Wenn ich die Diskussionen hier so lese, dann haben die meisten das
Web noch nicht verstanden. Das WWW ist heute ein Medium in dem
theoretisch jeder für jeden etwas mehr oder weniger Wissenswertes
veröffentlichen kann.
Und genau um diesen Inhalt geht es und daß es von jedem
Interessierten abgerufen werden kann. Ob dies nur Mit Windows, Linux,
Apple, HTML, Java(Script), Flash, geschieht, spielt zunächst mal gar
keine Rolle. Es muß nur funktionieren - ob es jetzt ein Porno-Filmchen ist oder ein Partyfilmchen. Musikvideos oder Kinofilme nehme ich aufgrund der Rechtlichen Interessen der Urheber bewusst aus.
Aber wenn ein absoluter Fahrradspezialist für alle Fahrradliebhaber uneigennützig ein Video-Clip über das
Tunen eienr Shimano-Schaltung ins Web stellt, gehe ich davon aus, daß
dieser etwas von Fahrrädern versteht und nicht unbedingt, daß es ein
IT-Profi-Webdesigner ist. Ich erwarte auch nicht, daß dieser
Fahrradprofi zuerst mal Jahrelang auf einen Webdesigner wartet, der
das Fahrradwissen profesionell ins WWW setzen kann. Evtl. muß ich
dann nämlich ewig darauf warten, bis ich den goldenen Tipp zum Tunen
meines Bikes erhalte.
Genauso nervend finde ich, wenn ein Versicherungsangestellter mit
seinem IE6 die Videoanleitung nicht aufrufen kann oder man in der
Garage mit seinem iPhone nicht die Anleitung direkt neben dem
einzustellenden Fahrrad ansehen kann.
Aber zum Ko... finde ich es auch, wenn mit dem Firefox der Videoclip
nicht angesehen werden kann. Flash, Ogg, H oder V? Ist mir sch...
egal, ich will mein Fahrrad richtig einstellen. Und wenn dazu ein
Videoclip die geeignete Anleitung bietet, interessiert es mich einen
feuchten ... ob der Anbieter ein pickeliger Nerd, ein
HTML-Bausteinschieber oder ein Webseitenbastler ist.
Diese Diskussion erinnert mich an Südafrika, Bestimmte Parkbänke
durften nur von Schwarzen oder nur von Weisen benutzt werden. In
unserer Vergangenheit war Angehörigen bestimmter Religionen die
Nutzung der Straßenbahn nicht erlaubt. Heute sind es iPhone-Besitzer,
Firefox-User Steuerzahlende Berufstätige die am Arbeitsplatz auf den
IE6 angewiesen sind, jedoch im Apartheitsklassenkampf von Apple,
Adobe, MS und Linux auf der Strecke bleiben.
Das WWW ist ein Medium und Hard-/Software sind Werkzeuge. Der Sinn
des WWW liegt jedoch im Inhalt.
ähm...wayne? -> http://shortr.ath.cx/1P
Du hast das Thema zu 0% verstanden. Aber "ich will" plerren und die Kreativität bei dämlichen Vergleichen spielen lassen macht ja auch mehr Spaß.
Restlich: Ehrlich, in Afrika gibt es Parkplätze extra für Weise?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.10 12:09 durch jucs.
jucs schrieb:
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> Du hast das Thema zu 0% verstanden. Aber "ich will" plerren und die
> Kreativität bei dämlichen Vergleichen spielen lassen macht ja auch mehr
> Spaß.
>
> Restlich: Ehrlich, in Afrika gibt es Parkplätze extra für Weise?
Muss man da dann erst einen Weisheitstest ablegen oder wie läuft das? Reichen da auch schon ein paar Bauernweisheiten aus um an eine Parkerlaubnis zu gelangen?
Genau deshalb machen sich ja andere Leute Gedanken darüber und nicht der Fahrradschrauber.
Es ist nicht schlimm, wenn Du die Welt nicht verstehst. Noch nicht mal, wenn schon bescheiden komplizierte Aspekte, die Dich persoenlich betreffen, trotzdem vollkommen ausser Deiner Reichweite liegen.
Aber dann hilft Faeustchen ballen und auf das Tischchen haemmern nur wenig. Du kannst nur hoffen, dass die Grossen eine Loesung finden, die auch im Rahmen Deiner Reichweite liegt.
Dabei viel Glueck!
Trotz Rechtschreibfehler, der Text ist von jedem lesbar und zu verstehen. Leider gibt es jedoch mittlerweile die ersten HTML5 Filme die mit Firefox nicht darstellbar sind. Ganz zu schweigen von den Fläsch-Filmen die auf dem iPhone nicht darstellbar sind.
Wäre schön, wenn "die Großen" eine Lösung fänden, mit der auch
auf dem Firefox oder IE6 H264-Inhalte funktionieren würden. Oder
ein APP welche auf dem iPhone Flash-Filme sichtbar machen würde.
Mich interessiert nämlich auch eher der Inhalt als irgendwelche
Programmierer- oder Schrauber-Fachchinesisch. Es muß einfach
funktionieren.
Das wird aber nicht passieren "die grossen" freuen sich doch gerade wenn die Konkurrenz Probleme hat.
So schoen es sein mag, ein Idealist zu sein - oder schlicht ueberaus naiv, muss eine Frage in den Raum geworfen werden: Seit wann sind es die Konsumenten, die Innovation vorgeben?
Es stecken letztlich Milliardeninteressen hinter solchen Entscheidungen, wie sie im Artikel geschildert wurden. Das ist kein Streit auf dem Spielplatz sondern hier treten einige der maechtigsten (IT) Unternehmen an, die unsere globale Oekonomie hervorgebracht hat.
Regulation? Gibt's nicht. Schert sich ja niemand drum... ein Browser als klassischer Teil eines Betriebssystems? Ja... da regen sich nun alle auf. Ein geschlossenes System fuer die Wiedergabe von portabler Musik und zunehmend mehr Inhalten? Da natuerlich nicht. Schliesslich ein ein offenes System fuer audiovisuelle Inhalte gleichzusetzen mit der Erlaubnis von Piraterie.
Und der Konsument? Der hat das Nachsehen... wegen monopol-aehnlichen Konzernen wie Google, Apple und Co. Hoffen wir, dass Microsoft (mal wieder) frischen Wind in die verfahrene Situation hereinbringt.
Wer braucht schon das iPhone? 90 Prozent der iPhone-Besitzer machen doch ehe nur illegalen kram damit den Apple nicht zulassen würde ;)
Nicht nur auf dem PC-Browser-Markt kann man feststellen, daß Techniken, Patente, Lizensen über dem Inhalt stehen. Auch auf Seiten der ambitionierten User steht die Diskussion über Codec, etc. über dem Inhalt.
Leider kann man dies auch bei anderen Medien und Techniken sehen. Egal ob HD, CI, Plus, Digital und DAB, DVB-T es zählt nur noch Masse (möglichst eine empfangbare Senderzahl im 3stelligen Bereich. Daß das meiste Shop, Sex, 3.klassige Klingeltonmusik-Vermarkter sind, spielt keine Rolle.
Selbst in den erweiterenten DVB-T-Gebieten war das oft nur empfangbare Programmpaket aus 3 Sendern aureichend. Werbeunterbrochene US-Serienvermarkter, Bibelsender, Shops, das meiste interessiert die Masse nicht.
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