gegenüber Opentype- oder Truetype-Schriften?
Ich hab das so verstanden, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Schriften im Browser integriert sind und man nicht hoffen muss, dass die Schrift auf dem System installiert ist. Arial auf'm Mac zum Beispiel (oder ist das mittlerweile Usus?)
Unwissender schrieb:
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> gegenüber Opentype- oder Truetype-Schriften?
Man muss sie erst installieren!?
Das SIND ja OT/TT-Fonts, nur halt eben on-the-fly-downloadbar verpackt.
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Ich hab das so verstanden, dass man sich darauf verlassen kann, dass die
> Schriften im Browser integriert sind und man nicht hoffen muss, dass die
> Schrift auf dem System installiert ist. Arial auf'm Mac zum Beispiel (oder
> ist das mittlerweile Usus?)
Arial wäre ja nicht das Problem, dafür gäb's ja Ersatz (der in der Regel eh viel hübscher als die oberhäßliche Arial ist).
Es geht nicht um in den Browser integrierte Fonts, sondern um eher ungewöhnliche Fonts, die der Webseitenbetreiber genauso wie Bilder in die Seite bzw. sein Stylesheet integriert und sich dann darauf verlassen kann, dass der Browser was damit anfangen kann.
Ah, okay, wieder eine Bildungslücke geschlossen. Und du bist schuld! Danke :-)
Unwissender schrieb:
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> gegenüber Opentype- oder Truetype-Schriften?
Die Unterstützung aller Browserhersteller und vorallem der großen Schriftanbieter.
Naja, Arial ist OK. Sieht aus wie ein Frutiger-Klon. Kann man gut lesen und das ist ja der primäre Zweck von Fonts. Das es noch hübscheres (eben jene Frutiger-Fonts...) gibt, ist eine Sache. Die andere, dass solche Fonts ziemlich viel Geld kosten. Kann man ja zb bei Linotype kaufen, die Fonts. Ich würde allerdings nie für drei Fonts 1500€ löhnen, weil die ein bisschen hübscher aussehen als Arial. Kenne einige, die das wirklich machen, aber solange ich nicht irgendwelche Broschüren oder sonstwas herausgebe und nur in einer IDE wusele, bringt so eine tolle Schriftart eher wenig.
Die ganzen OSS-Fonts sind keine Alternative. Sind zwar umsonst, aber nicht hübsch und extrem fehlerhaft. Hab zb noch keine Version der Bitstream-Fonts gesehen, die mit einem Bytecode-Interpreter halbwegs vernünftig aussehen. Mit Autohinting ist es geradezu unerträglich. Nutze deswegen seit Jahren die Standard-Windows-Fonts unter Linux. Sonst wird jeder längere Text zu einer gräßlichen Tortur. Zumindest ist das Patent für den BC-Interpreter ausgelaufen und er ist wieder per default nutzbar. Der Freetype2-Autohinter war/ist ein Witz. Ein langer Text sah damit aus als hätten dutzende Fliegen auf den Display gekackt. Da musste ich zwangsläufig den BC einschalten, Freetype2 neu kompilieren und dann die Windows-Fonts kopieren/laden, trotz einer starken Vorliebe für OSS.
der Vorteil ist für uns Webdesigner, dass wir endlich Schriften einbetten können und das cross-browser kompatibel, sodass endlich vernünftige Typographie im Netz möglich wird. Derzeit geht dies ja nur mit Schriftersetzungssystemen, die alle entweder JS oder Flash nutzen. Schöne neue Welt. Auch wenn das bedeutet, dass die Websites noch ein wenig "schwerer" werden - kommt halt auch immer auf das Einsatzgebiet an.
Nö. Das hat alles nix mit WOFF zu tun. Man kann - sofern der Browser es unterstützt - auch TrueType-Fonts zum herunterladen anbieten und via font-face einbinden. (Und TrueType-Fonts muss man auch nicht "installieren" um sie auf dem System zu nutzen)
Der Vorteil von WOFF gegenüber TTF ist die Kompression und die Möglichkeit, über META-Informationen die Hinweise zum Copyright direkt mitzuliefern. Zusätzlich sollte die Möglichkeit geschaffen werden, DRM-Informationen mit aufzunehmen. Keine Ahnung inwieweit dass es in den Standard geschafft hat...
