Hallo,
meine bisherige Erfahrung mit solchen Hobby-Spiel-Großprojekten, zeigt mir leider, dass sie selten mit komerziellen Produkten mithalten können.
Veraltete oder unprofessionelle Grafik, unzulängliche Steuerung, viele Bugs.
Als Hobby sicher eine lehrreiche Beschäftigung, aber will man sowas auch spielen?
Tue ich dem Projekt Unrecht?
Seht Ihr das anders?
Vielleicht ein Link auf ein ausgereiftes, tolles OpenSource-Game?
Bin gespannt!
Provokant: ... und von Mutti lässt er sich wahrscheinlich auch noch bekochen. ;)
Also mir ist auch kein vernünftigen OS-Spiel bekannt, alles hängt technisch oft Jahre hinterher und ist schlecht designt. (wahrscheinlich weil nur Programmierer dahinterstecken und die alles selbst machen).
Also OpenTTD und OpenCiv finde ich zwei sehr gelungene Beispiele. Gut, keine fetten 3D Effekte und son Kram, aber dafür sind diese Spiele oft liebevoll designed und wie im Beitrag schon erwähnt auch sehr durchdacht. Sie sind bei mir beide auch noch nie abgestürzt.
Ja stimmt schon, es ist kaum was spielenswert. Woran das liegt, weiß ich auch nicht, da ja andere OS Programme (nicht-Spiele) nicht weniger komplex sind und/oder schwerer realisierbar!
Dieses Exemplar gehört aber wohl zur Spitzenklasse ... hat jedoch auch eine hochkarätige Basis (AOE2).
Ist doch ganz einfach warum das so ist: Hinter einer professionellen Entwicklung stecken nicht oft zig Programmierer, die sich das zum Beruf gemacht haben. Es kommt außerdem professionelle Software für tausende von Euros zum Einsatz.
Bei einem OpenSource-Spiel sitzen nur wenige Programmierer dahinter. Außerdem sind deren Finanzen ja auch begrenzt, was z.B. den Einsatz von teurer Grafiksoftware verhindert. Ergo kann natürlich keine so tolle Grafik dabei herauskommen, wie bei einem kommerziellen Spiel.
Hör mir auf mit OTTD
http://www.openttd.org/en/
hab neulich wieder installiert und nahe zu 12 Stunden durchgezockt... und durch die Internet games, wo man auch den rechner ausmachen kann um sich später wieder einzuloggen ist es noch viel schlimmer und suchteregender das spiel ;)
wirklich sehr gut :)
Also im Bereich der Ego-Shoter gibts da schon einiges:
- Urban Terror (sehr gutes Gameplay)
- Sauerbraten (nette Grafik)
- Nexus, ect.
Ich möchte auch nochmal an Baphometsfluch 2.5 erinnern, welche mehr als gelungen ist! (auch Graphisch!)
An Strategiespielen ist hervorzuheben Spring RTS (http://springrts.com/) und der Siedler Clone widelands.
Ich denke Opensource-Spiele können es schon mit kommerziellen aufnehmen, allerdings wird deren Entwicklungszeit durch die knappen Ressourcen immer deutlich länger sein und somit bei der Technik immer hinterher hinken.
Aber kommt es da nicht aufs Gameplay an? Ich spiele heute immernoch gerne AOE2. Wie stehts mit euch?
TomTomTomTomTomTimmy schrieb:
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> Hör mir auf mit OTTD
> www.openttd.org
> hab neulich wieder installiert und nahe zu 12 Stunden durchgezockt... und
> durch die Internet games, wo man auch den rechner ausmachen kann um sich
> später wieder einzuloggen ist es noch viel schlimmer und suchteregender das
> spiel ;)
>
> wirklich sehr gut :)
Dennoch ein völlig anderes Kaliber als ein gutes komerzielles Spiel! Eternal Lands ist auch ganz nett, aber das bewegt sich doch auf einem völlig anderem Level!
oO Oo schrieb:
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> Also OpenTTD und OpenCiv finde ich zwei sehr gelungene Beispiele. Gut,
> keine fetten 3D Effekte und son Kram, aber dafür sind diese Spiele oft
> liebevoll designed und wie im Beitrag schon erwähnt auch sehr durchdacht.
> Sie sind bei mir beide auch noch nie abgestürzt.
Kann ich nur bestätigen.... nein, jetzt nicht OTTD starten, sonst geht die Sucht wieder los, aaaaaargh...

"Battle for Wesnoth" ist ebenfalls ein sehr tolles, rundenbasiertes Strategiespiel. OK, die Grafik entspricht eher einem SNES-Titel, aber spielerisch ist es sehr zu empfehlen...
