Was ist so schlimm daran, wenn z.B. bei der Super Nanny über Computerspielesucht berichtet wird? Der Artikel erweckt den Eindruck, als wäre die reine Berichterstattung darüber bereits ein Unding.
Das würde ich gerne mal vom Artikelautor erfahren. Aber die antworten ja nie.
Ich denke es ist ganz normal dass diese Thematik aufgegriffen wird. Schließlich ist das Problem Alltag in Deutschland.
Nachdem RTL Nachmittags nur noch Fake-Reality zeigt, udn es ein offenes Geheimnis ist dass solche Relitys-Sendungen schon immer gerne mal gestellt werden, bzw. gerne mal nachgeholfen wird (selbst bei den Ludolfs, wer da mal auf den Shcnitt achtet udn mitdenkt, wird es sehen, z. B. als der eine mit dem Stapler den Opel rammt, oder der Überschlag mit dem Lada!) der mus ssich fragen wie autentisch das Gezeigte ist. Diese Formate sind zu einem großen Teil gespielt, wenn nicht gar generell.
OT:
- "Liebst du mich eigentlich noch?"
- "Jetzt nicht, bin Kacken!"
:D
Manchmal sind diese Sendungen recht unterhaltsam :D
if them goto 10 schrieb:
> Diese Formate sind zu einem
> großen Teil gespielt, wenn nicht gar generell.
Mag sein, dass bei RTL manchmal oder oft "gemogelt" wird. Letztendlich fehlt trotzdem in DIESEM Fall der Beweis oder zumindest starke Indizien, dass das auch hier so war.
Ich kenne eine Reportage über einen Jungen, der wirklich computerspielesüchtig war. Das sah nun wirklich nicht nach einem Fake, sondern ganz real aus und war auch nicht bei RTL. Man kann also nicht sagen, dass es diese Fälle nicht gibt. Es gibt sie.
Nun frage ich mich aber immer noch, was so schlimm daran ist, wenn man das dann zeigt. Der Artikelautor hat im Gegensatz zu Deinem Argument ja nicht daran gezweifelt hat, dass die Szenen in Super Nanny echt sind. Vielmehr hat er in seinem Artikel durchblicken lassen, dass er es anscheinend nicht gut findet, wenn bei der Super Nanny darüber berichtet wird. Und da würde mich halt mal interessieren, WARUM er so denkt, denn wenn etwas so ist, wie es ist, kann man es doch auch zeigen.
Ich denke es ist eher so, dass - WENN über Videospiele berichtet wird - bei den großen Massenmedien stets schlecht darüber gesprochen wird. Im Fall der Super Nanny kann ich es ebenfalls noch verstehen, aber was die Münchner Zeitung ablässt (v.a. das Wörtchen "Viele"), ist, gelinde gesagt, eine Sauerei.
Xooooom schrieb:
> Ich kenne eine Reportage über einen Jungen, der wirklich
> computerspielesüchtig war. Das sah nun wirklich nicht nach einem Fake,
> sondern ganz real aus und war auch nicht bei RTL. Man kann also nicht
> sagen, dass es diese Fälle nicht gibt. Es gibt sie.
Ich kenne sogar noch eine Reportage von einem Mann um die 30 bis 40, der die ganze Zeit gezockt und dann Beruf und Frau verloren hat.
0o9i8u7z schrieb:
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> was die Münchner
> Zeitung ablässt (v.a. das Wörtchen "Viele"), ist, gelinde gesagt, eine
> Sauerei.
Ich glaube, über das "viele" muss man nicht diskutieren. Hier wird beim Lesen schon erkennbar, dass übertrieben wird. Das finde ich dann auch nicht gut. Aber die Münchener Zeitung lese ich eh nicht. ;)
Ich glaube das solche dramatisierten Beiträge und Artikel ein generell falsches Bild auf Computerspiele und Spieler werfen.
Die Beiträge suggerieren das z.B alle Familien, bei denen die Eltern WoW spielen Problemfälle sind. In meinem Bekanntenkreis gibt es auch so eine Familie. Mama spielt gerne WoW, die Kinder sind im Sportverein, gut in der Schule und spielen Musikinstrumene (und kein WoW).
RTL öffnet mit solch lächerlich dämlichen Beiträgen auf einfachstem Wege Schubladen, in die die Gesellschaft liebend gerne ihre Randgruppen steckt, ohne über den Tellerrand zu schauen.
