...in die Anfänge des Computerzeitalters. Da gab es auch schonmal klobige Großcomputer und die User saßen nur an dummen Terminals die nicht mehr konnten, als die Vorgaben des Großrechners anzuzeigen.
Wenn dir jemand einen klobigen Großcomputer als Netbook verkauft, liegt das Problem klar bei dir. Dann hat das aber nichts mit Rückschrittlichkeit der Computer zu tun.
Wieso? Ist im Prinzip genau das selbe, nur schneller, bunter und weltweit nutzbar.
Kein Rückschritt.
Früher gab es z.B. DOS und die Programme liefen unter DOS und gaben halt auf diesem ASCII_Bildschirm aus. Dann gab es OS mit grafischer Oberfläche und die Programme gaben halt Fenster, Dialoge usw. aus. Unter ChromeOS steht eben "nur" der Browser als Ausgabemöglichkeit zur Verfügung und die Programme müssen entsprechend dies nutzen. Wenn sich das durchsetzt ist Google sicher weit Vorne. Ob das aber Sinn macht, dass sich ein OS in diese Richtung entwickelt erschließt sich mir nicht wirklich. Ich denke das ist nur Business und kein Fortschritt.
Aaaa schrieb:
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> Kein Rückschritt.
> Früher gab es z.B. DOS und die Programme liefen unter DOS und gaben halt
Ich rede nicht von DOS. Ich rede von der Computersteinzeit, lange bevor Bill G. QDOS billig gekauft und als "sein" Betriebssystem an IBM verhökert hat.
Ich rede von einer Zeit, als Computer mit der Leistung eines Taschenrechners noch so groß waren wie dein Kleiderschrank und sich vor jedem Kleiderschrank 2-4 große Räder gedreht haben, auf die ein komisch braunes oder schwarzes Band aufgewickelt war.
Ich rede von einer Zeit, als der "Rechner" am Arbeitsplatz nicht mehr als ein monochromer Bildschirm und eine Tastatur war, die nicht viel mehr konnte als Text anzeigen und mit dem Kleiderschrank über serielle Schnittstelle mit 300 Baud zu kommunizieren.
Nichts anderes ist Googles Supercloud und Chrome OS, nur schneller, bunter und nicht lokal begrenzt.
Also äußerst du im Prinzip keine Kritik an Googles OS, sondern vielmehr an der Arbeitsweise von Terminalservern?
und "schneller", "bunter" und "nicht lokal begrenzt" ist ein Rückschritt? Kaum, oder?
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Also äußerst du im Prinzip keine Kritik an Googles OS, sondern vielmehr an
> der Arbeitsweise von Terminalservern?
Keine Kritik sondern eine Feststellung. Ich kritisiere höchstens, dass Google etwas als Innovation verkauft, was die Geschichte schon fast wieder vergessen hat.
Aber deiner Theorie nach wäre das gesamte Internet mit seinem Client-Server-Modell ein Rückschritt, nur bisschen bunter und so...
Aaaa schrieb:
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> und "schneller", "bunter" und "nicht lokal begrenzt" ist ein Rückschritt?
> Kaum, oder?
Wenn ich damit auf eine Verbindung zum Hauptrechner angewiesen bin, dann ja. Mit einem normalen Rechner kann ich IMMER arbeiten, egal ob ich gerade keine Internetverbindung habe oder Google weltweit gerade abbrennt.
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Aber deiner Theorie nach wäre das gesamte Internet mit seinem
> Client-Server-Modell ein Rückschritt, nur bisschen bunter und so...
Nein, das Internet sehe ich nur als vernetzte Informationsverteilung. Natürlich nach dem Client/Server Prinzip.
Aber das Internet ist für mich KEIN Anwendungsersatz.
Das geht aber dank moderner Technik auch offline. Aber das steht ja auch im Text.
Ich denke mit ChromeOS kannst du auch lokal arbeiten.
Die Anwendungen nutzen nur eine andere Ausgabemöglichkeit.
Ritter von NI schrieb:
>
> Ich rede nicht von DOS. Ich rede von der Computersteinzeit, lange bevor
> Bill G. QDOS billig gekauft und als "sein" Betriebssystem an IBM verhökert
> hat.
>
> Ich rede von einer Zeit, als Computer mit der Leistung eines
> Taschenrechners noch so groß waren wie dein Kleiderschrank und sich vor
> jedem Kleiderschrank 2-4 große Räder gedreht haben, auf die ein komisch
> braunes oder schwarzes Band aufgewickelt war.
