Bitte erkläre jemand einem noob was ein Grafikserver ist. Thx!
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michi5579 schrieb:
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> Bitte erkläre jemand einem noob was ein Grafikserver ist. Thx!
http://de.wikipedia.org/wiki/X_Window_System
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Bei X11 ist das traditionell so: (denk an die 1980ger Jahre)
Du hast ein Gerät auf dem Tisch stehen, das sich X-Server nennt. Das hat einen Monitor, eine Tastatur und eine Maus. Es ist über eine Netzwerkleitung mit einem Computernetz verbunden. In diesem Netz hängen auch Computer.
Du kannst jetzt auf einem der Computer ein Programm starten und ihm sagen, dass er doch die Ein- und Ausgabe auf Deinem X-Server machen soll. Das Programm verbindet sich dann mit dem X-Server und Du kannst es nutzen so als ob Du Deinen eigenen Rechner mit Graphikkarte hättest. (In der Praxis schickt Dein X-Server eine Anfrage an die Rechner in der Umgebung, und die starten für Dich dann ein Login Programm)
Der große Vorteil dabei ist, dass Du Programme von mehreren Rechnern problemlos nebeneinander ausführen kannst. Auf Workstations war der X-Server schon integriert. Du konntest somit lokale Programme ausführen, oder Dich auch auf einen anderen Rechner (bzw. eine andere Workstation) einloggen und dessen Programme nutzen.
Heute gibt es die traditionellen Workstations nicht mehr, aber Linux-Systeme bieten genau die gleiche Funktionalität. Ich kann beispielsweise an einen Rechner eine Kamera anschließen mich von einem anderen Rechner aus einloggen, und das Programm zur Ansteuerung des Rechners nutzen. Das ist nicht immer sehr schnell, aber besonders in Notfällen unglaublich praktisch.
X11, das bisherige Verfahren unterstützt Netzwerktransparenz. Sprich es spielt keine Rolle ob das Programm lokal ausgeführt wird oder auf einem Rechner in Japan. Wird es lokal ausgeführt so optimiert sich das automatisch, und ist recht schnell.
Wayland kann das nun nicht, und das ist das große Problem. Das ist der Hauptgrund warum die Leute Wayland nicht mögen.
Es gibt übrigens einen weiteren Displayserver, nämlich rio. Der läuft unter Plan9. Bei dem wird der Bildschirm in Bereiche aufgeteilt und jeder der Bereiche ist ein Verzeichnis in einem virtuellen Dateisystem. In dem Verzeichnis kann dann eine Anwendung laufen, oder auch noch mal rio. Oder Du kannst ein Verzeichnis freigeben und Programme von anderen Rechnern können darauf zugreifen, usw.
Das hätte eine gewisse Eleganz gehabt und wäre ein Fortschritt gegenüber X11 gewesen.
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Casandro schrieb:
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> Wayland kann das nun nicht, und das ist das große Problem. Das ist der
> Hauptgrund warum die Leute Wayland nicht mögen.
Wayland ist nur ein Protokoll. Die Implementierung der Netzwerktransparenz obligt anderen Projekten. Wayland schließt das nicht aus...
2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.12 20:48 durch providus.
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Zu mal erst Plan9 das Unix konzept Konsequent umsetzt.
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm
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