Was ist so schlimm daran wenn ein Autor so etwas Kritisch hinterfragt?
Xooooom schrieb:
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> Xooooom schrieb:
>
> > Ich kenne eine Reportage über einen Jungen, der wirklich
> > computerspielesüchtig war. Das sah nun wirklich nicht nach einem Fake,
> > sondern ganz real aus und war auch nicht bei RTL. Man kann also nicht
> > sagen, dass es diese Fälle nicht gibt. Es gibt sie.
>
> Ich kenne sogar noch eine Reportage von einem Mann um die 30 bis 40, der
> die ganze Zeit gezockt und dann Beruf und Frau verloren hat.
Ich sehe gerade, dass das anscheinend dieselbe Reportage ist.
Hier ein SPIEGEL-Artikel darüber:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,561844,00.html
Hier der Film selbst in der ARD-Mediathek:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/843812
Caipi schrieb:
> Was ist so schlimm daran wenn ein Autor so etwas Kritisch hinterfragt?
Nichts, das soll er ja, wenn er will. Aber mir fehlt in dem Golem-Artikel die berechtigte Kritik daran. Wenn es sie gibt, sollte der Autor sie niederschreiben und nicht lediglich erwähnen, dass bei der Super Nanny eine solche Familie gezeigt wurde. Ja, da wurde sowas gezeigt. Und?
P.S.: Wenn man solche Zustände zeigt, erweckt man noch lange nicht den Eindruck, dass überall solche Zustände herrschen. Dazu gehört noch ein bisschen mehr.
Ganz echt, wenn ich sowas sehe weiß ich wieder warum ich keine Kinder habe. Besser bleibt meine DNS auf der Strecke als dass sie in Form eines Marc-Olivers weiterexistiert.
Xooooom schrieb:
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> Caipi schrieb:
>
> > Was ist so schlimm daran wenn ein Autor so etwas Kritisch hinterfragt?
>
> Nichts, das soll er ja, wenn er will. Aber mir fehlt in dem Golem-Artikel
> die berechtigte Kritik daran. Wenn es sie gibt, sollte der Autor sie
> niederschreiben und nicht lediglich erwähnen, dass bei der Super Nanny eine
> solche Familie gezeigt wurde. Ja, da wurde sowas gezeigt. Und?
Und noch was:
Von Golem würde ich erwarten, auch mal über die Schattenseiten zu berichten, denn die gibt es ja. Auch mal erwähnen, dass es gar nicht so wenige Eltern gibt, die der Sache skeptisch gegenüberstehen, deren Argumente beleuchten oder ganz einfach nur mal Verständnis für die Eltern zeigen, wenn sie der Computerspielesucht ihres Sohnes machtlos gegenüberstehen.
Stattdessen kommt von Golem immer wieder der gleiche Fingerzeig auf die negative Berichterstattung.
Probiere es doch mal mit einer Mail an den Autor oder einem @Golem im Threadtitel, dann lesen sie es manchmal auch ;)
Xooooom schrieb:
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> Xooooom schrieb:
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> > Caipi schrieb:
> >
> > > Was ist so schlimm daran wenn ein Autor so etwas Kritisch hinterfragt?
> >
> > Nichts, das soll er ja, wenn er will. Aber mir fehlt in dem
> Golem-Artikel
> > die berechtigte Kritik daran. Wenn es sie gibt, sollte der Autor sie
> > niederschreiben und nicht lediglich erwähnen, dass bei der Super Nanny
> eine
> > solche Familie gezeigt wurde. Ja, da wurde sowas gezeigt. Und?
>
> Und noch was:
>
> Von Golem würde ich erwarten, auch mal über die Schattenseiten zu
> berichten, denn die gibt es ja. Auch mal erwähnen, dass es gar nicht so
> wenige Eltern gibt, die der Sache skeptisch gegenüberstehen, deren
> Argumente beleuchten oder ganz einfach nur mal Verständnis für die Eltern
> zeigen, wenn sie der Computerspielesucht ihres Sohnes machtlos
> gegenüberstehen.
>
> Stattdessen kommt von Golem immer wieder der gleiche Fingerzeig auf die
> negative Berichterstattung.
