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In 5 Jahren

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  1. In 5 Jahren

    Autor tingelchen 04.03.11 - 12:40

    leben wir heute also im Mittelalter. Da lehnt sich aber einer recht weit aus dem Fenster. Hoffentlich fällt er dabei nicht aus selbigen ;)

    5 Jahre sind in der Hardwareindustrie (im IT-Sektor) zwar viel Zeit, jedoch in Bezug auf Software sieht die Sache doch ganz anders aus. Die PC's werden wir auch in 5 Jahren noch bevorzugt mit Maus und Tastatur bediehnen, die Konsolen mit Gamepeds (inkl. diverser Lage und Beschleunigungssensoren) und Tablets/SmartPhones mit den Fingern.

    Dabei werden die heute bestehenden Bediehnkonzepte nach wie vor bestand haben. Es wird sicherlich das ein oder andere neue Konzept hinzu kommen. In der Grunstruktur wird man jedoch die bestehenden lediglich verfeinern und aufpolieren.

    Software entwickelt sich schlicht nicht so schnell wie die Hardware.


    Gleiches gilt für die sprachsteuerung. Zwar findet man diese immer öfter in diversen bereichen. Ich hab allerdings noch nie erlebt das die Sprachsteuerung (im Konsumerbereich) gut funktioniert hat. Schon gar nicht, wenn Nebengeräusche existieren.
    Von daher wird die Sprachsteuerung, für den Massenmarkt, wohl noch ein paar Jahre länger als 5 Jahre auf sich warten lassen ;)


    Soviel aus meiner Glaskugel.

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  2. Re: In 5 Jahren

    Autor AndiEh 04.03.11 - 13:04

    Ich glaube auch nicht an volle Busse, in denen jeder mit seinem Smartphone spricht, um Programme zu bedienen oder im Web zu surfen.

    Selbst wenn es technisch möglich werden sollte, den individuellen Nutzer und die Sprache zu erkennen, wird das höchstens im stillen Kämmerlein genutzt.

    Ich sehe eher die Entwicklung in Richtung Minitabletts, die noch in die Jackentasche passen, die gleichzeitig als E-Reader fungieren und über innovative Headsets in der Größe des kleinsten Hörgerätes, als Telefon genutzt werden können.
    Dafür ist dann auch eine Sprachsteuerung ideal.

    Das wird aber keine Notebooks ablösen, sondern nur als Ergänzung genutzt werden.
    Denn längeres produktives arbeiten ist mit ihnen nicht möglich.

    Ich finde die Idee, dass man sein Smartphone mittels einer Docking Station in ein Laptop verwandelt, eigentlich bestechend. Wenn die Leistung weiter so steigt, wird das sicher eine Möglichkeit für alle sein, die keine Spitzenleistung aber einen großen Bildschirm und eine Tastatur benötigen.

    Gruß
    Andi

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  3. Re: In 5 Jahren

    Autor nie (Golem.de) 04.03.11 - 13:13

    Wenn man das mal auf die Smartphones rückrechnet: Ich hätte mit 2002 auch nicht vorstellen können, dass es 2007 etwas wie das damals erschienen iPhone geben würde. Gemeint ist hier die Touch-Bedienung.

    Vielleicht schaffen solche Sprünge ja auch endlich mal die PCs, wer weiß? ;)

    Nico Ernst
    Redaktion Golem.de

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  4. Re: In 5 Jahren

    Autor flasherle 04.03.11 - 13:16

    Stimmt den die Touch bedienung ist der eigentliche rückschritt ins mittelalter...

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  5. Re: In 5 Jahren

    Autor p14nk41ku3hl 04.03.11 - 13:23

    Sehen das "Flash-Designer" so?

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  6. Re: In 5 Jahren

    Autor Trollversteher 04.03.11 - 13:25

    >Stimmt den die Touch bedienung ist der eigentliche rückschritt ins mittelalter...

    Für Entwickler und Anwender aus der Steinzeit vielleicht...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.03.11 13:25 durch Trollversteher.

