IBM sollte lieber an LibreOffice mitarbeiten. Dieses Projekt ist OpenOffice mittlerweile in vielerlei Hinsicht (Performance, Features) überlegen und generell wäre es zu begrüßen, wenn sich die Entwickler beider Pakete mittelfristig wieder zusammen tun würden. Aktuell sind beide sehr verschieden (unter der Haube), was teilweise zu Problemen führen kann, wenn man eins der beiden Produkte im Firmeneinsatz hat, besonders, wenn Teile des Programms in der eigenen Software eingebettet sind. Ich würde es begrüßen, wenn OpenOffice eingestellt und der Fokus auf LibreOffice gelegt würde.
Stimmt und passwortgeschützte Dokumente sind bei LO derzeit broken.
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http://www.heise.de/open/meldung/Linux-auf-dem-Desktop-Europa-fuehrt-1243708.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Immer-mehr-Linux-auf-dem-Desktop-1404775.html
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.12 19:06 durch bstea.
Noch kann man doch gar nicht sagen, welches von den zwei Teams längerfristig bessere Arbeit leisten.
abcdewi schrieb:
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> Noch kann man doch gar nicht sagen, welches von den zwei Teams
> längerfristig bessere Arbeit leisten.
Sehe ich ähnlich. Wenn IBM bei OpenOffice einsteigt stärkt dass OpenOffice auf jeden Fall. Kindisch ist das ganze in jedem Fall genauso...
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Für offene Standards
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Ich bin seit der Fork bei OpenOffice geblieben und kann nicht klagen. Ich hoffe auch auf eine Wiedervereinigung der beiden Entwickler-Teams. Das dürfte im Endeffekt allen zu gute kommen.
Wird Open- oder Libre-Office schon auf Android portiert?
Bei LibreOffice kommt die Funktionalität, das komplette Programm im Browser (also plattformunabhängig) laufen zu lassen. Das ist, soweit mir bekannt ist, bei OpenOffice (noch) nicht geplant. LibreOffice wäre dann also auch auf einem mobilen Gerät mit Android, iOS usw. lauffähig.
Wenn's denn mal so weit ist. Ich sehe derzeit noch nicht, dass Libre Office besser ist. Bislnag konnte mir auch niemand wirkliche Gründe geben. Bei Libre nervt mich, dass ich, wie früher bei Open Office auch, die Sprachdatei extra installieren muss. Das ist bei OO nicht mehr der Fall. Ich habe nun den Eindruck, dass mit IBM ein sehr potenter Partner ins Spiel kommt. Open Office könnte so alsbald an Libre Office vorbei ziehen ... ;-)
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Its Time to think. More Different ...
AndyGER schrieb:
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> Wenn's denn mal so weit ist. Ich sehe derzeit noch nicht, dass Libre Office
> besser ist. Bislnag konnte mir auch niemand wirkliche Gründe geben. Bei
> Libre nervt mich, dass ich, wie früher bei Open Office auch, die
> Sprachdatei extra installieren muss. Das ist bei OO nicht mehr der Fall.
> Ich habe nun den Eindruck, dass mit IBM ein sehr potenter Partner ins Spiel
> kommt. Open Office könnte so alsbald an Libre Office vorbei ziehen ... ;-)
Hast du Lotus Symphony mal probiert? Also das Oberflächendesign an sich fand ich garnicht schlecht, aber von der Geschwindigkeit her war es das Allerletzte.
Durch Weglassen des ganzen Java-Bloat (und anderem Bloat) empfinde ich LibreOffice dagegen als Gazelle, auch gegenüber OpenOffice, wobei auch LibreOffice noch Verbesserungspotential hat. Ich bin über den aktuellen Stand nicht auf dem Laufenden, aber ich würde mir wünschen, dass noch mehr Altlasten (aus StarOffice-Zeiten) mit modernem, auf Gtk+3.x aufbauendem Code ersetzt werden.
Ich denke, dass beide Projekte sehr gut nebeneinander existieren können. In einigen Fragen (User Interface) werden sie sich sicher auseinanderentwickeln und damit dann eben unterschiedliche Zielgruppen bedienen, während sie im "Core" HOFFENTLICH an einem Strang ziehen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.12 23:30 durch kmork.
abcdewi schrieb:
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> Noch kann man doch gar nicht sagen, welches von den zwei Teams
> längerfristig bessere Arbeit leisten.
