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Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

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  1. Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor Tuxianer 07.02.13 - 13:45

    Schon spannend, worüber sich die Leute hier im Forum unterhalten. Was aber irgendwie komplett vergessen geht, ...:

    * http://www.smh.com.au/it-pro/innovation/blogs/smoke--mirrors/canonical-gets-into-bed-with-amazon-20120929-26rpc.html

    * http://thenextweb.com/insider/2012/12/07/richard-stallman-slams-ubuntu-as-spyware-prompting-canonicals-jono-bacon-to-call-fud

    * http://www.theregister.co.uk/2012/09/27/ubuntu_amazon_button_on_hold

    * http://www.pcworld.com/article/2010676/canonical-adds-a-kill-switch-for-ubuntus-amazon-search.html

    * http://www.zdnet.com/canonical-performs-u-turn-over-amazon-search-results-in-ubuntu-12-10-7000004950/

    ..., ist die Tatsache, dass es offenkundig unmöglich ist, ein Handy auf den Markt zu bringen, das nicht bereits von sich aus seine Anwender ausspioniert. Es gab ja schon vorher Ansätze für echte Linux-Handys, also nicht so Kram wie eine (rechtefreie) Bash unter Android oder einen virtuellen Mini-Desktop - Dinge, die vielleicht Spaß machen, aber nicht zur Lösung beitragen. Nun kommt doch eines, von Canonical, und es ist Spyware für Amazon und andere kommerziell Datensüchtige und nebenher ein Wisch-Flimmer-Ding zum Telefonieren und zum Herumspielen.

    Apple verbietet gleich von vorn herein jede Installation von systemnaher (oder fremder) Software; bietet aber selbt keine Firewall an, die das Nach-Hause-Telefonieren auch nur ansatzweise abblockt, dafür massenweise Applikationen, die dauernd und instant genau das tun, und dies mit Zugriff auf mehr oder weniger alle Daten der Anwender. Wie man der absolut oberpeinlichen Browser-Panne (manipuliertes Bild in E-Mail, SMS oder auf Internet-Seiten --> Trojaner installiert) und bestätigt durch die WhattsApp-Schweinerei (Kinderfickerkram zur Finanzierung dieses Dienstes) und diversen weiteren Sicherheitspannen entnehmen muss: Absicht, nicht Versehen oder gar Unvermögen. Wer es nicht glaubt, darf gerne mal die AGB von Apple lesen: Grob gesetzwidrig, aber komischerweise will sich da kein Abmahnanwalt Geld verdienen.

    Microsoft bietet ebenfalls keine sinnvolle Firewall für Windows-8-Phones an, und von sich aus ist das Betriebssystem - auf jeder Größe und Art von Gerät - mit den auch hier im Übermaß vorhandenen Applikationen sehr geschwätzig gegenüber allem, was man lieber draußen hat und hält. Firewalls von Drittherstellern? Symantec ... nun, die Firma hat, seit sie nicht mehr "Norton Inc." heißt, zu Recht einen mehr als nur angeschlagenen Ruf, sowohl was die Sicherheit an sich als auch was die dafür verbrauchte Rechenleistung anbelangt (ok, wenn ein System steht, ist es relativ sicher...). Kaspersky? Bietet eine Firewall an, die aber, wie die MS-eigene, nur auf generell "ja" oder "nein" gestellt werden kann, nicht aber auf Nachfrage im Einzelfall mit Antwortmöglichkeit (jetzt, jetzt nicht, immer, nie); solche einfachen Funktionen besaß vor Urzeiten die Sygate-Firewall, die aber, nachdem Symantec sie aufgekauft hat, zwar im selben Moment auf den fünffachen Speicherplatz angewachsen ist (ohne erkennbaren Funktionszuwachs!) und dafür auch viel langsamer wurde, aber nicht mehr an Nutzen brachte, dafür dauernd für angeblich wichtige Updates massenweise Daten an die Symantec-Server übermittelt hat und somit faktisch brauchbar geworden ist. Viele der Windows-Firewalls werden folgen, vor allem die, die sich ab und an mal 'daheim melden' oder sehr einfach von außen getriggert nach Hause telefonieren können und dabei viel mehr als eine Versionsnummer und eine Betriebssystemkennung übermitteln ... also keine Firewalls sind.

