da frage ich mich nebenher, wie viele populäre linux-distributionen es eigentlich gibt ... und ob linux vlt. nicht schon viel viel populärer und angesagter wäre, wenn eben nicht so viele gäbe ... ubuntu hat sich ja schon recht schön durchgesetzt aber dieser erfolg wird, wie ich finde, wieder kontraproduktiv durch unter-distributionen (kubuntu usw.) kaputt gemacht ... ich glaube so mit dieser unglaublichen vielfalt an distributionen und ohne kommerzielle hilfe, wird linux im consumer-bereich immer ein nieschen-os bleiben ... sehr schade.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.12 20:40 durch McNoise.
Dem kann ich mich so nicht anschließen.
Linux und auch populäre Distributionen sind gerade durch die enorme Vielfalt und die interessanten Ideen die durch die Vielfalt entstanden sind überhaupt erst so groß geworden. Natürlich wird es immer Linux Distributionen geben, die die guten oder für gut befundenen Ideen anderer aufgreifen und zu einem stimmigen Gesamtbild für Endnutzer zusammen schnürt.
Aber Beispielsweise ein 15 Jahre alter Rechner, der technisch in einem einwandfreien Zustand ist kann nun eben nicht flüssig mit einer Linux Distribution betrieben werden, die für aktuelle Hardware ausgelegt ist.
Jedenfalls wäre so das Arbeiten nicht sehr angenehm.
Deshalb muss es eben auch andere Linux Distributionen geben.
Zudem musst du ja auch das positive sehen. Wenn es soviel Linux Distributionen gibt, gibt es auch Leute die sich mit Linux beschäftigen und die Fähigkeit entwickelt haben es zu bearbeiten und ihren wünschen anzupassen.
Anders als beim Unterschied von Windows zu Linux ist der Unterschied von einer Linux Distribution zur anderen nicht so hoch, dass man hier von einer Fragmentierung sprechen kann.
Alle Linux Distributionen kochen eben mit dem gleichen Wasser (Linux Kernel, Xorg, GNU Userland + weitere Software (Alsa, Pulseaudio, ...) und basieren ihre Systeme wieder auf Ideen anderer (Gnome, Unity, KDE, LXDE, XFCE, Enlighenment, Qt, usw.)
McNoise schrieb:
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> da frage ich mich nebenher, wie viele populäre linux-distributionen es
> eigentlich gibt ...
Auch wenn es keine seriöse Statistik ist, kann man bei Distrowatch dennoch gewisse Trends erkennen.
> und ob linux vlt. nicht schon viel viel populärer und
> angesagter wäre, wenn eben nicht so viele gäbe ...
Ich denke da gibt es zu viele Faktoren als das man es auf diesen Punkt reduzieren kann (z.B. vorinstalliertes Windows, Softwareangebot, etc.).
Außerdem sind die für verschiedene Zwecke optimierten Distributionen für viele Nutzer gerade der Vorteil von Linux.
ubuntu hat sich ja schon
> recht schön durchgesetzt aber dieser erfolg wird, wie ich finde, wieder
> kontraproduktiv durch unter-distributionen (kubuntu usw.) kaputt gemacht
Kubuntu ist ja eigentlich nur Ubuntu mit anderem Desktop. Kann man auch problemlos aus jeder Ubuntu-Installation machen.
> ... ich glaube so mit dieser unglaublichen vielfalt an distributionen und
> ohne kommerzielle hilfe, wird linux im consumer-bereich immer ein
> nieschen-os bleiben ... sehr schade.
Wenn man Android zu Linux zählt ist es mittlerweile auch im Consumer-Bereich erfolgreich ;-)
Ich verstehe was du meinst, aber der Erfolg von Linux liegt auch im Entwicklungsmodell OpenSource. Es ist eben ein Mitmachsystem, bei dem jeder etwas beisteuern kann.
