Arch Linux ist kein Linux mit einer kleinen Benutzerschaft. Außerdem hat es ein interessantes Konzept und eine super Community.
http://www.archlinux.org/
P.S. Wenn ihr schon Distributionen mit forensischen Tools vorstellt, dann nehmt doch Backtrack. Oder habt ihr davon zurückgescheut, weil es in Deutschland "illegal" ist?
Hi Wondercat,
Arch Linux finde ich auch interessant. Gibt es davon eigentlich auch Derivate die so ein bissel auf Benutzerfreundlichkeit setzen.
Ähnlich wie Sabayon bei Gentoo.
Sorry, habe aber keine Lust privat noch die wildesten Sachen im Text-Mode zu machen.
Davon habe auf Arbeit mehr als genug.
Danke und Miau.
Chakra ist eine installierbare Live-CD basierend auf KDE und Arch, noch im Alpha-Stadium aber schon gut benutzbar:
http://chakra-project.org/
Arch ist eher etwas für gehobene Linuxanwender. Vorzüge sind:
der gute Paketmanager
das User Repository AUR
Bleeding Edge Softwarepolitik
Rolling Releases
Entscheidungsfreiheit bzgl. selbstkompilieren oder Binaryrelease
"Simple" steht nicht dafür, dass die Distribution besonders einsteigerfreundlich ist, sondern bezieht sich auf den Code. Ich selbst bin mit Arch tiefer in die Linuxwelt getaucht, da das Wiki eine sehr gute Einstiegshilfe bietet und die Community (IRC und Board) freundliche und kompetente Hilfe bietet. Was man allerdings mitbringen muss, ist sehr viel Zeit, Lernbereitschaft und die Bereitschaft sich die Hände schmutzig zu machen.
Arch im Vergleich zu anderen Distributionen:
http://wiki.archlinux.org/index.php/Arch_im_Vergleich_mit_anderen_Distributionen
http://wiki.archlinux.org/index.php/Arch_Compared_To_Other_Distributions
Kahel OS basiert auch auf Arch Linux. Hier is die Homepage von denen: http://www.kahelos.org/
Der letzte (und insgesamt zweite) Release von denen ist vom 25. Dezember.
Ich hab mir das gestern installiert. Kahel OS bootet sehr schnell, noch schneller als Arch Linux. Und man hat den GNOME Desktop gleich mit ein paar Standardprogrammen mitinstalliert.
Super ausgereift ist diese Distro noch nicht. Das installieren von Grub kann fehlschlagen, vor allem wenn man nicht ext2 als Bootpartition benutzt.
Aber empfehlen kann ich die Distro trotzdem. Die Community scheint auch nett zu sein.
Wondercat,
Danke, ist aber keine Antwort auf meine Frage. Benutzerfreundlichkeit und "für gehobene Linuxanwender" ist für mich zumindest kein Wiederspruch. -> (MacOS hat ein solides Unix/BSD und ist für die Benutzerfreundlichkeit auf Anwenderebene bekannt). Übrigens ist auch Suse ein gutes Beispiel.
Ich denke es bringt kein Linux voran, wenn man es für den elitären Kreis gehobener Linuxanwender zuschneidet.
Die Vorteile von Arch sehe ich natürlich genauso.
mdw,
Danke für den Tip -> probier' ich gleich aus.
> der gute Paketmanager
Naja. Ich liebe pacman, schnell und simpel, aber perfekt ist der wohl lange nicht. Momentane Mängel sind IMHO:
- keine Möglichkeit, Pakete im Repo zu signieren und automatisch von pacman prüfen zu lassen
- die optdepends von Paketen sind nur dazu da, dem Nutzer eine Liste anzuzeigen
- nur ein kleiner Mangel, aber ein Paket, dass ein anderes bereitstellt und genau damit auch in Konflikt steht, kann nicht einfach das andere Paket ersetzen. Es bleibt also bei pacman -Rd paket1 && pacman -U paket2
- ich vermisse die Dokumentation über die Abhängigkeiten, wenn man seine PKGBUILD in eine build()- und mehrere package()- Funktionen aufteilt. Betrifft zwar eher makepkg, aber das zähle ich mal dazu, schließlich ist es im Paket pacman enthalten.
