Auch wenn es viel Theater, wegen zu hohen(?) Versionsnummern gibt: Ich habe das Gefühl, dass sich der Firefox durch das neue Aktualisierungssystem schneller entwickelt.
Nicht, weil sich die Versionsnummer ständig ändert, sondern weil wohl die Roadmap seit der Umstellung besser durchorganisiert ist.
Bevor große Änderungen angesammelt und bis zum nächsten Major Release aufgestaut werden, um die neue Versionsnummer vor dem Komma zu rechtfertigen, können solche Änderungen nun jederzeit je nach Priorität eingebracht werden.
Die Performance hat sich deutlich verbessert und steht (wenigstens auf meiner Hardware) der von Chrome oder Opera in nichts nach.
Die Diskussion um die Versionsnummern konnte ich sowieso nicht verstehen. Das ist vollkommen irrelevant.
Natürlich muss man einsehen, dass auch hinter Browsern mittlerweile eine Marke und ein Image steckt und durch die hohe Beliebtheit von Firefox ist er jetzt natürlich nicht mehr der Geheimtipp der "Profis", weshalb er in IT-Foren augenscheinlich wieder unbeliebter wird. Vor allem das ständige Aufgreifen von Wörtern wie "Bloatfox" scheint das zu verstärken, obwohl die scheinbare Trägheit des FF nur noch gefühlt ist und wohl ein Überbleibsel früherer Versionen darstellt.
Firefox enthält (im Gegensatz zu Opera) kaum Funktionen, die ich nicht schon mal gebraucht habe und für essentiell halte. Und da mein Fuchs auch mit 12 Add-Ons noch rund läuft und ich für meine Add-Ons unter Opera und Chrome keinen passenden Ersatz finde (oder keinen der mich vollkommen zufrieden stellt), ist Firefox (wieder) die beste Alternative auf dem Markt - für mich.
fry404 schrieb:
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> Auch wenn es viel Theater, wegen zu hohen(?) Versionsnummern gibt: Ich habe
> das Gefühl, dass sich der Firefox durch das neue Aktualisierungssystem
> schneller entwickelt.
> Nicht, weil sich die Versionsnummer ständig ändert, sondern weil wohl die
> Roadmap seit der Umstellung besser durchorganisiert ist.
Vor allem kommen Verbesserungen jetzt schneller beim Endbenutzer an. Man stelle sich einmal vor, Mozlla hätte den alten Entwicklungsprozess beibehalten, und Firefox 4 (mit all seinen Speicherineffizienzen, schlecht optimierten, weil komplett neue geschriebenen Komponenten, unausgereiften Features wie Panorama, etc.) wäre alles, was man Chrome entgegenzusetzen hätte. Firefox hätte nicht einmal mehr den Hauch einer Chance, auf dem gegenwärtigen Markt zu bestehen.
Die Versionierung ist eben nicht trivial. Wenn man etwas hinter dem Punkt verändert, geht es um Optimierungen, Bugfixing, etc. Vor dem Punkt, das bedeutet aber ein Major-Release, bei dem grundlegende Dinge verändert wurden, die Kompatiblitätsfragen zur bestehenden Infrastruktur aufwerfen. Das mag für den Privatman irrelevant sein, aber in einem Unternehmen, in dem Mitarbeiter darauf angewiesen sind, dass die IT funktioniert, zum Beispiel dass bestimmte Webseiten auf jeden Fall funktionieren und nachvollziehbare Ergebnisse liefern, ist das etwas anderes. Beim Firefox wurden zwischen den Major-Releases der letzten Monate oft nur Kleinigkeiten geändert, die ein Major-Release sicher nicht angebracht wäre, einfach nur um mit der Versionierung vom Internet-Exploder, Opera und Chrome mithalten zu können. Doch für die Unternehmen bedeutet ein Major-Release, der Versionssprung vor dem Punkt, egal ob begründet oder unbegründet zusätzlichen Testaufwand, um sicher zu gehen, dass alles was mit der neuen Programmversion in Berührung kommt, damit noch reibungslos funktioniert.
Übrigens, die 6 Wochen die ich jetzt als Admin Zeit hätte, um den FF 10 zu testen, ob er alle fürs Unternehmen wichtigen Seiten noch korrekt darstellt, und bei Formularen noch die richtigen Daten an den Server schickt, wären für mich zu kurz. Ich habe nämlich auch noch viele andere Sachen zu tun. Und die anderen Kollegen auch.
Die Benutzer in unserem Netzwerk bekommen auf Wunsch auch den Firefox auf ihren PC, jetzt auch statt dem 3.6er den 10er LTS, aber wir haben ihnen verboten, mit dem Firefox für den Geschäftsbetrieb wichtige Dinge zu erledigen, das machen die schön brav mit dem IE 9, den wir schon durchvalidiert haben, und den wir zentral per Policies steuern können. Der Zugriff auf alle Mozilla-Webseiten und Server ist über den Proxy auf eine Hinweisseite umgeleitet damit der Browser sich nicht automatisch aktualisieren kann, und man da keine unerwünschte Erweiterungen installieren kann.
Das Problem, dass bestimmte Webseiten nur mit dem IE geöffnet werden dürfen, haben wir mal einige Zeit mit IE-Tab versucht zu lösen, darin kann man ja einstellen, dass bestimmte Seiten automatisch damit auf den IE umgeleitet werden, aber das hat sich nicht bewährt, weil das Plugin IE-Tab den Browser durch seinen Speicherfraß zu sehr aufgeblasen hat.
1st1 schrieb:
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> Beim Firefox wurden zwischen den Major-Releases der letzten Monate oft nur
> Kleinigkeiten geändert, die ein Major-Release sicher nicht angebracht wäre
Änderungen am Core wie durch das Erweitern der Unterstützung von HTML-Elementen ist also eine Kleinigkeit? Aus Anwendersicht sicher, weil er die Änderung nicht direkt sieht. Aber warum denkst du kannst du eher darüber entscheiden was einen Major-Release eines Programmes rechtfertigt oder nicht, als die Leute die es programmieren?
> Doch für die Unternehmen bedeutet ein Major-Release, der
> Versionssprung vor dem Punkt, egal ob begründet oder unbegründet
> zusätzlichen Testaufwand, um sicher zu gehen, dass alles was mit der neuen
> Programmversion in Berührung kommt, damit noch reibungslos funktioniert.
Das ist absoluter Quatsch und Augenwischerei. Jeder Bugfix, also auch "Versionssprünge nach dem Punkt", können dazu führen, dass eine Seite nicht mehr wie erwartet funktioniert. Auch Sicherheitsfixes können dazu führen. Und gerade wenn es sich um interne Formulare o.ä. handelt, kann Mozilla, oder sonst ein Browserhersteller, das nunmal schlecht testen. Auch hat Mozilla selbst gesagt, dass auch die Minorversionen nicht immer nur Bugfixes enthielten.
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