--> Spinner.
So interessant die Idee auch sein mag, umsetzten lässt sie sich sicher kaum.
Ich denke der will nur Kapital von irgendwelchen Phantasten sammeln.
Aber bis 2050 sind ja noch 38 Jahre hin - von daher ...
Selbst mit leichten Kohlenstoffkabeln müssten die doch bei dieser enormen Länge so schwer werden, das sie unter ihrem eigenen Gewicht reißen?
Cool wäre es aber, keine Frage
Das Gewicht sinkt ja je weiter das Seil von der Erde entfernt ist.
linuxuser1 schrieb:
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> Das Gewicht sinkt ja je weiter das Seil von der Erde entfernt ist.
Irrelevant. Dennoch hängt ein irrwitziges Gewicht an einem solchen Kabel. Zudem wird die Gewichtsreduktion häufig extrem überschätzt. In der Höhe, in der bspw. die ISS unterwegs ist, ist der Unterschied zur irdischen Schwerkraft ziemlich gering (so round about 10 %). Die Schwerelosigkeit dort resultiert schlicht daraus, das die Station abstürzt - aber dabei niemals die Erde trifft sondern daran vorbei fällt, also mit anderen Worten, wegen des Orbits. Das Kabel, an dem der Weltraumaufzug hängt, dreht sich so schnell, wie die Erdoberfläche; Schwerelosigkeit stellt sich also erst ab ca. 35.000 km Höhe ein. Das Kabel wird aber länger sein, das heißt, über diesen Punkt hinaus zieht das Kabel in den Weltraum. Man muss also zwei Belastungen beachten, nämlich einmal, das Gewicht, das zur Erde hinzieht, und einmal das Gewicht, das in den Weltraum zieht. Die daraus resultierende Belastung ist enorm.
toll, dann wirken die Fliehkräfte noch zusätzlich auf das Seil, wird dadurch nicht besser
Sag niemals nie ;) Das sag ich dazu.
Materialforschung macht es möglich. Früher hätte auch niemand gedacht das man einen Wolkenkratzer mit über 500m Höhe bauen kann. Heute ist das nur noch eine Frage der Finanzierung.
Bis 2050 kann viel passieren. Angefangen von neuen leichten und stabilen Materialien über den totalen wirtschaftlichen Kollaps bis hin zum 3ten Weltkrieg mit anschließendem Nuklearen Winter.
Über eine bessere Transportmöglichkeit zwischen Weltraum und Erde sind nicht nur Spinner interessiert ;)
Ich vermute ja auch das die Drogen in Japan zu billig sind. Aber erstmal einen raushauen, nach dem Motto: Bis 2050 hat vielleicht jemand einen Antigrav erfunden, oder der Messias ist erschienen und wir sind alle auf dem Weg nach oben. ;)
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Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
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thepiman schrieb:
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> Ich denke der will nur Kapital von irgendwelchen Phantasten sammeln.
> Aber bis 2050 sind ja noch 38 Jahre hin - von daher ...
Meinst du 1923 hätten die Leute mit ihren Propellerflugzeugen geglaubt, dass nur 38 Jahre später ein Mensch ins Weltall und sogar zum Mond fliegen könnte?
"Wie soll das gehen?" wär da bestimmt die Standardantwort gewesen...
Das mit dem Gegengewicht sorgt nicht für Zusätzliche Belastung.
Beispiel: die wäre die selbe, wenn man statt eines Gegengewichtes die Station mit Dauerbefeuerten Triebwerken im Orbit halten würde.
Das Problem ist auch nicht das Gewicht des Seils. Kohlenstoff-Nanoröhren halten dem durchaus stand.
Die Eigentliche Herausforderungen sind die Schwingungen, die durch die Höhenwinde verursacht werden.
Geostationär bedeutet: Am Äquator. Hier wirken noch ganze andere Kräfte!
