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Traurig wie Journalisten das wieder hindrehen...

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  1. Traurig wie Journalisten das wieder hindrehen...

    Autor Amiga 03.06.10 - 01:20

    Was mich am meisten nervt ist dass ich heute im Radio gehört habe dass die Luft für Microsoft immer dünner wird nach dieser Ankündigung von Google. O-Ton "nachdem Google mit seiner webbasierten Office-Alternative bereits Microsoft enormen Schaden zufügt versucht der Suchmaschinen-Gigant nun auch das zweite Paradefeld von Microsoft (Betriebssysteme) zu erobern". Als ich erstmals Google Docs evaluiert hab fühlte ich mich an "Kind Words" von 1987 auf meinem seligen Amiga 500 erinnert (kennt das noch jemand?) viel besser ist es nämlich nicht. Sowohl Open Office als auch MS Office sind um Lichtjahre besser, auch die Web-Editionen von MS Office sind definitiv besser obwohl sie noch längst nicht feature-complete sind.

    So ein kompletter Bullshit, kein Mensch wird auf einem Desktop-PC Windows gegen ChromeOS tauschen und wer Linux will holt sich ein besseres als ChromeOS. Und wenn ich mich richtig erinnere platziert Google es ja nicht mal als Desktop-Konkurrenz.

    Aber jeder ahnungslose Journalist springt wieder auf den blöden Zug auf, echt das nervt tierisch.

  2. Re: Traurig wie Journalisten das wieder hindrehen...

    Autor iCountCount 03.06.10 - 07:56

    1+1=3 Und Journalisten haben wir tatsächlich immer weniger ...

    OS = OS Und weiter als bis 3 können ja nicht einmal die meisten Forentrolle zählen ... ;-)

  3. Re: Traurig wie Journalisten das wieder hindrehen...

    Autor dasAndereIch 03.06.10 - 08:39

    Ein Großteil der Benutzer (=alle Light-User) brauchen etwas so komplexes wie Windows 7 oder Word nicht, ist vielleicht sogar froh nicht so viele Funktionen lernen zu müssen. Verliert Microsoft einen Teil dieser Kunden tut ihnen das sicherlich weh.
    Zumal sie nicht viel absoluten Marktanteil verlieren müssen, um ihre Marktdominanz los zu sein, mit der sie ihre eigenen Standards durchdrücken können, deren Beherrschung wiederum ihre Produkte automatisch zur besten Lösung am Markt machen (siehe die Geschichte des IE, insbesondere im Hinblick auf die Web-Standards/ korrekt aussehende Seiten). Sollte es mal unschicklich werden ein .doc Dokument zu verschicken, weil niemand weiß, wie das beim Empfänger (importiert) aussehen wird, ist das letztlich teuer für MS. Es kostet sie ein ganz starkes Argument für Word bei besagten Light-Usern kostet letztlich könnte Word von der Massen- zur Profilösung degradiert werden.
    Das selbe gilt dafür wenn sich auf kleinen Geräten wie Tablets ChromeOS, Android, eine kleine Linux-Distribution o.ä. gegen Win7 durchsetzen. Sei es nur weil sie einfacher sind und auf billigerer Hardware laufen.
    Jedes verkaufte Gerät mit alternativem OS bedeutet, dass MS alle anderen die "nur" auf Windows Software setzen, dem Besitzer kein anderes Produkt verkaufen können, egal wie gut es ist.

  4. wenn ich sowas lese ...

    Autor Nutzungsbedingungen 03.06.10 - 10:20

    dasAndereIch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Großteil der Benutzer (=alle Light-User) brauchen etwas so komplexes
    > wie Windows 7 oder Word nicht, ist vielleicht sogar froh nicht so viele
    > Funktionen lernen zu müssen.

    Wenn ich immer von diesem Vereinfachungswahn höre, es sei den Menschen ja nicht zuzumuten eine alternative Bedienung zu erlernen, sie könnten doch nicht aus alten Gewohnheiten gerissen werden oder das Umdenken erfordere zu viel Eingewöhnungszeit.

    Diese Halbaffen sorgen dafür, dass langsam aber sich alles nur noch für Bekloppte hergestellt wird. Irgendwann bringt man Lego noch dazu nur noch 4er- Blöcke herzustellen.

    Sicher sollte nicht jeder Programmieren können, um einen Computer zu bedienen, aber es ist doch zu verlangen, dass er wenigstens noch mit einer Maus und Ordnerstrukturen umgehen kann. Ich war entsetzt als eine junge Kollegin aus der Grafikabteilung letztens vor einer Maus saß und meinte, sie könne damit nicht arbeiten, da sie nur mit Apples Trackpad umgehen kann.

