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Und wo ist der Stift?

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  1. Und wo ist der Stift?

    Autor nOOcrypt 07.12.11 - 21:06

    Mag ja sein, dass man breite Bevoelkerungsteile durch Werbe-Gehirnwaesche dazu bringen kann Geraete gut zu finden, bei denen man bauartbedingt gezwungen ist das Display mit Fingerabdruecken zu verunreinigen. Nachdem ein Bekannter mal den Touchscreen meines, von mir nur mit einem Stift oder der Tastatur bedienten Tablet-Convertible-Notebooks, ausprobieren wollte, konnte ich danach ohne Reinigung der vormals dunkelblaeulich schimmernden, nun aber eher fettig spiegelnden Oberflaechenverguetung des Bildschirmes nicht mehr so wirklich damit arbeiten.

    Bei mir kriegen gewoehnlich schon Leute was auf die Finger, die an meinem Monitor zu Hause auf irgendwas zeigen wollen und offenbar nicht in der Lage sind ihre Finger so weit unter Kontrolle zu haben um sie vor Beruehren des Monitors abzustoppen.

    Jemand der nur halbwegs bei Verstand und daher von der Werbeindustrie nicht so leicht zu blenden ist, wir nie einen Vorteil darin sehen mit blanken Fingern auf einem Display herumzumatschen, auf dem er ja eigentlich ein Bild klar und scharf erkennen moechte. Diese Art der Bedienung eines Geraetes ist schwachsinnig, da unpraktisch. Wenn mich jemand zwingen wuerde mit einem reinen Fingertouch-Tablet zu arbeiten, haette ich wohl immer Handschuhe an, weil ich das Teil ansonsten wohl mindestens dreimal am Tag mit einem Mikrofasertuch sauberwischen muesste um mich nicht staendig ueber den eingesauten Bildschirm zu aergern.

    Dabei habe ich offenbar noch nicht einmal derart fettige/schwitzende Fingerkuppen, wie viele von meinen, ein Fingertouch-Tablet nutzenden, Bekannten. Um mein Tablet-Display so einzusauen wie mein Bekannter in 20 Minuten brauche ich wohl den ganzen Tag. Den Vogel schiesst diesbezueglich aber eine Bekannte von mir ab. Keine Ahnung, ob die sich die Finger staendig eincremt, aber wenn die ihr gereinigtes iPhone 5 Minuten in den Fingern hatte, kann man das genaue Aussehen der Icons auf dem Desktop nur noch erahnen. Die Pixel des Displays sind nicht mal mehr ansatzweise zu erkennen. Alles liegt nur noch unscharf unter dem Schmierfilm. Einfach widerlich.

    Das waere so gesehen vielleicht mal ein neues Hygiene-Kriterium: Man laesst jemanden fuenf Minuten mit einem sauberen Fingertouch-Geraet spielen und weiss direkt, wie es der-/diejenige mit der Sauberkeit haelt. Das sollte man vielleicht auf diese Weise mal unverfaenglich testen, bevor es mit einer neuen Bekanntschaft in die Kiste geht. Das Ueberpruefen der Koerperhygiene ist vermutlich auch schon der groesste Vorteil von Fingertouch-Geraeten. Da sieht man gleich, von wem man sich besser fernhalten sollte. Denkt mal darueber nach. ;-)

  2. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor C. Stubbe 08.12.11 - 06:16

    Bei Multitouch muss man leider doch manchmal die Finger benutzen, wenn man keine 2 Stifte nehmen und das Tablet ablegen will. Und dann wird erst der Bildschirm und dann der Stift siffig...

    Die Stifte für kapazitive Touchscreens sind auch nicht so schön. Die haben so Gummi"spitzen", die aber aber ziemlich flach sind.

    Chris

  3. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor JeanMo 08.12.11 - 08:28

    Und stell dir mal vor du berührst den Stift. Sowas ekeliges aber auch.. Da könnte ja schweiß dran sein. Eigtl bräuchte man immer ein paar sterile eingepackte Stifte. Dann könnten wir endlich wieder vernünftig schlafen...

    so long

  4. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor AndroiDave 08.12.11 - 09:18

    Möchte ja nicht wissen, wie viele Bakterien sich auf Deiner Tastatur und Maus befinden, während Du diesen Text liest.

