1. Foren
  2. » Kommentare
  3. » Internet
  4. » Alle Kommentare zum Artikel
  5. » Vorratsdatenspeicherung: BKA bekommt…

Man würde ja auch gerne permanent

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Man würde ja auch gerne permanent

    Autor dabbes 06.02.12 - 14:28

    und anonym ohne weitere richterliche Erlaubnis Daten abrufen.
    Im Moment kann man das BKA an vielen Stellen noch kontrollieren, dass passt denen natürlich überhaupt nicht.

  2. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor spambox 06.02.12 - 14:54

    Die Masse machts. Wenn von 150 Millionen Endgeräten in Deutschland alle Verbindungsdaten beim BKA vorliegen, ist die Datenflut nicht nutzbar.
    Vor allem, wenn man Fake-Daten dazwischenmischt (z.B. bei der verschlüsselten Nutzung von Proxies)

    VDS war schon nutzlos, als es zum ersten mal öffentlich erwähnt wurde.
    Dass sich daran nichts ändern wird, will niemand so recht wahrhaben.

    #sb

  3. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor jayrworthington 06.02.12 - 15:11

    spambox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Masse machts. Wenn von 150 Millionen Endgeräten in Deutschland alle

    Du hast keine Ahnung, was sich mit Datamining da so alles rauspopeln laesst (auch heute schon), schau nur mal was es an Enterprise Log Aggregation Software gibt...

    Und falls Du das nicht glaubst, lass Dir mal folgende aussage von Phil Zimmerman durch den kopf gehen:

    "The human population is not doubling every 18 months, but the ability of computers to keep track of us is. The blind force of Moore's law has been accelerated by policy since 9/11."

    http://www.fitug.de/news/newsticker/newsticker010503125250.html


    > Verbindungsdaten beim BKA vorliegen, ist die Datenflut nicht nutzbar.

    Hat niemand gesagt dass das BKA alle Daten haben will, das sollen gefaelligst die Provider machen (und finanzieren!)...

  4. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor fry404 06.02.12 - 15:58

    > Im Moment kann man das BKA an vielen Stellen noch kontrollieren. Das passt denen natürlich überhaupt nicht.

    Fixed.
    "Das" wird nicht mit Doppel-S geschrieben, wenn es als Artikel gebraucht wird.
    Viele scheinen sich fälschlicherweise anzueignen, dass "das(s)" nach einem Komma grundsätzlich mit doppeltem "S" geschrieben wird. Das ist falsch und dass man das nicht macht, merkt man, wenn man den Satz im Kopf durchgeht.
    Man könnte grob zusammenfassen, dass "das" sich auf eine Sache bezieht, während das "dass" einen Nebensatz einleitet.

    Danke für die Aufmerksamkeit. Auf meiner neuen Tastatur lässt sich einwandfrei tippen.

  5. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor AlexRommel 06.02.12 - 16:51

    Kann den Herren im Parlament nicht mal jemand fachkundiges mit einfachsten Mitteln (bunte Bildchen mit Magneten an Wände geheftet oder so) erklären, warum die ganzen Maßnahmen wie VDS oder Internetsperren nicht fruchten? Vll. wenden die sich dann den wirklich wichtigen Dingen zu....

  6. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor Youssarian 06.02.12 - 16:56

    AlexRommel schrieb:

    > Kann den Herren im Parlament nicht mal jemand fachkundiges mit einfachsten
    > Mitteln (bunte Bildchen mit Magneten an Wände geheftet oder so) erklären,
    > warum die ganzen Maßnahmen wie VDS oder Internetsperren nicht fruchten?

    Wenn dies so wäre, warum wehrt "man" sich denn so energisch geen die Vorratsdatenspeicherung im Internet?

  7. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor Youssarian 06.02.12 - 16:57

    spambox schrieb:

    > VDS war schon nutzlos, als es zum ersten mal öffentlich erwähnt wurde.

    Die Film- und Musikindustrie sieht das völlg anders, wie die Unmengen gerichtlich erwirkter Auskunftsverfahren eindrucksvoll zeigen.

  8. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor Dadie 06.02.12 - 17:56

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn dies so wäre, warum wehrt "man" sich denn so energisch geen die
    > Vorratsdatenspeicherung im Internet?

    Weil eine dauerhafte verdachtsunabhänige Überwachung aller Bundesbürger einer Demokratie und einem freiheitlichem Staat unwürdig ist? Weil es ein Instrument einer totalitären Regierung ist? Weil es anfällig ist für den Missbrauch und gleichzeitig teilweise die Unschuldsvermutung aufhebt?

    Ganz egal ob die VDS tut was sie toll oder nicht. Es ist unser Recht und unsere Pflicht in Hinblick auf die letzten 100 Jahre jegliches Bestreben die Demokratie auszuhöhlen zu unterbinden.

