Das Rad nicht durch ein gut funktionierendes Rad eines anderen ausgetauscht, nein, lieber ein schlechteres "neues" Rad an den Wagen gebaut, das irgendwann mal sogut wie das vorherige Rad sein wird ;-)
Der Karren fährt dennoch nicht schneller.
Und jetzt beginnen die Radbauer der anderen Distributionen die gleichen Funktionen nochmal zu programmieren, damit ihr Rad das auch hat.
Ich dreh am Rad!
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Jein, das können User eher schlecht bewerten.
So manches Mal sieht Software aus, als würde sie funktionieren, ist intern aber derart kaputt, dass ein Rewrite unumgänglich ist.
Auf der anderen Seite hat man kein ultimatives Ziel, das man mit einem Stück Software erreichen will - es sind meist eher kurzfristige Pläne. Hat man nun ein neues Feature vor Augen, das die Welt verbessern könnte (etwas übertrieben, aber ... nuja), kann eine Neuimplementierung durchaus auch nötig werden.
Das ist auch nichtmal ein so apokalyptischer Schritt, wie es gerne dargestellt wird. Klar kostet eine Neuimplementierung erstmal Zeit / Ressourcen / Geld, kann sich hinterher aber lohnen.
Gerade im kommerziellen Bereich sehe ich oft genug, dass da versucht wird mit allerlei Mittelchen auf toten Pferden zu reiten - das wird dann RICHTIG teuer, weil jede Änderung / Erweiterung EWIG dauert. Erkennt man früh genug, dass ein Rewrite nötig wird, ist es so ziemlich der Idealfall ;)
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SelfEsteem schrieb:
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> Jein, das können User eher schlecht bewerten.
>
> So manches Mal sieht Software aus, als würde sie funktionieren, ist intern
> aber derart kaputt, dass ein Rewrite unumgänglich ist.
Dennoch fragt man sich, warum denn - wenn sie schon libsolv von openSUSE übernehmen - sie nicht auch das zugehörige Verwaltungstool "zypper" übernehmen. Ich finde zypper durchaus gelungen, es ist bei suse schon länger dabei und erprobt, und suse und fedora setzen doch beide auf das gleiche Paketformat rpm. Und zypper muss exakt die gleichen Probleme lösen, wie sie in der Paketverwaltung von Fedora auch auftreten. Chronisches Not-Invented-Here Syndrom kann ich mir auch kaum vorstellen, stammt yum doch auch ursprünglich von yellow dog linux.
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Geistesgegenwart schrieb:
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> Not-Invented-Here Syndrom kann ich mir auch kaum vorstellen, stammt yum
> doch auch ursprünglich von yellow dog linux.
Das ist der Grund warum ich auch SuSE umgestiegen bin für die Desktop Systeme. Ich habe keine Ahnung was sie da seit 5 Versionen bei Fedora treiben.
Für die Server fährt das gute Arch, weil das rolling release einen zwingt auf den Zehenspitzen zu bleiben und auch abseitige, komplexe Server(tools) in Binarys vorliegen - zunehmend auch als ARM-Version.
Linux könnte so so so viel weiter sein. Ich weiß gar nicht wie viele komplette Startup, Initd/Systemd/Desktop/Eventbus/USB-Änderungen ich seit 10 Jahren mitgefahren bin.
Trotzdem funktioniert so was einfaches wie ein zeitgesteuertes Hoch und Runterfahren mit Wald+Wiesenmothersboards problemlos unter allen Win, aber unter
Linux, naja, mit APM-Biospatches-basteleien die mich und die halbe Mailingslisten immer zu schnell aufgeben lassen. Danke Rasberry Pi für die Hilfe hierzu :)
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> Für die Server fährt das gute Arch
Bin also nicht der einzige, der das macht :)
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Der Molch macht's.
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How much money have you spent on League of Legends?
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Der braune Lurch schrieb:
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> > Für die Server fährt das gute Arch
> Bin also nicht der einzige, der das macht :)
Arch ist das FreeBSD der Linuxe ;^)
Die Base Install ist da wirklich Base. Da ist nichts drin was man nicht
braucht. SuSE oder Fedora oder CentOS Base ist meistens irgendwas
Minus dem Desktop.