Man kann aber derzeit schon folgendes sagen:
Während in Villa OpenOffice noch über neue Ziele diskutiert wird werden in Villa LibreOffice schon längst regelmässig neue Produkte geliefert.
Crass Spektakel schrieb:
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> abcdewi schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Noch kann man doch gar nicht sagen, welches von den zwei Teams
> > längerfristig bessere Arbeit leisten.
>
> Man kann aber derzeit schon folgendes sagen:
>
> Während in Villa OpenOffice noch über neue Ziele diskutiert wird werden in
> Villa LibreOffice schon längst regelmässig neue Produkte geliefert.
OpenOffice hat auch später angefangen. LibreOffice wurde bereits geforkt als sich Oracle noch von IBM drängeln ließ OpenOffice an Apache abzugeben,
Little_Green_Bot schrieb:
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> Wird Open- oder Libre-Office schon auf Android portiert?
Ich glaube ja, soweit ich das verstanden habe soll LibreOffice auf GTK3 portiert werden (wodruch es dann dank einem neuen Unterbau von GTK3 auch im Browser lauffähig gemacht werden kann),Javacode entfernt werden und der Code allgemein aufgeräumt werden. Wenn diese Vorarbeiten erledigt sind können auch besser neue/zusätzliche UI's entwickelt werden.
Hier ein Mockup für den Desktop: http://clickortap.wordpress.com/
Hier eines für Tablets: http://clickortap.wordpress.com/frivl/
Und für kleinere Geräte: http://clickortap.wordpress.com/zest/
@JumpLink:
Danke. Die Portierung auf mobile Geräte könnte der entscheidende Punkt sein, an dem sich Open und Libre unumkehrbar auseinander entwickeln, z.B. wenn Open auf QT setzen sollte.
Mittlerweile gibt es Apache OpenOffice seit etwa 8 Monaten, und in dieser Zeit ist von Apache OpenOffice _gar nichts_ gekommen, nicht einmal dringend nötige Sicherheitsupdates. Und ich habe auch erhebliche Zweifel, dass sich da noch viel tut, weil man sich nicht etwa damit beschäftigt, neuen Code zu entwickeln oder vorhandenen zu verbessern, sondern damit, funktionierenden (L)GPL-Code unter der Apache-Lizenz neu zu implementieren.
Der Code von Lotus Symphony liegt wohl näher an Apache OpenOffice, als an LibreOffice.
Das macht das anpassen leichter, und senkt die Kosten.
___
Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
LibreOffice ist keineswegs die bessere Wahl, sondern nur ein von Red Hat initiierter Fork, um Oracle und IBM Marktanteile beim kostenpflichtigten StarOffice/OpenOffice-Support abzunehmen. Letztlich hat LibreOffice außerhalb der Linux-Welt kaum Bedeutung.
Ja, auch ich fände es persönlich schöner, wenn alle Entwickler an einem Strang ziehen würden. Leider hat hier aber die Document Foundation IBM und Oracle vor vollendeten Tatsachen gestellt, indem sie LibreOffice nur noch unter der LGPL lizensiert, und damit die Verwendung von LibreOffice als Basis für kommerzielle Produkte wie StarOffice und Lotus Symphony konsequent ausschließt.
wie du auch selbst sagtest
die Baustellen sind einfach ziemlich gross
die Performance von LibreOffice 3.5 hat sich m.E. nur minimal verbessert - immerhin wird dran gearbeitet (Daumen hoch) - dafür derzeit noch instabiler
ich denke hier muss nochmal die grosse Schere ausgepackt werden
und radikal ausgelagert werden, auch Java und Co
die Unterschiede der Versionen dürfte immer noch "minimal" sein
angesichts des gesamten Codeumfangs
und man /Sun/Oracle/i nicht als Unterschied betrachtet
hab eher Zweifel an dem Willen der Beteiligten, wie das nun mal immer so ist, da macht auch OS (oder vielleicht grade?) keine Aussnahme
noneofthem schrieb:
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> IBM sollte lieber an LibreOffice mitarbeiten. Dieses Projekt ist OpenOffice
> mittlerweile in vielerlei Hinsicht (Performance, Features) überlegen und
> generell wäre es zu begrüßen, wenn sich die Entwickler beider Pakete
> mittelfristig wieder zusammen tun würden. Aktuell sind beide sehr
> verschieden (unter der Haube), was teilweise zu Problemen führen kann, wenn
> man eins der beiden Produkte im Firmeneinsatz hat, besonders, wenn Teile
> des Programms in der eigenen Software eingebettet sind. Ich würde es
> begrüßen, wenn OpenOffice eingestellt und der Fokus auf LibreOffice gelegt
> würde.