Jones01 schrieb:
> sodass endlich vernünftige
> Typographie im Netz möglich wird.
Ja, aber welcher Endkunde will das schon haben?
Es gibt ja kaum noch Seiten, die wirklich lesbar sind. Ueberall werden fixe Breiten gesetzt. Angeblich um Herr ueber den Umbruch zu sein. In Warheit geht es nur darum besser Werbeflaeche verkaufen zu koennen. Wer dazu in der Lage ist, wird eh versuchen das zu umgehen.
Gerade als Web-Designer sollte man wissen, dass man nicht versuchen sollte ein statisches Druckerzeugnis 1:1 fuers WEB umzusetzen.
crumble
crumble schrieb:
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> Jones01 schrieb:
>
> > sodass endlich vernünftige
> > Typographie im Netz möglich wird.
>
> Ja, aber welcher Endkunde will das schon haben?
>
> Es gibt ja kaum noch Seiten, die wirklich lesbar sind. Ueberall werden fixe
> Breiten gesetzt. Angeblich um Herr ueber den Umbruch zu sein. In Warheit
> geht es nur darum besser Werbeflaeche verkaufen zu koennen. Wer dazu in der
> Lage ist, wird eh versuchen das zu umgehen.
>
> Gerade als Web-Designer sollte man wissen, dass man nicht versuchen sollte
> ein statisches Druckerzeugnis 1:1 fuers WEB umzusetzen.
Wer hört schon auf Web-Designer? Die Realität sieht so aus, dass der Kunde eine bestimmte Vorstellung seiner Seite hat, die eher einem ihm vertrauteren Print-Erzeugnis entstammt, und will, dass der "Designer" sie ihm genau in der Art und Weise umsetzt. Kreativ darf ein Web-Designer am Ende des Tages nur noch in seinem eigenen Blog sein.
Nun, das stimmt nicht ganz. Wir haben genügend Kunden, die keinerlei Vorstellung von Ihrer Website haben, und somit uns bitten, Ihnen ein - oft auf's CI zugeschnittene - Website zu erstellen. Von daher ist genug Freiraum für Kreativität, was auch die Verwendung von Schriften nicht ausschließt. Sicherlich, nicht jeder Kunde geht so blauäugig an sein Webprojekt, oft gibt es Vorgaben, wobei aber auch hier noch genug Freiraum für Verbesserungen, Details und Kreativität gegeben ist.
@crumble - das ist schon richtig, ein Printmedium kann kaum übernommen werden für's Web. Aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass man sich nicht - zumindest im Bereich Typographie - ein wenig annähern kann. Formate im Internet ( fluid Designs ) sind in der Tat nicht so einfach zu handhaben bzgl. Positionierung von Text und Bild, von daher sind oft fixe Breiten bevorzugt.
> Formate im Internet ( fluid Designs ) sind in der Tat
> nicht so einfach zu handhaben bzgl. Positionierung von
> Text und Bild, von daher sind oft fixe Breiten bevorzugt.
...was bei Leuten, die wie ich den Bildschirm aufrecht gedreht haben, manchmal (meist sind die Festbreiten bei Texten kleiner als 768 Pixel) dazu führt, bei jeder Zeile beim Lesen horizontal scrollen zu dürfen. So 20-30 mal pro "Seite".
Nach einer halben Seite ist man generft, nach einer Seite schwört man sich den Webdesigner vorzuknöpfen, wenn er einem im Dunkeln begegnet, und nach einer weiteren Seite hat das Unternehmen vermutlich jede Chance vertan, mit dem Leser auch nur einen Euro umzusetzen.
Das Web besteht aus mehr als Informations- und Shop-/Verkaufsseiten .. auch wenn sämtliche Lektüre für Webdesigner so tut als wäre das anders.
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