Außerdem zwingt es den Admin ständig aufzupassen was bei den Servern
die wir verwenden Neues passiert. Das Spiel mit den LT-Releases mache ich
nicht mehr mit. Jedes mal ist ein Riesen Aufwasch einen lange vor sich updatenden
Server dann tatsächlich mal mit neuen Kernel etc. ganz neu aufzubauen. Oh,
das Modul gibt es nicht, oh die sind von einem property-File auf multiple umgestiegen, oh oh oh, kann ein paar Wochen dauern. My Ass ;)
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Trockenobst schrieb:
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> Der braune Lurch schrieb:
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> > > Für die Server fährt das gute Arch
> > Bin also nicht der einzige, der das macht :)
>
> Arch ist das FreeBSD der Linuxe ;^)
>
> Die Base Install ist da wirklich Base. Da ist nichts drin was man nicht
> braucht. SuSE oder Fedora oder CentOS Base ist meistens irgendwas
> Minus dem Desktop.
>
Das hört man immer wieder von Arch und Gentoo Fans, aber das Argument ist doch rein ideeler Natur. Was macht diese "mehr" dass SuSE/Fedora/CentOS mitbringen denn aus, bzw. inwiefern schränkt es einene ein? Richtig, nämlich genau gar nicht ausser das 2GB extra HDD space draufgehen. Bei Serverplatten von 500GB und mehr, und Gigabytepreisen von wenigen Cents ist das zu vernachlässigen, und dient heute nur als rechtfertigung der Zugehärigkeit einer pseudoelitären Admingruppe :)
> Außerdem zwingt es den Admin ständig aufzupassen was bei den Servern
> die wir verwenden Neues passiert.
Wenn du eine vielzahl von Server adminstrieren müsstest mit 99,99% Verfügbarkeit und es *richtig* teuer wird oder dein Job auf dem Spiel steht, wenn diese Verfügbarkeit nicht eingehalten wird, wirst du ganz schnell weg von rolling releases wollen.
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> Das hört man immer wieder von Arch und Gentoo Fans, aber das Argument ist
> doch rein ideeler Natur. Was macht diese "mehr" dass SuSE/Fedora/CentOS
> mitbringen denn aus, bzw. inwiefern schränkt es einene ein? Richtig,
> nämlich genau gar nicht ausser das 2GB extra HDD space draufgehen. Bei
> Serverplatten von 500GB und mehr, und Gigabytepreisen von wenigen Cents ist
> das zu vernachlässigen, und dient heute nur als rechtfertigung der
> Zugehärigkeit einer pseudoelitären Admingruppe :)
Gentoo? Pseudoelitär? Ich bin seit über 17 Jahren Admin bei einem ISP und habe alles durchgetestet was in der Zeit mal auf den Markt kam. (Hardened) Gentoo, Arch und FreeBSD sind über geblieben. Was anderes wird nicht mehr installiert.
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hhm ja genau das was du schreibst ist "pseudo elitär"... "... ich bin seit so und so viel jahren... bla bla...", das nennt man gemeinhin pseudo elitär...
bei jedem kunden der wirklich geld in die hand nimmt, wirst du im leben kein freebsd, arch oder gentoo finden...
da gibt es sles und rhel, bei älteren systemen wirst du evtl. noch solaris finden, da oracle aber seit einiger zeit exorbitante lizenzgebühren verlangt wird das sehr bald aussterben.
es mag sein, dass wenn du dich wirklich auf unterster ebene bei gentoo, arch oder bsd auskennst die systeme wirklich stabieler oder flotter laufen, aber da den meisten grossen firme es wichtiger ist jemanden an den eiern zu packen wenn mal was nicht funktioniert, als das perfekt stabile system zu haben, mal davon abgesehen dass sles und rhel mitlerweile auch mehr als nur stabil laufen, findet man gentoo, arch und bsd in grossen unternehmen wirklich nur in testsystemen.
ein weiterer punkt, der gegen gentoo, arch und bsd spricht, ist die zertifizierbarkeit bei versicherungen, wenn du deine daten als redundant und ausfallsicher zertifizieren lassen möchtest, funktioniert das eben leider nur über distros die vom hardware hersteller unterstützt werden und das sind leider ganz sicher keine reinen opensource systeme, sondern enterprise systeme für die du auch support kaufen kannst, aktuell fallen mir da sles, rhel und bei einigen hardware herstellern neuerdings ubuntu ein, bei oracle hardware natürlich noch solaris und bei hp noch hpux.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.13 15:41 durch lock_vogell.