    All die Android-Geräte... Deren Vertreiber sind an Google gebunden, und Google will alle Daten über Jeden und über alles sammeln, personenbezogen auswerten und verkaufen. Daher hat die Firma ebenso wenig wie die vorgenannten auch nur das leiseste Interesse an der Einhaltung von Gesetzen, und deswegen wird es auch für diese Geräte – es sind sehr nutzerfreundliche und wirklich gute darunter – keine Firewalls geben, die den Namen verdienen.

    Und nun Canonical: Das Ding ist noch nicht auf dem Markt, da ist schon klar, dass die genauso tief im Sumpf stecken wie die anderen.

    Gibt es da ein weltweites Gesetz, das den Datenmissbrauch vorschreibt? Oder haben die Datendiebe so viel Einfluss auf Hardware- und Treiberhersteller und Betriebssystemhersteller, dass niemand ein Gerät auf den Markt bringen kann, das ihnen nicht dienlich ist?

    Man bringe mir einen Eimer; da ist noch was drin. Würg!

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  2. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor JohnDoes 07.02.13 - 14:44

    So ein Schwachsinn. Alle wollen immer alles umsonst haben, aber wenn eine Firma dann versucht Geld wo anders aufzutreiben, passt es den Leuten dann auch nicht. Fakt ist, dass sie die Amazon Geschichte unglaublich einfach (über mehrere Wege) deaktivieren lässt. Fakt Nr. 2 ist, dass Amazon erst vor kurzem zu einem der vertrauenswürdigsten Unternehmen weltweit gewählt wurde.
    Leute, irgendwo muss das Geld herkommen, wenn aus einer Linux Distro eine wirkliche Alternative werden soll, kostenlos arbeiten nun mal die wenigsten Menschen...
    Mir gefallen solche Aktionen auch nicht, ich würde auch am liebsten alles kostenlos und werbefrei haben. Aber sich über wirklich alles und jedes zu beschweren....

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  3. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor Lala Satalin Deviluke 07.02.13 - 15:11

    Man könnte ja auch mit einem Aluhelm aufsetzen...

    Grüße vom Planeten Deviluke!

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  4. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor DTF 07.02.13 - 15:13

    Ich finde es auch ein bisschen schwachsinnig, sich jetzt nur auf Canonical/Ubuntu zu stürzen. Die Amazon Linse dürfte so ziemlich das Harmloseste sein, womit man bei Mobil-Betriebssystemen derzeit konfrontiert wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.13 15:13 durch DTF.

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  5. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor denta 07.02.13 - 15:20

    Tuxianer hat es sicher etwas sehr emotional und überspitzt formuliert. Aber im Grunde hat er Recht.

    Die Tatsache, dass ein Unternehmen als vertrauenswürdig eingestuft wird, heißt noch lange nicht, dass sie dies auch verdient haben. Gerade die breite Masse erkennt gar nicht, wie sie ausspioniert werden und finden es noch klasse, dass Amazon Kaufvorschläge macht, und dass dies nur möglich ist, weil sie das Userverhalten speichern und analysieren.

    Dass sich die Amazon-Verknüpfung in Ubuntu ausschalten lässt ist ja nett! Aber wie wäre es, wenn sie sich auf Wunsch einschalten ließe? Warum muss jeder Scheiß voraktiviert sein?

    Was das kostenlos angeht: Niemand wird gezwungen, etwas kostenlos anzubieten. Aber in den letzten Jahren ist das zum Geschäftsmodell geworden. "Mit Speck fängt man Mäuse" klappt also auch in der virtuellen Realität. Wenn jetzt die Leute fragen, warum etwas etwas kostet, liegt das wohl eher daran, dass sie lange genug mit "alles kostenlos" geködert wurden.

    Komischerweise setzt sich Ubuntu immer mehr durch. Dabei ist Fedora keinen Deut schlechter und nicht mit irgendwelchem Zeug verquirlt. RedHat verdient deshalb trotzdem gut Geld - mit Buisiness-Lösungen! Aber die bauen kein Smartphone.

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  6. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor Tuxianer 07.02.13 - 18:49

    Schwachsinn ist, Leuten etwas zu unterstellen, das a) a) niemand gesagt hat und das b) nicht mal stimmt:

    Soll das Smartphone von Canonical umsonst sein? Nein. Also schon mal nix mit umsonst.

