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Bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte

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  1. Bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte

    Autor NeverDefeated 05.07.12 - 15:47

    Ich bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte und ich deshalb seit 7 Jahren ein Tablet-Convertible (vollwertige Tastatur, Stift- und seit 2007 auch ungenutzte Multitouchfunktion) benutze, das ich mit dem Stift bedienen kann.

    Mit knubbeligen Fingerkuppen kann man weder mal eben eine präzise Skizze zeichnen noch in Schreibschrift mit sofortiger Schrifterkennung und -umwandlung auf dem Display schreiben (Bei den meisten Tablets verdeckt die Tastatur zur Schrifteingabe grosse Teile des Bildschirms. Das Problem kenne ich bei mir nicht.). Ich werde nie begreifen, was an einem Bedienungskonzept vorteilhaft sein soll, das einen zwingt den Bildschirm, auf dem man ja eigentlich ein brilliantes Bild sehen möchte, mit den eigenen Finger einzusauen und zudem noch zu verdecken (denn transparente Finger sind noch nicht erfunden).

    Insofern ist Microsofts Surface-Ansatz ein Schritt in die richtige Richtung was die Tastatur angeht, aber nicht, was die restliche Bedienung angeht. Da sollte Stiftbedienung das untaugliche Fingertouch-Konzept ersetzen.

    Ich habe 2005 meinen ersten Tablet-Convertible-Laptop gekauft und seit 2007 habe ich auch eine Multitouch-Funktion in meinen Tablet-Convertibles integriert, die ich bis heute kein einziges Mal ernsthaft genutzt habe. Keine Ahnung, was Leute an Fingertouch gut finden. Für mich ist das ein Bedienkonzept aus der Steinzeit.

    Mit dem induktiven Stift kann ich mein Laptop sogar berührungslos bedienen, da die Stiftposition schon durch einen Punk auf dem Display markiert wird bevor ich die Oberfläche berühre und ich durch Tasten auf dem Stift "Klicken" und damit Funktionen auslösen kann. Einen Flugsimulator kann man damit perfekt bedienen ohne auch nur den Bildschirm berühren zu müssen.
    Das ist vielleicht auch eine Funktion für die "Geistige-Unterschicht-Angeber-Fraktion", die mit ihren Geräten immer gleichdumme Konkurrenten "ausstechen" müssen, da es bei der Intelligenz eben nicht reicht. Ein iPad kann damit jedenfalls nicht konkurrieren.

    Ich habe es jedenfalls schon häufiger erlebt, das ich im Zug ein bisschen virtuell Flugzeug geflogen bin und beim Hochsehen erschreckt feststellen musste, dass sich diverse Leute die Hälse verrenkten um zu sehen was ich da auf meinem Bildschirm tue. Mir ist es eher peinlich, wenn mich Leute spielen sehen, da sowas gemeinhin unproduktiv und eher wenig lehrreich ist und daher eine typische Beschäftigung für "bildungsferne Schichten" darstellt, die ich lieber im Verborgenen ausübe. Aber ich denke als geistiger Unterschichtler, der viel Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht um sein schwaches Ego zu stützen, ist man damit unter seinesgleichen König.

    Andererseits wäre es natürlich nicht so vorteilhaft für mich, wenn demnächst all diese Leute mit Tablet-Convertibles herumliefen und andere Menschen mich dann wegen meines Tablet-Convertibles zu diesen Leuten hinzurechnen würden. Also verewige Deine Schmierfinger mal lieber weiterhin auf iPad-Displays, liebes Proletariat. ;-)

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  2. Re: Bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte

    Autor IvoKunadt 05.07.12 - 16:27

    Was soll man jetzt von deinem Post halten? Stifte für kapazitive Bildschirme gibts schon ewig.

    Außerdem muss ich nicht immer einen Stift rumführen den ich unbedingt brauche bei einem induktiven Display. Da habe ich immernoch meine Finger. Das achso schmierige Display reinige ich dann einfach mit dem Tuch was eh im Case dabei ist.

    Für Grafiker zweifelsohne super. Aber Schreib will ich mit so einem Stift auch nicht da kann ich auch das gut alte Papier verwenden oder eine Docking Tastatur (bin ich auch doppelt so schnell).