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lock_vogell schrieb:
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> hhm ja genau das was du schreibst ist "pseudo elitär"... "... ich bin seit
> so und so viel jahren... bla bla...", das nennt man gemeinhin pseudo
> elitär...
> bei jedem kunden der wirklich geld in die hand nimmt, wirst du im leben
> kein freebsd, arch oder gentoo finden...
> da gibt es sles und rhel, bei älteren systemen wirst du evtl. noch solaris
> finden, da oracle aber seit einiger zeit exorbitante lizenzgebühren
> verlangt wird das sehr bald aussterben.
> es mag sein, dass wenn du dich wirklich auf unterster ebene bei gentoo,
> arch oder bsd auskennst die systeme wirklich stabieler oder flotter laufen,
> aber da den meisten grossen firme es wichtiger ist jemanden an den eiern zu
> packen wenn mal was nicht funktioniert, als das perfekt stabile system zu
> haben, mal davon abgesehen dass sles und rhel mitlerweile auch mehr als nur
> stabil laufen, findet man gentoo, arch und bsd in grossen unternehmen
> wirklich nur in testsystemen.
> ein weiterer punkt, der gegen gentoo, arch und bsd spricht, ist die
> zertifizierbarkeit bei versicherungen, wenn du deine daten als redundant
> und ausfallsicher zertifizieren lassen möchtest, funktioniert das eben
> leider nur über distros die vom hardware hersteller unterstützt werden und
> das sind leider ganz sicher keine reinen opensource systeme, sondern
> enterprise systeme für die du auch support kaufen kannst, aktuell fallen
> mir da sles, rhel und bei einigen hardware herstellern neuerdings ubuntu
> ein, bei oracle hardware natürlich noch solaris und bei hp noch hpux.
bin kein direkter ITler,
aber diese aussage halte ich mal für megakompetent und kaum zu widerlegen.
das meine ich ganz ernst und ehrlich!
danke für die info!
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Geistesgegenwart schrieb:
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> doch rein ideeler Natur. Was macht diese "mehr" dass SuSE/Fedora/CentOS
> mitbringen denn aus, bzw. inwiefern schränkt es einene ein? Richtig,
> nämlich genau gar nicht ausser das 2GB extra HDD space draufgehen
Man könnte es auch anders formulieren: ich brauche keine türkischen man Pages, ich brauche keinen komischen Bluetooth-Stack (für was auf dem Server?) und so weiter. Und wer nur von einer technisch write-protected 8GB SSD Booten will, für den sind 2 GB viel Platz. Und jeder Daemon der unnötig läuft ist ein Security Risk,
Es so lustig, wie häufig bei Debian und CentOS Foren die Leute skripte veröffentlichen wie man den Mist des "Base" Installs loswird und wie viele Leute ständig neue "Light Weight"-Linux Distributionen herausbringen die idealerweise nur 100mb brauchen. Der Bedarf ist sichtlich da.
Nur das zu installieren was man braucht hat auch eine gewisse technische Eleganz.
> Wenn du eine vielzahl von Server adminstrieren müsstest mit 99,99%
> Verfügbarkeit und es *richtig* teuer wird oder dein Job auf dem Spiel
> steht, wenn diese Verfügbarkeit nicht eingehalten wird, wirst du ganz
> schnell weg von rolling releases wollen.
Der Vorteil von Rolling Releases ist ganz simpel und einfach, dass die Wahrscheinlichkeit dass sich alle Module und Server gleichzeitig ändern ist bei Null. Wenn ich das System nach drei-fünf Jahren komplett neu aufsetzen darf ist die Wahrscheinlichkeit dass sich *alles* geändert hat extrem hoch. Man hat ja alle Änderungen gesammelt und da muss man jetzt durch. Das "Durch" verteilt sich bei Rolling eben über die gesamte Laufzeit.
Es gibt für alles verschiedene Ansichten, wir fahren extrem gut damit. Aber wir verbannen auch Trash-Software die bestimmte stable Umgebungen braucht in ihre eigene VM. Notfalls kriegt dieses Stück Softwarequatsch dann halt eine RHEL.
Aber wenn es geht vermeiden wir diesen Unsinn.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.13 19:57 durch Trockenobst.
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