Wer in Zeiten des Internets und den somit schier unendlichen Möglichkeiten der Selbstvermarktung noch der Meinung ist, dass dieses Ur- und Ungetüm von Verwertungsgesellschaft noch eine Daseinsberechtigung hat, ist wohl selbst im letzten Jahrhundert stehen geblieben.
Es scheinen hier wohl welche der Meinung zu sein, dass man nur mit der GEMA CDs verkaufen kann. Aber wieso? Es gibt auch Presswerke die ohne unnötige GEMA Lizenz deine Stücke pressen und - wer hätte es gedacht - das ist ja nicht einmal illegal. Desweiteren braucht man als normaler Künstler keine 20.000 Stück - zwischen 300 und 1000 reichen (Achtung: persönliche Meinung) um diese auf einem Konzert direkt und selbstständig an das Publikum zu verkaufen. Dabei gehen sogar 100% der Einnahmen an den Künstler selbst. Das ist mir als Musiker und als Konsument lieber als den Major Labels, der GEMA und jeglichen Zwischenhändlern das Geld in den Rachen zu werfen.
Wofür überhaupt noch CDs? Ja, es gibt Leute die lieber eine CD im Regal als eine .mp3 auf der Festplatte haben. Verständlich. Aber diese Leute, denke ich (kann ich aber auch nicht belegen), gehören wohl zu einer aussterbenden Minderheit. Auch hier braucht man wohl auch keine exorbitant hohe Stückzahl an CDs.
Veranstaltungen und Konzerte kann man selbst organisieren, im schlimmsten Fall muss man den Ort und Technik(-er) selbst bezahlen, aber auch diese Ausgaben bekommt man, wenn man weiß wie es geht (und dafür muss man an sich nur ein wenig Mathe beherschen) wieder rein.
Wobei ich hier wohl zugestehen muss, dass ich da als Leipziger (was eine solche Miete betrifft) wohl ein wenig verwöhnt bin.
Wer 100% der Ausgaben übernimmt - die sich in humanen Grenzen halten, wenn man nur weiß wie's geht und das Internet gibt einem hier die entsprechenden Möglichkeiten - bekommt auch 100% der Einnahmen.
Aber gut. Ich mache Musik ja auch noch der Musik wegen. Damit gehör ich wohl selbst zu einer aussterbenden Art.
zumindest in österreich weiß ich, dass einige Rechte nur von VG eingeklagt werden können ... wofür die Regelungen gut sein soll konnte mir allerdings unser Recht-LB auch nicht erklären (z.B. http://www.internet4jurists.at/gesetze/bg_urhg2a.htm ... einfach nach "nur von Verwertungsgesellschaften geltend gemacht werden" suchen)
asic schrieb:
> Es scheinen hier wohl welche der Meinung zu sein, dass man nur mit der GEMA
> CDs verkaufen kann. Aber wieso? Es gibt auch Presswerke die ohne unnötige
> GEMA Lizenz deine Stücke pressen und - wer hätte es gedacht - das ist ja
> nicht einmal illegal.
es ist aber teurer, du musst mehr kapital einsetzen.
ausserdem gibt es derzeit keinen (auch keinen ultraliberalen independent-)
vertrieb, der gema freie optische datenträger in den handel bringen will,
somit müsstest du als plattenfirma oder selbstverleger ohnehin die komplette
medienproduktion selbst vorfinanzieren. in zahlen: 1000 CDs kosten dich statt
1000 euro an die 5000 euro = hat nicht jeder.
> Desweiteren braucht man als normaler Künstler keine
> 20.000 Stück - zwischen 300 und 1000 reichen (Achtung: persönliche Meinung)
> um diese auf einem Konzert direkt und selbstständig an das Publikum zu
> verkaufen. Dabei gehen sogar 100% der Einnahmen an den Künstler selbst.
abzüglich steuern, produktionskosten, vervielfältigungkosten, und rückläufer/
unverkauft ware.
mit 300 selbstverkauften CDs kann man keinesfalls kostendeckend arbeiten,
jedenfalls ausserhalb des vertriebsweges "wir verkaufen die CDs nach unseren
konzerten".
pack mal 50 CDs in 10 kistchen a 5 und schicke per post in die USA.