Alastair Reynolds hat das ziemlich treffend in Chasm City beschrieben: Man braucht enorme Schwingungspuffer, um zu verhindern, dass das Kabel wie eine gigantische Guitarrensaite herumpeitscht. Die Insassen des Aufzugs würden sonst nur in speziellen Beschleuningstanks diese G-Kräfte überleben.
Etwas fehlt in allen Überlegungen, die ich bisher gelesen habe: Ionisierung. Da oben toben Sonnenwinde ohne gleichen. Diese verändern das Kabel auf Molekularer Ebene. es würde nicht sehr lange halten - es sei denn sie wären abgeschirmt - was wieder auf das Gewicht geht.
Die Sonnenwinde wirken auch ebenso wie das Irdische Wetter elektrostatisch ladend.
Das auf über 90.000km länge ... ich würde mich nur ungern in der Nähe eines solchen Aufzugs aufhalten wollen, wenn der in die Bodenstation fährt und sich erstmal in die Umgebung entlädt. Es sei denn, dass Kabel leitet Strom sehr gut und erdet sich und den Aufzug dadurch, dann könnte man diesen Effekt nutzen um enorme Energien aus der Rotation der Erde selbst zu Gewinnen. Auf alle Fälle genug für Aufzug, die Bodenstation und die Station auf 36.000km Höhe.
Wir sind noch weit von einem Aufzug entfernt. 2050 ist Utopie - ein Werbegag!!
Lasst es mal eher 2150 sein - wenn überhaupt jemand so ein kühnes Projekt in Angriff nimmt.
tingelchen schrieb:
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> Sag niemals nie ;) Das sag ich dazu.
Ich sag nur "Kernkraftwerke in Erdbebengebieten? Kein Thema, machen die Japaner schon lange" ;)
> Materialforschung macht es möglich. Früher hätte auch niemand gedacht das
> man einen Wolkenkratzer mit über 500m Höhe bauen kann. Heute ist das nur
> noch eine Frage der Finanzierung.
Wir reden hier aber von 3 Erddurchmessern!
Das sind immer so Aussagen, nach denen logischerweise ja dann alles möglich sein müsste. Tatsache ist z.B., dass man früher mal dachte, die Besiedelung unseres Sonnensystems wäre nur eine Frage von wenigen Jahrzehnten. Da gibt es schöne Bilder bei der NASA. Daraus geworden ist nichts. Genauso die kalte Fusion die seit Jahrzehnten kurz vorm Durchbruch sein soll.
Wozu Drogen? Die strahlen dort auch so genug........ *duckundweg*
R.I.P. Fisch :-(
syntax error schrieb:
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> thepiman schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Ich denke der will nur Kapital von irgendwelchen Phantasten sammeln.
> > Aber bis 2050 sind ja noch 38 Jahre hin - von daher ...
>
> Meinst du 1923 hätten die Leute mit ihren Propellerflugzeugen geglaubt,
> dass nur 38 Jahre später ein Mensch ins Weltall und sogar zum Mond fliegen
> könnte?
>
> "Wie soll das gehen?" wär da bestimmt die Standardantwort gewesen...
Die hatten damals auch kein Golem Forum wo sich meistens sehr viele Allround Experten tummeln, vor allem an Freitagen.
Also wen hätte man fragen sollen ?
Jetzt ist das zum Glück anders.
Wozu eigentlich 2050 noch einen Fahrstuhl bauen, wenn doch nur 14 Jahre später der Warpantrieb erfunden wird. Sollten Sie lieber mal mehr in die Antimaterieforschung investieren ^^
Genau, die Herren könnten ja schon mal den Heisenbergkompensator erfinden... Dann gehts dann schneller mit dem Transporter... *g*
frederikgodejohann schrieb:
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> Das mit dem Gegengewicht sorgt nicht für Zusätzliche Belastung.
> Beispiel: die wäre die selbe, wenn man statt eines Gegengewichtes die
> Station mit Dauerbefeuerten Triebwerken im Orbit halten würde.
Das ist alles richtig. Trotzdem ist es eine Last, die auf das Seil wirkt.