    Schwachswinn ist auch, den Verkauf von etwas gut zu finden, das illegal herumspioniert und an dem man erst mal rumfrickeln muss, damit es gesetzeskonform und datenschutzrechtlich in Ordnung ist.

    Kaufen Sie ein Auto ohne Bremse und rüsten Sie diese dann manuell nach? Oder eines, bei dem der Blinker per default in die falsche Richtung zeigt? Kaufen sie gerne Brot mit Gift drin und entgiften es dann vor Gebrauch?

    Oder verkauft Microsoft eine Word-Version, die, wenn man nicht dran rumfrickelt, jedes Dokument an irgendwen kopiert?

    Canonical beleidigt mit diesem Vorgehen die gesamte Freie-Software-Gemeinschaft, und wer solche Spioniererei gut findet, der kann das Ding ja gerne kaufen!

    Die Kommentare gegenüber Canonical sprechen die richtige Sprache. Das ist kein Schwachsinn.

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  7. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor noneofthem 07.02.13 - 20:54

    Selten so einen Mist gelesen. Jedem sollte mittlerweile klar sein, dass man diese Amazon-Geschichte bei Ubuntu ohne weiteres deinstallieren kann. Genauso wird es beim Smartphone sein. Dass Canonical das alles standardmäßig mitliefert, ist unschön, aber auch nicht weiter problematisch, da deinstallierbar. Wie meine Vorredner schon sagten, geht es hier um ein kostenloses Produkt von Canonical. Die müssen auch ihre Mitarbeiter bezahlen und wenn das ein Weg ist und ich davon profitiere und ein tolles OS bekomme, dann los! Es hört auf, wenn solche Dinge heimlich passieren und man sie nicht loswerden kannn. Davon kann hier nicht die Rede sein. Transparenz wird groß geschrieben und Jono Bacon, Canonicals Community Manager und weitere Ubuntu-Leute halten wöchentlich Hangouts, bei denen man Fragen stellen kann und auch Antworten erhält. So etwas würde ich mir von anderen Unternehmen auch wünschen. Google macht sehr viele ähnliche Dinge, aber eher im Nachhinein, um Developer zu betreuen. Was du da von dir gegeben hast, grenzt an Paranoia und du solltest darüber nachdenken, deinen Internetanschluss zu kündigen und dein Handy wegzugeben, wenn du so besorgt um deine Daten bist. Datensicherheit ist wichtig, man kann es aber auch übertreiben.

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  8. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor vigges666 07.02.13 - 21:01

    Ich meine ja nur, nach dieser Aussage sollte man sich erst gar nicht trauen seinen Rechnet anzuschalten xD

    Nebst der tatsache, dass dies sowohl bei apples iOS (hier fast durch sogut wie jede zweite Drittanbieter App) bei Android auch ausserhalb von google (apps etc) Selbst die leute die Facebook, Google+, etc...
    WhatsApp user die über Datenschutz und Sicherheit lamentieren sind mir auch die liebsten

    Jeder sammelt und verkauft Informationen&Daten, dass ist nunmal eines der geldbringensten Geschäfte der heutigen Zeit!

    Ich finde, jeder ist erwachsen genug selbst zu entscheiden ob er sich von Schlagzeilen beeinflussen zu lassen will und es so zu akzeptieren oder nicht. Oder gar vielleicht mal selbst versuchen da durchzusteigen was eigentlich in der aktuellen Wirtschaft neben dem offensichtlichen läuft. ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.13 21:02 durch vigges666.

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  9. Aluhut für den Threadersteller :D

    Autor k@rsten 08.02.13 - 00:04

    Der silberne Alu-Hut geht an den Threadersteller, herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für ihren Stuß! http://www.allmystery.de/i/tsux7hQ_tLudbhb_aluhut.jpg

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  10. Re: Aluhut für den Threadersteller :D

    Autor vigges666 08.02.13 - 06:35

    Genau mein Humor :D danke für den Aluhutbeitrag! Hat mich schmunzeln lassen :)

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  11. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor Tuxianer 08.02.13 - 12:51

    noneofthem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selten so einen Mist gelesen.
    Das trifft zu, und zwar auf Ihren 'Beitrag'. Nicht aber auf den Rest.