Überhaupt scheint es mir oft so, das die Entwickler mit ihren Leistungen zufrieden sind. Der fehlende Erfolg wir eher in Foren wie diesen bemängelt. Wenn ich mir Migrationen wie in München anschaue dann sehe ich durchaus Erfolge, man muss sie nur richtig einordnen können. Ich bin immer wieder überrascht wie aktiv die großen OSS-Projekte sind und wie sich die auch nichtkommerzielle Distributionen entwickeln.
richtig richtig ... aber wenn ich so lese, die entwickler sind zufrieden ... dann ist nämlich genau das so ein punkt: linux wird immer noch viel zu sehr für kommandozeilenexperten entwickelt und von solchen als gut befunden ...
und so gut die entwickler bzgl. den kompliziertesten vorgängen sind, so sehr fehlt es ihnen m.e. manchmal das wirklich essezielle einfach rüberzubringen und auch möglichkeiten auf das für den anwender wichtigste zu reduzieren.
von den für reine endanwender am einfachsten zu nutzenden betriebssystemen geht es bei OS X los führt über Windows und endet irgendwo bei Ubunutu und allen anderen Linux-distributionen.
die entwickler die consumer-distributionen entwickeln wären gut beraten sich auf die ganz einfachen wünsche der benutzer zu orientieren ... und das heisst anschalten und benutzen ... eben nicht installieren, konfigurieren usw. ... (und ich weiss natürlich, dass sich über die letzten jahre bei linux schon viel getan hat ... aber da geht bestimmt noch mehr!)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.12 10:00 durch McNoise.
McNoise schrieb:
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> ... ich glaube so mit dieser unglaublichen vielfalt an distributionen und
> ohne kommerzielle hilfe, wird linux im consumer-bereich immer ein
> nieschen-os bleiben ... sehr schade.
Ich sehe das gar nicht mehr so dramatisch. Dann benutzt der Standarduser eben ein Windows. Das ist stabil und auch nicht sonderlich teuer. Oder eben OSX. Es gibt keinen Grund, weshalb sich eine Linux Distribution unbedingt auf den Desktop PCs durchsetzen muss.
Vielleicht wird darüber auch bald keiner mehr nachdenken. Ich denke, dass Desktop-PCs ohnehin mit der Zeit aus dem Leben vieler Menschen, die heute noch einen PC besitzen, verschwinden wird. Er ist eben doch zu kompliziert und für die meisten irgendwie oversized. Stattdessen werden relativ geschlossene Plattformen wie Tablets oder Smartphones die IT-Bedürfnisse abdecken. Und da kann Linux in Form von Android ja mitmischen.
Wahrheitssager schrieb:
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> Zudem musst du ja auch das positive sehen. Wenn es soviel Linux
> Distributionen gibt, gibt es auch Leute die sich mit Linux beschäftigen und
> die Fähigkeit entwickelt haben es zu bearbeiten und ihren wünschen
> anzupassen.
Tja und genau das ist ja auch der größte Nachteil. 1000 Entwickler arbeiten an 1000 Distris aber keine davon wird wirklich gut, weil sämtliche Entwicklungskraft eben auf 1000 einzelne Baustellen verteilt ist. ;)
Statt dass mal alle an einem Strang ziehen und was wirklich gutes entwickeln läufts eher nach dem Prinzip Quantität statt Qualität oder wie es hier immer gerne heisst "Vielfalt ist immer besser".
Ich als Gentoo User sehe das als mein ultimatives Horrorszenario.
Alle an einem Strang ziehen, dass hieße alle entwickeln zusammen eine unglaublich tolle 0815 M$ User Distro.
Die ganzen tollen spezialisierten Distros fallen weg. Die leichten Distros für alte Systeme fallen weg. Die Profi Distros wie Gentoo oder Arch fallen weg und man darf sich statt Skalpellen wie portage/emerge mit Knüppeln wie Apt/rpm behelfen.
Es ist gut, dass in der Open Source Szene jeder Entwickler das entwickelt, was er braucht, was ihm Spaß macht oder für was er bezahlt wird. Nur dadurch wir OSS zu einer Alternative, anstatt nur zu einem billigen Abklatsch von Software die Geld kostet.
