...abgesehen davon, daß die GEMA nichtzuletzt kontraktlich allen ihren Vertragspartnern, also auch Musikverlagen und anderen Vewertern gegenüber verpflichtet ist.
Schon daher dürfte die Strategie, wie sie hier geschildert ist so auch nicht aufgehen, nochzumal die CCLösung einen Rattenschwanz kontraktlicher Nachbesserungen nach sich ziehen würde, und so mit einer grundlegenden Wandlung aller bereits bestehenden Verträge verbunden wäre.
Ob das indes dazu führen wird, wie man sich vielleicht bei CC vorzustellen scheint Sonderpassi in die Verträge einzuführen, das bleibt abzuwarten.
Gesunder Meschenverstand hilft gelegentlich. Aber dieser Verein ist sowas von festgefahren und veraltet. Klar, dass die nicht an ihren eigneen STühlen sägen, aber ein bisschen Flexibiltät wäre schon angebracht. Aber erwarte mal von Opa, er solle seine über Jahrzehnte entwickelten Angewohnheiten zugunsten eines moderneren Lebens umgestalten. Früher war eben alles besser.
genau genommen stellt sich die GEMA auf den Standpunkt im Sinne ihrer Mitglieder: Pacta sunt servanda.
Bislang hat das soweit ja auch ganz gut funktioniert.
Und ob, wer überhaupt einen Wahrnehmungsvertrag bei der GEMA erlangt, diesen so ohne weiteres aufs Spiel setzt steht auch dahin.
Solange die CC hinsichtlich auch kommerzieller Verwertungsrechte wenige Erhellendes beizutragen hat dürfte die Frage eines massenweisen Austritts auch noch auf sich warten lassen.
noblomov schrieb:
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> genau genommen stellt sich die GEMA auf den Standpunkt im Sinne ihrer
> Mitglieder
Na ob es so im Sinne der Musiker ist, dass sie für die Wiedergabe ihrer eigenen Lieder zahlen müssen, bezweifle ich doch mal stark…
ich muß nix zahlen wenn ich meine eigene Musik selbst spiele!
noblomov schrieb:
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> Schon daher dürfte die Strategie, wie sie hier geschildert ist so auch
> nicht aufgehen, nochzumal die CCLösung einen Rattenschwanz kontraktlicher
> Nachbesserungen nach sich ziehen würde, und so mit einer grundlegenden
> Wandlung aller bereits bestehenden Verträge verbunden wäre.
Nun, ich will mal nicht jedem Musiker "unterstellen", er steht den ganzen
Internet-Themen absolut unvoreingenommen positiv gegenüber. Man hört
und liest ja gerne Flüche auf das ganze Web 2.0 von klassischen "Künstlern" vergangener Zeiten.
Somit kann sich die Gema sicherlich auf einen großen Prozentsatz von "klassischen"
Musikern verlassen, die ihrer Linie auch ohne große Befragung folgen würden.
Nun muss man auch sehen, dass es hier auch erst mal darum geht dass der (junge) Künstler seine Optionen maximieren möchte. Die Gema will sich eben nicht freiwillig zur "Reste-Einsammlerin" von opportunistischen Musikern machen lassen, die "tagesaktuell" dynamisches "Kreuzchen" machen bei jedem Musikstück in welcher Form in welchen Markt welche Lizenz denn gerade gültig sein soll (und am meisten den Zielen entspricht die der Künstler damit hat).
Bei den Massen an den aktuellen Daten dürfte die Gema bei niedrigerem Umsatz auch noch einen dickeren Cluster für "Realtime" Daten anschaffen der dieses Datamining auch noch physikalisch schafft - keine guten Aussichten.
Das es eher bei Ankündigungen von alternativen Rechtemanagern bleibt, zeigt wie schwierig diese Themen in der Praxis sind. Mal eben 10.000ende Radiostationen davon zu überzeugen dass sie Dienstag für einen CC-Song nichts zahlen aber Mittwoch schon weil er jetzt in die Top 100 gerutscht ist - diese Sysyphus Arbeit an Technikimplementation und Vertragsarbeit würde ich mir auch fürstlich bezahlen lassen.
Autor Trockenobst 31.01.12 - 18:10
Nun muss man auch sehen, dass es hier auch erst mal darum geht dass der (junge) Künstler seine Optionen maximieren möchte.
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Natürlich sieht die Praxis ganz anders aus: wenn mich ein Musiker fragt, ob er das verwenden darf und ich das bejahe und die GEMA irgendwelche Probs macht und ich dann eine autorisierte Fassung aufmache ist das ganz etwas anderes, als mich verarschen zu lassen von einer Netcommunity, der das Zocken im Blut liegt, wie das "Daten-absaugen".
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Für Datenlutscher sollte sich das net tatsächlich zu fein sein.
noblomov schrieb:
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> er das verwenden darf und ich das bejahe und die GEMA irgendwelche Probs
> macht und ich dann eine autorisierte Fassung aufmache ist das ganz etwas
> anderes, als mich verarschen zu lassen von einer Netcommunity, der das
> Zocken im Blut liegt, wie das "Daten-absaugen".
Die Frage ist: Wer soll das bitte alles tracken? "Mein Special Sonntag Remix
für Stevie ist frei für TV, aber nicht für Youtube, aber die Version mit Martina
drauf ist für Radioplay, aber nicht für Werbung?!"
