Schon vor Wochen habe ich Steve Jobs einen Einzeiler-Bugreport* geschickt (On MacBook Pro 7,1 (13.3") AHCI in *non-EFI* mode is broken. Will there be a fix in near future?)
Aber das Firmware-Update lässt auf sich warten ...
*) Steve Jobs (bzw. das Team hinter seiner Adresse sjobs@apple.com) liest und beantwortet nur einzeilige E-Mails.)
Was ist denn dein genaues Problem?
Ich möchte Linux installieren und die NVIDIA-Treiber nutzen. Letztere benötigen Zugriff auf das Video-BIOS, also muss im non-EFI Modus gebootet werden, z. B. mit grub.
Im non-EFI Modus funktioniert bei aktuellen MacBooks das AHCI nicht, man bekommt Linux derzeit nur mit einen Hack des Generic-SATA-Treibers gebootet. Damit konnte ich Linux auf einer externen Festplatte installieren.
Mit Generic-SATA muss man aber auf die Vorteile von AHCI verzichten, wie z. B. NCQ. Immerhin ist das Generic-Interface dennoch hinreichend schnell (ca. 250 MByte/s lesend und schreibend mit SSD), so dass man das Fehlen von NCQ nicht wirklich bemerkt. Unschön ist dieser Workaround aber dennoch, besonders in der ansonsten perfekten Welt von Apple.
Pikant ist, dass sowohl der fehlerhafte ACHI-Controller (ein MCP89) als auch der Video-Chip (GeForce 320M) von NVIDIA stammen. Aber das Firmware-Problem muss wohl Apple lösen, ggfs. in Zusammenarbeit mit NVIDIA.
Es gibt noch weitere Probleme mit dem MacBook Pro-BIOS, z. B. wird ohne EFI nur auf der eingebauten Platte nach bootfähigen Partitionen gesucht. Das ist dumm, wenn man Linux auf eine externe Festplatte installieren will.
Abhilfe: Grub und den Kernel (also die /boot-Partition, die zu diesem Zweck separat angelegt werden muss) in die freie Alignment-Partition installieren, sie ist zum Glück dafür groß genug.
rEFIt braucht man trotzdem, um die GPT und die normale Partitionstabelle synchron zu halten.
Noch komplizierter ist die Installation von Windows XP auf einer externen Festplatte. Dafür waren wirklich üble Tricks nötig. Deshalb beschreibe ich das hier nicht.
Na wenn du Linux auf deinem MacBook installieren willst, wird Apple sicherlich alles dran setzen den Fehler zu fixen *SCNR* (oder gibts auch Probleme mit OSX?)
Nicht wenige Benutzer von Apple-Hardware installieren Linux, und Apple sollte Bugreports von dieser Gruppe besonders aufmerksam beobachten.
Schließlich sind die meisten davon Experten und damit "Opinionleader" in ihrem gesellschaftlichen Umfeld. Und Apple will seinen Ruf als Lieferant hochwertiger Hardware sicher nicht beeinträchtigen.
Dafür müssen offensichtliche Fehler behoben werden. Mac OS X ist von diesem Problem nicht betroffen, wohl aber Linux und Windows. Und zumindest Windows wird von Apple offiziell unterstützt.
"Opinionleader"-schaft und die Behauptung, dass viele Apple-User Linux installieren halte ich für eine Überzeichnung der Realität. Und zwar eine ganz schön dreiste!
Apple hat keinen alleinigen Ruf als Lieferant hochwertiger Hardware sondern einen Ruf als Lieferant hochwertiger, je nach Geschmack, Komplettsysteme. Die 0,4 Prozent Linuxuserschaft bei Apple sind denen doch komplett egal.
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