- Bei einem update muss die komplette Datenbank mit heruntergeladen werden, nicht nur die aktualisierten Teile (betrifft nicht die Pakete). Für DSL kein Problem und mit Sicherheit auch KISS, aber ich weiß nicht, ob man das nicht besser hätte lösen können, evtl. mit rsync oder einem Programm zur Versionierung.
Davon abgesehen halte ich pacman immer noch für besser als die anderen. Ich habe vorher nur aptitude genutzt, aber pacman punktet bei mir durch eine einfache Syntax, hohe Geschwindigkeit und dadurch, dass es bei mir noch immer funktioniert hat. Nix mit "Bewertung für diese Lösung" usw.
> das User Repository AUR
In der Tat, auch wenn manche PKGBUILDs von zweifelhafter Qualität sind, weil die Arch Packaging Standards nicht eingehalten wurden. Deshalb nutze ich auch kein yaourt, sondern sehe mir jede PKGBUILD genau an. Die meisten Pakete sind aber vollkommen in Ordnung und ich muss nichts dran ändern.
> Bleeding Edge Softwarepolitik
Für vieles, aber auch nicht für alles. Beispiel hier: libgtkhtml. In den Repos ist 2.11.1, aktuell ist 3.28.2. Aber idR ist Arch wohl die aktuellste Distro, zusammen mit Sidux (und Gentoo?)
> Rolling Releases
In der Tat, ich will nicht mehr ohne :)
> Entscheidungsfreiheit bzgl. selbstkompilieren oder Binaryrelease
Ja, aber das Selbstkompilieren geht nicht automatisch und ist nicht so komfortabel wie bei den Systemen, wo man es darauf ausgelegt hat (Gentoo, BSDs?) Ich kompiliere nur selber, wenn mir das vorgefertigte Paket aus irgendeinem Grund nicht passt (veraltet, Feature nicht enthalten). Netterweise gibt es ja auch noch das ABS, damit kann man vorhandene Pakete schnell und einfach ändern.
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> MacOS hat ein solides Unix/BSD und ist für die Benutzerfreundlichkeit auf Anwenderebene bekannt
Ja, aber wenn es um wissenschaftliches Arbeiten geht, kommt man ohne viel Arbeit niemals an den Komfort, den Linux bietet - behaupte ich. Bei MacOS habe ich das Gefühl, man schämt sich so ein bißchen dafür, dass da ein BSD arbeitet. Ein Nachbar hat n Macbook und er wollte kicad installieren, hat es aber nicht geschafft. Wie das ganze mit Fink und Macports aussähe, weiß ich nicht.
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Der Molch macht's.
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Hallo mint_user
Als erste Linux Distribution habe ich ArchLinux benutzt. Habe anschliessend noch andere getestet. ArchLinux hat mir jedoch am besten gefallen. Die Installation mit dieser Anleitung( http://wiki.archlinux.org/index.php/Beginners_Guide_%28Deutsch%29) war einfach. Auch für mich als kompletter Linux Neuling. An dieser Stelle muss aber dennoch erwähnt werden, dass andere Distributionen bei der Installation deutlich benutzerfreundlicher sind. Die etwas umständlichere Installation von ArchLinux habe ich aber keinesfalls als ein Nachteil empfunden. Ich habe dabei sehr viel über den Aufbau von ArchLinux und Linux im Allgemeinen gelernt.
Hoffentlich konnte ich dir damit weiter helfen. ArchLinux ist auf jeden Fall eine Installation wert! ;)
Darf man lachen oder fühlt sich dann jeder Linuxjünger angegriffen.