    Vielleicht gibt es in naher Zukunft Displays, an denen der Fett und Schmutz "abperlt" und die Sicht auch nach längerer Nutzung frei bleibt.

    Ansonsten finde ich nämlich die Touch-Bedienung sehr eingängig und intuitiv. Wie schon der Vorredner erwähnt hat, Multitouch mit zwei Stiften ist eher umständlich.

  5. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor nOOcrypt 08.12.11 - 17:54

    C. Stubbe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Multitouch muss man leider doch manchmal die Finger benutzen, wenn man
    > keine 2 Stifte nehmen und das Tablet ablegen will. Und dann wird erst der
    > Bildschirm und dann der Stift siffig...

    Ich hatte schon bei meinem ersten Tablet-Convertible im Jahre 2005 Tasten auf dem induktiven Stift und auf dem Rand des Displays (die sind auch zu Bedienen waehrend es im Arm liegt), die Multitouch unnoetig machen. So kann ich z.B. in AutoCAD eine 3D-Ansicht mit dem Stift drehen und gleichzeitg heran- und herauszoomen und mit den Tasten auf dem Stift sogar noch weitere Funktionen (Werkzeugwechsel etc.) ausfuehren. Und da der Stift recht duenn ist und man ihn zum Drehen weit hinten packen kann, sieht man auch noch was sich gerade auf dem Display tut und nicht nur die eigene Hand bzw. die Finger, die bei Multitouch-Gesten ueber das Display fahren, dabei ihre Schmierspuren hinterlassen und eben oft die Sicht versperren.

    Darueberhinaus wird der Stift schon 5mm ueber dem Display erkannt und seine Position angezeigt, so dass ich sogar beruehrungslos Funktionen ausloesen kann (So kann man sogar einen Flugsimulator unterwegs im Tablet-Modus, d.h. ohne Tastatur und ohne Joystick fliegen indem man den Stift einfach nur beruehrungslos ueber dem Display bewegt. Um die Schalter im Cockpit zu bedienen setzt man dann den Stift auf das Display auf und betaetigt so den darunterliegenden Schalter.). Auf der anderen Seite reagiert das Display auf ueber 2000 Druckstufen. D.h. ich kann z.B. per Druck die Strichbreite beim Zeichnen/die Breite des Spruehnebels beim "Airbrushen" variieren oder ein Objekt ohne Beruehrung des Displays drehen, mit Beruehrung zoomen und das Objekt bei festerem Druck auf den Stift beispielsweise verschieben ohne irgendwo klicken oder die Finger vom Stift nehmen zu muessen. Daneben ist der Stift im Vergleich zur Fingerkuppe auch noch weit praeziser und das nicht nur beim Zeichnen, sondern zum Beispiel auch beim Treffen kleiner Icons. Fuer Stiftbedienung braeuchte man deshalb die "Metro"-Oberflaeche in Windows 8 auch nicht. Diese riesigen Kacheln sind nur fuer die unpraezise Fingerbedienung notwendig.
    In Grafikprogrammen praezise Freihand-Linien an existierende Linien anzusetzen geht mit der Fingerkuppe beispielsweise garnicht. Da muss dann die Software schon so klug sein zu erkennen, dass man eine Linie an eine benachbarte ansetzen moechte und sie von sich aus verbinden, damit man sowas auch mit der Fingerkuppe hinbekommt.

    > Die Stifte für kapazitive Touchscreens sind auch nicht so schön. Die haben
    > so Gummi"spitzen", die aber aber ziemlich flach sind.