Rabenkind schrieb:
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> Leider hat hier aber die Document Foundation IBM und
> Oracle vor vollendeten Tatsachen gestellt, indem sie LibreOffice nur noch
> unter der LGPL lizensiert, und damit die Verwendung von LibreOffice als
> Basis für kommerzielle Produkte wie StarOffice und Lotus Symphony
> konsequent ausschließt.
Das ist Blödsinn. Oracle hat sich so lange um konkrete Aussagen zu OpenOffice gedrückt und die zusammenarbeit mit der Community eingestellt, das ein Fork und die Gründung einer unabhänigen Foundation die einzig sinnvolle Lösung war, um die Zukunft OpenOffice sicherzustellen. Hätte es damals die Aussage gegeben, das OpenOffice der Appache Foundation übergeben wird, hätte es den Fork nie gegeben. Man kann auch spekulieren, ob es diese "Spende" (wohl eher entsorgung) des Quellcodes an die Appacje Foundation von Oracle ohne den Fork überhaupt gegeben hätte. Jetzt nachdem die Foundation gegründet wurde, eine kommplett neue Projektstruktur aufgebaut wurde und tausenden Zeilen neuer Code produziert und neue Ziele definiert wurden, ist ein zusammengehen schwierig.
Die LGPL als Lizenz wurde nicht von der Foundation gewählt, sondern von Oracle. Die Foundation hat nicht die Rechte, diese Lizens zu ändern. Als Bais für kommerzielle Produkte taugt Libre Office trozdem, die LGPL erlaubt den Verkauf des Office Paket und ist auch kompatible zu propritären extensions. Das freie Paket war aber schon vorher so gut, das sich mit den kommerziellen Lizenz kaum Geld verdienen ließ. Das dürfte auch der Grund sein, warum Oracle OpenOffice aufgegeben hat.
Für die Akzeptanz von OpenOffice ist das auseinader driften der Projekte allerdings extrem schädlich. Momentan findet die Hauptentwicklung bei LibreOffice statt, und fast alle unabhänigen Entwickler sehen LibreOffice als Hauptzweig und Fortführung des OpenOffice Projekts, während ApacheOpenOffice die Abspaltung ist. Der etablierte Name bleibt aber bei der Appache Foundation, das ganze sorgt für Verwirrung, Unsicherheit und Verschwendug von Entwicklerressourcen.
Welches Projekt das bessere ist, ist dabei egal. Beide sind Opensource, beide beruhen auf dem selben Quellcode und die Unterschiede sind noch marginal. Es ist sehr schade, das sich die beteiligten Firmen nicht auf ein gemeinsames Projekt einigen konnten, das sie unterstützen und als Basis für eigene Produkte verwenden wollen, aber auch nicht verwunderlich, da sie ja letzlich doch konkurieren. Libre Office hat aber im Moment die größere Unabhänigkeit von einer einzigen Firma, weswegen ich dem Projekt langfristigen Erfolg wünsche, in der Hoffnung das dort eine Entwicklung auch ohne solche kurzfristigen kommerziellen Interessen sichergestellt ist.
honk schrieb:
>
> Die LGPL als Lizenz wurde nicht von der Foundation gewählt, sondern von
> Oracle. Die Foundation hat nicht die Rechte, diese Lizens zu ändern. Als
> Bais für kommerzielle Produkte taugt Libre Office trozdem, die LGPL erlaubt
> den Verkauf des Office Paket und ist auch kompatible zu propritären
> extensions. Das freie Paket war aber schon vorher so gut, das sich mit den
> kommerziellen Lizenz kaum Geld verdienen ließ. Das dürfte auch der Grund
> sein, warum Oracle OpenOffice aufgegeben hat.