> Das Problem ist auch nicht das Gewicht des Seils. Kohlenstoff-Nanoröhren
> halten dem durchaus stand.
Doch, das ist das einzig relevante technische Problem.
> Die Eigentliche Herausforderungen sind die Schwingungen, die durch die
> Höhenwinde verursacht werden.
> Geostationär bedeutet: Am Äquator. Hier wirken noch ganze andere Kräfte!
Die sind völlig irrelevant. Sagen wir mal, die Atmosphäre hat eine Höhe von 100 km. Das Seil ist aber mindestens 35.000 km lang. Das ist nicht mal ein Prozent der Seillänge bis zum geostationären Orbit.
> Alastair Reynolds hat das ziemlich treffend in Chasm City beschrieben: Man
> braucht enorme Schwingungspuffer, um zu verhindern, dass das Kabel wie eine
> gigantische Guitarrensaite herumpeitscht. Die Insassen des Aufzugs würden
> sonst nur in speziellen Beschleuningstanks diese G-Kräfte überleben.
Ich kenne den Roman, und die Schilderung darin bereitet mir Kopfschmerzen. Je stärker Du ein Seil spannst, um so geringer sind die Schwingungen. Zudem ist die Belastung in den unteren Atmosphärenschichten wesentlich höher als in den oberen. Höhenwinde mit ein paar hundert km/h sind völlig irrelevant, weil die Atmosphäre da oben wesentlich dünner ist. Aus eben dem Grund gehört die Basis eines solchen Aufzugs auch auf einen Berg. Wenn die Basis 10 km über dem Meeresspiegel liegt, ist ein großer Teil der Last schon mal weg.
Überdies baut man auch nicht ein einziges, langes Kabel, an dem man hochfährt. Das wäre, gelinde gesagt, bescheuert. Bedenke, wie lange man fährt, um im geostationären Orbit anzukommen. Über die ganze Zeit - Hin UND Rückfahrt - wäre das Seil blockiert. Also baut man mehrere Stationen, zwischen denen die Aufzüge hin- und herfahren. Die Stationen innerhalb der Atmosphäre können eventuell auftretende Schwingungen durchaus kompensieren, sofern sie wirklich problematisch sein sollten. Daran allerdings habe ich arge Zweifel.
> Etwas fehlt in allen Überlegungen, die ich bisher gelesen habe:
> Ionisierung. Da oben toben Sonnenwinde ohne gleichen. Diese verändern das
> Kabel auf Molekularer Ebene. es würde nicht sehr lange halten - es sei denn
> sie wären abgeschirmt - was wieder auf das Gewicht geht.
Das Mehrgewicht, das auf ca. 1 Promille (!) der Strecke anfällt, ist irrelevant. Überdies werden innerhalb der Atmosphäre andere Aufzüge eingesetzt als außerhalb. Aufzüge sind nicht nur Aufzüge, sondern enthalten Sensoren, um Fehler innerhalb des Kabels zu registrieren. Werden welche festgestellt, wird eine sogenannte Spinne abgelassen, die den Fehler behebt.
> Die Sonnenwinde wirken auch ebenso wie das Irdische Wetter elektrostatisch
> ladend.
> Das auf über 90.000km länge ... ich würde mich nur ungern in der Nähe eines
> solchen Aufzugs aufhalten wollen, wenn der in die Bodenstation fährt und
> sich erstmal in die Umgebung entlädt. Es sei denn, dass Kabel leitet Strom
> sehr gut und erdet sich und den Aufzug dadurch, dann könnte man diesen
> Effekt nutzen um enorme Energien aus der Rotation der Erde selbst zu
> Gewinnen. Auf alle Fälle genug für Aufzug, die Bodenstation und die Station
> auf 36.000km Höhe.
Natürlich ist das Kabel leitfähig. Irgendwie muss schließlich der Solarstrom für den Aufzug nutzbar gemacht werden. Alternative Vorschläge wie bspw. Mikrowellenlaser würden zwar auch funktionieren (die Technik existiert ja bereits), aber da gäbe es sicherlich Vorbehalte.