    Ich hatte noch nie einen kapazitiven Touchscreen mit Stift und kann mich auch nicht mehr recht erinnern, wie der Stift eines Kollegen bei seinem Tablet-Convertible von Dell aussah, welches meines Wissens einen kapazitives Display mit Stift hatte. Daher kann ich nichts dazu sagen wie die Stiftspitze aussah. Ich hatte aber keine Probleme mehrere Stunden mit dem Dell-Tablet-Stift zu arbeiten, daher kann es nicht so wild gewesen sein. Ob der Stift nun schoen oder weniger schoen aussieht interessiert mich erst recht nicht. Technik brauchte bei mir noch nie schoen sein (Ich bin schliesslich keine Frau.), sie muss fuer meinen Anwendungszweck bestmoeglich funktionieren. Ich wuerde ein Tablet auch in kackbrauner oder pinker Mattlackoptik mit Furnierholz-Intarsien kaufen, wenn es die beste Funktionalitaet aller Tablets auf dem Markt bietet und es mechanisch robust ist. Optik interessiert mich nicht und wenn ich mit einem pinken Notebook herumlaufe und jemand unbedingt einen Kommentar darueber abgeben moechte, dann soll er doch. Damit outet der sich selbst als intolerant, gesellschafts- bzw. klischeehoerig und irrational, waehrend ich das Teil aus voellig rationalen Gruenden angeschafft habe und mit Leuten, die sich ueber mich lustig machen wollen und sich dabei eher selber diffamieren ohnehin nie ein Problem hatte. ;-)

  6. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor nOOcrypt 08.12.11 - 18:07

    JeanMo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und stell dir mal vor du berührst den Stift. Sowas ekeliges aber auch.. Da
    > könnte ja schweiß dran sein. Eigtl bräuchte man immer ein paar sterile
    > eingepackte Stifte. Dann könnten wir endlich wieder vernünftig schlafen...
    >
    > so long

    Das mit der Hygiene-Beurteilung von Bekannten ist nur ein netter Nebeneffekt "fingerbeschmierbarer" Displays. Da fuer gewoehnlich nicht mehrere Leute mit ein und demselben Tablet arbeiten, ist das epidemieologisch ja auch nicht weiter relevant.

    Mir ging es viel mehr um die Lesbarkeit des Displays und die leidet bei Fingerbedienung definitiv mehr als mit dem siffigsten Stift. ;-)

  7. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor nOOcrypt 08.12.11 - 18:39

    AndroiDave schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Möchte ja nicht wissen, wie viele Bakterien sich auf Deiner Tastatur und
    > Maus befinden, während Du diesen Text liest.

    Wenige, auch wenn ich momentan zum Kommentieren weder Tastatur noch Maus nutze (> Tablet mit Schrifterkennung). Wenn ich an meinem Gaming-Rechner mit Tastur und Maus zocke trage ich duenne Baumwoll-Handschuhe, weil ich es hasse, wenn z.B. im Sommer die Tasten oder die Maus speckig werden. Da leidet die Praezision im Spiel darunter und bei einer matt gummierten Maus oder einer mattschwarzen Tastatur mindern speckige Stellen dann auch noch den Wiederverkaufswert. Das passiert mit Handschuhen nicht.

    > Vielleicht gibt es in naher Zukunft Displays, an denen der Fett und Schmutz
    > "abperlt" und die Sicht auch nach längerer Nutzung frei bleibt.

    Keine Ahnung, ob der "Lotus-Effekt" bei Displays anwendbar ist, ohne die Darstellung verschwommen wirken zu lassen. Oberflaechenbehandlungen mit Nano-Partikeln sorgen fuer etwas weniger Schmutzaufnahme, verhindern die Fingertapser aber auch nicht wirklich. Sie lassen sich dann nur leichter wieder entfernen. Das Problem, dass die Finger beim Blick auf das Display und gleichzeitiger Bedienung des Geraetes groessere Bildteile verdecken als ein schmaler Stift bleibt in jedem Fall.

    > Ansonsten finde ich nämlich die Touch-Bedienung sehr eingängig und
    > intuitiv. Wie schon der Vorredner erwähnt hat, Multitouch mit zwei Stiften
    > ist eher umständlich.