Wenn ich mir mal ansehe, wieviele Remixes es alleine von Pritney Spears
gibt, verstehe ich wenn da jemand einfach mit dem dicken Bagger alle unter
"Kommerziell" eintütet.
Gerade die Starke-Copyright Gemeinde sieht das Nichtkommerziell von CC
als Wischiwaschi-Antwort, wo sich irgendwelche Leute irgendwas hochladen,
sechs Buchstaben-Zauberspruch als Lizenz herbeizappen - und dann hoffen
dass sich irgendwie alle daran halten und die "Abrechnung" immer korrekt ist.
Das kriegt ja z.T. iTunes nicht mal richtig hin. Da muss man sich nur durch
die Foren wühlen, was einigen Independents da so alles passiert. Dabei denkt
man sich dort auch: hey, klick, kaufen, alles simpel und ok. Pustekuchen.
noblomov schrieb:
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> ich muß nix zahlen wenn ich meine eigene Musik selbst spiele!
Doch, du musst. Das gilt sowohl für Live-Auftritte als auch fürs Streaming deiner Musik über deine eigene Webseite. Wobei die GEMA den letzten Punkt überarbeiten wollte. Was daraus wurde, weiß ich nicht.
Dann haste Pech gehabt: ich habe damit bislang nicht ein einziges Prob gehabt: das ist eine Mail an den Verlag, ein Gespräch über die Angelegenheit und gut is.
@Trockenobst
schlimmer noch: die tun alle geradewegs so, als wären wir Musiker Blutsauger, oder die mit unserer Rechtewahrung betrauten.
Dann sollen die das nicht hören in Gottes Namen und sich nicht runterladen oder sich darauf noch einen weiteren Herunterladen, der musikalisch einfach Scheiße ist, daß nichtmal ein armer Mensch sich dafür irgend interssiert....
In Zeiten in denen jeder ein Pop(p?)star werden will diskutiert man mit Nichtjuristen über Musiklutschen?
BTW: Musik war noch nie für Lutscher konzipiert!
oh: nun werde ich fast so nett wie die windows8 community^^
btw: "um Mißverständnissen vorzubeugen: "meine eigene Musik selbst spielen, das bedeutet hier: sie selbst zu schreiben, die zu notieren und sie erst dann selbst zu spielen:
Und nicht: die Arbeit anderer zu meiner eigenen Arbeit zu erklären!
3 mal bearbeitet, zuletzt am 31.01.12 18:54 durch noblomov.
Wobei der Massenaustritt die Lösung ist. Immerhin wurde die GEMA von dern Musikern und Verlegern gegründet. Es ist also möglich eine neue Gesellschaft zu gründen, die entsprechend mit den CC Lizenzen Hand in Hand geht.
Also rein Theoretisch natürlich :) Ich bezweifel allerdings auch das die Musiker in Massen austreten werden.
tingelchen schrieb:
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> Also rein Theoretisch natürlich :) Ich bezweifel allerdings auch das die
> Musiker in Massen austreten werden.
Ich denke, dass größte Problem ist hier nicht die mangelnde Flexibilität Verwertungsgesellschaft, sondern die Flexibilität der Künstler und die Unberechenbarkeit des Marktes.
Nehmen wir an, Du bist ein DJ (mal als Beispiel zu dienen) und sagst: ok, diesen Track mit Chorgesängen auf Techno-BumBum ist nett. Hier, CC-Unkommerziell drauf und gut ist. Happy Downloading :)
Nun kontaktiert dich der Mobilfunkriese und will das Ding lizenzieren, bong läuft, dein Chor Tag ein Tag aus in der TV Werbung. Jetzt hast Du das Teil schon CC-Unkommerziell erklärt. Die Downloads bei iTunes und Musicload könntest Du jetzt "nachträglich" kommerzialisieren, aber die dann vielen Downloads auf Rapidshare oder via Torrent stehen ja noch unter CC-Lizenz oder?
Wie soll das getrackt werden? Ist ab dem Zeitpunkt dein Video bei Youtube kommerziell und muss Youtube die 0.000001cent abführen oder ist einmal CC-Lizenz immer CC-Lizenz und du musst dich mit dem Lizenzgeld des Mobilfunkriesen "zu frieden geben"?
Diese Probleme muss die Gema genauso lösen wie jedes andere "Kollektiv" auch. Und nicht jeder Künstler kommt mit dieser Freiheit zurecht. Wenn Du nur 1x eine Chance hast die Lizenz festzulegen würde ich einfach mal behaupten dass sehr viele sehr sehr vorsichtig sein werden mit ihren Tracks. Das jetzt 50.000 Gema Mitglieder lieber heute als morgen alles als CC-rauswerfen ist dann eher Wunschdenken.
Die wollen ihren eigenen Stuhl nicht absägen, auf dem sie sitzen. Oder möchtest du gerne etwas einführen, was dich in dem selben Moment zwar nicht arbeitslos macht, aber dein Gehalt drastisch beschneidet? Ich möchte gar nicht wissen, wie hoch der Verwaltungsanteil ist und der Künstler nach dem eigenen Konzert von seinem Geld wieder bekommt. Rein von der Logik hier, müsste man die GEMA verbieten. Das wäre so, als wenn ich Geld zum Arbeiten mitbringe und am Ende den Rest ausgezahlt bekomme (auch wenn es durch die hohen Spritpreise momentan schon so ist).
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