    > Jedem sollte mittlerweile klar sein, dass man
    > diese Amazon-Geschichte bei Ubuntu ohne weiteres deinstallieren kann.
    Schon beanbtwortet; hätten Sie den Rest gelesen: Erstens ist es nicht mal ansatzweise "jedem" klar, weil die allermeisten Anwender das Ding einschalten und schon darauf vertrauen, dass der Hersteller alles richtig macht. Umfragen bei Handy-Nutzern zeigen - über alle Altersgruppen hinweg - grobe Lücken bis hin zum vollkommmenen Nicht-Vorhandensein jeglicher Vorstellung darüber, was das Gerät so alles im Hintergrund tut und wer mit welchen netten Gimmicks was über den Nutzer erfährt. Kaum jemand denkt darüber nach, dass Google mit seinem Kartendienst, der Handy-Antennen-Daten und GSM-Daten verknüpft, 24 Stunden pro Tag metergenaue Bewegungsprofile der Nutzer erhält, die das Zeug nicht abklemmen, logischerweise eindeutig einer Person zuzuordnen und verkäuflich. Kaum jemand von diesen Nutzern wundert sich darüber, wie es denn klappt, dass er dann auf allen Internet-Seiten, die man unter Android-Phones kaum effektiv gegen Werbung filtern kann, rein zufällig genau die Werbung für den nahegelegenen Shop oder das nächste Restaurant eingeblendet wird...

    All das steht an diversen Stellen im Internet zum Nachlesen, aber wer liest schon und schaltet die Google-Karten ab? Selbst geschäftlich brisante Dinge werden heute immer mehr über E-Mail versandt, und etwa 1 Promille der Nutzer weiß überhaupt, dass Dritte das Material mitprotokollieren, lesen, weiterleiten, abfangen oder auch verändern können, Und dass es die Möglichkeit gäbe, die Dinger digital zu chiffrieren und zu signieren, davon dürfte einer von Tausend schon mal was gehört haben. Nutzen tun es ... einer von einer Million? Warum: Weil es per default nicht vorhanden ist. Und weil es in den Handy-Mail-Clients ohne Hack auch irgendwie gar nicht direkt installierbar ist, warum nur? Suchen Sie doch mal in den Applikationsläden nach PGP-Mail oder nach anderen ernsthaften Verschlüsselungssystemen ... fündig geworden?

    Zweitens: Es ist nicht statthaft, nicht seriös und nicht zulässig, ungefragt Daten an irgendwen oder an irgendeine Firma zu übermitteln und sich dann herauszureden, dass man den Mist ja deinstallieren kann. Schon mal was von "Beweislastumkehr" und deren Verfassungswidrigkeit gehört? Das hier geht noch weiter; der Nutzer muss nämlich Aufwand treiben, um das illegale Produkt erst mal in einen Zustand zu bringen, in dem es legal betrieben werden darf!


    > Genauso wird es beim Smartphone sein. Dass Canonical das alles
    > standardmäßig mitliefert, ist unschön, aber auch nicht weiter
    > problematisch, da deinstallierbar.
    Es ist weit mehr als unschön. Es ist eine klare Verletzung von Gesetzen. Sogenannten Datenschutzgesetzen. Schon mal was davon gehört? Kann man nachlesen. Suchmaschinen helfen. Lesen bildet.


    > Wie meine Vorredner schon sagten, geht es hier um ein
    > kostenloses Produkt von Canonical.
    Durch Wiederholung wird Irrelevantes nicht bedeutungstragend und Behauptungen werden auch nicht wahr. Ob Canonical das Produkt an den Hardwarehersteller kostenlos weitergibt oder nicht, ist deren Entscheidung und das ist a) nicht öffentlich und b) auch nicht Gegenstand der Diskussion - und es würde c) die Firma auch nicht entschuldigen.

    Wer kostenlos Drogen verteilt, macht sich trotzdem strafbar!

    Die Handys werden übrigens nicht kostenlos sein. Und für den Endkunden ist selbst das irrelevant. Ihre Waschmaschine, Ihr Kochherd, Ihr Auto usw. enthält auch neben Gerätschaften eine Programmsteuerung; ob die bezahlt oder gespendet wurde, ist für Sie unerheblich, da Sie mit dem Endverkäufer und nur mit ihm einen Vertrag eingehen. Und den bezahlen Sie auch für die Maschine. Und für den Support. Und für die Beratung. Und der ist auch letztendlich dafür verantwortlich, dass das Gerät den geltenden Gesetzen genügt.