    Ps. Ich sehe auf meinem Pad fast alles auch wenn ich drauf rum tippe. Kein Entwickler denkt an globige Hände in form von Pranken

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  3. Re: Bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte

    Autor NeverDefeated 05.07.12 - 17:38

    IvoKunadt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was soll man jetzt von deinem Post halten? Stifte für kapazitive
    > Bildschirme gibts schon ewig.

    Touchscreens gibt es länger und ich schreibe ja auch, dass ich schon 2005 mein erstes Tablet-Convertible mit Stiftbedienung gekauft habe. Neu ist diese Technik also mit Sicherheit nicht. Aber selbst wenn es Touchscreens erst seit gestern gäbe, wäre das Bedienkonzept für das sie stehen trotzdem steinzeilich gegenüber dem Konzept des induktiven oder kapazitiven Stiftdisplays.

    > Außerdem muss ich nicht immer einen Stift rumführen den ich unbedingt
    > brauche bei einem induktiven Display. Da habe ich immernoch meine Finger.
    > Das achso schmierige Display reinige ich dann einfach mit dem Tuch was eh
    > im Case dabei ist.

    Mal abgesehen davon, dass mein Gerät ja "für Notfälle" auch einen Touchscreen und eine Tastatur mit Mausersatz hat (dessen Treiber ich aber erst wieder aktivieren müsste um ihn benutzen zu können ;-) ):

    Der Stift steckt bei mir im Gerät selbst und springt auf Knopfdruck in meine Hand. Zudem spare ich mir damit die Zeit mit einem Mikrofasertuch die glänzenden Fingerabdrücke aus meiner bläulich-violetten Displayentspiegelung zu polieren und diese dabei möglicherweise abzunutzen. Und wie gesagt ich kann damit sofort etwas skizzieren und per Schriftarterkennung schreiben, ohne dass ich mein Display aus den Augen verliere oder es gar durch eine breite Bildschirmtastatur verdeckt würde.

    > Für Grafiker zweifelsohne super. Aber Schreib will ich mit so einem Stift
    > auch nicht da kann ich auch das gut alte Papier verwenden oder eine Docking
    > Tastatur (bin ich auch doppelt so schnell).

    Ich habe mir das Tablet-Convertible damals auch nicht zum Fotos bearbeiten oder im Flugsimulator fliegen gekauft (obwohl es dazu hervorragend geeignet ist), sondern eigentlich um Gedanken unterwegs eben mit etwas Text und einer Skizze festhalten zu können, also etwas, was jeder PDA und erst recht jedes Tablet können müsste/sollte.

    Eine vollwertige Tastatur habe ich ebenfalls (sogar immer dabei und nicht zu Hause wenn ich sie gerade im Flugzeug/Hotel bräuchte) und ob Du nun nicht mit einem Stift schreiben willst und stattdessen zusätzlich zu Deinem Tablet eine Zettelsammlung mit Dir herumschleppst, wie ich mit 15"-Laptop und Zetteln vor 2005, das bleibt natürlich Deinen Vorlieben überlassen. Ich habe heute keinen Bock mehr abends dazusitzen und Zeichnungen von Zetteln in den Rechner zu übertragen, wie ich das damals gemacht habe. Die Zeit kann ich heute besser nutzen.

    > Ps. Ich sehe auf meinem Pad fast alles auch wenn ich drauf rum tippe. Kein
    > Entwickler denkt an globige Hände in form von Pranken

    Wenn Du zum Tippen die Bildschirmtastatur nimmst siehst Du selbst ohne Hände kaum noch etwas vom Display und je nachdem wo der "Knopf" auf dem Display liegt, den du betätigen willst, deckst Du selbst mit einem dürren Frauenhändchen grössere Teile des Displays ab, während man einen dünnen Stift weit hinten fassen und mit ihm auf das Display tippen kann. Einen Flugsimulator möchte ich mit Fingertouch auch nicht bedienen. Da sehe ich beim Steuern nichts mehr von meinen Cockpitanzeigen. ;-)

