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Nicht die Überwachung macht mir Angst...

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  1. Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor 9life-Moderator 14.08.12 - 11:34

    ... sondern die Typen, die diese Überwachung derzeit nutzen.

    Was da etabliert wird, lässt jeden Paranoiker im Schatten stehen. Ein "Big Brother" wie es Orwel sich 1948 nicht mal in seinen schlimmsten Alpträumen hätte vorstellen können.
    Und wer sitzt hinter den Monitoren und lasst Profile auswerten?
    Da sitzen die Kapitalinhaber und ihre Polit-Marionetten.
    "Terrorismus" und "Kriminalität" wird uns als notwendiger Grund verkauft. Doch ist es viel wichtiger das "Proletariat" frühzeitig unter Kontrolle zu bringen, bevor auch der dümmste Steuerzahler merkt, dass sein sauer verdientes Geld in einem festen System der Ausbeutung versickert. Milliardenkredite für Griechenland? Kein Problem, denn die Kapitalinhaber in Griechenland haben ihre Milliarden außer Landes gebracht und die Milliarden Bürger können solidarisch ausbaden, was dort oben "umverteilt" wurde.

    Doch sollten hier einer Aufbegehren, wird das Überwachungssystem ihn frühzeitig erkennen, ihn zum "Terroristen" abstempeln und unschädlich machen. Und der Rest vom Wahlvieh kaut unbeeindruckt sein Medien-Masstfutter von RTL.

    Ja, ich weiß: Die Wahrheit und unbequem und man sollte die, welche die Wahrheit erzählen als Lügner diffamieren, um das System zu schützen

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  2. Re: Ohne Analsonden

    Autor Anonymer Nutzer 14.08.12 - 11:37

    wäre das alles nicht möglich gewesen oder nie soweit gekommen.
    Das zeigt doch auch wie kranke Gestalten wie Hitler überhaupt erst an die Macht kommen konnten.

    Wir haben ein Analsonden-Problem im Lande ...immer noch ;)

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  3. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor Muhaha 14.08.12 - 11:41

    9life-Moderator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Doch ist es viel wichtiger das "Proletariat" frühzeitig unter Kontrolle zu
    > bringen, ...

    Was nützt Dir eine Mustererkennung, wenn da 200.000 wütende "Proletarier" Plätze besetzen, Banken stürmen und allerlei zivilen Ungehorsam treiben? NIX! Wer sich nicht verstecken möchte, der muss keine Überwachung fürchten. Wenn sich genügend Menschen zusammenfinden, ist eine Mustererkennung zur Entdeckung von Einzelpersonen (!) so sinnlos wie sonst nur was.

    All diese Überwachungsysteme haben nur einen einzigen Zweck: Den Regierungen für teuer Geld die Illusion von Kontrolle zu verkaufen. "Gefühlte Sicherheit" ist ein Milliardengeschäft, welches den enormen Vorteil hat, dass man im Rahmen von Staatsaufträgen maßlos überhöhte Rechnungen stellen kann, da das übliche Spielchen von Angebot und Nachfrage hier ausgehebelt ist, sind amtliche Ausschreibungen nur die Fassade, um die Rangeleien und Bestechungsorgien im Hintergrund nicht allzu offensichtlich werden zu lassen.

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  4. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor 9life-Moderator 14.08.12 - 12:33

    Muhaha schrieb:
    -----------------------------------------------------------------------------
    > Was nützt Dir eine Mustererkennung, wenn da 200.000 wütende "Proletarier"
    > Plätze besetzen, Banken stürmen und allerlei zivilen Ungehorsam treiben?
    > NIX!

    Das stimmt - Zumindest fast. Die Occupy-Bewegung musste sich auch erst organisieren, bis sie vor die Börsen zog um zu protestieren. Diese "99%" nutzen dafür Foren, Newsgroups und andere Kommunikationsformen.

