"Er sei es leid gewesen die teuren Arduino-Platinen in Projekten zurückzulassen oder ständig aus alten Projekten herauszureißen, um sie in neuen zu verbauen, schreibt Kettenburg"
Arduino ist ja eher als Prototyp-Werkzeug zu sehen. In das fertige Projekt hätte er ja auch einen AVR einbauen können.
Einen Arduino Bootloader bekommt man auf nahezu jeden AVR.
Das was er jetzt hat, ist doch auch nur ein kleiner Attiny mit ein wenig Hühnerfutter, um ihn an USB hängen zu können. Dafür sind 12$ auch schon wieder überzogen.
Mittlerweile gibt es schon soviele Arduino Varianten, dass das ursprüngliche Konzept schon wieder nicht mehr funktioniert:
Einheitliche Hardware mit einheitlichen Erweiterungen
Jedes kleine Board mit einem AVR wird jetzt als Arduino verkauft.
Rechnen wir mal:
Board in der Größe: ~1¤ bei Einzelbestellung von Mehrfachnutzen auf Europlatine
AtTiny85 1,35 (Einzelpreis Reichelt (SO8-Version, aber normalerweise je kleiner desto billiger)
Spannungsregeler 0,25¤ (Einzelpreis Reichelt) - Kann wahrscheinlich sogar weggelassen werden
Hühnerfutter: ~1¤ (bei Einzelkauf - zu je hundert kostet das stück meist nur 1/10)
Aufwand Bestückung? Manuell vielleicht 15min, wenn geübt weitaus weniger.
Aufwand Bootlader-Flashen (geht sogar manuell schnell, IC einfach 20s auf eine entsprechende Platine pressen, oder, da alle Pins auf dem Board herausgeführt werden, einfach kurz eine Pinleiste in das bestückte board leicht verkannten)?
Fazit:
Hat ausßer dem Bootloader mit Arduino nix gemein.
Wenn ich sowas bräuchte, würde ichs mir für 3¤ lieber selber bauen, als 12$ dafür zu beazahlen, wo ja wahrscheoinlich auch noch Versand dazukommt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.12 18:44 durch vlad_tepesch.
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Ergänzung:
Der Spannungsregler scheint mir sogar ungeeignet.
Die Eingangspannung muss laut Datenblatt mindesten 2V über der Ausgangsspannung liegen.
Ausgangsspannung vom MC78M05C ist ist 5V, woher bekommt er also >7V vom USB?
richtig gar nicht!
2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.12 18:51 durch vlad_tepesch.
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Und die wichtigste Frage ist unbeantwortet: läuft Linux schnell genug drauf inkl. Firefox ? ;-)
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Deswegen ist der Stabi auch nur für externe Versorgung, wie so ziemlich bei jedem Arduino.
Ich denke schon, dass das Ding seine Einsatzzwecke findet, überall dort, wo die Platzverhältnisse stark beschränkt sind. Der wesentliche Unterschied zwischen einem Arduino und einem nackten uP ist imho nicht die Abmessung der Platine, sondern dass man ihn einfach programmieren kann.
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Naja ich bin etwas Skeptiosch was den Arbeitsspeicher anbelangt. 512 Bytes halte ich doch für recht knapp bemessen. 1-4 KB wären durchaus besserangebracht. Dies würde 1-4 Seiten Din A 4 (Quellcode) ergeben. Damit könnte man schon einiges anfangen.
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Im RAM (flüchtiger Speicher) solltest Du auch keinen Quellcode haben. 6KBytes nutzbarer Flash ist doch OK für den Code.
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Ampel schrieb:
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> Naja ich bin etwas Skeptiosch was den Arbeitsspeicher anbelangt. 512 Bytes
> halte ich doch für recht knapp bemessen. 1-4 KB wären durchaus
> besserangebracht. Dies würde 1-4 Seiten Din A 4 (Quellcode) ergeben.
Was ist das denn für eine kuriose Umrechnung KB Ram in DinA4 Code?
> Damit
> könnte man schon einiges anfangen.
könnte man nicht.
Die AVRs besitzen eine HArvardarchitektur und können keinen Code im Ram ausführen
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t3d_et schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Deswegen ist der Stabi auch nur für externe Versorgung, wie so ziemlich bei
> jedem Arduino.
warum sollte man eine Externe Versorgung benutzen?
USB liefert bis zu 500mA pro Port (ja ich weiß, das ist Verhandlungssache zwischen Host und Device - theoretisch - faktisch hält sch da kaum jemand dran, warum also ausgerechnet bei Hobby-Bastelleien)
Der einzige Grund eine Externe Versorgung zu nehmen, wäre, dass man mehr Strom braucht - geht aber nicht, da der Spannungsregler maximal 500mA liefern kann.
>
> Ich denke schon, dass das Ding seine Einsatzzwecke findet, überall dort, wo
> die Platzverhältnisse stark beschränkt sind.
> Der wesentliche Unterschied
> zwischen einem Arduino und einem nackten uP ist imho nicht die Abmessung
> der Platine, sondern dass man ihn einfach programmieren kann.
einen normaen uP kann man auch einfach programmieren, wenn man erst mal den Bootloader drauf hat.
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vlad_tepesch schrieb:
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> warum sollte man eine Externe Versorgung benutzen?
Weil nicht überall dort, wo ein Arduino platziert wird, zufällig ein USB-Port herumliegt.