    > Die müssen auch ihre Mitarbeiter bezahlen und wenn das ein Weg ist [...]
    1. Nun widersprechen Sie sich selbt: Entweder ist die Software kostenlos oder Amazon bezahlt dafür. Was nun?
    2. Ihre Mitarbeiter bezahlen muss die Mafia auch. Macht sie das in Ihren Augen legal?
    3. Sie erwarten doch nicht allen Ernstes Mitleid für eine Firma, die sich und andere illegal bereichert? Illegale Spioniererei ist KEIN WEG. Canonical tut mir gar nicht leid; die profitieren nämlich im Wesentlichen von der Leistung einer großen Community von Programmierern, die im besten Fall einen feuchten Händedruck bekommen. Canonical steuert der Linux-Software nichts Brauchbares bei außer ein bisserl bunt. Das kann man ebenfalls nachlesen; Ubuntu bzw. dessen Hersteller wird zu Recht wegen seiner Schmarotzerei in der Linux-Szene zerrissen.

    > [...] und ich davon profitiere und ein tolles OS bekomme, dann los!
    Dann schalten Sie doch bitte das SpyTool an, nachdem Sie es selber installiert haben. Dann ist es nämlich zwar immer noch hundsmies, aber immerhin legal! Die Mehrzahl der Nutzer will den Kram nicht und es bleibt illegal. Also nicht: "los!", sondern "Weg damit!"

    Dass heute Daten über Menschen als Geldersatz missbraucht werden, ist zwar Tatsache, aber weder legal noch akzeptabel. Wenn Sie von Amazon etwas kaufen, dann wollen Sie auch nicht, dass die Firma zusätzlich zum Geld für das Produkt noch ihre Privatsphäre zu Gewinn macht, oder? Und selbst wenn Sie das wollen: Die überwiegende Mehrzahl der Menschen will es nicht, wenn man sie fragt. Aber Canonical will die Sauerhei halt doch vertuschen und labert herum - und futiert sich um bestehende Gesetze.

    MIT dieser Spionage-Suche kann das Produkt in Europa eh nicht legal verkauft werden; der Verkäufer muss es deinstallieren, bevor er es weitervertreibt. Sonst kann er nämlich erst mal haftbar gemacht werden...


    > Es hört auf, wenn solche Dinge heimlich passieren und man sie nicht
    > loswerden kannn. Davon kann hier nicht die Rede sein.
    Doch, jedenfalls, wenn man die Chronologie der Ereignisse a) mitverfolgt und b) nicht verdrängt hat:
    Schritt 1: NACH dem Ende der Änderungs-Entwicklungsphase, also bereits in der Phase, in der NUR NOCH GROBE FEHLER korrigiert werden dürfen, hat Canonicals Chef in aller Heimlichkeit das Spionage-Ding in den Code geschleust.
    Schritt 2: Als erste Programmierer das Ding gefunden haben, hat er erst mal dementiert, was es tun sollte.
    Schritt 3: Als die Funktion nachgewiesen wurde, hat er behauptet, dass das eine "mögliche Funktion in einem Beta-Stadium" sei. Das war gelogen, denn von da an hat er dem Müll, vorbei an der Community, jedes Mal wieder in den Code eingschummelt.
    Schritt 4: Auf massiven Protest hin hat er zugegeben, dass das Ding nun per default im System enthalten sei und was es tue.
    Schritt 5: Auf massivsten Protest hin hat er dann eine Abschaltbarkeit in Erwägung gezogen.
    Schritt 6: Auf massivsten Protest hin hat er dann die Abschaltbarkeit implementiert, ganz versteckt.

    Auch mit dem letzten Schritt ist allerdings den Datenschutzgesetzen immer noch nicht Genüge getan: Es darf nicht per default an sein, denn es ist illegal.

    Schritt 7 wird sich zeigen: BISHER ist der Müll nämlich nach jedem Update wieder aktiv! Logischerweise ohne Rückfrage und undokumentiert.
    Fakt ist: Es wird heimlich spioniert und es ist bislang nicht (dauerhaft) abschaltbar!