    Und genau dies soll (und wird) immer stärker durchleuchtet und überwacht. Und zukünftig wird noch früher erkannt, wo sich ernsthafter Widerstand entwickelt. Und dieser wird im Keim erstickt.
    Einen "Arabischen Frühling" wird es bei uns nie geben, da schon im Vorwege die Weichen gestellt werden.
    Und man werfe mal einen Blick nach China. Deren Überwachungstechnik ist auf dem Stand von Morgen! Wo wir noch staunen, ist dort schon längst Serienreife eingeführt.

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  5. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor Muhaha 14.08.12 - 13:07

    9life-Moderator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und man werfe mal einen Blick nach China. Deren Überwachungstechnik ist auf
    > dem Stand von Morgen! Wo wir noch staunen, ist dort schon längst
    > Serienreife eingeführt.

    Und was bekommen wir aus China immer öfters mit? Berichte über Proteste, wilde Streiks, Massenschlägereien mit der Polizei, ausgebrannte Parteibüros auf dem Land usw. usf.

    Die berühmte Firewall of China ist in erster Linie ein Propagandagebilde, welches Otto-Normalbürger suggerieren soll, er hätte ja eh keine Chance auch nur einen Mucks zu machen. Nochmals, all diese Systeme erzeugen lediglich die Illusion von Kontrolle.

    Videokameras senken zB. NICHT die Verbrechensrate und tragen nur unmaßgeblich zur Aufklärungsquote bei. Entsprechende Jahresberichte von Scotland Yard zeigen da eindrucksvoll, wie hier auf Kosten des Steuerzahlers ein paar Firmen und Ausstatter ihr Jahrhundertgeschäft gemacht haben und weiterhin machen werden. Das ist alles nur Business. Politische und gesellschaftliche Kontrolle kann damit nicht erreicht werden. Nur das Anwachsen diverser Firmenkonten und Privatkonten diverser Politiker.

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  6. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor tingelchen 14.08.12 - 16:37

    Kontrolle war, ist und wird auch immer eine Illusion sein ;)


    Derzeit sind solche Überwachungssysteme vereinzelt und ungezielt im Einsatz. Selbst Trapwire wird nicht überall eingesetzt. Der Zugriff auf die Daten ist lückenhaft. Das man damit keine lückenlose Überwachung erreichen kann, ist logisch.

    Es zeigt sich jedoch die Tendenz, genau an diesem Problem etwas zu ändern. Die Systeme werden flächendeckender und zentralisierter. Einzelne Datensilos werden mit einander verknüpft und zentralisiert ausgewertet.

    Nehmen wir beispielsweise dein Beispiel mit der Kamera. Vereinzelte Kameras, verstreut über eine große Fläche, verlieren das Ziel. Aber vernetzte dichte Kamerasiedlungen nicht mehr. Dazu kommt das ein Analyseprogramm durch aus in der Lage ist, ein Gesicht auf Videos zu verfolgen. Selbst wenn es sich in der Masse bewegt.

    Sieh es dir doch an. Neben dem alt bekannten Telefon, ist noch VoiP, eMail und IM hinzugekommen. Protokollierung von IP Adressen, Überwachung von sozialen Netzwerken, Verfolgung über GPS und Aufhebung des Bankgeheimnisses dazu gekommen. Und seit einigen Jahren ist man dabei all diese vereinzelten Datensilos in einem großen Überwachungsprojekt zu vernetzen, damit man flächendeckender analysieren kann.


    Dabei geht es weniger um Kontrolle. Sondern viel mehr um den Machterhalt. Denn die Überwachung wird nicht nur der Polizei bereit gestellt, sondern vermehrt auch privaten Unternehmen.

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  7. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor Llame 14.08.12 - 17:14

    Ich frage mich, was sich diese Egoisten dabei denken wenn sie den kleinen Bürger so offensichtlich aufs Korn nehmen (in Bezug auf Griechenland), das trägt nur weiter dazu bei, dass irgendwann alles den Bach runter geht. Alles wegen ein paar aufgeblasenen Geldsäcken die nicht genug kriegen können.