    Natürlich kann man aber auch nach der Philosophie leben "Das klappt eh nicht" und "Ich habe ja nichts zu verbergen". Das hat in den späten 30er Jahren ja auch schon einmal gut geklappt. Warum nicht denselben Fehler wiederholen? War doch so toll!

  9. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor ah_dx 07.02.12 - 03:52

    VDS find ich toll. Als Auskunftsmöglichkeit für BKA und Behörden völlig wertlos (die Museumstechnik dort kann höchstens vollautomatischen Feierabend verteilen), dazu kommen Einsparungen im öffentlichen Dienst (wir brauchen ja u.a. 200 Panzer in Griechenland). Also wer bitte soll die erhobenen Daten auswerten? Harry Potter vielleicht, weil er zaubern kann?

    Wir schaffen uns mit einem solchen System eine fertige VDS für den googlefähigen Jedermann-Hacker. Schnell noch ein paar frische 0-day Exploits und los geht die wilde Sause. Clouds sorgen zusätzlich dafür, dass jeder freiwillig seine Daten in herannahenden Gewitterwolken speichern will. Was brauchen wir noch? Eine Machbarkeitsstudie oder einen Beweis / Protokoll?

    Beides wäre lächerlich einfach...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.12 04:00 durch ah_dx.

  10. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor eiapopeia 07.02.12 - 14:46

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AlexRommel schrieb:
    >
    > > Kann den Herren im Parlament nicht mal jemand fachkundiges mit
    > einfachsten
    > > Mitteln (bunte Bildchen mit Magneten an Wände geheftet oder so)
    > erklären,
    > > warum die ganzen Maßnahmen wie VDS oder Internetsperren nicht fruchten?
    >
    > Wenn dies so wäre, warum wehrt "man" sich denn so energisch geen die
    > Vorratsdatenspeicherung im Internet?

    Es geht dem Alex sicherlich darum, dass VDS nicht für die (angeblichen) Ziele eben dieser sinnvoll sind, Nach dem Motto: Dann geht der Terrorist eben in ein Internetcafe/Offenes WLAN.
    Nichtsdestotrotz ist es eine unwürdige Einschränkung der Freiheit des einzelnen (gerade weil er sich nichts zu schulden kommen lassen hat). Eine Datensammlung die folgen haben kann und deren Anfängen man sich erwehren soll. Außerdem widerspricht sie auch der Verfassung (wie das Verfassungsgericht auch gesagt hat), so dass zu dessen Schutz die VDS nicht eingeführt werden darf/abgeschafft werden musste.

  11. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor Youssarian 07.02.12 - 19:45

    Dadie schrieb:

    > > Wenn dies so wäre, warum wehrt "man" sich denn so energisch gegen die
    > > Vorratsdatenspeicherung im Internet?

    > Weil eine dauerhafte verdachtsunabhänige Überwachung aller Bundesbürger
    > einer Demokratie und einem freiheitlichem Staat unwürdig ist?

    Inwiefern liegt (oder lag) eine "Überwachung" aller vor, wenn lediglich gespeichert wird, welche IP-Adresse wann welchem Anschluss zugeordnet war?

    > Weil es ein Instrument einer totalitären Regierung ist?

    Wenn eine nicht-totalitäre Regierung sich einen solchen Instrumentes bedient, ist es offenbar kein Instrument, dessen Verwendung auf eine totalitäre Regierung schließen ließe.

    > Weil es anfällig ist für den Missbrauch und gleichzeitig teilweise die
    > Unschuldsvermutung aufhebt?

    Anfällig für Missbrauch ist alles, was sich irgendwie zu Geld machen ließe. Also muss der Zugriff auf solche prekären Daten wirksam geschützt bzw. beschränkt werden. (Eben weil dies im ersten Anlauf nicht ausreichend gewährleistet wurde, hat das BVerfG dieses Gesetz einkassiert. Die Vorratsdatenspeicherung wurde jedoch NICHT per se verboten!)

    > Natürlich kann man aber auch nach der Philosophie leben "Das klappt eh
    > nicht" und "Ich habe ja nichts zu verbergen". Das hat in den späten 30er
    > Jahren ja auch schon einmal gut geklappt. Warum nicht denselben Fehler
    > wiederholen? War doch so toll!

    Du hast "Godwin's Law" erfüllt und damit vollautomatisch verloren.

  12. Re: Man würde ja auch gerne permanent

    Autor Youssarian 07.02.12 - 19:57

    eiapopeia schrieb:

    > Es geht dem Alex sicherlich darum, dass VDS nicht für die (angeblichen)
    > Ziele eben dieser sinnvoll sind, Nach dem Motto: Dann geht der Terrorist
    > eben in ein Internetcafe/Offenes WLAN.