  5. Fast niemand braucht Microsoft

    Autor doors and windows 03.06.10 - 12:43

    Google schadet Microsoft in der Tat sehr. Denn der Großteil der Menschen WEIß das Man Windows und MS Office BRAUCHT.

    Wenn diese Menschen herausfinden, dass die Erde nicht flach ist und sie Microsoft nicht BRAUCHEN ...

    Kann sein, dass Microsoft Office tatsächlich die Meisten Funktionen hat und auf der Basis von Windows am leichtesten ALLES machen kann.

    Das spielt jedoch keine Rolle. Die Meisten, die sich z.B. einen super günstigen, super ausgestatteten* Aldi-PC gekauft haben, taten damit Folgendes:

    - E-Mails lesen und schreiben (Für POP/SMTP brauchte man unbedingt MS Outlook)

    - Im Internet surfen

    - Gelegentlich einen Brief schreiben. (Natürlich geht so was nur mit MS Word, da macht es dann auch nichts, wenn man die Absatz-Einrückungen mit Lehrzeichen macht.)

    - Fotos mit Text versehen und an Freunde schicken. (MS Powerpoint eignet sich dafür hervorragend, hat auch jeder.)

    - Spiele spielen

    (* Die hatten echt alles; Sourroundsound, TV-Karte, Fernbedienung, alle möglichen Schnittstellen und Kartenleser.)

    Fällt Euch auf, dass all das, was viele Leute wirklich mit Ihrem PC machen, selbst mit dem "beschränkten" iPad geht?
    Und es geht auch mit einem Desktop-Linux oder BSD, mit Mac OS X und inzwischen sogar mit reinen Webanwendungen im Browser.

    - Dann haben siech die Leute natürlich auch Viren und andere Schadprogramme eingefangen.

    Im Schnitt durfte ich alle 6 bis 10 Monate bei jedem einmal ran und den PC wieder flott machen., weil ganichts mehr ging.

    Wenn Du jetzt sicher sagen kannst, dass Du viel mehr machst und deinen PC wirklich aufreizt usw., dann gratuliere ich Dir. Du bist einer der wenigen. (20% vielleicht)

  6. Re: Fast niemand braucht Microsoft

    Autor RioDerReisser 03.06.10 - 16:08

    doors and windows schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google schadet Microsoft in der Tat sehr. Denn der Großteil der Menschen WEIß das Man Windows und MS Office BRAUCHT.
    >
    > Wenn diese Menschen herausfinden, dass die Erde nicht flach ist und sie Microsoft nicht BRAUCHEN ...
    >
    > Kann sein, dass Microsoft Office tatsächlich die Meisten Funktionen hat und
    > auf der Basis von Windows am leichtesten ALLES machen kann.
    >
    > Das spielt jedoch keine Rolle. Die Meisten, die sich z.B. einen super
    > günstigen, super ausgestatteten* Aldi-PC gekauft haben, taten damit
    > Folgendes:

    Sie lesen Dokumente, die sie von anderen bekommen. Sie arbeiten am liebsten mit Programmen, die Sie aus dem beruflichen Alltag kennen. Ja auch wegen des Datenaustsches.

    >
    > - E-Mails lesen und schreiben (Für POP/SMTP brauchte man unbedingt MS
    > Outlook)

    Outlook? Naja, die meisten nutzen da doch was mitgeliefertes kostenloses bzw. noch mehr Webmail. Die meisten sind nämlich mit der Konfiguration eines simplem POP-Accounts überfordert.

    >
    > - Im Internet surfen
    >
    > - Gelegentlich einen Brief schreiben. (Natürlich geht so was nur mit MS
    > Word, da macht es dann auch nichts, wenn man die Absatz-Einrückungen mit
    > Lehrzeichen macht.)

    Da stimme ich Dir zu 90% wären mit Wordpad schon überbedient. Allerdings eben das Problem mit den Dokumenten aus dem Büro.

    >
    > - Fotos mit Text versehen und an Freunde schicken. (MS Powerpoint eignet
    > sich dafür hervorragend, hat auch jeder.)
    >
    > - Spiele spielen
    >
    > (* Die hatten echt alles; Sourroundsound, TV-Karte, Fernbedienung, alle
    > möglichen Schnittstellen und Kartenleser.)
    >
    > Fällt Euch auf, dass all das, was viele Leute wirklich mit Ihrem PC machen,
    > selbst mit dem "beschränkten" iPad geht?

