Also 300.000 verfügbare englischsprachige Titel sind für mich alles andere als "auf halbem Weg steckengeblieben". Natürlich ist die Umwandlung von PDFs und anderem etwas kompliziert - aber in 8 von 10 Fällen finde ich im Amazon-Kindle-Shop genau das Buch, das ich haben will. Wer etwa auf Sony-Reader und das Angebot von Libri zurückgreift, findet in 10 Fällen vielleicht gerade mal 2x das genau gesuchte Buch.
Kurz gefasst: Beim Kindle kann ich lesen, was ICH will, während ich bei anderen Readern meist das lesen muss, was mir angeboten wird - jetzt mal kostenlose E-Book-Archive ausgenommen. Und deshalb ist der Kindle für Leute, die englischsprachige Bücher lesen, derzeit einfach die beste Wahl.
Zur Handhabung: Das der Zurück-Button nur links vorhanden ist, fällt beim Lesen eigentlich kaum ins Gewicht - viel sinnvoller wäre ein dritter Vorwärts-Button oben am Gerät, weil ich den Kindle oft mit einer Hand oben halte - machen wohl die meisten auch mit Büchern. Außerdem vermisse ich schmerzhaft eine Uhranzeige oben am Display - bei elektronischen Hand-Devices erwartet man die heute einfach. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die einfache UMTS-Abschaltung mit nur einem Knopfdruck im Menü - das verlängert natürlich nicht nur den Akku, sondern schaltet auch die unnötige UMTS-Strahlung ab.
Was bei Kindle-Test oft ebenfalls zu schwach berücksichtigt wird, ist die Möglichkeit der kostenlosen Probekapitel - ich kann praktisch den ganzen Tag im Kindle-Shop stöbern, mir ein Probekapitel nach dem anderen runterladen und mich dann entscheiden... das ist grandios!
ich verstehe deine argutmente, und für jemanden der gut englisch kann ist das gerät sicher toll, aber für den "normalen" leser der irgentwann vom buch aufs e-book wechseln soll ist das gerät (vorallem für den preis) einfach blödsin.
wenn amazon mal einen großen deutschen e-book shop abietet oder auch andere anbieter rein lässt sieht das natürlich ganz anders aus.
also einen großen markt werden sie in der form sicher nicht erschließen.
kindle-user schrieb:
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> Und deshalb ist der Kindle für
> Leute, die englischsprachige Bücher lesen, derzeit einfach die beste Wahl.
Für englischsprachige vielleicht, für andere nicht.
> Vorwärts-Button oben am Gerät, weil ich den Kindle oft mit einer Hand oben
> halte - machen wohl die meisten auch mit Büchern.
Naja, die meisten halten ein Buch am unteren Rand mit dem Daumen oben und
der Handfläche auf dem Buchrücken/Einband. Das was Du beschreibst ist eher die legere Art ein Buch im Sommer liegend am Strand zu halten...
> Außerdem vermisse ich
> schmerzhaft eine Uhranzeige oben am Display - bei elektronischen
> Hand-Devices erwartet man die heute einfach.
Ein eInk-Gerät, welches auf Stromsparen ausgelegt ist, aber mit einer Uhr einen im Minuten-Takt sich zu ändernden Bereich im Display aktualisieren muss, wiederspricht dem Stromsparkonzept dieser Technologie.
...und dann gibt es mit Calibre (http://calibre.kovidgoyal.net/) auch noch er wunderbares, plattformunabhängiges (Linux, Windows, Mac) Programm zur Verwaltung und Konvertierung von EBooks jeglichen Formats. Das geht sogar soweit, dass man neben vorgefertigter Newsfeeds auch den Inhalt des eigenen Google-Reader-Accounts EBook-mäßig aufbereiten kann. Zugegeben ist das nicht Kindle-spezifisch.
das mit der uhr finde ich nicht so schlecht, so kann ich mich besser auf den text konzentrieren ;)
btw. die uhrzeit kannst, du jederzeit mit der menue-taste anzeigen lassen.
@maruda: danke, das hatte ich noch gar nicht mitgekriegt ;)
@boing: da hast du vollkommen recht, und ich hoffe das Amazon demnächst mal deutsche E-Books und Zubehör für den Kindle anbietet - auch im deutschen Shop.
@nuffy: das argument mit dem stromspar-prinzip und der uhr ist zugegebenermaßen nicht ganz von der Hand zu weisen... ;)
Super Kombi ist Calibre zum Umwandeln von PDFs, RTFs oder was auch immer in epub und dann mit Stanza auf iPhone oder iPod Touch lesen.
Gott wird persönlich vom Himmel herabsteigen um den nächsten Apple-Mist der erwähnt wird zu vernichten und in die Hölle zu verbannen damit der Teufel sich mit eBooks auf dem Minidisplay ärgern darf!
* The president is a duck? *
nuffy schrieb:
> Ein eInk-Gerät, welches auf Stromsparen ausgelegt ist, aber mit einer Uhr
> einen im Minuten-Takt sich zu ändernden Bereich im Display aktualisieren
> muss, wiederspricht dem Stromsparkonzept dieser Technologie.
Wie lange brauchst Du, um eine Seite zu lesen? Wahrscheinlich etwa eine Minute. Und dann könnte man beim Seitenwechsel auch eine Uhranzeige mit aktualisieren. Wenn das Display selektiv Pixel umschalten kann (und nicht immer gleich ganze Seiten erneuert), dann sollten ein paar Pixel für eine Uhrzeit so oder so keine Rolle spielen.
Kurz hatte ich mich auch mit dem Gedanken befasst, mir einen Kindle in den USA zu bestellen. Sinnvoll wirklich nur für englische Bücher, da in Deutschland dank der "lieben Buchpreisbindung" eBooks wohl auf absehbare Zeit auch nicht billiger werden als die jeweils günstigste Papierausgabe - es lebe das deutsche Verlagswesen, da sind ja die Apotheken mittlerweile noch eher in der Marktwirtschaft angekommen!
Aber zurück zum Angebot von Kindle-Books, ich habe mal eine kleine persönliche Stichprobe gemacht und die letzten von mir auf englisch gelesenen Autoren (ich lese Bücher englischsprachiger Autoren vorzugsweise in der Originalsprache) auf amazon.com unter der Rubrik "Kindle Store" gesucht - und von folgenden nur wenig bis gar nichts gefunden. Dazu gehören: Terry Pratchett, Orson Scott Card, Richard Morgan, Dan Brown, Anonymous: The Book without a name, Jonathan Franzen, Robert Harris, Matt Ruff, Douglas Adams. Mein Fazit: Für meinen Lesegeschmack ist das Angebot noch nicht breit genug.
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