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  7. Re: In 5 Jahren

    Autor tingelchen 04.03.11 - 13:51

    SmartPhones kommen jetzt schon an die Leistung günstigerer Notebooks heran. Auch was die Grafikleistung angeht. Eine Docking Station, integriert in einem Flat Panel in kombination mit Web Services könnte den PC im Büroaltag komplett Sinnlos werden lassen.


    Den Sinn von Minitablets für die Tasche versteh ich allerdings nicht. Der Sinn eines Tablet PC's ist ja, das man ein ausreichend großes Display in einem noch handlichen und leichtem Gerät hat. Z.B. praktisch für die Inventur im Lager oder einfach nur zum surfen auf der Couch.
    Wenn das Gerät aber wieder so klein wird, das es in die Tasche passt, dann hat es doch wieder SmartPhone größe? Oder meinst du eher Handtaschenformat? Ich denke allerdings das ein Tablett mit 7" Display schon jetzt in eine Frauenhandtasche passt ;)

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  8. Re: In 5 Jahren

    Autor Dragonrage 04.03.11 - 13:52

    Ich frage mich auch wie er sich das vorstellt.
    Die einzig vernünftig Sprachssteuerungssoftware ist doch Dragon Natural Speaking am PC und selbst die funktioniert heute noch nicht besonders gut, trotz das seit Jahren daran gefrickelt wird.

    Gestensteuerung könnte ich mir wiederum gut vorstellen. Das könnte gut funktionieren dank Kinect und Co.

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  9. Re: In 5 Jahren

    Autor t3d_et 04.03.11 - 13:56

    Damit Spracheingabe und Simultanübersetzung funktionieren, braucht es künstliche Intelligenz, welche die Inhalte versteht.

    Das kann jeder selbst ausprobieren. Man versuche einmal aufzuschreiben was in einer fremden Sprache spricht z. B. Chinesisch - keine Chance.

    Die derzeitige Spracherkennung basiert meines Wissens auf der Erkennung von Phonemen, die dann noch mit einer Wortdatenbank abgeglichen werden, grosse Sprünge sind da nicht zu erwarten, Perfektion ist so unmöglich, insbesondere wenn jemand undeutlich oder mit Akzent spricht, oder viele Fremdwörter gebraucht, oder Fehler macht - ein Mensch, der die Sprache versteht, kann das korrigieren, eine Maschine die nicht versteht nicht.

    --


    Ja, habe vor 10 Jahren auch nicht gedacht, dass es einmal Smartphones mit Touch-Bedienung geben wird. Aber Spracherkennungssoftware die nicht funktioniert hat, gab es damals schon, in dieser Hinsicht hat sich nicht viele getan und wird auch in den nächsten fünf jahren kein Durchbruch stattfinden.

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  10. Re: In 5 Jahren

    Autor AndiEh 04.03.11 - 14:17

    Sorry für die Verwirrung, mit Tasche meinte ich Anzug-Innentasche. Also so in etwa Brieftaschengröße.

    Ich denke viele Käufer eines Tablets werden bald merken, dass es doch zu groß ist, um es überall hin mit zu nehmen und zu unpraktisch, um es als Laptop Ersatz zu nutzen.

    Wenn es aber endlich ein vernünftiges Verleih oder Kaufmodell für E-Books gäbe, könnte ich mir schon vorstellen, auch E-Book Reader um zu steigen. Aber erst, wenn die Displays in Farbe sind, die selbe Leistung wie Smartphones bieten, und überall lesbar sind.

    Im Moment bräuchte man ja noch zwei Geräte.

    Gruß
    Andi

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  11. Re: In 5 Jahren

    Autor SirTux 04.03.11 - 14:19

    http://www.youtube.com/watch?v=v9kTVZiJ3Uc

    immerwieder schön :)

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  12. Re: In 5 Jahren

    Autor irata 04.03.11 - 14:41

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leben wir heute also im Mittelalter. Da lehnt sich aber einer recht weit
    > aus dem Fenster.

    Stimmt doch:
    Das Mittelalter war ein Zeitalter des Fortschritts (auch wenn die Allgemeinheit was anderes glaubt, aber Glaube und Wissen stimmen nicht immer überein).

