"nicht im Interesse der Entwickler (...), ihre Software kompatibel zu den Bedingungen der Appstores zu machen. Vielmehr sollten die Entwickler derartige Bedingungen bekämpfen."
Und bis der Kampf gegen die Bedingungen gewonnen ist, also beispielsweise Apple einen neuen Appstore aufmacht, der freier Software und ihren Lizenzmodellen entgegenkommt, bietet man die Software auf solchen Plattformen gar nicht an? Und das ist dann im Interesse der Entwickler?
Ich bezweifle sehr, dass diese Art von Dogmatismus irgendwem nützt, nicht den Entwicklern, den potenziellen Usern eh nicht, aber auch der FOSS-Idee nicht, denn auf diese Weise wird nur der Eindruck verstärkt, dass man es da mit ideologischen Betonköpfen zu tun hat, denen ihre Lizenzmodelle und der Anspruch, dass kommerzielle Plattformanbieter sich denen zu unterwerfen hätten, wichtiger sind als alles andere.
Cheers,
d. d.
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Was erwartest du von der FSF? Ich halte es für sehr wichtig, dass sich diese Leute als die Betonköpfe outen, die sie auch sind.
Viel zu oft wird für ein Projekt arglos die GPL gewählt - dann wird hinterher festgestellt, dass diese Lizenz vielleicht *doch* zu restriktiv ist. Und dann haben oft schon hunderte Leute ihren Senf hinzugegeben, was einen Lizenzwechsel unpraktikabel macht.
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das ist der sinn der gpl, was man davon hält ist zweitrangig aber man sucht damit ja auch möglichst diese hunderte Leute, die ihren 'Senf' hinzugegeben ... weil man event. selbst davon zu weng hat? ... dafür hat man dann im gegenzug die gpl-pflichten bei nutznießern und einem selbst!
man bekommt doch nur genau das für das man selber 'bezahlt' hat oder selbst die arbeit leistet, ist man nicht nur 'selbst' sondern igendwie 'alle' bekommen 'alle' etwas, nur nicht man 'selber', nur gerecht wie ich finde!
wer seinen code/sein werk nicht nur selbstlos weggeben möchte, sondern nur möglichst breites feadback darauf, dessen weiterverwendung und entwicklung auch für seine projekte haben möchte ... für den ist die gpl eine perfekte sache.
wer nur fremdes nutzen möchte ohne etwas zurück geben zu müssen ... 'MIT-License'-material ist das stichwort, dieses impliziert nicht das selbst weiterentwickelte/verwendete erneut unter dieser lizenz preis zu geben.
wer total selbstlos agiert, nichts zurück haben möchte, veröffentlicht/lizesiert selbst unter der MIT-License.
wer lizenzen und produkte verkaufen möchte, für die ist keine open source lizens was.
opensource-wirtschaft zielt auf den verkauf/erwerb von dem produkt angelehnten dienstleistungen ab, diese dienstleistungen richten sich an all jene die zu faul sind sich selbst einzulesen, sich selbst mühe zu machen, ganz einfach darauf arbeitsstunden all jenen berechnen die nur nutzen und keinen deut beitragen möchten, ist doch fair oder? menschen für ihre arbeitzeit und ihr in vielen stunden, tagen, monaten, jahren, erworbenes wissen zu entlohnen? ohne diese tätigkeiten anderen zu verwehren!
ich kann mir natürlich den reinen kaufmann als den gemeinen gegenpol vorstellen, der minimale aufwendungen, möglichst gegen 0, für maximalen profit haben möchte, gut vorstellen ... für den ist gpl natürlich nicht gedacht ...
6 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.12 22:43 durch Moe479.
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Moe479 schrieb:
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> ich kann mir natürlich den reinen kaufmann als den gemeinen gegenpol
> vorstellen, der minimale aufwendungen, möglichst gegen 0, für maximalen
> profit haben möchte, gut vorstellen ... für den ist gpl natürlich nicht
> gedacht ...
Wo bei die GPL gerade durch die Copyleft, die Entwicklung beschleunigt da sie alle Beteiligten quasi zur Zusammenarbeit zwingt, wie zb. beim Linux Kernel.
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm
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Moe479 schrieb:
> wer nur fremdes nutzen möchte ohne etwas zurück geben zu müssen ...
Du erwartest etwas von der GPL, was sie gar nicht leistet. Die GPL kann nicht erzwingen, dass jemand seinen eigenen Code "zurück gibt". Wer das tut, tut er das freiwillig, weil er es will. Da ist die Lizenz dann ziemlich zweitrangig, obwohl ich mir wünschen würde, dass mehr Entwickler von der Gängel-GPL Abstand nehmen.
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aktenwaelzer schrieb:
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> Moe479 schrieb:
>
> > wer nur fremdes nutzen möchte ohne etwas zurück geben zu müssen ...
>
> Du erwartest etwas von der GPL, was sie gar nicht leistet. Die GPL kann
> nicht erzwingen, dass jemand seinen eigenen Code "zurück gibt". Wer das
> tut, tut er das freiwillig, weil er es will. Da ist die Lizenz dann
> ziemlich zweitrangig, obwohl ich mir wünschen würde, dass mehr Entwickler
> von der Gängel-GPL Abstand nehmen.
Stimmt, die GPL kann nur dazu genutzt werden, weitergegebene Änderungen heraus zuklagen. Alles was du In-House machst, kannst du für dich behalten.
Es steht die übrigens frei GPL Software zu verkaufen.
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