Stell dir Mal vor Redhat bezahlt einen Entwickler um Tool A zu patchen aber die "alle an einem Strang" Obrigkeit (wer ist das, Linus? RMS? Steve Ballmer?) sagt ihm er soll an Tool B arbeiten. Du hast Opensource nicht verstanden.
McNoise schrieb:
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> richtig richtig ... aber wenn ich so lese, die entwickler sind zufrieden
> ... dann ist nämlich genau das so ein punkt: linux wird immer noch viel zu
> sehr für kommandozeilenexperten entwickelt und von solchen als gut befunden
> ...
Und wenn es so ist? Ich bin ein "Kommandozeilenexperte" und bin froh darüber. Andere Unternehmen wie Canonical bezahlen ihre Entwickler ein UI zu entwickeln das für Anfänger geeignet ist, das ist schön und gut, aber wenn ich selbst aus eigenem Interesse entwickle, dann entwickle ich eben so, dass es primär mir passt (und eben den anderen, Gleichgesinnten, deren Projekt ich mich angeschlossen habe).
> die entwickler die consumer-distributionen entwickeln wären gut beraten
> sich auf die ganz einfachen wünsche der benutzer zu orientieren ... und das
> heisst anschalten und benutzen ... eben nicht installieren, konfigurieren
> usw. ... (und ich weiss natürlich, dass sich über die letzten jahre bei
> linux schon viel getan hat ... aber da geht bestimmt noch mehr!)
Das wäre für mich der Super-GAU. Man sieht ja wie alle Poweruser bei Unity und Gnome 3 aufgeschrien haben. Es ist schön und gut wenn Unternehmen einfache Oberflächen entwickeln wollen, aber dann Jemandem der in Richtung Komplexität forkt vorzuwerfen sein Produkt wäre nicht einfach genug...
Oh und btw.: Ich nutze KDE, das kannst du einschalten und verwenden wie es daher kommt, ODER konfigurieren wie du willst.
Android ist nicht kein Linux im Sinne von Linux wie zb. Arch Linux oder Ubuntu.
Android besitzt den Linux kernel mehr aber wieder nicht.
McNoise schrieb:
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> richtig richtig ... aber wenn ich so lese, die entwickler sind zufrieden
> ... dann ist nämlich genau das so ein punkt: linux wird immer noch viel zu
> sehr für kommandozeilenexperten entwickelt und von solchen als gut befunden
> ...
>
> und so gut die entwickler bzgl. den kompliziertesten vorgängen sind, so
> sehr fehlt es ihnen m.e. manchmal das wirklich essezielle einfach
> rüberzubringen und auch möglichkeiten auf das für den anwender wichtigste
> zu reduzieren.
>
> von den für reine endanwender am einfachsten zu nutzenden betriebssystemen
> geht es bei OS X los führt über Windows und endet irgendwo bei Ubunutu und
> allen anderen Linux-distributionen.
>
> die entwickler die consumer-distributionen entwickeln wären gut beraten
> sich auf die ganz einfachen wünsche der benutzer zu orientieren ... und das
> heisst anschalten und benutzen ... eben nicht installieren, konfigurieren
> usw. ... (und ich weiss natürlich, dass sich über die letzten jahre bei
> linux schon viel getan hat ... aber da geht bestimmt noch mehr!)
Dann lass das Terminal doch einfach zu.
Man kann eine aktuelle Desktop-Umgebung komplett ohne bedienen.
Aber es ist wirklich ein Segen, eine brauchbare Kommandozeile zu haben.
Windows hat übrigens auch eine, nur ist die nicht brauchbar. :-P
McNoise schrieb:
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> richtig richtig ... aber wenn ich so lese, die entwickler sind zufrieden
> ... dann ist nämlich genau das so ein punkt: linux wird immer noch viel zu
> sehr für kommandozeilenexperten entwickelt und von solchen als gut befunden
> ...
