Ich nehme immer wieder mit Schmunzeln zur Kenntnis wie sich Torrent- und Donkey-Nutzer wegen ihrer Überwachung ins Hemd machen.
Dabei ist es so einfach: Man nimmt Project Freenet und nichts und niemand kann einen mehr überwachen. Das ist kein P2P-Netz sondern ein komplett verschlüsselter, dezentraler Datencache, d.h. Daten werden eingespeist indem sie zeitversetzt verschlüsselt und dann quer über das Netz verteilt werden. Natürlich kann hier niemand mehr nachvollziehen welche Daten woher stammen und was sie beinhalten, senden und empfangen erfolgt dabei über mehrere Zwischenschritte.
Und wem das nicht reicht der kann Freenet zu einem Darknet aufbohren wo nur ausgezeichnete Teilnehmer direkt miteinander kommunizieren. Wenn jeder Freenet-Teilnehmer acht Freunde in der Liste hat und die wieder acht dann kann jeder Freenet-Teilnehmer mit jedem anderen mit weniger als zehn Hopps kommunizieren.
Freenet sieht eigentlich ein wenig aus wie das Internet im Jahr 1995, also sehr schlank. Als Protokolle gibts ein HTTP-Transfer-System, Chat, Mail, Newsgroups, Filesharing-Protokolle und noch ein paar, es fehlt also erstmal nichts. Und ALLES restlos anonym.
Nur leider wird sich das vermutlich nie wirklich durchsetzen. Der Dienst ist zu langsam, was die Leute davon abhält, mitzumachen. Und genau dadurch ist es ja so langsam, also ein Teufelskreis.
Crass Spektakel schrieb:
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> Ich nehme immer wieder mit Schmunzeln zur Kenntnis wie sich Torrent- und
> Donkey-Nutzer wegen ihrer Überwachung ins Hemd machen.
Verstehe ich nicht.
Wenn ich meine Linux-Distro anbiete, habe ich eher ein gutes!! Gefühl.
Warum machen sie andere "ins Hemd"?
Und wenn es dann auch mal einen "bekannten" also sehr einfachen wirklich guten festen Klienten dafür gäbe, dann könnte man das auch mal nutzen...
Ich aber kenne wirklich keinen Weg dieses "Freenet" zu nutzen...
Google hat mich da auch nicht weitergebracht, mit der komplizierten Erklärung was Freenet ist und so weiter...
Ich will nen Client Download und einen Standard...
http://freenetproject.org/
Wenn die den Download noch auffälliger machen, springt er dir entgegen.
Immer wenn ich nach Freenet gesucht habe, bin ich bei einer Internetfirma gelandet! :P
Dankeschön für den Link! :)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.09 17:56 durch spanther.
spanther schrieb:
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> Immer wenn ich nach Freenet gesucht habe, bin ich bei einer Internetfirma
> gelandet! :P
Das ist die Strafe dafür, dass man Google in deutscher Sprache benutzt. Da setzt man sich eben freiwillig der Sprachzensur von Google aus.
Naja hab Freenet jetzt mal draufgeschmissen aber die Bedienung in diesem Browserfenster also damit umzugehen ist sauschwer O.o
Muss da wohl was zu lesen erst, scheint nicht so einfach wie Webseiten browsen oder Client nutzen zu sein :(
Ich kann mit diesen riesen Seiten da bei der Suche, wo so komische Zeichencodes sind und Datenbanken nix anfangen bzw. weis nicht wo ich wie hinkomme :(
spanther schrieb:
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> Naja hab Freenet jetzt mal draufgeschmissen aber die Bedienung in diesem
> Browserfenster also damit umzugehen ist sauschwer O.o
> Muss da wohl was zu lesen erst, scheint nicht so einfach wie Webseiten
> browsen oder Client nutzen zu sein :(
>
> Ich kann mit diesen riesen Seiten da bei der Suche, wo so komische
> Zeichencodes sind und Datenbanken nix anfangen bzw. weis nicht wo ich wie
> hinkomme :(
Du sollst Dir auch keine Raubkopien runterladen.
frauklein schrieb:
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> Du sollst Dir auch keine Raubkopien runterladen.
Und du sollst keinen Schwachsinn schreiben...
Freenet hat das gleiche Problem wie tor: Manipulierte Exit-Nodes am Ende des Weges können relativ einfach raus finden, ob man Daten behält oder nur weiterleitet. Diese Darknet-Geschichte wertet die Sache zwar auf, aber finde erstmal "Freunde" die Freenet benutzen und zu denen du 100%iges Vertrauen haben kannst. Einfach mal in 'nem Forum in die Runde fragen hilft da nicht.
Außerdem ist die Software sehr schwerfällig. Mein alter 1,2Ghz mit 256MB SD-RAM geht trotz Nutzung einer minimalen Linux-Distro fast in die Knie. Hinzu kommt die zurecht bemängelte Benutzerfreundlichkeit...
Sicher? :) Ich bin mir nicht sicher, aber liegst du mit dieser Meinung richtig?
Ich habe mich vor nem halbem Jahr mal intensiver mit dem Free-/Darknet beschäftigt und mir sowohl Vor- als auch Nachteile (techn. Zeug) intensiv durchgelesen.
Ich meine mich zu erinnern, das, was du behauptest, gelesen zu haben, aber m.M.n. stand dort, dasses sehr schwer ist, sowas herauszufinden. (Und schon gar nicht mit 100%iger Sicherheit)
Kannst du bitte mal n Link schicken, wenn zu Zeit hast?
