keine Ahnung wie die Herren und Damen Analysten darauf kommen. Fakt ist ja mal, dass ein EBook Reader nur für Menschen interessant ist, die auch gerne und viel lesen. Für den Gelegenheitsleser im Wartezimmer mag das Tablet reichen. Aber niemand der gerne ließt, wird das auf Dauer auf einem Tablet tun wollen. Fakt ist aber auch, das für jemanden der gerne und viel ließt ein EBook Reader gegenüber den Papierbücher einfach viel zu viele Nachteile bietet.
Was hat man denn als Vorteil gegenüber einem Papierbuch?
- weniger Gewicht, wenn ich in den Urlaub fahre... Punkt... Noch mehr?
Ansonsten gibt es nur Nachteile.. und die sind zum größten Teil auch noch von den Anbieter selbst zu verantworten sind:
- Bücher können nicht weiterverkauft werden
- Bücher können nicht verliehen werden
- Bücher kosten trotzdem kaum weniger als ein Print Buch
- ggfls. umständliches Gefrickel mit DRM (beim Kindle ja zum Glück nicht)
- inkompatibilität EPub, Kindle.. Kindle kann (will) kein EPub... alle anderen können (dürfen) kein Kindle
- mit an den Strand nehmen kann ich den teuren Reader nicht... ein Buch klaut keiner.. aber einen 150 EUR Reader?
Ich hatte ein paar Wochen einen EBook Reader... ich hab ihn wieder verkauft und setze weiterhin auf das gute alte Papier...
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Abgesehen von dem Gewicht ist es für mich auch der Komfort beim lesen. Wenn ich im Bett liege, sind beide Hände unter der Decke und das Gerät steht stabil, keine Seite blättert ungewollt. Wer hundert Seiten liest, kennt ansonsten die Ermüdungserscheinungen in den Armen - mit meinem nook brauche ich lediglich den Zeigefinger für die Wischgeste.
Das gern genannte Strandproblem halte ich für recht obsolet. Wenn ich tatsächlich mit Freunden ins Schwimmbad gehe, haben sowieso die meisten ihr Handy und einige ihren MP3-Player dabei. Selbst wenn ich den nook also mal nicht dabei habe, nutze ich dennoch ein Schließfach oder einer bleibt bei den Wertgegenständen. Portemonnaies kommen ja auch noch dazu.
Ansonsten: Verliehen werden können eBooks je nach Hersteller/Vertrieb durchaus und ausleihen tu' ich mir die Bücher ja auch über die Onleihe.
Die Inkompatiblität ist hier ein reines Apple-Problem. Bisher konnte ich damit noch jeden Interessen im Umfeld dazu bringen, die Finger vom Kindle zu lassen. Hier kann Amazon glücklicherweise mit seiner Marktposition noch nicht ganz so viel reißen wie Apple im Musikmarkt.
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Die Kompatibilität ist aber dank Calibre nur ein theoretisches Problem....
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Ich bin Extremvielleser.
Ich will NIE wieder zu Papierbüchern zurück.
- Platzverbrauch, sowohl zuhause als auch beim mitnehmen (da natürlich sehr viel extremer)
- Kommentare nur in einem Exemplar und dort natürlich nicht auffindbar
- Haptik, so ein 1000-Seiten-Papierwälzer ist ja extrem unhandlich
- Bücher kann ich auf mehreren Geräten nutzen statt nur ein Exemplar zu haben oder es mehrfach zu kaufen
- Die Darstellung ist an die aktuelle Lesesituation anpassbar, etwa grössere Schrift bei schlechtem Licht oder in einem ruckelndem Fahrzeug
- Durchsuchbar
- Gekaufte Bücher habe ich sofort, Probleme mit vergriffenen Ausgaben verschwinden
- Viel mehr Spezial- und Sonderangebote bis hin zu haufenweise kostenlosen Fachbüchern (Technik / Mathematik ist damit so abgedeckt, dass man sich im Grundstudium kein einziges Fachbuch kaufen muss); Klassiker gibt es via Gutenberg ja eh kostenlos
- Fremdsprachige Literatur ist viel einfacher erhältlich
- Viel mehr exotische Literatur (allerdings wird natürlich viel als EBook im Selbstverlag veröffentlich, was vorher in einem Verlag aus gutem Grund abgelehnt worden wäre)
- Onleihe der Stadtbibliotheken (kurioserweise wird die laut lokaler Erhebung vor allem von älteren Mitbürgern genutzt, für die das eine enorme Erleichterung ist)
Dafür habe ich welche Nachteile?
Ein wirklich nerviger Punkt:
- DRM (tja, wenn man legal bleiben will, muss man entweder in das entsprechende Ökosystem eintauchen oder Anbieter ohne DRM nutzen; "Knacken" ginge zwar und ist bei einem Kauf nur zum Zwecke des Lesens moralisch sicher nicht verwerflich, aber wie die rechtliche Situation dafür in Deutschland zu bewerten ist, weiss ich nicht) Aber: Mit einem Tablet als Lesegerät gibt es dieses Problem schlicht nicht mehr, da man sich dort einfach alle entsprechenden Apps installieren kann. Wegen dieses einen wichtigen Punktes wird mein nächster Reader vermutlich ein Tablet werden (aber eines mit einem wirklich guten Bildschirm, das engt die Auswahl ein wenig ein).