    Hier sollte man bedenken, dass die Polizei ohnehin nur dann Täter fasst, wenn diese Fehler machen. Da Täter gemeinhin Menschen und Menschen fehlerbehaftet sind ...

    > Nichtsdestotrotz ist es eine unwürdige Einschränkung der Freiheit des
    > einzelnen (gerade weil er sich nichts zu schulden kommen lassen hat). Eine
    > Datensammlung die folgen haben kann und deren Anfängen man sich erwehren
    > soll.

    Die Unschuldsvermutung wird nicht durch eine "anlasslose Vorratsdatenspeicherung" außer Kraft gesetzt, wie auch? Und welche (bösen) Folgen Du meinst, verstehe ich nicht wirklich.

    > Außerdem widerspricht sie auch der Verfassung (wie das
    > Verfassungsgericht auch gesagt hat), [...]

    Das ist ein Irrtum, das BVerfG hat in seinem Urteil sogar explizit erklärt, dass eine Vorratsdatenspeicherung dem Grundgesetz nicht per se widerspricht.

    Was mich an dieser Diskussion so unendlich stört, sind die kolossalen Vereinfachungen, obwohl aufgrund der anhaltenden Diskussionen darüber auf politischer Ebene doch klar sein muss, dass gar nicht so sein kann, wie es in Diskussionen immer dargestellt wird.

    Auch wurde immer behauptet, dass bei der Vorratsdatenspeicherung (der im Internet!) providerseitig virtuelle "Bewegungsgprofile" erstellt würden, was nicht zutrifft. So etwas machen allerdings Google, Facebook und Co., aber deren Dienste werden von vielen Gegnern der Vorratsdatenspeicherung im Internet vermutlich genutzt. AAARRRGGGHHHH! ;-)

Neues Thema Ansicht wechseln


Entschuldigung, nur registrierte Benutzer dürfen in diesem Forum schreiben. Klicken Sie hier um sich einzuloggen


Meistgelesen
  1. Browser

    Kauft Facebook Opera?

  2. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  3. Datenschutz

    Neue EU-Regeln zu Cookies treten in Kraft

  4. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten

  5. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51

  2. Kommentare: 216 | letzter Beitrag 00:27 Uhr

  3. Kommentare: 160 | letzter Beitrag 26.05. 23:16

  4. Kommentare: 93 | letzter Beitrag 26.05. 19:45

  5. Kommentare: 68 | letzter Beitrag 25.05. 12:17

Mehr



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Lockheed Martin: US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett
Lockheed Martin
US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

  1. Rüstung Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

Landgericht Hamburg: Blogger haftet für eingebettetes Youtube-Video
Landgericht Hamburg
Blogger haftet für eingebettetes Youtube-Video

Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass der Blogger und Rechtsanwalt Markus Kompa für ein via Youtube eingebettetes ZDF-Video als Verbreiter haftet. Geklagt hat ein umstrittener Arzt aus München, der zuvor erfolgreich gegen den Bericht der ZDF-Sendung Wiso vorgegangen war.

  1. Youtube-Streit Gema legt Berufung ein und pocht auf Transparenz
  2. Gema gegen Youtube Beide sehen sich als Gewinner
  3. Gema gegen Youtube Medienanwalt erwartet ab morgen weitere Youtube-Sperren

Owncloud Inc.: "Wir sind kein Serviceprovider"
Owncloud Inc.
"Wir sind kein Serviceprovider"

Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

  1. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server
  2. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud erhält Android-Applikation
  3. Persönlicher Onlinespeicher Owncloud 2012 auch mit kostenpflichtigem Support

  1. Browser: Kauft Facebook Opera?
    Browser
    Kauft Facebook Opera?

    Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.

  2. Datenschutz: Neue EU-Regeln zu Cookies treten in Kraft
    Datenschutz
    Neue EU-Regeln zu Cookies treten in Kraft

    Am 26. Mai 2012 treten neue Datenschutzregeln der EU in Kraft. Websitebetreiber und Werbenetzwerke müssen Nutzer um Erlaubnis fragen, wenn sie Cookies setzen.

  3. Libreoffice: "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"
    Libreoffice
    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

    Libreoffice könne mehr als Openoffice und biete Entwicklern zudem Vorteile, sagte Michael Meeks auf dem Linuxtag 2012. Außerdem spricht er mit Golem.de über Libreoffice-Online, woran er derzeit arbeitet.


  1. 14:48

  2. 14:29

  3. 14:24

  4. 12:30

  5. 12:23

  6. 18:49

  7. 18:33

  8. 18:08