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  8. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor Muhaha 14.08.12 - 17:31

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nehmen wir beispielsweise dein Beispiel mit der Kamera. Vereinzelte
    > Kameras, verstreut über eine große Fläche, verlieren das Ziel. Aber
    > vernetzte dichte Kamerasiedlungen nicht mehr. Dazu kommt das ein
    > Analyseprogramm durch aus in der Lage ist, ein Gesicht auf Videos zu
    > verfolgen. Selbst wenn es sich in der Masse bewegt.

    London hat die mit Abstand dichteste Kamerabestückung der Welt. Die Kriminalitätsstatistik von Scotland Yard ist unter dem Gesichtspunkt "Prävention und Aufklärung" äusserst ernüchternd. Ein mordsmäßiger Aufwand, ein minimalstes Ergebnis.

    Diese Mustererkennung ist das gleiche Schema. Teure Software, jahrelange Fördergelder für Forschung und Entwicklung, prächtige Modellversuche und bestenfalls nur eine marginale statistische Verbesserung.

    Steuerverschwendung und Bereicherung par excellence unter dem vollen Blick der Öffentlichkeit. Das ist alles so bizarr, dass man mitunter fassungslos daneben steht. Fassungslos ob der Dreistigkeit der Unternehmen, fassungslos ob der Unverfrorenheit diverser Politiker und fassungslos ob der schier gar unermeßlichen Ignoranz und Lernverweigerung eines Großteils der Bevölkerung, die sich regelmäßig mit harmlosem Pipikram Angst einjagen lässt.

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  9. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor tingelchen 14.08.12 - 20:54

    Ich stimme dir durch aus zu :) Da werden Mrd. an Geldern versenkt. Mehr Sicherheit bringen sie kaum bis gar nicht. Respektive kann an bestimmten Punkten selektiv die Sicherheit spürbar erhöht werden. Wenn man bestimmte Systeme eben genau dort einsetzt.


    Aber darum geht es auch gar nicht. Politik, Polizei und Wirtschaftsunternehmen wollen, wie schon gesagt, nur ihre Machtposition nicht verlieren.

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  10. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor borg 15.08.12 - 09:52

    Muhaha schrieb:
    ---------------------------------------------------------------------------
    > Videokameras senken zB. NICHT die Verbrechensrate und tragen nur
    > unmaßgeblich zur Aufklärungsquote bei.

    Aber dank der Beweisbilder und -Filme kann man dem unbedarften
    Bürger vor Augen führen, wie gefährlich unsere heutige Welt ist.
    Und dass deren Sicherheit nur durch noch mehr entsprechende
    Technologien weiterhin gewährt werden kann. Persönliche Einschränkungen,
    Finanzielle Opfer werden dann auch bereitwillig von der Masse in
    Kauf genommen.

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  11. Re: Nicht die Überwachung macht mir Angst...

    Autor borg 15.08.12 - 10:06

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > London hat die mit Abstand dichteste Kamerabestückung der Welt...

    Die Kameras alleine sind ja nicht alles.
    Erst die zusammenführung mit anderen Daten machen das Problem.
    Wo und wann wurde mi EC/Kreditkarte bezahlt. In welches Wlan hat er
    sich wann eingewählt. Welche Info zu einem in der Nähe befindlichen
    Gebäude wurde gegoogelt, wohin hat er telefoniert, machen den Fluch
    und Segen der Vernetzung aus.
    In Crimeserien wie CSI werden schön gerafft und durchaus noch nicht
    so perfekt funktionierend entsprechende Vernetzungen gezeigt.
    Aber andererseits ist es äusserst Aussagekräftig, welche Details nach
    und nach übr Täter wie Braiwick, das Nazitrio oder die 911-Täter
    aus einer Vielzahl von Quellen bekannt werden.
    Vernetzt und quasi in Echtzeit, wäre es ein Horrorscenario, vor allem,
    wenn dies jeder, Staat, Unternehmen und Privatleute könnten.

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