Man steltl eine Frage in einem Linux Forum und es dauert keine 30 Sekunden bis man eine Antwort erhält.
"rtfm"
"stfu"
"google mal"
"lies doch das und jenes"
Aber irgend wie kommt selten eine vernünftige Antwort.
Besonders für Linux Ein-/Umsteiger stellt sich da schnell ein leichter Hass auf die super Community ein.
Es kann sein das bei Arch dies anders ist, ich kann es nicht wirklich beurteilen.
Jedoch habe ich in den letzten 10 Jahren so viel von der super Community mitbekommen das ich immer noch Windows als Betriebssystem verwende, denn wenn man mal eine Frage hat und diese in einem Windows Forum stellt bekommt man eher eine gescheite Antwort als in jedem Linux Forum.
Naja vielleicht habe ich ja auch nur immer das Glück die Graupen unter den Linuxianern zu treffen....
Autor schrieb:
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> Darf man lachen
'türlich
> oder fühlt sich dann jeder Linuxjünger angegriffen.
Der Einstieg ist Dir allerdings mißglückt.
So, wie wenn ich in einen Motorradclub gehe und sage, "Darf ich Euch Minipimmelkompensierern mal eine Frage stellen" - ich brauche mich nicht zu wundern, wenn man mir nicht mit Worten antwortet. ;-)
> Man steltl eine Frage in einem Linux Forum und es dauert keine
> 30 Sekunden bis man eine Antwort erhält.
> "rtfm"
> "stfu"
> "google mal"
> "lies doch das und jenes"
> Aber irgend wie kommt selten eine vernünftige Antwort.
Du liest anscheinend andere Foren als ich. Ich hatte bisher so gut wie nie Probleme, vernünftige Antworten in Foren zu finden. (Nein, ich habe nicht selbst gefragt)
Es kommt natürlich auf den Ton an, den man dabei anschlägt. Ich habe es - auch abseits von GNU/Linux - durchaus schon erlebt, daß jemand eine kurze Frage in den Raum stellte, ohne ausreichend Details zu liefern (was derjenige im Zweifel nicht wissen kann!) und dann pampig wurde, wenn man versuchte, ausreichend Informationen aus ihm 'rauszuholen.
> Besonders für Linux Ein-/Umsteiger stellt sich da schnell ein
> leichter Hass auf die super Community ein.
Siehe oben.
> Naja vielleicht habe ich ja auch nur immer das Glück die
> Graupen unter den Linuxianern zu treffen....
Oder Dein Fragestil ist ungefähr so wie der im Beispiel mit dem Motorrad-Club.
In den Foren, wo ich aktiv bin, beantworte ich idR auch nur Fragen, wenn der Ton "paßt". Damit ist kein unterwürfiges "Bitte laßt mich vom Kelch Eurer Weisheit trinken" gemeint, aber wer wie oben angerissen hereinstürzt, womöglich noch mit Hinweis darauf, daß er's eilig hat, zwei Brocken hinwirft und womöglich auch noch pampig wird, der kriegt zumindest von mir keine Antwort. Wenn Du das anders halten würdest, ziehe ich meinen Hut vor Dir. ;-)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.12.09 14:57 durch Flying Circus.
Am besten sind diese Hilfegesuche, wenn unterschwellig damit gedroht wird, man würde wieder zu Windows wechseln, wenn nicht sofort eine einfache Lösung geliefert würde. Wenn dann gesagt wird, derjenige solle halt Windows benutzen, wenn er das so gut beherrsche, wird das so ausgelegt, dass die Community arrogant sei.
Aber es stimmt: RTFM ist ein super Hinweis. Manche Probleme lassen sich mit dem Handbuch besser lösen als mit jedem Tutorial. Aber - und jetzt generalisiere ich - der Windowsnutzer will, dass er nur durch ein Setup klickt und am Ende noch den Haken für "readme.txt anzeigen" entfernen muss. Und wehe, es funktioniert dann nicht.