    > Transparenz wird groß geschrieben
    Lüge wird groß geschrieben, Verheimlichung ebenso. Transparenz sollte aber in der Wahrheit liegen.
    Solches Gebahren ist keine Leistung und erst recht kein Verdienst, sondern die Methode von UBS und Drogen-Sportlern: immer genau das "großzügig" zugeben, was eh schon jeder weiß, der sich woanders informiert.

    > und Jono Bacon, Canonicals Community Manager und weitere
    > Ubuntu-Leute halten wöchentlich Hangouts, bei denen man
    > Fragen stellen kann und auch Antworten erhält.
    Ja: Lügen, Lügen, Märchen und Entschuldigungsgebrabbel. Aber keine auch nur ansatzweise seriöse Reaktion in Bezug auf diesen Spionage-Müll.


    > So etwas würde ich mir von anderen Unternehmen auch wünschen.
    > Google macht sehr viele ähnliche Dinge, aber eher im
    > Nachhinein, um Developer zu betreuen.
    Google ist ebenfalls für miese und teilweise illegale Datenspionage bekannt, wie z. B. die merkwürdigen "Kameras", mit denen sie beim streetspy auch gleich Wifis mitprotokolliert haben ... keine Kamera der Welt zeichnet Funkwellen eines Wifi-Systems auf. Die Folge waren Klagen, die teilweise noch hängig sind, Aufzeichnungsverbote, gerichtliche Löschanweisungen. Keine gute PR für eine Firma.

    > Was [SIE] da von [SICH] gegeben [HABEN], grenzt an Paranoia
    Ob Sie - ich bleibe bei der korrekten Anrede - Ihre Daten verschleudern, ist Ihre Sache, solange es wirklich nur IHRE Daten betrifft. Wie Menschen, die sich in der Sache auskennen, damit umgehen, ist deren persönliche Entscheidung - und wie Sie das dann nennen, ist rein ihr privates Dinge und hat bestenfalls für Sie allein irgendwelche Relevanz. Mein Telefon hört Amazon nicht ab, ebenso wenig lesen die meine E-Mails oder bekommen meine Telefonrechnung. Und dasselbe gilt für Canonical. Und da Sie ja in Unkenntnis der Sache so großzügig mit Daten umgehen, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass es verboten ist, ohne meine Erlaubnis irgendwelche meiner Postings zu verbreiten, denn das sind MEINE Daten.

    > Datensicherheit ist wichtig, man kann es aber auch übertreiben.
    Vielleicht wäre es gut, Sie würden erst mal damit anfangen, zu verstehen, worum es dabei überhaupt geht? Datensicherheit und Datenschutz ... klickt da irgendwas? Unterschied? Zusammenhang? Wesen? Aufgabenzuordnung? Problemanalyse? Lösungsansätze? Auf Position Null kann nur eines übertreiben: die Warterei, bis man losläuft!

    Sie propagieren ein Gerät, das ungefragt und gesetzwidrig Nutzerdaten ausspioniert und an eine Firma weiterleitet, die die Daten dann illegal weiterverkauft oder unerwünscht und damit wieder illegal Werbung (Spam) an diesen Nutzer sendet, um ihn zum Kauf von irgendwas zu verlocken. Solches Gebahren ist kriminell, subversiv und manipulativ!

    Willkommen in der Realität des IT-Sumpfes!

    Nachtrag: Als ich zum ersten Mal von einem funktionierenden Smartphone unter einem Linux-Betriebssystem gelesen habe, hat mich das gefreut, weil ich dachte, dass nun endlich das realisiert wird, worauf ich schon lange warte: ein Smartphone mit offenem Betriebssystem und ebensolchen Treibern, wohl auch mit nicht an Firmen gebundener Synchronisationsmöglichkeit und wegen der breiten Kontrollmöglichkeit des Codes auch mit einer erfahrungsgemäß rascheren Korrektur bei Fehlern oder gefundenen Sicherheitslöchern. Dann die Design-Studien: Ja, das gefiel mir; das sah interessant aus. Mit dem Spion-Mist hat Canonical das Vertrauen sehr vieler Leute verloren und der Open-Source-Gemeinschaft einen kaum überbietbaren Bärendienst erwiesen; anstatt eine reale Alternative zu liefern und so die "Großen" Spione zum Umdenken zu bewegen, begibt sich diese Firma in deren aaßige Fußstapfen. Damit ist Canonical für seriöse Nutzer: tot.