    Man kann halt auch mit einem Missstand leben. Aber warum sollte man das tun? Mein Tablet von 2007 gibt es (sogar mit Multi-Touch neben der Stiftbedienung) heute vermutlich für 250EUR als Gebrauchtgerät in der Bucht und das Teil sticht ein iPad auch heute noch, und das nicht nur im Bedienungskonzept und der Prozessor/Grafikleistung, um Längen aus. Es hat nämlich z.B. eine 500GB Platte und einen ohne das Gerät ausschalten zu müssen wechselbaren Akku. Dazu ist man bei der Softwareauswahl nicht auf Gedeih und Verderb einem einzelnen Konzern ausgeliefert. Auf meinem Tanblet-Convertible läuft derzeit Windows (allerdings nicht mehr das vorinstallierte Win 7 Ultimate, sondern Vista Ultimate, weil mir das abgespeckte und für Anfänger zurechtgeschnittene Windows 7 nicht gefiel), dazu Debian GNU Linux (meine Hauptarbeitsumgebung) und MacOS (damit ich beim Bedienen von Betriebssystemen für Anfänger nicht aus der Übung komme und Bekannten, die Apple-Rechner haben, bei Problemen helfen kann).

    Zudem nehme ich anhand des "Carrier IQ"-Skandals auf Android-Smartphones an, das Apple irgendwas vergleichbares auf iOS versteckt und man es nur deshalb noch nicht gefunden hat, weil iOS eben "closed source" ist und es daher schwer ist, einen Einblick in das System zu bekommen. Ich vertraue nur Software deren Quellcode ich mir ansehen kann bevor ich sie daraus kompiliere und installiere.

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  4. Re: Bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte

    Autor ObiWan 06.07.12 - 02:08

    NeverDefeated schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > ... schwer ist, einen Einblick in das System zu bekommen. Ich vertraue
    > nur Software deren Quellcode ich mir ansehen kann bevor ich sie daraus
    > kompiliere und installiere.


    Wie viele Zeilen hat Androide-Source-Code nochmals?

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  5. Re: Bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte

    Autor dasRudi 06.07.12 - 09:08

    Ich vertraue nur Software deren Quellcode ich mir ansehen kann bevor ich sie daraus kompiliere und installiere.

    Achja.... Windows ist ja OpenSource.... Is klar... ;)

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  6. Re: Bin froh, das Gates die Tablet-Idee vorher hatte

    Autor NeverDefeated 06.07.12 - 14:59

    ObiWan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NeverDefeated schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > ... schwer ist, einen Einblick in das System zu bekommen. Ich vertraue
    > > nur Software deren Quellcode ich mir ansehen kann bevor ich sie daraus
    > > kompiliere und installiere.
    >
    > Wie viele Zeilen hat Androide-Source-Code nochmals?


    Da ich kein Handy oder Fingertouch-Tablet habe und daher keinen Grund Android nach unliebsamen Funktionen zu durchsuchen, habe ich mir den Android-Quellcode nie besorgt. Mein selbst modifizierter Linux Kernel hat momentan 14.696.237 Codezeilen.

    Du musst Dir das Suchen nach Backdoors im Code aber nicht so vorstellen, dass man den gesamten Quelltext Zeile für Zeile durchgeht. Man lässt den Rechner den Code nach bestimmten Funktionalitäten durchsuchen und überprüft nur die Funktionalität der gefundenen Textstellen genau.


    dasRudi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vertraue nur Software deren Quellcode ich mir ansehen kann bevor ich
    > sie daraus kompiliere und installiere.
    >
    > Achja.... Windows ist ja OpenSource.... Is klar... ;)

    Habe ich je behauptet, dass ich Windows vertraue? Der einzige Windows-Rechner, der bei mir überhaupt Verbindung zum Internet hat, wird lediglich zum Spielen oder Testen von Windows-Programmen aus dem Internet verwendet. Der hat keinerlei Daten von mir auf der Festplatte, noch hat er Verbindungen zu anderen Rechnern. Sogar Screenshots aus Spielen werden von dem herunterkopiert und meinen richitgen Namen habe ich an dem noch nie eingegeben. Registriert ist das Windows vom Hersteller. Daher kann man nicht mal aus der Registrierung Rückschlüsse auf mich ziehen.
    Zusätzlich ist die Platte, wie bei allen Rechnern die ich besitze, komplett verschlüsselt, so dass auf dem Rechner, sobald er einmal ausgeschaltet ist, niemand niemand ausser mir mehr irgendwelche Daten retten oder betrachten kann.

    Du siehst also, dass ich Windows in keinster Weise vertraue.

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