Also dass sie die diese scheiß Shell eingeführt haben (ohne das klassische panel-layout in gleichwertiger form anzubieten) mag ja noch verschmerzbar sein, immerhin kann man noch xfce oder meinetwegen auch unity verwenden, die integrieren sich prima mit den gnome apps, die ja auch gtk sind. Aber dass jetzt alle Programmen mit fetten bedienelementen, sinnlosen leisten, "touch-optimierten" (=lange mauswege) anordungen glänzen und dabei nur noch minimale aktionen anbieten ist ein scheiß trend. In (Libre|Open|altes Microsoft) Office hab/hatte ich immer diverse symbolleisten eingeblendet, und ja, das verkleinert den platz für den inhalt. Aaaaber: Den Inhalt hab ich selbst erstellt, d.h. ich kenne ihn. Die Funktionen des Programms kenne ich weniger gut, und daher ist es viel besser wenn mir das programm auf einen blick zeigt, was es kann. Und wenn es hinter "übersichtlichkeit" und "touch-optimierung" versteckt, dass es nichts kann, dann ist es ein scheiß programm.
:)
So leid es mir für dich (und andere) tut, aber daran werden wir u s gewöhnen müssen. Die Zahl der PCs/Notebooks sinkt im Vergleich zur rasant ansteigenden Zahl von Tablets. Für diese sind eben neue Layouts dringend nötig.
Und der Schritt ist nicht nur bei GNOME im Gange: KDE wird mit dem Ableger Placma Active touchscreen-optimiert (bleibt nur abzuwarten, bis auch KDE selbst angepasst wird), nicht zuletzt wird auch die Windows-Welt nicht davon verschont (da finde IMHO den Schritt noch radikaler), ...
Solange ich alles perfekt mit der Tastatur steuern kann, finde ich den Ansatz der aufs Wesentliche reduzierten Oberflächen gut. Ich ziehe Shell eh oft genug der grafischen Oberfläche vor, was ich anfangs nie für möglich gehalten hätte.
anga schrieb:
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> So leid es mir für dich (und andere) tut, aber daran werden wir u s
> gewöhnen müssen.
Nix da, klassische Desktopumgebungen haben weiterhin eine Daseinsberechtigung. Nicht jeder will ständig Fettfinger auf nem Spiegeldisplay haben. Damit will ich Touchbedienung garnichtmal als unnützen Hype darstellen, klar gibts dafür sinnvolle Anwendungsbereiche. Aber zum ernsthaften Arbeiten ist das "haptische Feedback" einer richtigen Tastatur immer besser als das eines Touchscreens.
Beide Denkweisen lassen sich nicht einfach in einen Topf werfen und durchrühren, was "qwertü" ja mit den langen Mauswegen schon angesprochen hat.
> Und der Schritt ist nicht nur bei GNOME im Gange: KDE wird mit dem Ableger
> Placma Active touchscreen-optimiert (bleibt nur abzuwarten, bis auch KDE
> selbst angepasst wird), nicht zuletzt wird auch die Windows-Welt nicht
> davon verschont (da finde IMHO den Schritt noch radikaler), ...
Ja richtig, mit einem touchscreen-optimierten ABLEGER. Der klassische Desktop bleibt weiterhin intakt. Wenn Gnome und Unity da eine andere Herangehensweise haben, find ich das auch völlig n Ordnung, wer es nicht mag ist ja nicht gezwungen, es zu nutzen - es gibt für jede Geschacksrichtung verschiedene Desktop-Umgebungen, wer es klassisch mag nimmt idR. Xfce.
Was mich sehr stört, ist, dass es derzeit nicht möglich ist, vom Login Screen aus eine Gnome3 Session zu starten, wenn gleichzeitig auch Xfce installiert ist (so jedenfalls hab ich das Problem grad in Ubuntu). Keine Ahnung woran das liegt, ich wechsel eigentlich gerne mal hin und her zwischen den Welten ;)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.02.12 21:39 durch kmork.
