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Ein Weg in die richtige Richtung, aber

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  1. Ein Weg in die richtige Richtung, aber

    Autor mawa 18.10.12 - 11:48

    ... leider hat auch diese Münze zwei Seiten.

    Auf der einen Seite wird diese Lösung einiges vereinfachen und hätte auch das Potential im Bildungsbereich für Einsparungen zu sorgen. Auf der anderen Seite sehe ich hier auch Probleme und ich glaube auch nicht, dass das Potential voll ausgeschöpft werden wird.

    Aufgrund des eingesparten Papiers kann diese Lösung auf lange Sicht recht umweltfreundlich sein, auch der (Rücken) Gesundheit der Schüler kann diese Lösung durch leichtere Schultaschen zuträglich sein. Auch muss kein Schüler mehr alte verschmierte Schulbücher des vorherigen Jahrgangs verwenden und alle Schüler sind auf einem Stand.

    Allerdings darf bezweifelt werden, dass diese Technik zu aktuellerer oder billigerer Literatur für die Schüler führen wird. Ich denke nicht, dass die Verlage ihre Schulbücher in digitaler Form günstiger anbieten werden. Eher wird diese Technik den Verlagen zum Vorteil gereichen, da jetzt schnell und unproblematisch neue Lizenzen der Literatur geordert werden können. Anstatt zu schauen, ob noch irgendwo eine Lizenz auf einem unbenutzten Gerät vor sich hinoxidiert, wird einfach eine neue gekauft. Auch die Möglichkeit von Zeitlizenzen tut sich hier auf. Dann werden die Bücher jeweils für einen Jahrgang gemietet. Für die Verlage sicherlich ein gefundenes Fressen, können Sie doch dann regelmäßig ihren Obolus einfahren. Gerade in den grundlegenden Lehrbereich wie Mathe, Physik oder Chemie, könnte die vorhandene Literatur meistens mehrere Jahre verwendet werden.

    Ein Vorteil wäre die Verteilung von Unterrichtsmaterial. Beim aktuellen Kindle ist es möglich, PDFs über einen Server bei Amazon direkt auf das Gerät zu laden. Ich unterstelle hier einfach einmal, dass diese Funktion auf für die hier beschriebene Betriebsart vorhanden ist und ausgebaut wird. Allerdings müssten dann alle Lehrkräfte und Dozenten sich ihr eigenes Material erst einmal erstellen. Meistens wird heute doch lieber auf Bücher zurückgegriffen. Ich höre jetzt schon einige schreien: "Alle Lehrkräfte sind faule Socken". Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass es sehr aufwendig ist gutes Material für den Unterricht selber zusammenzustellen. Meistens ist ein fundierter Materialschatz das Ergebnis einer langjährigen Tätigkeit und mit etwas Pech, machen sich Lehrkräfte mit diesem gegenüber den Eltern angreifbar. Also lieber doch die Bücher, die vom Ministerium freigegeben worden sind. Auch müsste das Material nach PDF gewandelt und an den 6'' Screen angepasste werden.

    Und dann kommen da noch die Geräte selber. Ich bin mir nicht sicher, ob ein sw kindle für den Unterricht taugt. Gerade bei Physik und Mathe, kann Farbe sehr hilfreich sein. Auch ist es für die Schüler sehr aufwändig, Notizen oder Skizzen in den Bücher zu hinterlassen. OK, das wir auch ein Vorteil sein. Wenn ich aber an meine Schulzeit zurückdenke, waren in meinen Büchern der höheren Semester an den Rändern fast mehr Notizen und Zeichnungen, als im Hauptteil. Allerdings hatte ich mir diese dann auch selber gekauft.
    Ein Problem was ich mit meinem kindel und umfangreicher Fachliteratur habe, es ist schlecht mal eben zum gesuchten Thema durchzublättern. Aber das kann man ja vielleicht mit Lesezeichen ändern.

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