    Ahh, totaler Fehlgriff. Das iPad ist ja nun doch sehr beschränkt.
    Schreiben... 10Finger System? Sorry, nein das geht nicht. Das iPad ist zum spielen und staunen. Mehr nicht. Ach ja, Und um Apples Kassen zu füllen. AppleStore - das ist die eigentliche "Innovation" der iXXX Geräte.

    > Und es geht auch mit einem Desktop-Linux oder BSD, mit Mac OS X und
    > inzwischen sogar mit reinen Webanwendungen im Browser.
    >
    > - Dann haben siech die Leute natürlich auch Viren und andere Schadprogramme
    > eingefangen.
    >
    > Im Schnitt durfte ich alle 6 bis 10 Monate bei jedem einmal ran und den PC
    > wieder flott machen., weil ganichts mehr ging.
    >

    Die Zeiten sind vorbei. Naja bei den PC-Kiddies vielleicht nicht. Aber wenn ich mit meinem Auto auf Crossstrecken fahre, dann sind halt öfters neue Stossdämpfer fällig.

    > Wenn Du jetzt sicher sagen kannst, dass Du viel mehr machst und deinen PC
    > wirklich aufreizt usw., dann gratuliere ich Dir. Du bist einer der wenigen.
    > (20% vielleicht)

    Du hast hier schon Anwendungen erwähnt (Powerpoint), die viele weder kennen noch bedienen können.

    Aber gerade weil die meisten ihren PC nicht ausreizen, sind sie zufrieden mit dem Windows das sie haben.

    Ja, fast niemand braucht Windows, aber es macht sich ganz gut damit.

    Sorry, so ist das eben.

  7. Re: Fast niemand braucht Microsoft

    Autor AMIGA 03.06.10 - 18:43

    Ich geb Dir schon recht dass viele Leute die Masse an Funktionen von Office und Windows nicht brauchen, kein Thema. Ich will nicht darauf hinaus, dass Windows besser als Linux wäre, das ist Geschmackssache, aber eine aktuelle, gut ausgestattete Linux-Distribution ist sicher um Welten empfehlenswerter als ChromeOS. Die Webanwendungen sind doch ein Witz und imho noch mindestens 5-10 Jahre davon entfernt an etablierte Software wie MSO oder OO heranzureichen.

    Ich kritisiere Googles Getue als ob wir keine lokalen Anwendungen mehr brauchen (egal ob Windows oder Linux) was definitiv nicht der Fall ist.

    Ich warte ja darauf dass sie ne browserbasierte Entwicklungsumgebung für Java (äh nee für Go oder Python natürlich ;-)) vorstellen, die dann ungefähr auf dem Stand von AmigaBASIC von MS ist oder vielleicht auf dem von Notepad + Toolbar mit Compilerbutton und Dateiliste.

    Die Technologie (JS/HTML/CSS) ist einfach noch lange nicht so weit dass es wirklich effektiv so läuft. Die Ansätze sind da und ich würde mich freuen wenn sie heute schon alle ausgereift wären (WebGL, HTML5, CSS3) aber das wird noch dauern, lange dauern denke ich. Auch das Tooling ist immer noch weit davon entfernt optimal und für die Entwicklung großer UI-intensiver Anwendungen geeignet zu sein.

    Und mit ihren tollen Streetview-Autoleins haben sie imho den letzten Bonus an Glaubhaftigkeit was Datenschutz anbelangt verspielt.

    Google mischt sich überall ein und präsentiert Lösungen die mehr als fragwürdig und alles andere als zu Ende gedacht und ausgereift sind, etwa so wie Microsoft Mitte der Neunziger Jahre. Na toll. Ich traue Google keinen Schritt weiter als MS.

    Warum haben sie z.B. nicht die komplette Soft- und Hardware, die sie in ihren Spionagekarren da verwenden auch offengelegt (exakter Aufbau der Hardware, Quellcode der Software)? Dann würde ich ihnen eher glauben.

    Mich kotzt diese "Wir-können-alles-in-den-Markt-drücken-dank-unserem-Marketing"-Arroganz an, mit der man Müll wie Google Docs versucht durchzudrücken, genauso wie Microsoft schon oft. Nur deren Ideen waren immerhin ab und an mal ganz innovativ (nicht immer, aber XHR-Objekt, 2D/3D-Effekte im Browser schon 1997 dank Filter und DirectAnim, Datenbindung, und heute jubeln alle dass die Top-Browser runde Border unterstützen).

    Wie gesagt ich sehe ChromeOS weder als Konkurrenz für Windows noch für Linux noch für MacOS, höchstens bei Geräten mit denen man wirklich nichts anderes macht als Surfen aber wer will die schon wenn man mit nem richtigen Linux auch OO hätte etc.. Naja.

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