Googelt mal per Bildersuche nach: "olympiade 1972 münchen piktogramme"
Weil ja immer behauptet wird, das Metro Design währe so modern!
4 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.12 16:49 durch motzerator.
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motzerator schrieb:
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> Googelt mal per Bildersuche nach: "olympiade 1972 münchen piktogramme"
>
> Weil ja immer behauptet wird, das Metro Design währe so modern!
Sieht garnicht wie Metro aus.. bad troll is bad!
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> motzerator schrieb:
>> Googelt mal per Bildersuche nach: "olympiade 1972 münchen piktogramme"
>> Weil ja immer behauptet wird, das Metro Design währe so modern!
> Sieht garnicht wie Metro aus.. bad troll is bad!
Klar doch, ich meine die orange Broschüre mit den hellblauen Kacheln,
die bei mir an zweiter Position in der Bildersuche auftaucht.
Blaue Kacheln, weiße Piktogramme drauf, Anordnung wie bei Metro.
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Und weil ja immer behauptet wird, Metro sei nichts besonders und häßlich:
"Otl Aicher, eigentlich Otto Aicher, (* 13. Mai 1922 in Ulm; † 1. September 1991 in Günzburg) war einer der prägendsten deutschen Gestalter des 20. Jahrhunderts und genoss große internationale Anerkennung."
So viel zur Verknüpfung Metro und Müncher Piktogramme.
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Simples Design war noch nie neu. Keine Ahnung was hier das Problem ist. Modern bedeutet ja nicht das gleiche wie "nie da gewesen".
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> Und weil ja immer behauptet wird, Metro
> sei nichts besonders und häßlich:
Ja damals wurde aber wenigstens kein Farbliches
durcheinander erzeugt und es ergab sich ein klares
Ordnungsprinzip.
> So viel zur Verknüpfung Metro und Müncher Piktogramme.
Die Piktogramme waren damals modern.
Aber Metro ist es eben nicht weil es das
Kozept mit Kacheln und Piktogrammen
schon lange gab.
Damals wurde es auch besser umgesetzt.
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> Simples Design war noch nie neu.
na ich denke schon, das es damals etwas neues war.
oder hast Du eine idee worauf sich das Olympia Design
wiederum stützen könnte... ?
> Keine Ahnung was hier das Problem ist.
> Modern bedeutet ja nicht das gleiche wie "nie da gewesen".
Das Problem stammt aus anderen Themen, da wird
immer mal wieder behauptet, Metro währe so modern
und der Desktop so altmodisch, so voll 90ies... :)
Und da fand ich es schon mal interessant zu sehen,
das das Metro Konzept so absolut 70ies ist.
Wobei ich es damals in München schick fand, weil
es da klar uns übersichtlich präsentiert wurde.
Microsoft hat ja noch die breiten kacheln hinzugefügt,
sowie eine farbliches Durcheinander ohne Ordnungs-
konzept hinter den Farben.
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motzerator schrieb:
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> Die Piktogramme waren damals modern.
> Aber Metro ist es eben nicht weil es das
> Kozept mit Kacheln und Piktogrammen
> schon lange gab.
modern hat nichts mit neu zu tuen.
Manche Sachen kommen immer wieder in Mode und werden deswegen auch immer mal wieder modern.
Übrigens findest du heute in UBahn (deswegen auch "Metro") auf Flüghäfen (auch auf modernen!) überall Piktogramme die Metro sogar noch viel mehr ähneln.
Da musst du nicht irgendwelche Piktogramme aus anno dazumal ausgraben.
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Dann googel doch mal per Bildersuche nach "mondrian composition 1930"
Und jetzt halt dich fest! Es gibt ein Windows Phone namens "HTC Mondrian"; das ist der Wahnsinn schlechthin, oder?
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motzerator schrieb:
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> Googelt mal per Bildersuche nach: "olympiade 1972 münchen piktogramme"
>
> Weil ja immer behauptet wird, das Metro Design währe so modern!
Tja und gerade die 72er Piktogramme von Otl Aicher sind absolut zeitlos und sind selbst heute noch in allen möglichen Bereichen die klare Referenz, wenn es um solche Symbolik geht.
Aber für dich ist das bestimmt schon deshalb 1:1 übernommen, weil weisse Symbole auf farbigen Vierecken zu sehen sind....
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Das innovative oder moderne der Metro-Designsprache liegt z.B. darin Gestaltungselemente aus dem Printbereich funktional einzusetzen. So wird z.B. bei Windows Phone der Scrollbalken durch Anschnitt und mitbewegende Überschriften und Bilder symbolisiert.
Dass die Rückbesinnung zu content before chrome bei MS mit einer Wiederaufnahme des klassischen Swiss Designs daher kommt, hat nix mit Retro zu tun. Zu jeder Zeit existiert eine große Menge an Stilrichtungen und Swiss Design ist ähnlich wie die Schule des Bauhaus konstruktivistisch geprägt und setzt damit vorallem Form und Farbe ins Zentrum. Swiss Design und die Lehren des Bauhaus sind seit Jahrzehnten allgegenwärtig.
Die Verlaufs-, Schlagschatten- und Relieforgien der letzten 10 Jahre waren nie wirklich gutes Design. Weder bei Apple, Microsoft oder Android.
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> Zu jeder Zeit existiert eine große Menge an Stilrichtungen und Swiss
> Design ist ähnlich wie die Schule des Bauhaus konstruktivistisch ge-
> prägt und setzt damit vorallem Form und Farbe ins Zentrum.
Nun die Farbe hat aber bei Metro keinerlei Funktion, was schade ist.
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motzerator schrieb:
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> > Simples Design war noch nie neu.