    Ich kann dem "Finger ueber das Display ziehen" beim Multitouch irgendwie nichts abgewinnen. Die Fingerkuppenstrukturen sind eigentlich dafuer geschaffen auch an recht glatten Oberflaechen zu haften. Waeren sie zum seidigen Gleiten auf glatten Oberflaechen gedacht, koennte niemand sein iPhone mit zwei Fingern aus der Tasche ziehen, da er sofort abgleiten wuerde. Jeder der mal versucht hat mit zwei Teflon-Platten ein iPhone hochzuheben wird mir da zustimmen.
    Somit ist die Bedienung per "Multitouch" ein Irrweg, wie es schon die Mausersatz-Touchpads in Laptops waren, mit ihrem zusaetzlich unsaeglich bloeden Fingerumsetzen wenn der Rand des Touchpads erreicht war, der Bildschirm aber fuer den Mauszeiger in der Richtung noch weiterging.

  8. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor UrielVentris 09.12.11 - 06:17

    nOOcrypt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Somit ist die Bedienung per "Multitouch" ein Irrweg, wie es schon die
    > Mausersatz-Touchpads in Laptops waren, mit ihrem zusaetzlich unsaeglich
    > bloeden Fingerumsetzen wenn der Rand des Touchpads erreicht war, der
    > Bildschirm aber fuer den Mauszeiger in der Richtung noch weiterging.

    1. DIe Leute kaufen es, also können sie wohl trotz des fettigen, verschmierten Displays etwas erkennen.

    2. Du hast einfach ein Problem und keine Toleranz gegenüber anderen, die nicht so sind wie du, die bestimmt zur Mehrheit gehören, sonst würden bei Tablets auch Stifte und bei Tastaturen auch Baumwollhandschuhe mitliegen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.12.11 06:20 durch UrielVentris.

  9. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor dopemanone 09.12.11 - 15:06

    dachte zuerst, es handelt sich hier um nen scherz. (gaming mit baumwollhandschuhen? lol)

    also ich habe kein problem meinen asus transformer zu lesen, seit ich einfach eine anti-glare schutzfolie drauf habe... da bleibt auch nix haften (und man sieht trotz sonne was).

    aber du scheinst allgemein recht (über?)empfindlich zu sein, was hygiene angeht (wertungsfrei), von daher wär das auch keine lösung. spracheingabe wär vielleicht was ;)

  10. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor BigRed 09.12.11 - 16:57

    nOOcrypt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenige, auch wenn ich momentan zum Kommentieren weder Tastatur noch Maus
    > nutze (> Tablet mit Schrifterkennung). Wenn ich an meinem Gaming-Rechner
    > mit Tastur und Maus zocke trage ich duenne Baumwoll-Handschuhe, weil ich es
    > hasse, wenn z.B. im Sommer die Tasten oder die Maus speckig werden. Da
    > leidet die Praezision im Spiel darunter und bei einer matt gummierten Maus
    > oder einer mattschwarzen Tastatur mindern speckige Stellen dann auch noch
    > den Wiederverkaufswert. Das passiert mit Handschuhen nicht.

    Ich versuche mir das gerade bildhaft vorzustellen...

    Aber es gibt jetzt neuestens eine echte Alternative dazu: Seife + Wasser. Täglich mehrmals angewendet funktioniert das ziemlich gut.
    ;-)
    *SCNR*

  11. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor nOOcrypt 09.12.11 - 19:10

    UrielVentris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nOOcrypt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Somit ist die Bedienung per "Multitouch" ein Irrweg, wie es schon die
    > > Mausersatz-Touchpads in Laptops waren, mit ihrem zusaetzlich unsaeglich
    > > bloeden Fingerumsetzen wenn der Rand des Touchpads erreicht war, der
    > > Bildschirm aber fuer den Mauszeiger in der Richtung noch weiterging.
    >
    > 1. DIe Leute kaufen es, also können sie wohl trotz des fettigen,
    > verschmierten Displays etwas erkennen.

    Die meisten Leute kennen nichts anderes und behelfen sich dann eben so gut es geht mit Mikrofasertuechern um das Display halbwegs sauber zu halten. Darueberhinaus gibt es fuer Fingertouch-Tablets sogar einen Fingerhut mit einer Stiftspitze vorne dran, um irgendwie mehr Praezision bei der Bedienung/beim Zeichnen zu bekommen. Daran sieht man, dass sich durchaus schon Leute darueber geaergert haben auf ihrem Tablet keine schnelle, halbwegs huebsch aussehende Freihand-Skizze anfertigen zu koennen. Sonst gaebe es den Fingerhut nicht zu kaufen.

