Ich kann nachvollziehen, dass Apple an den Sachen, die über ihren App Store vertrieben werden, mitverdienen möchte. Wenn z.B. ein Verleger eine kostenlose App in den App Store stellt und seine Inhalte dann über die App kostenpflichtig zur Verfügung stellt, hat Apple keinen Cent daran mitverdient, trägt aber die Kosten für die Vermarktung.
Ich kann allerdings
a) die Forderung nach 30 Prozent des Umsatzes nicht verstehen. Das erhöht die Kosten für die redaktionellen Inhalte dermaßen, dass sicher selbst das Printmedium in der Herstellung günstiger ist.
b) die "Regeln" nicht begreifen, nach denen Apple einige Apps ablehnt und
c) die Ignoranz gegenüber den Kunden seiner eigenen Geräte nicht nachvollziehen, die sich gerade für die Möglichkeiten der Plattform entschieden haben und nun mit ansehen müssen, wie bestimmte Inhalte einfach durch die Politik des App Store garnicht erst erscheinen dürfen.
Ich bin selbst Apple-Nutzer und mittlerweile angewidert von Nachrichten, dass wieder einer vielleicht grandiosen App die Aufnahme in den App Store verweigert wurde. Google macht seine Sache da wesentlich besser und spätestens, wenn die heutigen Apple-Nutzer sich zum Neukauf von Smartphone / Tablet entscheiden, werden die Karten neu gemischt.
René
2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.11 11:55 durch renealbrecht.
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Was sind schon 30%, die Vermaktungskette schrumpft so dermaßen. Es gibt nur noch Verleger und Apple.
Ich hatte zwischen 99 und 2005 immer ein PC Games Abo und mich jedesmal selbst geworben und dadurch eine Pämie in Wert von ~40 Euro bekommen und diese verkauft. Dadurch hat mich die Zeitung ca. 20 Euro im Jahr statt ~60 Euro gekostet.
Ein Ersparniss von 66%. Wie das? Na durch einen Vertriebsweg vom Verleger direkt zu mir.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.11 12:02 durch rafterman.
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> Ich kann allerdings
> a) die Forderung nach 30 Prozent des Umsatzes nicht verstehen. Das erhöht
> die Kosten für die redaktionellen Inhalte dermaßen, dass sicher selbst das
> Printmedium in der Herstellung günstiger ist.
Das bezweifle ich stark, der Großteil der Kosten von Printmedien liegen nicht im red. Inhalt. Die dig. Variante fällt zwangsläufig an, die Kosten der dig. Ausgabe sind mit viel Fantasie ausgeschmückt.
> b) die "Regeln" nicht begreifen, nach denen Apple einige Apps ablehnt und
Apple ändert seine Regeln ständig, wer ITunes nutzt weiß das. Ständig muss man einer neuen AGB zustimmen. Plannungssicherheit ist sicherlich was anderes. Dafür bietet es auch ein Ökosystem, wo Kunden bereit sind, zusätzliches Geld auszugeben.
> c) die Ignoranz gegenüber den Kunden seiner eigenen Geräte nicht
> nachvollziehen, die sich gerade für die Möglichkeiten der Plattform
> entschieden haben und nun mit ansehen müssen, wir bestimmte Inhalte einfach
> durch die Politik des App Store garnicht erst erscheinen dürfen.
>
> Ich bin selbst Apple-Nutzer und mittlerweile angewidert von Nachrichten,
> dass wieder einer vielleicht grandiosen App die Aufnahme in den App Store
> verweigert wurde. Google macht seine Sache da wesentlich besser und
> spätestens, wenn die heutigen Apple-Nutzer sich zum Neukauf von Smartphone
> / Tablet entscheiden, werden die Karten neu gemischt.
>
> René
Apple pflegt im Gegensatz zu anderen Anbietern sein Ökosystem. Wenn dir das nicht passt, dann wechsle die Plattform und hör' auf zu nörgeln. Google ist der Jesus der Neuzeit, warum erkenne ich das nur nicht.
Horst mit Durst
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.11 12:06 durch bstea.
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renealbrecht schrieb:
> Ich bin selbst Apple-Nutzer und mittlerweile angewidert von Nachrichten,
> dass wieder einer vielleicht grandiosen App die Aufnahme in den App Store
> verweigert wurde.