und dann sag mir mal wie lange du dafür gebraucht hast und um wieviel
ärmer du danach erst mal bist. :)
man kann einfach nicht alles selbst machen.
> Wer 100% der Ausgaben übernimmt - die sich in humanen Grenzen halten, wenn
> man nur weiß wie's geht und das Internet gibt einem hier die entsprechenden
> Möglichkeiten - bekommt auch 100% der Einnahmen.
wenn jemand klassik komponist ist, und eine einfache studioproduktion
mit einem grossen orchester in der fachhochschule in shanghai schon
an die 100,000 euro am tag kostet, dann wird das mit hartz IV unter
umständen relativ schwierig.
> Aber gut. Ich mache Musik ja auch noch der Musik wegen. Damit gehör ich
> wohl selbst zu einer aussterbenden Art.
in der tat, man darf in dieser diskussion immer nicht vergessen, dass
viele urheber und interpreten immer noch kaptilaitscih verblendet sind,
und das idiotensystem mit den exclusiv-verträgen bei den VG mittragen,
weil sie die angeblichen "chancen" locken, dadruch mehr zu verdienen.
und dann schnappt die falle zu.
und der einzige ausweg der bleibt, ist sich bei jedem werk zu
entscheiden, ob man es kommerziell publiziert, oder ob man
es unter dem namen seiner freundin kostenlos ins netz stellt -
aber mischen (also ein werk gleichzeitig verkaufen und verschenken)
ist als gema mitglied nicht mehr möglich.
YoungManKlaus schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> zumindest in österreich weiß ich, dass einige Rechte nur von VG eingeklagt
> werden können ...
es ist vor allem die praxis, die uns hier im wege steht.
gerade die ganz kleine urheber sind es nämlich, die die gema
brauchen, um sich gegen die russenmafia zu wehren.
wenn du kein gema mitgliedd bist, und eine firma wie SONY bedient sich
bei dir, kannst du nämlöch alleine nicht dagegen vorgehen, weil du dir
niemals die anwälte leisten könntest, die du da brauchst.
die gema ist ein bischen so wie die gewerkschaft; es geht nicht mit ihnen,
aber auch nicht ohne sie, einerseits steht sie dir im weg, andererseits
ist sie alles was du hast als urheber.
der kampf den man führen kann, ist auf den gesetzgeber einfluss zu
nehmen, der könnte als einziger dazu beitragen, gewisse dinge den
wahrnehmungsvertrag betreffend zu ändern.
dass internationale verträge dem im weg stünden, ist eine ausrede.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.02.12 23:12 durch original registriert.
Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51
Kommentare: 216 | letzter Beitrag 00:27 Uhr
Kommentare: 160 | letzter Beitrag 26.05. 23:16
Kommentare: 93 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 68 | letzter Beitrag 25.05. 12:17
E-Mail an news@golem.de

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

Kim Schmitz will Zugriff auf seine 135 Computer und Festplatten, die die neuseeländischen Behörden im Januar 2012 beschlagnahmt haben. Das FBI halte das Material von der Justiz in Neuseeland zurück, um seine Verteidigung im Fall Megaupload zu erschweren, sagt er.

Toshiba hat das Excite 10 unter der Bezeichnung AT300 für Europa angekündigt. Das Tablet hat einen 10-Zoll-Touchscreen, den Quad-Core-Prozessor Tegra 3 von Nvidia und wird mit Android 4 alias Ice Cream Sandwich ausgeliefert.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.

Am 26. Mai 2012 treten neue Datenschutzregeln der EU in Kraft. Websitebetreiber und Werbenetzwerke müssen Nutzer um Erlaubnis fragen, wenn sie Cookies setzen.

Libreoffice könne mehr als Openoffice und biete Entwicklern zudem Vorteile, sagte Michael Meeks auf dem Linuxtag 2012. Außerdem spricht er mit Golem.de über Libreoffice-Online, woran er derzeit arbeitet.