>
> na ich denke schon, das es damals etwas neues war.
> oder hast Du eine idee worauf sich das Olympia Design
> wiederum stützen könnte... ?
Da kann man in der Kunsthistorie extrem weit ausholen. Ich will aber zunächst im 20. Jahrhundert bleiben. Was du als "Olympia Design" bezeichnest bezieht sich auf die Reduktion der Gestaltung auf seine Grundelemente. Damit ist es direkt mit der Gestaltungsphilosphie des Behauses (1919-1933) verwandt, welche ihre Wurzeln wiederum im Konstruktivismus findet, welcher sich wiederum aus dem Suprematismus abgeleitet hat usw.
Vorallem der Einsatz der Grundformen und Primär- bis Sekundärfarben prägen diese Stilrichtungen. Der vollflächige Einsatz und der Verzicht auf Plastizität. Immer mit dem Ziel der Reduktion auf das wesentliche. Heute finden wir diese Gestaltungsphilosphie in unzähligen Erzeugnissen von Zeitschriften, Webseiten bis hin zu Möbeln, Häusern und Computern von Firmen wie z.B. Apple. Um nur wenige Beispiele zu nennen.
Wenn wir noch etwas weiter zurück blicken, dann können wir bereits bei Höhlenmalereien klare Parallelen zu diesen Piktogrammen entdecken:
Das "neue" an Metro ist die gestalterische und konzeptionelle Konsequenz in Verbindung mit einer GUI im Einklang einer gezielten UX. Die Gestaltung von Metro spiegelt nur das dahinter liegende Konzept wieder: Reduktion auf das wesentliche.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.12 21:37 durch redmord.
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Ich find Metro auch richtig modern. Ist halt mal was anderes.
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Wenn auch nur einen Fall finden solltest, in dem Farbe keine Funktion hat, kannst du eine Professur für Kunst annehmen. Farbe hat immer Funktion. Es gibt nichts in der Gestaltung, was wir nicht eine Funktion beimessen können.
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motzerator schrieb:
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> Googelt mal per Bildersuche nach: "olympiade 1972 münchen piktogramme"
>
> Weil ja immer behauptet wird, das Metro Design währe so modern!
google mal "braun design apple", dann weisst du was altmodisch ist.
http://gizmodo.com/343641/1960s-braun-products-hold-the-secrets-to-apples-future
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kaputt schrieb:
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> google mal "braun design apple", dann weisst du was altmodisch ist.
> gizmodo.com
Hey, jeder weiss doch dass Apple sich nur "inspirieren" lässt, wohingegen alle anderen "klauen". ;)
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motzerator schrieb:
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> Googelt mal per Bildersuche nach: "olympiade 1972 münchen piktogramme"
Altmodisch? Oder zeitlos? Die Olympiade 72 hat mit ihrer visuellen Gestaltung von Otl Aicher in Sachen Corporate Identity Maßstäbe gesetzt, die auch heute noch sehr aktuell sind. Sieh dich z.B. auf einem beliebigen Flughafen um und du wirst IMMER auf von Otl inspirierte Piktogramme stoßen.
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin
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syntax error schrieb:
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> Hey, jeder weiss doch dass Apple sich nur "inspirieren" lässt, wohingegen
> alle anderen "klauen". ;)
"Real artists ship." ;)
Klar, sowohl Apple als auch Microsoft "klauen" quasi wie die Raben. Der Unterschied ist IMO wann, von wo und zu welchem Zweck sie sich "inspirieren" lassen.
Was es von Apple "neues" zu sehen gibt, gab es zuvor oft außerhalb der Branche oder halt in Konzepten, Prototypen oder weitgehend unbekannten Produkten. Daraus wird dann mit viel Detailversessenheit und möglichst konsistent ein tatsächliches Produkt geschnitzt. Dabei spielt die Auswahl eine sehr große Rolle, da sich die Produkte in der Regel an einen sehr breiten, nicht unbedingt technikaffinen Kundenkreis richten, der das in Verbindung mit Computer- oder Multimediatechnologie noch nicht kennt und grundsätzlich mißtrauisch gegenüber allem neuen ist.
Microsoft ist da wesentlich konservativer. Man orientiert sich primär an bereits existierenden, erfolgreichen Produkten der Branche und versucht, sie in das eigene Umfeld zu integrieren. Das funktioniert auch oft ziemlich gut, ist aber quasi der einfachere Weg. Das größte Problem dabei ist, dass bei MS so viele Interessen aufeinandertreffen (und es keine oberste Instanz gibt - auch Ballmers "Macht" ist begrenzt, im Gegensatz zu der eines Jobs damals), dass die Ergebnisse oft furchtbar inkonsistent werden. Weniger Symbolleisten! Nein, Ribbons! Mehr Aero! Nein, Metro! Metro! Nein, wechseln zu Classic! Arm! Nein, Intel!
Beispiel:
Warum GUI mit Icons und Mouse?
Apple: Weil im Labor ein Konzept gesehen.
Microsoft: Weil bei Apple in einem erfolgreichen Produkt gesehen.
Warum Smartphone mit Apps und möglichst einfach, wenn dafür auch eingeschränkt?
Apple: Weil irgendwelche unbekannten Konzepte gesehen.
Microsoft: Weil bei Apple und Google in erfolgreichen Produkten gesehen.
Xbox, Bing, Windows Phone, Windows 8, Office usw.: Alles keine an sich schlechten Produkte, aber stets nach dem Motto "Die haben Erfolg damit, also können wir das auch machen!". Manchmal funktioniert das sehr gut (Xbox), manchmal wird es auch ein totaler Reinfall (Zune).
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