Ich nutze Gnome nun ja auch seit geraumer Zeit und dachte anfangs auch, dass ich die Menüs vermissen würde...
Doch nichts da: Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat viel mit der Tastatur zu machen, geht einiges seeehr viel schneller von der Hand.
Hier mal kurz an 2 kleinen Beispielen gezeigt:
1. Öffnen von einem Office-Programm
Gnome 3 - Windows-Key + "Off.." + Enter (Zeit 3 Sek.)
Gnome 2 - Maus nach links oben, Menü öffnen -> Office -> LibreOffice (Zeit 5 sek.)
2. Suchen in Wikipedia/Google
Gnome 3 - Windows-Key + Suchbegriff eingeben + Enter (Zeit 2-3 Sek.)
Gnome 2 - Erstmal Browser öffnen (siehe Bsp. 1) + ggf. Seite aufrufen +Suchbegriff eingeben + Enter (Zeit 10 sek.+)
Sicher habe auch ich einige Dinge zu bemängeln, wie z.B. das App-based-tabbing oder dergleichen. Dennoch ist der Schritt hin zu weniger Maus in meinen Augen zu begrüßen.
Was die KDE-Thematik angeht, denke ich eher, dass KDE und PlasmaActive noch eine Weile nebeneinander existieren werden. KDE ist aufgrund seiner Struktur auch einfach zu massig für portable Geräte. Gnome ist hierbei zwar nicht zwingend schlanker, aber dank der neuen html/java-Basis leichter anzupassen und zu entschlacken.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.02.12 09:53 durch delaytime0.
Also für mich war/ist es eher so:
Gnome 2: Maus auf Schnellstart-Symbol, klick, Programm da (2 Sekunden)
Gnome 3: Maus nach links oben bzw. Tastendruck, entweder Symbol in den Favoriten suchen, oder nach Mausklick im unübersichtlichsten "Menü" aller Zeiten suchen, oder tippen, Enter, warten, warten, warten, Programm startet
Wechseln zwischen Anwendungen ist mit Alt+Tab nicht mehr vernünftig möglich, sobald man eine VM offen hat. Wechsel mit der Maus ist viel ungezielter (links oben, Übersicht, raussuchen, klicken statt Taskleiste, klick, fertig). Minimierte Fenster verschwinden komplett aus den Augen, aus dem Sinn.
--
Dare to be stupid!
kmork schrieb:
> Was mich sehr stört, ist, dass es derzeit nicht möglich ist, vom Login
> Screen aus eine Gnome3 Session zu starten, wenn gleichzeitig auch Xfce
> installiert ist (so jedenfalls hab ich das Problem grad in Ubuntu). Keine
> Ahnung woran das liegt, ich wechsel eigentlich gerne mal hin und her
> zwischen den Welten ;)
Bei Arch Linux gibt es damit kein Problem, hatte lange genug beides parallel am Laufen.
Zur Bedienung: Ich finde viele Elemente an Gnome3 sehr gut. Auch die Reduzierung auf das Notwendigste, da geht wirklich vieles schneller. Nur warum um alles in der Welt muss man in der neuen Gnome Welt alles so fett machen? Kann man dem Nutzer nicht auch eine einfache Möglichkeit geben, alle Elemente ein wenig zu entschlacken? Kleinere Buttons, kleinere Titelleisten, das alles würde den Desktop viel schöne machen, nicht jeder sitzt an eionem Tablet...
Missingno schrieb:
>Gnome 2: Maus auf Schnellstart-Symbol, klick, Programm da (2 Sekunden)
>Gnome 3: Maus nach links oben bzw. Tastendruck, entweder Symbol in den >Favoriten suchen, oder nach Mausklick im unübersichtlichsten "Menü" aller Zeiten >suchen, oder tippen, Enter, warten, warten, warten, Programm startet
da scheint dein PC aber recht langsam zu sein, also selbst bei meiner alten Möhre hier findet er ein Programm, wenn man wie beispielsweise erwähnt off eingibt, in Sekundenbruchteilen bis maximal ein zwei Sekunden...
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