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Der Molch macht's.
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Naja, hier generalisierst du wirklich. :) Es gibt auch sehr viele lernfähige Umsteiger, so ist es ja nicht. Die dann auch ernst gemeinte Antworten kriegen. Der PEBCAC-Fall tritt doch eher selten auf.
Wondercat schrieb:
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> Bleeding Edge Softwarepolitik
Sehe ich nicht unbedingt als Vorteil.

> der gute Paketmanager
Ich kam vor einem Jahr von Debian. Ich war/bin
Apt gewöhnt. pacman steht Apt in vielem was die
Paketverwaltung angeht einfach nach. Was ich
als ein Manko empfinde, weil selbst yum meiner
Meinung nach 'besser' im Sinne von benutzerfreundlicher
ist.
Da Arch darüber hinaus ein paar andere
Vorzüge hat, bin ich geblieben. Aber pacman
würde ich nicht mit 'gut' bewerten!
Klingt aber schlimmer, als es ist. Denn man muss es auch so sehen: Auch alte Software mit Patches ist nicht frei von Fehlern. Die Philosophie von Arch ist es, dass Fehler in der Software im Upstream behoben werden sollten und die Pakete selbst so wenig eigene Patches wie möglich beinhalten. Wenn aber im Upstream Fehler beseitigt werden, dann wird ja auch die Versionsnummer erhöht (man würde also von bleeding edge sprechen, obwohl die Software stabiler geworden ist). Bei der Einführung neuer Features mag das wieder anders aussehen. Kritische Pakete sind bei Arch aber meines Erachtens nach stabil, gibt sogar offiziell das Paket "kernel26-lts", das für Server usw. gedacht ist.
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Der Molch macht's.
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Ich habe sowohl Fedora (KDE Spin), als auch Arch Linux und sidux bisher intensiv benutzt:
Ich finde sidux am besten von den dreien.
-Fedora hat keine so gute KDE Integration; kein Rolling Update
-pacman von Arch Linux ist apt deutlich unterlegen
-sidux ist trotz seiner "Debian Unstable"-Basis äußerst stabil und schnell und bietet eine gute KDE Integration.
sidux ist wirklich klasse !
Der braune Lurch schrieb:
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> Aber idR ist Arch wohl die aktuellste
> Distro, zusammen mit Sidux (und Gentoo?)
Wie kommst du denn darauf, dass Sidux sonderlich aktuell sei? Es mag vllt nach Debian Maßstäben aktuell sein, dennoch dauert es oft einige Monate, bis die aktuelle Version einer Software in unstable landet.
Dazu hat man bei Sidux immer wieder das Problem, dass sich bestimmte Pakete nicht installieren lassen, vor einiger Zeit lies sich mal nichts installieren, was auch nur im entferntesten mit gnome zu tun hatte, dann war mal für ein paar Wochen transcode weg, ziemlich nerfig das ganze.
Dazu hat Sidux ja auch noch eine ganz tolle comminity..
Da wird schon mal mit dem Rausschmiss aus dem irc channel gedroht, wenn man das einztige sidux Vorzeigescript smxi erwähnt - weil der Autor es doch tatsächlich möglich machte, die künstlichen Beschränkungen des Sidux Kernels zu umgehen, die eine Installation vom fglrx verhindern - ähnliches passiert, wenn man die kernel builds von Liquorix erwähnt.. denn damit scheint man wohl das Hauptmerkmal, mit dem sich sidux von einem vanilla debian unstable unterscheidet zu untergraben: den tagesaktuellen Kernel.
(Ansonsten bietet sidux natürlich noch einen sehr guten installer und einige weniger gute tools an, aber davon merkt man im täglichen Gebrauch wenig)
Hallo,
ich wollte mal auch sagen das ich auf Pacman Spielen stehe. Er ist wircklich schnell und einfach und das ist für viel sehr wichtig.
MfG
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