Ich kann es verstehen, wenn private Sender wollen, dass man Werbung guckt. Irgendwo müssen sie das Geld für den Unterhalt des Senders her bekommen. Auch wenn man sich wünscht, oder gar danach sehnt, dass sie allesamt pleite gehen, so muss man der Realität ins Auge sehen und eingestehen, dass das nicht passieren wird.
Aber die Sender müssen auch ehrlich zugeben, dass die Werbung von heute eine echte Zumutung ist. Nicht nur inhaltlich sondern auch in der Häufigkeit. Hat sich einer je einen vollen Werbeblock mit klarem Menschenverstand angeschaut? Nein? Natürlich nicht. Irgendwann greift der natürliche Schutzreflex unseres Körpers ein.
Wenn ein Spielfilm bis zu sechs, sieben mal von der Werbung unterbrochen wird oder Serien, die 30 Minuten lang sind mit Werbung auf eine Stunde gestreckt werden, und man durch das ständige Wiederholen von gleichen Slogan und Musik, die noch Jahre später im Kopf sein können, quasi hypnotisiert wird, dann kann man zu Recht Maßnahmen ergreifen um sich dagegen zu schützen.
Nein, keiner darf erwarten, dass man sich das antut. Es sollte Gesetze geben, die die Menge von Werbung regeln. Gäbe es ein mentales Äquivalent zur Körperverletzung, dann müssten die Verantwortlichen der Rundfunksender lebenslang hinter Gitter, mit Feststellung der Schwere der Schuld und anschließender Sicherheitsverwarung.
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Pierre Dole schrieb:
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> Wenn ein Spielfilm bis zu sechs, sieben mal von der Werbung unterbrochen
> wird oder Serien, die 30 Minuten lang sind mit Werbung auf eine Stunde
> gestreckt werden, und man durch das ständige Wiederholen von gleichen
> Slogan und Musik, die noch Jahre später im Kopf sein können, quasi
> hypnotisiert wird, dann kann man zu Recht Maßnahmen ergreifen um sich
> dagegen zu schützen.
Das ist doch blödsinn.
Man sollte sich mal mit dem Rundfunkstaatsvertrag auseinandersetzen ...
Es dürfen stündlich nur 12 Minuten Werbung gezeigt werden.
Dokumentarfilme, Sendungen über Politik, aktuellem Zeitgeschehen oder Religionen und Kinderserien dürfen überhaupt nicht mit einem Werbeblock unterbrochen werden.
Eine Serie, in der eine Folge 30 Minuten lang ist, können sie also nur auf max. 42 Minuten strecken. Sofern sie dann in dieser Stunde keine weitere Werbung zeigen.
Filme dürfen in einem Zeitraum von 30 Minuten auch nur maximal einmal mit einem Werbeblock unterbrochen werden.
Und außerdem: Werbung war schon immer Gehirnwäsche. Das haben schon Sigmund Freud und sein Neffe erkannt.
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non_sense schrieb:
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> Pierre Dole schrieb:
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> Das ist doch blödsinn.
> Man sollte sich mal mit dem Rundfunkstaatsvertrag auseinandersetzen ...
>
> Es dürfen stündlich nur 12 Minuten Werbung gezeigt werden.
> Dokumentarfilme, Sendungen über Politik, aktuellem Zeitgeschehen oder
> Religionen und Kinderserien dürfen überhaupt nicht mit einem Werbeblock
> unterbrochen werden.
>
> Eine Serie, in der eine Folge 30 Minuten lang ist, können sie also nur auf
> max. 42 Minuten strecken. Sofern sie dann in dieser Stunde keine weitere
> Werbung zeigen.
>
> Filme dürfen in einem Zeitraum von 30 Minuten auch nur maximal einmal mit
> einem Werbeblock unterbrochen werden.
20:10-20:15 läuft meistens Werbung, danach kommt der Film
20:40-20:45 kommt der 1. Werbebreak, wir haben noch 2 Minuten übrig.
Also klatschen wir um 20:58-21:02 nochmal Werbung rein.
Der Film läuft noch bis 21:55 und wird min. 2x unterbrochen.
Rechtlich ist demnach alles in Ordnung, aber unterhaltungsmäßig hab ich schon lange abgeschaltet.
mfg
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Dumpfbacke schrieb:
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> 20:10-20:15 läuft meistens Werbung, danach kommt der Film
> 20:40-20:45 kommt der 1. Werbebreak, wir haben noch 2 Minuten übrig.
> Also klatschen wir um 20:58-21:02 nochmal Werbung rein.
> Der Film läuft noch bis 21:55 und wird min. 2x unterbrochen.
> Rechtlich ist demnach alles in Ordnung, aber unterhaltungsmäßig hab ich
> schon lange abgeschaltet.
> mfg
Das ist ja wieder was anderes ;)
Auch tricksen die Sender gerne, um den Film künstlich in die Länge zu ziehen, um somit einen Werbeblock mehr in ein Film zu bekommen. Die meisten Filme werden nämlich mit 22 FPS, anstatt mit 24 FPS abgespielt. Das bekommt keiner mit und der Film wird länger. Auch die kleinen Wiederholungen nach einem Werbeblock sorgen dafür, dass ein Film länger wird.
Mir gings aber nicht um die Tricks und ich möchte auch nicht die Sendeanstalten in Schutz nehmen, sondern es ging mir nur um das Rechtliche. Die meisten wissen gar nicht, dass hierzulande sowas gesetzlich geregelt ist und fangen dann an Geschichten zu erfinden, die überhaupt nicht stimmen.
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Pierre Dole schrieb:
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> Aber die Sender müssen auch ehrlich zugeben, dass die Werbung von heute
> eine echte Zumutung ist.
selbstexperiment: guck dir alte (20 jahre, 30 jahr, whatev) werbung an. behalte im hinterkopf das die adressaten denkende wesen sind.
werbung war schon immer idiotisch sie wurde blos etwas ausgefeilter über die zeit.
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