Wer einen UT-Klon will, den man zudem grafisch recht hübsch aufdrehen kann, für den ist "Nexuiz" einen Blick wert.
"Urban Terror" ist mehr ein CS-Klon, graphisch nicht so doll wie Nexuiz, spielerisch dafür ein wenig taktischer...
Astaroth schrieb:
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> Ich möchte auch nochmal an Baphometsfluch 2.5 erinnern, welche mehr als
> gelungen ist! (auch Graphisch!)
Stimmt Broken Sword 2.5 war gut, aber irgendwie hatte ich nach dem durchspielen das Gefühl, dass es doch extrem kurz war - wenn man bedenkt, wie lange es in Entwicklung war...
Blopp schrieb:
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> Außerdem sind deren Finanzen ja auch begrenzt, was z.B. den Einsatz von
> teurer Grafiksoftware verhindert. Ergo kann natürlich keine so tolle Grafik
> dabei herauskommen, wie bei einem kommerziellen Spiel.
Wie, ich dachte Gimp und Blender können es locker mit Photoshop und 3ds aufnehmen ;)
Interessant. Werde mit mal die Spiele, die ihr genannt habt, anschauen. Vielleicht ist ja wirklich was Spielbares dabei!
http://www.hedgewars.org/
Wer Worms (zumindest die alten Versionen) gemocht hat, wird Hedgewars lieben! Für mich das beste Opensource-Spiel im Moment.
Es gibt auch einige (wenige) Open-Source Games die mit kommerziellen durchaus mithalten können, ich würde da mal Spring (Balanced Annihilation) anführen, die Grafik ist echt Top und das Gamplay wirkt auch sehr ausgereift.
freecol (freecol.org)
Zak McKracken: Between Time and Space (www.zak2.org)
Die meisten dieser Spiele werden ja auch nicht als Konkurrenzprodukt für kommerzielle
Spiele entwickelt. Und Leuten die im Hobbyprojekt ein Spiel entwickeln geht es i.d.R. ehr ums Gameplay als um die maximal beste Grafik oder ähnliches.
Ist zwar nur ein Mod/Total Conversion aber ein schönes Beispiel für sowas ist zBsp TheDarkmod für Doom3. Grafik ist gut, aber nicht der letzte Schrei, aber dafür jetzt schon sehr Spaßig !
http://thedarkmod.com/
danke für den tipp
Dass man ohne teure Grafiksoftware keine dolle Grafik hinbekommt, halte ich einfach mal für ein Gerücht. OpenGL ist ein tolles API, man muss nur die Möglichkeiten a) kennen und b) ausnutzen. Und dann noch ein paar Texturen und du hast deine tolle Grafik ;)
Viele OS-Spiele haben wirklich nicht die beste Grafik. Dafür laufen sie aber auch auf ner GeForce 2. Und leider merkt man nicht so selten, dass das schon eines der höchsten Gefühle ist - ich mag den OpenSource-Gedanken, aber wenn viele Leute sich weigern, nen proprietären nVidia-Treiber zu installieren und dann lieber doch gänzlich auf 3D verzichten, ist es irgendwo meiner Meinung zu viel des guten.
Klar, ich wünsche mir auch mehr Linux-Spiele. Gerne auch was kommerzielles, ich will einfach mal ne runde drauf losdaddeln können.
Ich entwickle selber zur Zeit mit jemandem ein Spiel. Wir sind 2 Leute. Bei 2 Leuten sind die Möglichkeiten recht begrenzt, einerseits was die Kenntnisse angeht (keiner von uns hat zB Ahnung, wie man Geometry Shader einbaut), andererseits brauchen wir eigentlich viel zu viel Zeit (in nunmehr über 4 Monaten ist an sichtbaren Dingen gerade mal ein User-Interface und eine angefangene Landschaftsengine entstanden).
Daran hapert es allerdings nicht nur bei uns. Tux Racer kennt hier denke ich der ein oder andere. Dann hieß es irgendwann PlanetPenguinRacer, wurde eingestampft, jetzt ist es ExtremeTuxRacer, Entwicklung ist auch praktisch tot, vor über einem Jahr das letzte Beta-Release. Es finden sich einfach keine Entwickler mehr.
Wenn man alle Zeit der Welt hätte, ginge das alles gewaltig einfacher. Aber es gibt einfach Dinge, bei vielen ist es ein bezahlter Job, bei mir ists jetzt Schule, die da nicht das meiste für übrig lassen.
Wer gute OpenSource-Spiele will, hat gutes Recht dazu. Wer kann, sollte sich an existierenden Projekten beteiligen. 0 A.D wäre zum Beispiel so eines mit gewaltig Potential.
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