Auf dem iPhone läuft Opera Mini native, weil es keine Java-Virtual-Machine besitzt.
Kann genauso gut so heissen:
"Auf dem iPhone läuft Opera Mini nativ, weil es keine virtuelle-Java-Maschine besitzt."
Ok, das mit dem nativ ist nachvollziehbar, aber Java-Virtual-Machine ist ein Eigenbegriff.
Wenn es ein Eigenbegriff ist, müßte man erstmal klären, ob es männlich, weiblich oder sächlich ist. Danach richtet sich dann, ob es "keinE" oder "kein" Java-Virtual-Machine heißt.
Ist wohl der Tatsache geschuldet, dass diese Meldungen oft aus dem englischen übersetzt werden.
Wenn dann wohl eher:
"Auf dem iPhone läuft Opera Mini nativ, weil es keine virtuelle Java-Maschine besitzt."
Da eine genaue Bestimmung des Geschlechts eines englischen Wortes oftmals sehr ungenau ist, ist es in vielen Fällen legitim, die deutsche Präposition zu wählen. In diesem Fall ist alles drei erlaub, machine kann sowohl die Machine, das Gerät als auch der Apparat sein. Da machine aber in diesem Fall mit Maschine übersetzt wird, ist die und somt keinE legitim.
Und Java Virtual Machine ist ein Eigenbegriff, der von Sun geprägt wurde für einen Teil des Javasystems.
Nee. Nur Java ist ein geschützter Eigenname. Virtuelle Maschine (or virtual machine, sächlich) ist die Informatikbezeichung für einen sog. Emulator, das ist ein Zwischensprach-Interpretierer. Dieser wurde zum erstenmal 1968 von Urs Amman und Niklaus Wirth für die Pascal-P-Code-Maschine entwickelt. Warum Maschine? Es erzeugt den Eindruck, als ob ein Rechner die höhere Programmiersprache versteht, und es läuft gleich ab, ohne vorher zu kompilieren, zu binden usw. Jedoch verbirgt sich eben doch ein Zwischensprachkompilierer "Java" dahinter, der Java sofort in den JVM-Bytecode übersetzt. Für diesen gibt es auf den meisten Maschinen eine VM. Insofern hat Golem recht, Java Virtual Machine heißt virtuelle Java-Maschine.
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