>
> Ich rede von einer Zeit, als der "Rechner" am Arbeitsplatz nicht mehr als
> ein monochromer Bildschirm und eine Tastatur war, die nicht viel mehr
> konnte als Text anzeigen und mit dem Kleiderschrank über serielle
> Schnittstelle mit 300 Baud zu kommunizieren.
>
> Nichts anderes ist Googles Supercloud und Chrome OS, nur schneller, bunter
> und nicht lokal begrenzt.
"Rückschritt" klingt bei dir so negativ, daher wahrscheinlich auch die vielen Widerworte.
Eine Rückbesinnung auf Ansätze, die schon mal funktioniert haben und eine Menge Vorteile hatten und haben kann doch auch eine gute Sache sein.
Thin-Clients und virtuelle Desktops gehen ja auch einen Schritt in diese Richtung und werden millionenfach erfolgreich eingesetzt.
Und dem klassischen Bauhaus-Motto: "Form folgt Funktion" entsprechend ist es dem Nutzer auch egal, welche Form ein Betriebsystem, ein Client-Server-System oder eine Software hat, so lange er die gewünschten Funktionen in effizienter Weise zur Verfügung gestellt bekommt.
Und aus dieser Sicht sind Googles Produkte halt ziemlich gut.
Ist Rückschritt für die nur, dass die Server dann häufig wieder zentral irgendwo im "Rechenzentrum" stehen?
MaX schrieb:
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> Das geht aber dank moderner Technik auch offline. Aber das steht ja auch im
> Text.
Und was nutzt dir das, wenn du nicht irgendwann mal wieder in's Netz kommst? Das funktioniert nur bis zu einem bestimmten Punkt, aber irgendwann Ende.
Das gesamte Konzept ist darauf ausgelegt, dass es zumindest zeitweise eine Internetverbindung gibt. Nur was passiert, wenn, wie mir mal geschehen, ein Bagger die DSL Leitung angräbt und 3 Tage nichts geht?
Ich konnte in gewissem Rahmen noch weiterarbeiten, aber bei Google wärste am Arsch, weil alle Daten irgendwo in der Google Cloud liegen
Das Terminal Prinzip ist ja nichts schlechtes nur war es damals halt durch Latenz, Bandbreite und Erreichbarkeit nicht so der Hit. Heute gibts riesige Bandbreiten, niedrige Latenzzeiten und sehr hohe Erreichbarkeiten. Da drängt es sich quasi auf, das Terminal-Prinzip wiederzubeleben.
Aber im Grunde ist eine Webanwendung damit NICHT vergleichbar. Warum? Na, weil eine Web 2.0 Anwendung eben nicht nur auf dem Server läuft. Sie läuft dank JavaScript (oder auf Flash, JavaFX, Silverlight usw.) teilweise auf dem Client und teilweise auf dem Server. Insofern reicht eben nicht ein einfaches Terminal, denn das wäre mit dem Clientcode überlastet. Man braucht aber auch nicht den teuren Desktop PC. Ein einfaches Netbook tuts auch.
Geht der Trend aber so weiter, dass auch komplexere Berechnungen auf dem Client gemacht werden (z.B. wie bei O3D), dann gerät man mit einem Netbook auch schnell an die Grenzen.
> Das gesamte Konzept ist darauf ausgelegt, dass es
> zumindest zeitweise eine Internetverbindung gibt.
Warum?
> Ich konnte in gewissem Rahmen noch weiterarbeiten,
> aber bei Google wärste am Arsch, weil alle Daten
> irgendwo in der Google Cloud liegen
Wer arbeitet schon noch mit lokalen Daten!?
Das Netz brauchst du doch heute eigentlich immer.
Deine Daten brauchen doch nicht in irgendeiner Cloud liegen.
Alle Client/Server Modelle haben ein Problem: Wenn die Verbindung zum Server unterbrochen ist ist der Client tot.
Google versucht das abzufangen, indem man ein bisschen Intelligenz in den Client legt und damit kurzzeitige Unterbrechungen (einige Stunden maximal) überbrücken kann.
Aber am Grundproblem ändert das nix. Die Daten liegen bei Google und ohne Internet kommt man nicht dran. Und wenn man dann anfängt und wieder dicke Platten in den Rechner schraubt war das gesamte Konzept für'n Ar***
Aaaa schrieb:
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>
> Wer arbeitet schon noch mit lokalen Daten!?
Ich
> Das Netz brauchst du doch heute eigentlich immer.
Zur Kommunikation, ja. Zum arbeiten, nein.
> Deine Daten brauchen doch nicht in irgendeiner Cloud liegen.
Das ist aber der Grundgedanke bei ChromeOS. Was meinst du, wieso die Clients nur ein paar MB Flash bekommen sollen?
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