    Sprachsteuerung? Echtzeitübersetzung? Alles klar.
    In den 50ern/60ern ist man auch davon ausgegangen, dass Spracherkennung und KI in fünf bis zehn Jahren möglich sein wird.
    Aus damaliger Sicht auch verständlich, weil man nicht gleich erkannte, dass Sprache sehr sehr sehr viel komplexer ist, als die reine Lauterkennung und Analyse.
    Heute sollte man da schon etwas schlauer sein, und sich eingestehen, dass sich das Thema noch im Embryostadium befindet - und ohne solider KI vermutlich auch nie funktionieren kann.

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  13. Re: In 5 Jahren

    Autor dumdideidum 04.03.11 - 14:54

    Ich glaub nicht nur die Touchbedienung ist etwas, das man sich anfang der 2000er noch nicht in diesem Ausmaß vorstellen konnte (die Dinger gabs ja trotzdem schon nur eben mit Stiftbedienung).

    Aber wenn man die letzten 20 Jahre zurückblickt, dann stellt man fest, dass es handykameras z.b. erst seit knapp 9 Jahren gibt, DSL im Haushalt etwas um die 12 Jahre und damals auch noch weit unter 1000m/bit...mehrkernprozessoren, blu-ray, festplatte größer 100GB .... das alles ist erst in den letzten 8 jahren - 9 jahren entwickelt worden...mein erster PC aus 96 hatte ganze 420MB bei 66Mhz .... nur 15 jahre später hab ich knapp 7 Terabyte zu hause stehen...

    ..ich glaube nicht das es so unwahrscheinlich ist, dass es wieder etwas sensationelles neues gibt...jedoch wird man die Tastatur wohl nicht soooo schnell ablösen...was gibt es schon für alternativen außer der Spracheingabe, die, wie wir alle wissen, eher in den Kinderschuhen steckt...

    ...vllt. sollte man neuronale Schnittstellen schaffen und darüber die texteingabe erledigen...wozu erst sprechen, wenn man es doch denken kann.

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  14. Re: In 5 Jahren

    Autor Zingel 04.03.11 - 15:14

    Ich sehe das etwas anders.

    Der Schritt von Stiftbedienung zum Touch-Display ohne Stift ist für mich kein riesen Schritt. Vom Modem zu DSL ist die geschwindigkeit höher, und Kameras gab es schon immer in meinem Leben, halt seit 9 Jahren auch in Handys. Aber nichts hat mein Leben mit Computern Revolutioniert.

    Klar waren das alles Vortschritte, und aus technischer Sicht auch teilweise gravierende. Aber als Endanwender sehe ich keine Evolution seit meinen guten alten C64 zeiten, nur normalen Fortschritt. Den hat es aber überall im Leben gegeben, ohne dass wir verlauten lassen, wir hätten vor 10 Jahren im Mittelalter gelebt.

    Und Touchscreens sind als gimmik recht nützlich, aber als Programmierer, wo ich jeden tag 8 bis 10 Stunden vor meinem Rechner sitze, weiss ich Maus und Tastatur zu schätzen. Und versuch mal in einem Büro Sprachsteuerung, oder wenn du Musik hörst.

    Klar, Fortschritt wird es auch weiter geben, und das ein oder andere neue dabei heraus kommen, aber dabei schon von einer Evolution zu sprechen halte ich für absolut falsch.

    Bloß meine Sicht der Dinge.

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  15. Re: In 5 Jahren

    Autor AndiEh 04.03.11 - 15:39

    Doch es gibt einen revolutionären Entwicklungssprung.

    Die Informationsbeschaffung.

    Geh mal 20 Jahre zurück und überlege, was du hättest machen müssen, um an Informationen zu kommen, die heute nur einen Klick und ein paar Minuten Suche entfernt sind.

    Gruß
    Andi

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  16. Re: In 5 Jahren

    Autor Hello_World 04.03.11 - 15:41

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Entwickler und Anwender aus der Steinzeit vielleicht...
    Wieso? Bedienung über Touchscreens hat durchaus Nachteile, besonders bei Smartphones. Bisher hat mich noch bei jedem Smartphone-Browser genervt, dass die Links viel zu klein sind, um sie mit dem Finger zu treffen.