- Ab und zu mal an die Steckdose (aber ich lebe ja in der Zivilisation)
- Manchmal Formatkonvertierungen (geht zwar, aber so etwas wie Calibre ist nicht unbedingt Endkundentauglich) (Erledigt sich auch mit einem Tablet)
- Ein Stück Technik mehr, auf das man achten muss (Strandproblem - relativiert sich aber, da es eh nicht die einzige Wertsache ist, die man dabei hat)
Nein, ich will keine Papierbücher mehr haben, wenn es sich irgend vermeiden lässt. Wenn mir heute jemand stolz seine Papierbibliothek präsentiert, bin ich ob des Angebens nur noch peinlich berührt. Solange die physischen Objekte noch notwendig waren, war das tatsächlich anders.
Ich bin bereit, für Ebooks aufgrund der massiven Vorteile einen höheren Preis zu bezahlen - gehe aber davon aus und freue mich darüber, dass sich der Preis für ein einzelnes Ebook wohl Richtung Grenzkosten bewegt (i.e. Flatrates).
1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.12.12 13:16 durch jejo.
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trapperjohn schrieb:
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> Die Kompatibilität ist aber dank Calibre nur ein theoretisches Problem....
ich bin jetzt von "normalen", normal bis wenig technikaffinen Usern ausgegangen.. die Mehrheit dieser Leute will sich nicht mit solchen Dingen wie Calibre beschäftigen.. sie wollen einfach nur lesen..
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stuempel schrieb:
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> Die Inkompatiblität ist hier ein reines Apple-Problem. Bisher konnte ich
> damit noch jeden Interessen im Umfeld dazu bringen, die Finger vom Kindle
> zu lassen. Hier kann Amazon glücklicherweise mit seiner Marktposition noch
> nicht ganz so viel reißen wie Apple im Musikmarkt.
wieso Apple? Das Amazon kein EPub will und alle anderen natürlich kein Kindle hat ausnahmsweise mit Apple mal gar nichts zu tun.
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stuempel schrieb:
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> Das gern genannte Strandproblem halte ich für recht obsolet. Wenn ich
> tatsächlich mit Freunden ins Schwimmbad gehe, haben sowieso die meisten ihr
> Handy und einige ihren MP3-Player dabei. Selbst wenn ich den nook also mal
> nicht dabei habe, nutze ich dennoch ein Schließfach oder einer bleibt bei
> den Wertgegenständen. Portemonnaies kommen ja auch noch dazu.
ich bin dabei tatsächlich von Strand ausgegangen... im Schwimmbad gibt es natürlich Schließfächer... aber der große vorteil des Ebook ist ja, dass ich in den Urlaub Bücher mit einem virtuellen Gewicht von 45 KG mitnehmen kann ohne das sie im Gepäck auftragen... Aber im Spanien am Strand ist die "Sicherheitssituation" bestimmt eine andere als im Schwimmbad in Deutschland...
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ich sehe die Vorteile durchaus und ich würde liebend gerne einen Ebook Reader nutzen.. Vielleicht liegt es am Alter.. aber ich mag die haptik eines Buches.. daher vermisse ich zum Beispiel ein Angebot wo ich zum Papierbuch das Ebook kostenlos dazu bekomme...
Grundsätzlich wollte ich gar nichts gegen Ebook Reader im allgemeinen sagen.. es ging mir hauptsächlich darum dass ich der Meinung bin das die schwachen Verkaufszahlen der Ebook Reader aus meiner Sicht rein gar nichts mit Tablettkäufen zu tun haben.. Was die Tabletts den Ebook Readern voraus haben (zumindest das iPad): sie sind kinderleicht zu bedienen und jeder kommt damit klar... Wogegen ich nicht glaube, dass es meiner Oma gelingen würde ein DRM geschütztes Ebook zu kaufen und auf einen Sony Reader zu laden... Mit dem iPad kommt sie aber wunderbar zurecht...
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rincewind25 schrieb:
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> > Die Inkompatiblität ist hier ein reines Apple-Problem. Bisher konnte ich
> > damit noch jeden Interessen im Umfeld dazu bringen, die Finger vom
> Kindle
> > zu lassen. Hier kann Amazon glücklicherweise mit seiner Marktposition
> noch
> > nicht ganz so viel reißen wie Apple im Musikmarkt.
>
> wieso Apple? Das Amazon kein EPub will und alle anderen natürlich kein
> Kindle hat ausnahmsweise mit Apple mal gar nichts zu tun.
Hoppla, an der Stelle habe ich die beiden A-Anbieter tatsächlich durcheinander gebracht. Ich meinte, auf den E-Reader-Markt bezogen, natürlich Amazon.
Danke für den Hinweis!
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