leider vermanscht du hier etwas die Sachen
die Lizenz frei wählen kann nur der Besitzer des Quellcodes
wenn also Apache lt. Oracle nicht die Lizenz frei wählen darf wären sie auch nicht der Besitzer
- k.A. ob das tatsächlich so ist -
damit kann das Gesamtprodukt auch nicht mehr unter einer kommerziellen Lizenz herrausgeben werden, so wie früher geschehen
allerdings erlaubt die LGPL eine Einbindung in kommerzielle Produkte
allerdings muss geänderter Quellcode auch wieder mind. als LGPL veröffentlicht werden
das wäre dann die 2. Einschränkung gegenüber früher
@thread: ack, vor allem dürft auch für Entwickler die Einstiegshürde bei LO deutlich einfacher sein als bei Apache (administratorisch gesehen).
noneofthem schrieb:
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> Bei LibreOffice kommt die Funktionalität, das komplette Programm im Browser
> (also plattformunabhängig) laufen zu lassen.
Das ist afaik einfach nur ein nebeneffekt des Broadway-Projekts für Gnome. Laufen tut das ganze dann immer noch in nativem code, nur der output erfolgt halt über ein html5/javascript-konstrukt.
Siehe http://blogs.gnome.org/alexl/2011/03/15/gtk-html-backend-update/
Kaiser Ming schrieb:
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> leider vermanscht du hier etwas die Sachen
>
> die Lizenz frei wählen kann nur der Besitzer des Quellcodes
> wenn also Apache lt. Oracle nicht die Lizenz frei wählen darf wären sie
> auch nicht der Besitzer
> - k.A. ob das tatsächlich so ist -
Novell und später Oracel haben sich von allen Beitragenen Entwicklern die Rechte am Code abtreten lassen, Oracel ist daher die einzige Firma, die in der Lage war die Lizenz zu ändern. OpenOffice haben sie unter der LGPL und als OracleOpenOffice ihrer eigenen kommerziellen Lizenz veröffentlicht. Die Document Foundation kann den LGPL lizensierten Code auch ohne Zustimmung von Oracel weiterverwenden, ist aber nicht in der Lage, den Code unter anderen Bedingungen zu relizensieren. Dazu kommt, das Entwickler die zu LibreOffice beitragen ihre Rechte am Code nicht abtreten müssen. Das ist Attraktiver für Entwickler, erschwert aber eine mögliche relizenisierung des Codes weiter, da alle beitragenen Entwickler zustimmen müssen.
Bei der Übergabe an die Appache Foundation hat Oracle den Code unter der Appache Lizenz relizensiert. Die Appache Lizenz erlaubt eine Relizensierung unter der LGPL oder jeder beliebigen andern Lizenz, umgekehrt ist das aber nicht möglich. Die Einbahnstraße hat also Oracle produziert.
> damit kann das Gesamtprodukt auch nicht mehr unter einer kommerziellen
> Lizenz herrausgeben werden, so wie früher geschehen
Das ist richtig
> allerdings erlaubt die LGPL eine Einbindung in kommerzielle Produkte
> allerdings muss geänderter Quellcode auch wieder mind. als LGPL
> veröffentlicht werden
Die LGPL erlaubt zusätzlich das linken zu closed source Code, das ist der Haupt unterschied zur GPL. Es wäre also möglich, in einer hypothetischen kommerziellen Version Extensions anzubieten, deren Code nicht freigegeben werden muß. Der Basiscode muß auf jeden Fall frei bleiben, das ist aber auch nur gut und richtig, schließlich tragen viele Entwickler nur unter dieser Bedingung Code bei.
Gravierende Nachteile ergeben sich durch die LGPL nicht. IBM war auch vorher in der Lage, sein Lotos Symphony troz LGPL Code als kommerzielles Produkt zu vermarkten. Das wäre auch auf Basis von LibreOffice möglich gewesen. Die Appache Lizenz ist aber für IBM verständlicherweise noch attraktiver, jetzt müssen sie auf gar nichts mehr Rücksicht nehmen und nicht mit der Konkurrenz zusammenarbeiten. IBM's Eigeninteressen können aber nicht der Grund sein, die im letzten Jahr im LibreOffice Projekt geleistete Arbeit in die Tonne zu treten.
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