Als semi-aktiver Hobbyentwickler bei Mesa (größtenteils verantwortlich für den Shadercompiler im R300-Treiber) tut mir der Artikel richtig, richtig weh. Daher ein Auszug aus meinem diesbezüglichen Kommentar zum Artikel bei Holarse, und dann noch ein paar spezifische Anmerkungen zum Text hier auf Golem, die im Holarse-Artikel so nicht auftauchen:
Besonders großer Unfug ist die Aussage zur Verschmelzung von Mesa und Gallium. Auch der größte Vollidiot sieht mit einem kurzen Blick ins Mesa-Repository, dass Gallium3D und Mesa schon lange eine recht intime Beziehung führen. Allerdings sind die meisten Hardwaretreiber eben noch klassisch und nicht Gallium3D basiert. Wir arbeiten daran, denn r300-Treiber für Gallium flott zu kriegen; wir sind damit auch schon ziemlich weit, aber noch kann man Distributionen nicht guten Gewissens empfehlen, standardmässig auf r300g umzustellen. Nouveau setzt schon seit lange auf Gallium3D, Intel ignoriert Gallium dagegen ziemlich. Mit einer "Verschmelzung" von Mesa und Gallium3D hat das alles aber rein gar nichts zu tun.
Gallium3D wurde von Tungsten Graphics entwickelt, Tungsten Graphics wurde von VMWare aufgekauft. Die Entwickler arbeiten bei VMWare nun an der Grafikvisualisierung. Die Treiber, die im virtualisierten Client laufen werden auf der Basis von Gallium3D entwickelt, und da VMWare natürlich auch einen Treiber für Windows haben will bekommt Gallium3D Unterstützung für diverse Direct3D-Features.
Mit Linux hat das erstmal rein gar nichts zu tun.
Unter Linux geht Unterstützung von DirectX grundsätzlich nur via Wine, da DirectX sehr eng mit anderen Windows-APIs verbunden ist. Die Wine-Entwickler haben zwei Möglichkeiten, Direct3D zu implementieren: via OpenGL, oder via Gallium-Statetracker. Da OpenGL in den freien Treibern langfristig via Gallium laufen wird, würde der Gallium-Weg einen kleinen Umweg ersparen und wäre daher prinzipiell ein wenig schneller. Da allerdings die binären Treiber von NVidia und AMD vermutlich kein entsprechendes Gallium-Interface bereitstellen werden, muss Wine langfristig nach wie vor Emulation via OpenGL unterstützen, weshalb die Wine-Entwickler zwar interessiert an, aber nicht übermässig begeistert von Gallium sind.
Insbesondere wird in näherer Zukunft kein Direct3D-Statetracker für Linux entstehen, es sei denn die Wine-Entwickler nehmen das in Angriff. Lediglich die Direct3D 10/11-Features wandern nach Gallium, und können dort natürlich zur Umsetzung der äquivalenten OpenGL-Extensions verwendet werden.
Sie haben recht. Inzwischen wurde auch die Aussage, die zu dieser doch recht optimistischen Meldung führte, von Ruskin selbst relativiert. Eine entsprechende Meldung ist auf Golem.de erscheinen (http://www.golem.de/1002/73042.html).
Die Aussage, die beiden Projekte stehen vor einer Verschmelzung, habe ich ebenfalls korrigiert. Wie Sie ja richtig anmerken verschmilzt bei den beiden Projekten ja nur Code.
Vielen Dank für die Klarifizierung.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.02.10 10:57 durch jt (Golem.de).
Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51
Kommentare: 216 | letzter Beitrag 00:27 Uhr
Kommentare: 160 | letzter Beitrag 26.05. 23:16
Kommentare: 93 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 68 | letzter Beitrag 25.05. 12:17
E-Mail an news@golem.de

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass der Blogger und Rechtsanwalt Markus Kompa für ein via Youtube eingebettetes ZDF-Video als Verbreiter haftet. Geklagt hat ein umstrittener Arzt aus München, der zuvor erfolgreich gegen den Bericht der ZDF-Sendung Wiso vorgegangen war.
Das Unternehmen Owncloud entwickele nur Software und biete Support für Kunden, sagte Technikchef Frank Karlitschek auf dem Linuxtag 2012. Darüber hinaus verriet er einige technische Details zu Owncloud 4 und kommenden Entwicklungen.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.

Am 26. Mai 2012 treten neue Datenschutzregeln der EU in Kraft. Websitebetreiber und Werbenetzwerke müssen Nutzer um Erlaubnis fragen, wenn sie Cookies setzen.

Libreoffice könne mehr als Openoffice und biete Entwicklern zudem Vorteile, sagte Michael Meeks auf dem Linuxtag 2012. Außerdem spricht er mit Golem.de über Libreoffice-Online, woran er derzeit arbeitet.