oder Verlust einer wichtigen Datenbank wird kommen - und dann? Dann bekommt man unerwünschte Post zugesandt, bekommt ein paar aufdringliche Anrufe, bekommt vielleicht sogar einen Kredit verwehrt (Stichwort Schufa und deren jahrzehntealte, gewaltige Datensammelwut). Aber was kann noch passieren, wenn es um Mißbrauch geht? Schließlich ist und bleibt Mißbrauch illegal, erst der legale Gebrauch eröffnet wahre potentielle Probleme wie die ständig wiederholten Krankenversicherungstarife, Arbeitgeberinteressen etc. Aber aufgrund gestohlener Daten wird sicher keine KKV ihre Patienten abstufen, das wäre ein Verbrechen. Insofern geht es darum bei der Thematik "nicht gewünschte Verwertung" nicht.
    > Dann könnt ihr euch nochmal fragen ob es das wert war. :)
    Das kann man tun, wenn aufgrund der medizinisch wertvollen Daten tatsächlich auch mal eine Krankheit geheilt wurde und damit Menschenleben gerettet wurden. _Dann_ kann man abwägen ob es einem das Wert war unerwünschte Post zu bekommen, wenn im Gegenzug jemand Leben darf...
    > Eine einfache Vorstellung. Firmen nutzen auch die Gesundheitsdaten für die
    > Bewerberauswahl. Wie krank darf man im Durchschnitt sein?
    Gar nicht. Ich würde auch niemanden anstellen wollen, der seinen Körper mit Zigaretten, Alkohol und Burgern bewußt systematisch zerstört. Das tun Menschen freiwillig (und das können sie auch gerne weiterhin tun), warum wäre es dann nicht in Ordnung, wenn ein Arbeitgeber aufgrund dieser Eigenschaften jemanden nicht einstellt?
    Natürlich, Gendefekte und Behinderungen dürfen nicht in Betracht gezogen werden, aber das sind nicht Daten um die es hier geht. Es geht um Verhaltensweisen und daraus abgeleitete Daten.


    Wie üblich sieht jeder nur das (sicherlich vorhandene) Mißbrauchspotential, aber nicht das mindestens so große GEbrauchspotential. Deswegen -1...

  5. Re: -1

    Autor Bobby S. 19.01.12 - 18:56

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EqPO schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es wird sicher
    > > irgendwann mal eine nicht gewünschte Verwertung dieser in den News
    > kommen.

    > Sicher wird das kommen, irgendein Mißbrauch oder Verlust einer wichtigen
    > Datenbank wird kommen - und dann? Dann bekommt man unerwünschte Post
    > zugesandt, bekommt ein paar aufdringliche Anrufe, bekommt vielleicht sogar
    > einen Kredit verwehrt (Stichwort Schufa und deren jahrzehntealte, gewaltige
    > Datensammelwut). Aber was kann noch passieren, wenn es um Mißbrauch geht?
    > Schließlich ist und bleibt Mißbrauch illegal, erst der legale Gebrauch
    > eröffnet wahre potentielle Probleme wie die ständig wiederholten
    > Krankenversicherungstarife, Arbeitgeberinteressen etc. Aber aufgrund
    > gestohlener Daten wird sicher keine KKV ihre Patienten abstufen, das wäre
    > ein Verbrechen. Insofern geht es darum bei der Thematik "nicht gewünschte
    > Verwertung" nicht.

    Natürlich wird die legale Verwendung der Daten mit grosser Wahrscheinlichkeit keine schimmen Folgen haben. Der illegale Gebrauch kann aber schon schlimm sein. Nur weil illegal, bedeutet das nicht, dass es nicht missbraucht wird.
    Wenn beispielsweise Hacker im grossen Stil diese Datensätze relativ günstig verkaufen, kann es schon sein, dass deine Wohnung ausgeräumt wird, weil der Einbrecher weiss, dass du jetzt deine Joggingrunde drehst.


    > > Eine einfache Vorstellung. Firmen nutzen auch die Gesundheitsdaten für
    > die
    > > Bewerberauswahl. Wie krank darf man im Durchschnitt sein?

    > Gar nicht. Ich würde auch niemanden anstellen wollen, der seinen Körper mit
    > Zigaretten, Alkohol und Burgern bewußt systematisch zerstört. Das tun
    > Menschen freiwillig (und das können sie auch gerne weiterhin tun), warum
    > wäre es dann nicht in Ordnung, wenn ein Arbeitgeber aufgrund dieser
    > Eigenschaften jemanden nicht einstellt?
    > Natürlich, Gendefekte und Behinderungen dürfen nicht in Betracht gezogen
    > werden, aber das sind nicht Daten um die es hier geht. Es geht um
    > Verhaltensweisen und daraus abgeleitete Daten.

    Du siehst das ganze aus der Sicht des Arbeitgebers und das ist in Ordnung. Aber aus der Sicht des Arbeitsnehmers es schon ein gewaltiges Stück, wenn man nicht eingestellt wird, bloss weil man raucht, oder etwas mehr trinkt als für die Gesundheit gut ist.
    Es ist eindeutig nicht in Ordnung, wenn du bei einem stinknormalen Bürojob nicht eingestellt wirst, bloss weil du deine Gesundheit freiwillig ruinierst. (In einem Gesundheitszentrum o.ä. ist es natürlich etwas anderes, da geht es um das Vorleben der Firmenprinzipien vor dem Kunden) Erwachsene Menschen haben das Recht, ihre Gesundheit zu zerstören. Es ist ihr Leben, ihre Gesundheit und ihre Entscheidung.
    Wenn man durch die Arbeitgeber unter Druck gesetzt wird, weil man nur noch einen Job findet, wenn man absolut makellos lebt, dann entmündigt das den Arbeitsnehmer, er bekommt seine Lebensweise vom Arbeitsgeber vorgeschrieben.
    Und das ist etwas, was nicht geht.

    Natürlich gibt es auch nützliche Seiten (wie Krankheiten zu heilen), das bestreite ich nicht.
    Aber die Nutzung solcher Daten in grossem Massstab kann die Freiheit der Menschen stark beeinträchtigen und den Einzelnen entmündigen. Darüber muss sich die Gesellschaft klar werden und sie muss entscheiden, ob sie behütet aber kontrolliert sein will, oder Frei und etwas weniger Gesund.

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