Ich bin noch nicht mal Apple-Nutzer, aber auch genervt von diesen Nachrichten bei Golem, dass wieder einmal einer App die Aufnahme verweigert wurde. Wenn auch aus anderen Gründen. ;)
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renealbrecht schrieb:
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> Ich kann allerdings
> a) die Forderung nach 30 Prozent des Umsatzes nicht verstehen.
Ich auch nicht. Aber viele hier protzen, dass Apple so viel umsetzt. Die finden das auch noch toll. Bei ner Kreditkarte zahlt man im Bereich 2-6%. Und da ist die Akzeptanz größer und nicht auf einen Store beschränkt ...
> b) die "Regeln" nicht begreifen, nach denen Apple einige Apps ablehnt und
Ist vielen iOS Usern egal.
> c) die Ignoranz gegenüber den Kunden seiner eigenen Geräte nicht
> nachvollziehen,
Ist vielen iOS Usern egal.
An Apples Stelle würde ich keineswegs anders handeln. Wenn Du das darfst, dann handelst Du als gewinnmaximierendes Unternehmen so. Es ist eher eine Frage ob ich mir das als Kunde gefallen lassen würde. Und meine Antwort lautet: Wenn OS X diese Spielregeln auferlegt bekommt, installiere ich Linux auf dem MacBook und verzichte künftig auf die Features ...
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hiasB schrieb:
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> renealbrecht schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Ich kann allerdings
> > a) die Forderung nach 30 Prozent des Umsatzes nicht verstehen.
> Ich auch nicht. Aber viele hier protzen, dass Apple so viel umsetzt. Die
> finden das auch noch toll. Bei ner Kreditkarte zahlt man im Bereich 2-6%.
> Und da ist die Akzeptanz größer und nicht auf einen Store beschränkt ...
>
Kreditkartenbetriber wollen auch akzeptiert werden ;) Apple nicht. Sinn und Zweck der Aktion ist, die Betreiber von der Platform zu scheuchen. Was bei vielen sicherlich auch funktionieren dürften.
Denn man darf eines nicht vergessen. Das Produkt darf über den App-Store nicht teurer sein als im eigenem Shop. Ist Teil der neuen Regelung. Daraus folgt, das man 30% pro Verkauf weniger verdiehnt als über den eigenen Shop.
In diesem Fall kann das ganze Konzept nicht mehr aufgehen und der Betreiber muss seinen Dienst entweder komplett einstellen, auf eine andere Platform umschwenken, oder aber hinnehmen das nur noch 40% ausgeschüttet werden, statt 70%. Was aber wohl dazu führen dürfte, dass das System keine akzeptanz finden wird.
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Ja das Konzept kann so nicht mehr aufgehen. Da man jmd. 3. ins Boot holen möchte um seine Waren auf Plattform iOS auszuweiten. Dieser 3. möchte natürlich auch etwas vom Kuchen, ist doch ganz klar.
Ein Unternehmer muss nun also abwegen, bekomme ich durch iOS mehr Kunden (Gewinn) oder nicht.
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bstea schrieb:
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> Apple pflegt im Gegensatz zu anderen Anbietern sein Ökosystem. Wenn dir das
> nicht passt, dann wechsle die Plattform und hör' auf zu nörgeln. Google ist
> der Jesus der Neuzeit, warum erkenne ich das nur nicht.
Danke für die Poente. :) Ich habe ja bereits geschrieben, dass irgendwann (auch bei mir) die Karten neu gemischt werden. Bis das bei mir der Fall ist, werde ich mich ihrem gelobten Ökosystem gepflegt unterwerfen und mir ab und an einfach das Recht herausnehmen, darüber zu nörgeln. ;) Nur nebenbei: Ich habe Goole nicht in den Himmel gelobt, sondern lediglich als mögliche Alternative erwähnt (wenn sie denn den Rechtsstreit mit Oracle unbeschadet überstehen).
1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.02.11 14:19 durch renealbrecht.
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bstea schrieb:
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> Apple pflegt im Gegensatz zu anderen Anbietern sein Ökosystem. Wenn dir das
> nicht passt, dann wechsle die Plattform und hör' auf zu nörgeln. Google ist
> der Jesus der Neuzeit, warum erkenne ich das nur nicht.
Also nicht iOS Nutzer dürfen nicht über iOS lästern, aber iOS User schon über Android, bzw. Google? Da passt was nicht so ganz oder?
Und zum Thema, ich erkaufe mir ein gepflegtes System zum Preis der Freiheit, kann man - ob mit oder ohne iOS - durchaus zwei Meinungen haben ...
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