Unter Windows kann man mit dem kostenlosen Tool RMclock auf dem E1312 die PowerNow-Funktionen des Prozessors nutzen. Damit passt sich die CPU-Taktfrequenz automatisch der Systemlast an: Bei richtiger Konfiguration sind insgesamt 8 P-States zwischen 800 und 1500 Mhz dynamisch nutzbar, d.h. im Ruhezustand läuft der Prozessor nur mit 800 Mhz und schraubt sich bei Bedarf in 100 Mhz-Schritten bis auf 1500 Mhz hoch.
Mit RMclock kann man den Prozessor außerdem undervolten, sogar in Abhängigkeit von der jeweiligen CPU-Frequenz.
Dadurch sinkt Strombedarf der CPU deutlich, was zu erheblich längeren Akku-Zeiten führt: Ohne Heruntertakten/Undervolten läuft die CPU ständig bei 1500 Mhz/1.050 Volt und verbraucht über 12 W.
Mit dynamischem Frequenz-Scaling schaltet sich die CPU im Leerlauf auf 800 Mhz / 0.800 Volt herunter und verbraucht unter 4 W. Nur wenn mehr CPU-Power nötig ist, geht die Taktfrequenz und die CPU-Voltage hoch (letzteres ist aus Stabilitätsgründen erforderlich). Bei mir hat das unter Windows zu Akkulaufzeiten von über 4 Std. geführt!
Unter Linux ist es leider etwas kompliziert. Das BIOS des E1312 erzeugt für den Sempron 210U keine vollständige DSDT-Tabelle, sondern generiert nur eine SSDT-Tabelle, die lediglich einen Powerstate defniert, nämlich 1500Mhz/1.500V... Es ist zwar möglich, die DSDT-Tabelle um weitere P-States zu ergänzen. Allerdings konnte ich damit bisher nur die CPU-Frequenz dynamisch regeln lassen, und zwar bei konstant 1.050V. Um auch die CPU-Spannung (VoltageID) zu ändern, müsste man die entsprechende AMD-typische Spezifikation kennen. Leider hat AMD diese für den Sempron 210U nicht frei zugänglich gemacht (NDA-Dokument...).
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