    > 2. Du hast einfach ein Problem und keine Toleranz gegenüber anderen, die
    > nicht so sind wie du, die bestimmt zur Mehrheit gehören, sonst würden bei
    > Tablets auch Stifte und bei Tastaturen auch Baumwollhandschuhe mitliegen.

    Ich habe die beste Loesung des Problems fuer mich gefunden. Daher habe ich kein Problem mehr. Ich schildere und begruende hier einfach meine Sicht der Dinge. Es hat nichts mit Intoleranz zu tun eine logisch begruendbare Meinung ueber ein Bedienkonzept zu haben und ich habe auch nirgendwo behauptet, dass ich Leute hasse oder "bekehren" will, die gerne die Displays an ihren Geraeten mit den Fingern vollschmieren (Ich liebe es nur nicht gerade, wenn sie das mit meinen Geraeten tun.). Es reicht, wenn sie mal eine andere Sichtweise praesentiert bekommen. Die Entscheidung ob sie meinem Gedankengang folgen oder eben nicht und welche Auswirkungen das auf ihre Kaufentscheidung hat, kann und will ich ihnen nicht abnehmen. Als Zeitvertreib fuer Unterwegs reicht ein Fingertouch-Tablet vielleicht, aber schon bei Eintraegen in den Kalender oder dem Tagebuchschreiben auf der Bildschirmtastatur nervt es z.B., dass nicht nur die Finger, sondern auch noch die eingeblendete Tastatur den ohnehin knappen Platz auf dem Display noch weiter einengt. Ob einem sowas dann 400EUR oder mehr wert ist, muss jeder selbst wissen.

    Ich denke, dass viele Leute sich darueber eben keine Gedanken machen, dass die Fingerbedienung die Einsatzmoeglichkeiten ihres Tablets gegenueber den Moeglichkeiten, die sie mit einem Stift haetten stark limitiert und auch darueber, dass es ohne staendiges Einsauen der Displayoberflaeche moeglich ist ein Tablet zu bedienen scheinen wenige Leute nachzudenken. Ich wuerde das Geld fuer so ein Geraet jedenfalls nicht ausgeben, wenn ich ein relativ aktuelles gebrauchtes Business-Tablet-Convertible mit Stift und Fingerbedienung bei eBay fuer weniger Geld bekomme. Mit so einem Teil kann man dann naemlich per Stift auch problemlos Fotos retuschieren und Freihand-Zeichnen, was mit einer knubbeligen Fingerkuppe eben nicht praezise moeglich ist. Wenn mir unterwegs irgendeine Idee kommt, dann zeichne ich eben eine saubere Freihand-Skizze. Mit der Fingerkuppe auf dem iPad kommt da kein annaehernd so gutes Ergebnis bei heraus und es dauert laenger. Vor allem ist es dort auch etwas nervig eine Freihandlinie gerade und nahtlos an eine andere anzusetzen.

  12. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor nOOcrypt 09.12.11 - 20:34

    dopemanone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dachte zuerst, es handelt sich hier um nen scherz. (gaming mit
    > baumwollhandschuhen? lol)

    Da bleiben Maus und Mousepad jedenfalls trocken. Auch bei stundenlangem Zocken bei 38°C auf einer LAN-Party im Sommer, wenn bei anderen Spielern der Handballen schon im eigenen Schweiss badet und die Finger auf den oft glatten Tasten der Maus ins Schwimmen kommen.
    Als Elektronikbastler, der beim Bestuecken von Leiterplatten-Prototypen haeufiger mit elektrostatisch und handschweissempfindlichen Bauteilen umgeht, ist mir Arbeiten mit Handschuhen ohnehin nicht fremd.

    > also ich habe kein problem meinen asus transformer zu lesen, seit ich
    > einfach eine anti-glare schutzfolie drauf habe... da bleibt auch nix haften
    > (und man sieht trotz sonne was).

    Ist vermutlich derselbe Effekt, wie bei der Nanoversiegelung von Glaesern. Fingerabdruecke sieht man darauf aber trotzdem. Sie lassen sich nur einfacher wegwischen.