Das würde ich nicht so pauschal sagen. Evtl. fehlen Entwickler die eine DAU-freundlichere Oberfläche für die ein oder andere Software basteln.
> und so gut die entwickler bzgl. den kompliziertesten vorgängen sind, so
> sehr fehlt es ihnen m.e. manchmal das wirklich essezielle einfach
> rüberzubringen und auch möglichkeiten auf das für den anwender wichtigste
> zu reduzieren.
Das stimmt wohl, da ist der direkte Draht manchmal zu direkt ;-)
> von den für reine endanwender am einfachsten zu nutzenden betriebssystemen
> geht es bei OS X los führt über Windows und endet irgendwo bei Ubunutu und
> allen anderen Linux-distributionen.
Ich halte window nicht für einfacher zu nutzten wie Linux. Windows hat einfach den Vorteil das es sehr weit verbreitet ist. Deshalb wissen viele wie Windows anzuwenden ist. Auch findet man einfacher Hilfe als für Linux. Aber die Anfängerfragen sind auch bei Windows die gleichen; "Welche Software, warum funktioniert das und das nicht, etc..."
> die entwickler die consumer-distributionen entwickeln wären gut beraten
> sich auf die ganz einfachen wünsche der benutzer zu orientieren ... und das
> heisst anschalten und benutzen ... eben nicht installieren, konfigurieren
> usw. ... (und ich weiss natürlich, dass sich über die letzten jahre bei
> linux schon viel getan hat ... aber da geht bestimmt noch mehr!)
Gerade Gnome und Ubuntu sind in diese Richtung sehr aktive. Ich finde es aber auch begrüßenswert das es aber auch für die Poweruser genügend Auswahl bleibt.
McNoise schrieb:
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> richtig richtig ... aber wenn ich so lese, die entwickler sind
> zufrieden ... dann ist nämlich genau das so ein punkt: linux wird
> immer noch viel zu sehr für kommandozeilenexperten entwickelt
> und von solchen als gut befunden ...
Und? Ist doch prima! Sowohl für Yuppies als auch für Gamer und DAUs gibt's ja artgerechte Betriebssysteme. Warum sollten da wir Consolieros nicht auch Anrecht auf ein passendes OS haben?
Alle regen sich immer über den angeblich ausbleibenden Erfolg von Linux auf - aber warum nur? Linux ist das erfolgreichste OS für Supercomputer, Server und im Embeddedbereich. Die Verkaufszahlen von Smartphones mit Linux-Kernel steigen schneller als die von iOS. Und das Beste: auf dem Desktop ist es für viele Menschen das vielseitigste, praktischste und produktivste System überhaupt.
Wenn wir für jedes System den DAU als Messlatte nehmen würden, welches System sollten dann die anderen nutzen?
Klar freut es mich immer wenn ich höre, dass Linux auf dem Desktop mal wieder 0,2% zugelegt hat. Aber wirklich wichtig ist das für mich nicht: für mich zählt nur, dass sich Linux wie bisher weiterentwickelt und für diejenigen, die die Vorzüge von Linux schätzen und die Macken verkraften können weiterhin ein tolles OS bleibt.
> von den für reine endanwender am einfachsten zu nutzenden betriebssystemen
> geht es bei OS X
Wer definiert Endanwender, bin ich etwa kein Endanwender? Und ich als Endanwender komme sowohl mit Windows als auch OSX gut zurecht - bei letzterem rettet die Bash die vergeigte Usability - aber trotzdem fliegen bei mir beide Systeme gleich nach dem Kauf von der Platte, umPlatz für das OS zu machen, mit dem ich am besten klarkomme.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.12 17:56 durch abracadaboum.
Thaodan schrieb:
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> Android ist nicht kein Linux im Sinne von Linux wie zb. Arch Linux oder
> Ubuntu.
> Android besitzt den Linux kernel mehr aber wieder nicht.
Doppelte Verneinung? Bist du aus Bayern? Ansonsten darfst du das nicht!
Was definiert ein "Linux"? Das ist doch wohl der Kernel, sonst nichts.
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