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dann ist allerdings die Frage, warum ich ein Arduino mit USB benutzen will.
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Der Formfaktor ist ganz nett.
Plug and Play, keine externe Spannungsversorgung nötig.
Preis ... naja find ich auch etwas hoch. Man muss aber sagen dass der Aufwand so etwas selber herzustellen recht hoch ist und ich es dann doch lieber kaufen würde. (Platinen ätzen ist zugegeben "ätzend" sofern man nicht professionelle Geräte hat. Hobbymäßig ist es ein zeitintensives, vom Mondstand abhängiges Würfelspiel. Und das Ergebnis ist nie so gut wie professionelle mehrlagenplatinen).
Wenn man Erfahrung mit Arduino hat ist das sicherlich ein willkommenes Gadget. Und bei dem Erfolg und der Tatsache dass es Open Source ist wird der "Markt" sicher bald noch kleine Brüder und Schwestern hervorbringen. Die kosten dann vielleicht auch weniger Versand nach Europa ;-)
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vlad_tepesch schrieb:
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> dann ist allerdings die Frage, warum ich ein Arduino mit USB benutzen will.
Die Frage wird doch schon im Artikel beantwortet: "Das Digispark lässt sich direkt in einen USB-Port eines Rechners stecken und mit der Arduino-Entwicklungsumgebung ab Version 1.0 programmieren."
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p-d schrieb:
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> Im RAM (flüchtiger Speicher) solltest Du auch keinen Quellcode haben.
> 6KBytes nutzbarer Flash ist doch OK für den Code.
Auf den µC gehört überhaupt kein Quellcode, sondern nur Binärcode...
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platinen würde ich ja schon kaufen.
wie gesagt, da wäre ca mit 1¤ pro exemplar Bei einer Einzelbestellung von einem Mehrfachnutzen im Europa-Format 16x10cm zu rechnen,
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Er wird die Platinen schon nicht selbst ätzen.
Ich erinnere mich daran, dass ich vor ~1,5 Jahren auf DMAX in der Sendung "Die Prototypen" gesehen habe, wie sie eine Platine gebraucht haben, die der Entwickler, der dafür normalerweise zuständig ist, nicht selbst herstellen wollte, weil sie ihm zu aufwändig war. Sie sind dann zu einer Firma gegangen, die doppelseitige Platinen professionell und vollautomatisch herstellt. Zwar benötigten "die Prototypen" (so nennen sie sich auch selbst, deswegen der Sendungsname) nur eine Platine, aber sie haben gleich 24 oder 25 abgenommen, weil das die kleinste angebotene Stückzahl war. (Ich weiß nicht mehr genau, ob es 24 Platinen oder 24 weitere Platinen waren.) Sie sagten, dass es sich dennoch für sie lohnen würde.
Erik Kettenburg hat für sein Projekt bereits fast 3.500 Unterstützer und demnach zu urteilen sollen wohl zehntausende Digispark-Platinen hergestellt werden. Das erfolgt natürlich maschinell.
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mir ging es um den Kommentar von sultan...:
> Preis ... naja find ich auch etwas hoch. Man muss aber sagen dass der
> Aufwand so etwas selber herzustellen recht hoch ist und ich es dann doch
> lieber kaufen würde. (Platinen ätzen ist zugegeben "ätzend" sofern man
> nicht professionelle Geräte hat. Hobbymäßig ist es ein zeitintensives, vom
> Mondstand abhängiges Würfelspiel. Und das Ergebnis ist nie so gut wie
> professionelle mehrlagenplatinen).
Das Digispark die Platinen fertigen lässt ist mir klar.
Ich hab mir letztens erst Platinen fertigen lassen. Das ist nicht so teuer.
für 10x16cm, wo man ja 40 solcher Platinen draufbekommt, bezahlt man bei einem deutschen fertiger als Einzelstück vielleicht ~50¤
Wenn du 100 oder mehr solcher Platinen nimmst ist das ganze natürlich noch viel billiger.
Für Hobby würde ich mir statt 12$ also lieber die rohen Platinen bestellen und selbst bestücken.
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vlad_tepesch schrieb:
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> Für Hobby würde ich mir statt 12$ also lieber die rohen Platinen bestellen
> und selbst bestücken.
Warum ließt eigentlich niemand die Beschreibung auf kickstarter. Der Digispark kosten auf logistischen Gründen $12 (inklusive Versand in den USA!). Solltest du ein anderes Paket als dieses Wählen bist du bei knapp $8 pro Stück.
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vlad_tepesch schrieb:
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> Rechnen wir mal:
> Board in der Größe: ~1¤ bei Einzelbestellung von Mehrfachnutzen auf
> Europlatine
> AtTiny85 1,35 (Einzelpreis Reichelt (SO8-Version, aber normalerweise je
> kleiner desto billiger)
> Spannungsregeler 0,25¤ (Einzelpreis Reichelt) - Kann wahrscheinlich sogar
> weggelassen werden
> Hühnerfutter: ~1¤ (bei Einzelkauf - zu je hundert kostet das stück meist
> nur 1/10)
Es sind $8 das Stück.
Du kommst bei deinen Berechnungen auf 3,60Euro Materialpreis (ist es wirklich dein Ernst? Du verkaufst deine Produkte also auch zum Fertigungspreis? Ich fang gleich an zu lachen!!!), das sind $4,50. Rechnest du hier noch die Versandkosten hinzu (sind für USA inklusive), dann ist die Marge nicht wirklich groß.
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