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  17. Re: In 5 Jahren

    Autor Der Held vom Erdbeerfeld 04.03.11 - 15:53

    irata schrieb:
    -----------------------------------------------------
    > Das Mittelalter war ein Zeitalter des Fortschritts
    > (auch wenn die Allgemeinheit was anderes glaubt,
    > aber Glaube und Wissen stimmen nicht immer überein).

    Dreist annehmend, dass Du das europäische Mittelalter meinst, kannst Du bei 1000 Jahren und einer räumlichen Ausdehnung von 10.180.000 km² kaum so pauschal von einem "Zeitalter des Fortschritts" sprechen. Der Ruck kam erst zum Ende des Mittelalters und war zu diesem Zeitpunkt auch längst noch nicht überall zu spüren ...

    ... was wiederum gut zur heutigen Situation der IT passt. ;-)

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  18. Re: In 5 Jahren

    Autor Prypjat 04.03.11 - 16:05

    dumdideidum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...vllt. sollte man neuronale Schnittstellen schaffen und darüber die
    > texteingabe erledigen...wozu erst sprechen, wenn man es doch denken kann.

    Das würde auf keinen Fall funktionieren. Warum? Weil wir ständig nur am Text korrigieren wären.
    Bei Männern würde der Text in etwas so aussehen: Finanzabschlußbericht für den Monat März. In der ersten Woche hat die Abteilung IKFM ... man hat die einen Geilen Arsch ... wo war ich stehen geblieben? Achso ja! Die Abteilung IKFM hat in der ersten Woche einen Umsatz von ... die würde ich am liebsten mal hier jetzt gleich aufm Schreibtisch nehmen. Verdammt! Konzentriere Dich, dass muss fertig werden, sonst reißt mir der Fettbäuchige Sack (aka Chef) am Montag den Arsch auf.

    Bei Frauen würde es dann so aussehen: Einkaufsliste! Butter, Brot, Milch ... ich brauche mal wieder Schuhe, am beste solche wie die Nachbarin hat ... ääh wo war ich? Ach bei Milch. Also Milch, Obst, Kohl, Tampons ... ich kann die Schuhe nicht kaufen, die Nachbarin sieht damit aus wie ne Schlampe. So will ich nicht rum laufen. Was sollen meine Kolleginen von mir denken?

    Natürlich ist das etwas Klischeehaft und überzogen dargestellt, aber so ähnlich würde das dann mit Gedankensteuerung aussehen.

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  19. Re: In 5 Jahren

    Autor syntax error 04.03.11 - 16:36

    AndiEh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst wenn es technisch möglich werden sollte, den individuellen Nutzer
    > und die Sprache zu erkennen, wird das höchstens im stillen Kämmerlein
    > genutzt.


    Über den Computer hat man auch mal gesagt "braucht kein Mensch und wird sich auch nicht durchsetzen" ;)

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  20. Re: In 5 Jahren

    Autor 0xDEADC0DE 04.03.11 - 16:37

    nie (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man das mal auf die Smartphones rückrechnet: Ich hätte mit 2002 auch
    > nicht vorstellen können, dass es 2007 etwas wie das damals erschienen
    > iPhone geben würde. Gemeint ist hier die Touch-Bedienung.
    >
    > Vielleicht schaffen solche Sprünge ja auch endlich mal die PCs, wer weiß?
    > ;)

    Ähm... "Touchbedienung" gab es schon vor dem iPhone, das sollte jemand der bei Golem Artikel verfasst eigentlich besser wissen. Natürlich kommmen "Touchscreen"-Monitore auch in den PC-Bereich. Doch zu welchen Preis? (Ja, das ist doppeldeutig gemeint).
    Selbst in 10 Jahren werden noch Tastatur und Maus das dominate Eingabesystem sein. Auch Gestensteuerung mit den Händen oder gar Körper & Co. wird ein Nischendasein haben. So etwas wird und kann sich nicht durchsetzen, das weiß jeder der schon mal 8 Stunden lang versucht hat vor dem PC mit Armen, Händen oder gar Füssen (Stepmania-Fans wissen was ich meine) rumzuhampeln. Nach ein paar Stunden ist allerhöchstens Schluss... ansonsten muss man schon super durchtrainiert sein. Das wäre also eher der Sport der Zukunft als das Allheilmittel...

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