Schönen Dank und n schönen Abend. :)
kürbismüsli schrieb:
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> Ich habe mich vor nem halbem Jahr mal intensiver mit dem Free-/Darknet
> beschäftigt und mir sowohl Vor- als auch Nachteile (techn. Zeug) intensiv
> durchgelesen.
Das heftige ist ja, die Bedienung ist so schwer! :(
Ich würde da gerne mal durchblicken im Freenet ._.
spanther schrieb:
> Das heftige ist ja, die Bedienung ist so schwer! :(
> Ich würde da gerne mal durchblicken im Freenet ._.
Wo ist denn das Problem? Dienst starten, mit dem Browser auf http://localhost:8888 gehen und auf "Browsing -> Browse Freenet" gehen. Da gibt es ein paar Einstiegsseiten.
Die Frage ist wohl, was du erwartest oder haben willst.
Von der Sache wirst du nicht wirklich mehr finden als im "normalen" Internet, wenn vielleicht ein kleines bisschen anonymer.
Vermutlich werden dir mehr Naziseiten ins Gesicht springen als beim normalen Surfen ....
Wenn du suchst wirst du bestimmt noch ein paar mehr Sachen leichter finden die etwa aus dem Google-Index entfernt worden. Alles in allem aber glaube ich für die wenigsten wirklich interessant oder aufschlussreich.
Noch ist es hier ja (zum Glück) nicht soweit, dass etwas wie Freenet nötig ist.
> Freenet sieht eigentlich ein wenig aus wie das Internet im Jahr 1995, also sehr schlank. Als Protokolle gibts ein HTTP-Transfer-System, Chat, Mail, Newsgroups, Filesharing-Protokolle und noch ein paar, es fehlt also erstmal nichts. Und ALLES restlos anonym.
Das widerspricht sich.
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Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
iolo schrieb:
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> Vermutlich werden dir mehr Naziseiten ins Gesicht springen als beim
> normalen Surfen ....
Nazis treiben sich eher weniger im Freenet rum, sind wohl zu blöd, eher linke Extremisten nutzen Freenet. Aber naja, letztlich unterscheiden die sich nicht voneinander. Der Mirror von Piratebay ist zwar etwas veraltet aber ganz interessant. Wer Farsi kann, im Freenet gibts jede Menge Farsi-Seiten mit aktuellen Berichten aus Teheran. Scheint so eine Art Rückrad der Opposition zu sein.
Wer sich mal mit dem Filesharing-Tool Thaw auseinandersetzt (also nicht dem stark vereinfachtem Webfrontend), der findet über die Relevanzverknüpfung relativ schnell andere Dateien zu interessanten Themen. D.h. wer nach Ubuntu und Brotherdrucker sucht wird auch auf Debian-Druckertreiber aufmerksam gemacht.
> Wenn du suchst wirst du bestimmt noch ein paar mehr Sachen leichter finden
> die etwa aus dem Google-Index entfernt worden. Alles in allem aber glaube
> ich für die wenigsten wirklich interessant oder aufschlussreich.
Sagen wir es mal so, es ist teils extrem schwer an die relevanten Daten ranzukommen. Was nicht auf der Einstiegsseite oder einem hohem Index verlinkt ist wird man halt nie finden. Da hilft nur das Mitverfolgen der Freenet-internen Chat- und Messageboards.
> Noch ist es hier ja (zum Glück) nicht soweit, dass etwas wie Freenet nötig
Wer sich gegen Überwachung schützen will ist damit ganz gut beraten.
Freenet ist nämlich nicht nur überwachungs- sondern auch zensurresistent. Was einmal drin ist kann nur die Zeit rauslöschen.
> Naja hab Freenet jetzt mal draufgeschmissen aber die Bedienung in diesem Browserfenster also damit umzugehen ist sauschwer O.o
> Muss da wohl was zu lesen erst, scheint nicht so einfach wie Webseiten browsen oder Client nutzen zu sein :(
Im Prinzip ist Freenet nen Server der verschiedene Dienste gleichzeitig anbietet. Das ist es auch, was es so kompliziert macht.
Ich finde Gnunet* in dem Zusammenhang noch interessant. Ich denke, vom einrichten her ist es einfacher. Von der Benutzbarkeit, keine Ahnung.
*[www.gnunet.org]
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Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
>> Du sollst Dir auch keine Raubkopien runterladen.
> Und du sollst keinen Schwachsinn schreiben...
Touché! :D
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Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
Naja das wirkte halt ziemlich sporadisch und diese "Seiten" naja...
Das war mehr gekrakel als ne Seite! O.o
Da waren so komische Codewörter usw. komische Zeichen halt. Dazwischen dann ein bisschen Forenpostings also sah aus wie eine Unterhaltung. Wirklich Überblick/Übersicht erlangte ich da nicht wirklich und das wirkte wirklich nicht wie das übliche Internet O.o
Der Kaiser! schrieb:
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> Ich finde Gnunet* in dem Zusammenhang noch interessant. Ich denke, vom
> einrichten her ist es einfacher. Von der Benutzbarkeit, keine Ahnung.
>
> *www.gnunet.org
Habs vorhin getestet und "momentan" is das noch eher Schrottig :)
Aber aMule war ja auch mal gleiches und heute ist es relativ gut aufgearbeitet! :D
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