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  12. Re: Ubuntu ab 12.1 = Spion für Amazon

    Autor Tuxianer 08.02.13 - 13:12

    vigges666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich meine ja nur, nach dieser Aussage sollte man sich erst gar nicht trauen,
    > seinen Rechner anzuschalten xD
    Wenn genügend Leute genügend Wissen über die "Funktionen" von Programmen sammeln und dann diese Dinger abschießen oder gar nicht erst kaufen, dann ändert sich auch der Anbietermarkt. Und wenn genügend Missstände aufgedeckt sind und der Gesetzgeber nicht mal wieder mit Geschenken an kriminelle Wirtschaftsbetriebe beschäftigt ist, dann entstehen auch neue Gesetze, die Dinge regeln. Oder denken Sie, dass auch nur eine Firma heute Garantien für irgendetwas geben würde, wenn sie nicht müsste? Der Smartphone-Markt ist leider sehr jung und sehr klein, so dass man sich zwischen Haien, Schmarotzern und Schnüfflern entscheiden muss und gesetzlich fast Null Hilfestellung bekommt. Was man tun kann: man kann sich dem Schund verweigern oder man hackt den "Beifang" weg. Ist allerdings nicht jedes Menschs Sache.


    > Nebst der Tatsache, dass dies sowohl bei apples iOS [...]
    Ja, apple spioniert, google spioniert im großen Stil, Microsoft wahrscheinlich auch (aber wenn, dann intelligenter!), und alle tun es noch zusätzlich über die Applikationshersteller bzw. lassen die Drecksarbeit von denen verrichten.

    Macht es da gut? Oder legal?

    > Jeder sammelt und verkauft Informationen & Daten, dass ist nunmal eines der
    > geldbringensten Geschäfte der heutigen Zeit!

    Nur, weil das inzwischen bei subversiven Einrichtungen als "normal" angesehen wird, ist es das nicht, und auch nicht legal. Mehr Diebstahl macht Diebstahl nicht legal; mehr Mord Mord auch nicht.

    Übrigens bringen Drogenhandel und Mord mehr Geld ein. Söldnerkriege zu führen, ebenso.

    Und alles ist gleichermaßen verwerflich und illegal. Und nichts in der Welt macht Diebstahl und Spioniererei und Manipulation legal.


    > Ich finde, jeder ist erwachsen genug, selbst zu entscheiden, ob er sich von
    > Schlagzeilen beeinflussen lassen will und es so akzeptieren oder
    > nicht.
    Hier ist der Wunsch der Vater des Gedanken: Wenn alle wüssten, was da vor sich geht, vielleicht sogar ein wenig darüber, wie, und wenn alle wüssten, wie man sich schützen kann und was man tun kann um das eigene Spartphone mit einer radikalen Firewall und mit Vernichtung der Spion-Prozesse gegen die Spioniererei und gegen die manipulative Werbung abzublocken, dann wäre es eines.

    Die Realität sieht anders aus: Die Leute können nicht akzeptieren, weil sie mangels Kenntnissen gar nicht entscheidungsfähig dazu sind; sie wissen fast nichts, außer, wie man die Dinger "bedient" (anstatt sie zu benutzen)! Sie kaufen die Kästchen und verstehen die 70 Bildschirmseiten von größtenteils illegitimen und damit bedeutungslosen 'AGB' nicht, klicken auf "Ja" und freuen sich wie kleine Kinder, weil ein Symbol mehr auf dem Ding drauf ist! "Erwachsen genug" sind die Nutzer eben nicht.


    > Oder gar vielleicht mal selbst versuchen, da durchzusteigen, was
    > eigentlich in der aktuellen Wirtschaft neben dem Offensichtlichen läuft. ;)
    Stufe 1: Hinschauen.
    Stufe 2: Denken.
    Stufe 3: Hinterfragen.
    Stufe 4: Informationen über etwas (statt von dem etwas) lesen und verknüpfen.
    Stufe 5: Handeln.

    Es geht. Es ist nicht bequem. Aber es geht.

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