    > aber du scheinst allgemein recht (über?)empfindlich zu sein, was hygiene
    > angeht (wertungsfrei), von daher wär das auch keine lösung. spracheingabe
    > wär vielleicht was ;)

    Kommt auf die Situation an: Beim Klettern bin ich z.B. recht schmerzbefreit. Was da in der Trainings-Halle an den Plastikgriffen klebt wird jemand mit einem Hygiene-Fetisch wohl kaum anfassen wollen. Erst recht nicht so fest und eng, wie oft noetig. Das geht von Chalk (das weisse Pulver, was den Handschweiss bindet), Schweiss und Schuhsohlenabrieb ueber Hautschuppen bis hin zu Blut, wenn sich mal wieder jemand irgendwas aufgerissen hat.

    Bei meiner Freundin springe ich auch nicht in ein Becken mit Desinfektionsmittel, wenn sie sich dank Magen-Darm-Grippe und daraus resultierenden Kreislaufproblemen auf mich uebergibt, waehrend ich sie ins Badezimmer trage und das Wickeln meiner kleinen Tochter machte mir auch nie etwas aus.

    Auch zu den Leuten, die sich aus (allerdings falschen) hygienischen Gruenden jegliches Koerperhaar abrasieren gehoere ich nicht. Jeder der mal an gewissen Stellen kahlrasiert einen Marathon gelaufen oder laenger Rad gefahren ist, wird mir beipflichten, dass es keine gute Idee ist sich unter den Achseln oder im Schritt jene reibungsreduzierenden Haare abzurasieren wenn man sich viel bewegt. Einige Bekannte von mir sind diesem Modetrend zum Opfer gefallen und hatten danach aufgescheuerte, naessende Hautstellen (trotz Vaselineeinreibung vorher) durch das Reiben von Haut an Haut bei einem Marathonlauf. Vom Rasieren bekommen viele Leute auch so schon Pickel an jenen Stellen. Haare sind also keinesfalls unhygienisch, sondern nuetzlich. Das ist auch etwas, was viele medial gehirngewaschene Leute scheinbar nicht wissen, die blind nachbrabbeln, was ihnen irgendein "Trendsetter" ueber unhygienisches Koerperhaar erzaehlt.

    Ich bin allerdings empfindlich, wenn mein schwarzes 200EUR-Keyboard auf einigen Tasten nach einigen Monaten glaenzt wie eine Speckschwarte, weil sich beim Gamen und Tippen die matte Oberflaeche abnutzt oder man an den glaenzenden Stellen der mattschwarzen Maus erkennen kann, wo die Finger normalerweise liegen. Das passiert leider auch, wenn man sich jede Stunde die Hande waescht. Habe ich ausprobiert bevor ich auf die Handschuhe kam.
    Keine Ahnung, wer die glorreiche Idee hatte hoeherwertige Tastaturen und Maeuse saehen nur in schwarz gut aus. Ich haette sie lieber in Office-Beige gehabt. Da sieht die Tastatur auch nach 10 Jahren noch gut aus. Selbst mit Staub auf den Tasten. ;-)

  13. Re: Und wo ist der Stift?

    Autor nOOcrypt 09.12.11 - 20:38

    BigRed schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nOOcrypt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenige, auch wenn ich momentan zum Kommentieren weder Tastatur noch Maus
    > > nutze (> Tablet mit Schrifterkennung). Wenn ich an meinem Gaming-Rechner
    > > mit Tastur und Maus zocke trage ich duenne Baumwoll-Handschuhe, weil ich
    > es
    > > hasse, wenn z.B. im Sommer die Tasten oder die Maus speckig werden. Da
    > > leidet die Praezision im Spiel darunter und bei einer matt gummierten
    > Maus
    > > oder einer mattschwarzen Tastatur mindern speckige Stellen dann auch
    > noch
    > > den Wiederverkaufswert. Das passiert mit Handschuhen nicht.
    >
    > Ich versuche mir das gerade bildhaft vorzustellen...
    >
    > Aber es gibt jetzt neuestens eine echte Alternative dazu: Seife + Wasser.
    > Täglich mehrmals angewendet funktioniert das ziemlich gut.
    > ;-)
    > *SCNR*

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