Man könnte jetzt natürlich anfangen, über die Selbstverständlichkeiten zu reden, wie bspw. Aufsichtspflicht der Eltern. So eine Computersucht entsteht ja nicht von heute auf morgen, und wenn man als Elternteil nicht die - Sorry für die Wortwahl - Eier in der Hose hat, um einfach mal den Stecker des Sprösslings zu ziehen, geht in der Familie schon länger etwas schief... Es kann nicht angehen, dass die Eltern ihre Kinder vor dem PC "parken" (ist effektiver als vorm TV, da gibt er dreimal solange Ruhe) und sich dann wundern, warum z.B. Noten, Selbstvertrauen und Benehmen der Kinder sinken...
0o9i8u7z schrieb:
> Es kann nicht angehen, dass die Eltern ihre Kinder vor dem PC
> "parken" (ist effektiver als vorm TV, da gibt er dreimal solange Ruhe) und
> sich dann wundern, warum z.B. Noten, Selbstvertrauen und Benehmen der
> Kinder sinken...
Völlig richtig. Da stimme ich Dir absolut zu!
Trotzdem ändert das nichts daran, dass Golem das nicht richtig beleuchtet. Der Artikel hier ist (auch wenn der Autor hier nicht unrecht hat) das beste Beispiel dafür, dass das Thema eigentlich nicht umfassend beleuchtet wird, also von der einen UND von der anderen Seite. Wahrscheinlich ist das sogar so gewollt und das nervt mich.
kann ja wohl nicht sein, dass das irgendjemand für real hält. muss man schon wirklich schwere defizite haben.
Ein Großteil der Bevölkerung dazu: Was in der Zeitung und im Fernsehen kommt ist die Realität. Was andere Menschen sagen kann nicht stimmen, wenn ichs nicht selbst gelesen oder gesehen hab.
Ich pers. hab mich dazu mal umfassend und mMn. konstruktiv geäußert, ist noch hier zu finden:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?topic=2353.0
Bei jeder derartigen Berichterstattung bin ich auch der erste, der den jeweiligen Sendern konstruktive Mails aus gleichem Schlage sendet... RTL allerdings nichtmehr, die haben mittlerweile drei Mails von mir gekriegt und ich habe nie eine Antwort erhalten...
Die Erfahrung zeigt, das die Mehrheit der Spieler lieber 25-40 Spieler in den virtuellen Tod treiben und seinen eigenen Bedürfnissen freien Lauf zu lassen als das irgendjemand wirklich einen Eimer zur Verrichtung sich hinstellt um die Große Gruppe vor dem Versagen zu retten.
Super Nanny und Konsorten zeigen deutlich wie weit "Bezahlfernseh" zur Verdummung beiträgt. Die Akteure werden bezahlt für ausgestrahlte Dummheit und je reisserischer es sich vermarkten lässt... umso besser.
Einzelschicksale sind immer tragisch, Verallgemeinerungen aber auch ;)
Xooooom schrieb:
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> if them goto 10 schrieb:
>
> > Diese Formate sind zu einem
> > großen Teil gespielt, wenn nicht gar generell.
>
> Mag sein, dass bei RTL manchmal oder oft "gemogelt" wird. Letztendlich
> fehlt trotzdem in DIESEM Fall der Beweis oder zumindest starke Indizien,
> dass das auch hier so war.
>
> Ich kenne eine Reportage über einen Jungen, der wirklich
> computerspielesüchtig war. Das sah nun wirklich nicht nach einem Fake,
> sondern ganz real aus und war auch nicht bei RTL. Man kann also nicht
> sagen, dass es diese Fälle nicht gibt. Es gibt sie.
>
> Nun frage ich mich aber immer noch, was so schlimm daran ist, wenn man das
> dann zeigt. Der Artikelautor hat im Gegensatz zu Deinem Argument ja nicht
> daran gezweifelt hat, dass die Szenen in Super Nanny echt sind. Vielmehr
> hat er in seinem Artikel durchblicken lassen, dass er es anscheinend nicht
> gut findet, wenn bei der Super Nanny darüber berichtet wird. Und da würde
> mich halt mal interessieren, WARUM er so denkt, denn wenn etwas so ist, wie
> es ist, kann man es doch auch zeigen.
Was ich mich immer frage ist was die Leute bewegt bei so einer Sendung mitzumachen. Auf der Strasse als "der Typ der in den Eimer scheisst", oder "der Typ der seine Kinder schlägt" erkannt zu werden würde ich auch für viel Geld nicht über nicht ergehen lassen.
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