> Wir sind noch weit von einem Aufzug entfernt. 2050 ist Utopie - ein
> Werbegag!!
> Lasst es mal eher 2150 sein - wenn überhaupt jemand so ein kühnes Projekt
> in Angriff nimmt.
Naja... technisch halte ich das ganze durchaus für stemmbar, sofern die für das Kabel benötigten Komponenten auf industrieller Basis zu einem entsprechenden Preis hergestellt werden können. Die Frage ist lediglich, ob sich wirklich Investoren finden. Interessenten gibt es ja jede Menge (bspw. gibt es einen Scheich, der Interesse hat, und der das ganze tatsächlich "mal eben so" zahlen könnte), die Frage ist nur, ob aus dem Interesse ein reales Projekt mündet. Eines der Hauptprobleme sehe ich nicht mal darin, wie hoch die Kosten zur Erstellung des Aufzugs sind, als, wer eigentlich dafür aufkommt, wenn das Kabel reißt. Das dürfte den Effekt einer Bombe auf die Umgebung haben... und "Umgebung" ist ziemlich viel, wenn man bedenkt, wie lang so ein Kabel ist. Hinzu kommt natürlich, das die Investition dann unter Umständen komplett im Eimer ist - und egal, was so ein Aufzug kostet, billig wird er nicht. Denn um ihn zu bauen, müssen erstmal Millionen tonnen an Material in den Weltraum geschafft werden. Und das ist aberwitzig teuer...
Und wir brauchen einen Fluxkompensator.
"1984 wird man in jeder Apotheke Plutonium kaufen können!"
* The president is a duck? *
Ich frag mich auch wie das Seil überhaupt hergestellt werden soll?
Kann man das überhaupt bei der herstellung in mehrere Teile zerlegen, oder muss man die 96.000 Kilometer Seil an einem Stück fertigen? In diesem Fall wird man dieses Knäul doch mit keinem Laster der Welt vom Fleck bekommen! Im Falle von mehreren Teilstücken stellt sich doch die Frage, ob die Verbindungsstellen die auftretenen Belastungen überhaupt aushalten
Schiwi schrieb:
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> Ich frag mich auch wie das Seil überhaupt hergestellt werden soll?
> Kann man das überhaupt bei der herstellung in mehrere Teile zerlegen, oder
> muss man die 96.000 Kilometer Seil an einem Stück fertigen? In diesem Fall
> wird man dieses Knäul doch mit keinem Laster der Welt vom Fleck bekommen!
Ich würde es am Stück direkt vor Ort (also da, wo die Bodenstation stehen wird) fertigen. In Relation zu den Gesamtkosten sollten die Kosten für eine entsprechende Fertigungsanlage den Kohl auch nimmer fett machen.
Gruß
Tantalus
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Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.
Ja schon, aber... wer hebt das eine Ende hoch, während das andere Ende noch gefertigt wird?
Tantalus schrieb:
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> Schiwi schrieb:
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> > Ich frag mich auch wie das Seil überhaupt hergestellt werden soll?
> > Kann man das überhaupt bei der herstellung in mehrere Teile zerlegen,
> oder
> > muss man die 96.000 Kilometer Seil an einem Stück fertigen? In diesem
> Fall
> > wird man dieses Knäul doch mit keinem Laster der Welt vom Fleck
> bekommen!
>
> Ich würde es am Stück direkt vor Ort (also da, wo die Bodenstation stehen
> wird) fertigen. In Relation zu den Gesamtkosten sollten die Kosten für eine
> entsprechende Fertigungsanlage den Kohl auch nimmer fett machen.
>
> Gruß
> Tantalus
Ich stell es mir unglaublich schwierig vor, das eine Ende des 96.000 Kilometer Seils nach oben in den Orbit zu bekommen. Wie soll das passieren, binden wir es mit einem Knoten an eine Rakete?
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