Gut, NX verwendete eine JPEG-Komrimierung. Ob die nun so gut ist?
Aber wie auch immer, daher ruehren die deutlichen Performanceunterschiede im WAN (und nur dort!) nicht.
Das X11-Protokoll faehrt auch fuer einfache Operationen unzaehlige round trips. Man kann mithin bereits mit einem simplen ping abschaetzen, wie gut eine X11-Verbindung im WAN etwa laufen wird. Bis zu einem Wert von 50 ms gehts einigermassen, aber darueber hinaus ist X11 in etwa unbrauchbar.
NX verringert die Zahl der round trips auf Kosten von etwas mehr Overhead (die Komrpimierung jetzt mal aussen vorgelassen). Damit wirds im WAN deutlich besser nutzbar, im LAN mit seinen sehr kurzen Antwortzeiten hingegen etwas schlechter anwendbar als eine X11-Verbindung.
Sehr interessant im WAN ist auch der Wechsel des Servers. Beim X11-Protokoll sitzt der auf der Displayseite. Im WAN befindet man sich zur Anzeige irgendwelcher aus der Ferne geholten Daten gern hinter einem NAT-Router und/oder einer Firewall. In beiden Faellen sind fuer eine X11-Verbindung spezielle Konfigurationen noetig. Beim NAT waere das ein portforwarding, bei der Firewall waeren die Ports 6000, 6001, ... freizugeben. Die Anzeige von NX ist eine reine Client-Applikation. Bei einem NAT-Router ist ueberhaupt nichts zu konfigurieren, bei einer Firewall waere bestenfalls abgehend Port 22 freizugeben. Waere aber eher sehr selten, dass der ueberhaupt gesperrt ist.
Ach so: NX-Sessions kann man trennen und spaeter auch von einem anderen Ort wieder aufnehmen. Mit X11 geht das nicht.
NX hat sich vieles von RDP abgeschaut, wobei die Hauptarbeit meines Wissens von Herrn Pinzaris Firma geleistet wurde.
jemals einen nx-server benutzt? ist im lan im regelfall schneller als x11 direkt, ist im wan auf jeden fall schneller (und grade im wan), der wechsel des clients ist interessant, nicht des servers, auch bei nat muss ssh freigegeben werden usw.
und die jpeg-komprimierung kommt nur kurzfristig zum einsatz, da im regelfall nach den ersten handgriffen so gut wie alles gecached ist.
kurzum: vollkommener quatsch.
> jemals einen nx-server benutzt?
Selten. Beim remote-Zugriff auf die Firmenressourcen höchsten 3 Stunden täglich.
> ist im lan im
> regelfall schneller als x11 direkt,
In schlechten LANs, die sich eher wie ein WAN verhalten, trifft das natuerlich zu. Gibt verschiedene Gründe, ein traceroute könnte u.U. bereits ein paar hilfreiche Angaben liefern. Dazu kommen dann solche Dinge, dass NX alles in Software erledigen muss, waehrend X11 durchaus auf die Faehigkeiten einer 3D-Grafikkarte zurueckgreifen kann. Ab und zu hat die Anordnung von Client und Server bei X11 eben auch ihre Vorteile.
> ist im wan auf
> jeden fall schneller (und grade im wan), der
> wechsel des clients ist interessant, nicht des
> servers,
Nun ja, Client *und* Server tauschen gegenüber X11 ihre Position. Ich bitte um milde Nachsicht, daß ich nur einen der beiden erwähnte und die implizite Angabe bezüglich des Partners auf der anderen Seite nicht explizit niederschrieb.
> auch bei nat muss ssh freigegeben werden
Kommt drauf an, ob der NAT-Router Firewallfunktionen realisiert. Bei einem NAT-Router ohne Firewallfunktionalität ist absolut nichts freizugeben. Aber selbst wenn eine Firewall eingerichtet ist, eine abgehende Port-22-Sperre? Gut, es gibt nichts, was es nicht gibt, sehr selten ist das freilich schon. Ein Port-22-Proxy (das gibts dann schon öfter einmal) ist jedenfalls keine Hürde.
> usw.
> und die jpeg-komprimierung kommt nur kurzfristig
> zum einsatz, da im regelfall nach den ersten
> handgriffen so gut wie alles gecached ist.
>
> kurzum: vollkommener quatsch.
> Gut, NX verwendete eine JPEG-Komrimierung. Ob die nun so gut ist?
> Aber wie auch immer, daher ruehren die deutlichen Performanceunterschiede im WAN (und nur dort!) nicht.
> Das X11-Protokoll faehrt auch fuer einfache Operationen unzaehlige round trips. Man kann mithin bereits mit einem simplen ping abschaetzen, wie gut eine X11-Verbindung im WAN etwa laufen wird. Bis zu einem Wert von 50 ms gehts einigermassen, aber darueber hinaus ist X11 in etwa unbrauchbar.
> NX verringert die Zahl der round trips auf Kosten von etwas mehr Overhead (die Komrpimierung jetzt mal aussen vorgelassen). Damit wirds im WAN deutlich besser nutzbar, im LAN mit seinen sehr kurzen Antwortzeiten hingegen etwas schlechter anwendbar als eine X11-Verbindung.
> Sehr interessant im WAN ist auch der Wechsel des Servers. Beim X11-Protokoll sitzt der auf der Displayseite. Im WAN befindet man sich zur Anzeige irgendwelcher aus der Ferne geholten Daten gern hinter einem NAT-Router und/oder einer Firewall. In beiden Faellen sind fuer eine X11-Verbindung spezielle Konfigurationen noetig. Beim NAT waere das ein portforwarding, bei der Firewall waeren die Ports 6000, 6001, ... freizugeben. Die Anzeige von NX ist eine reine Client-Applikation. Bei einem NAT-Router ist ueberhaupt nichts zu konfigurieren, bei einer Firewall waere bestenfalls abgehend Port 22 freizugeben. Waere aber eher sehr selten, dass der ueberhaupt gesperrt ist.
> Ach so: NX-Sessions kann man trennen und spaeter auch von einem anderen Ort wieder aufnehmen. Mit X11 geht das nicht.
> NX hat sich vieles von RDP abgeschaut, wobei die Hauptarbeit meines Wissens von Herrn Pinzaris Firma geleistet wurde.
Ich hab mir das im Übrigen abgespeichert. :)
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Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!
Wirkung und Gegenwirkung.
Variation und Selektion.
Wie im grossen, so im kleinen.
Jetzt mal ganz blöd gefragt: was macht NX, was RDP/VNC+ssh nicht machen? Ich hatte noch nie ein klares Bild von NX, es ist nicht richtig remote desktop und nicht richtig Terminalserver, aber was exakt ist es?
> Jetzt mal ganz blöd gefragt: was macht NX, was
> RDP/VNC+ssh nicht machen? Ich hatte noch nie ein
> klares Bild von NX, es ist nicht richtig remote
> desktop und nicht richtig Terminalserver, aber was
> exakt ist es?
Sagen wir es mal vereinfacht so: NX ist das RDP der Linux-Welt. Clients gibt es auch fuer alle moeglichen Plattformen.
Am besten probiert man das mal aus, und zwar eher nicht mit FreeNX. Einen gratis NX-Server fuer bis zu 2 named connections (man kann mit einem kleinen Trick 2 concurrent sessions draus machen ;-) gibt es direkt bei
www.nomachine.com
Wichtig: auf der Serverseite braucht man drei Komponenten
- Client
- Node
- Server
Wie gesagt, auch auf der Serverseite die Client-Komponente installieren.
Bei den Clients koennen die angebotenen zusaetzlichen Zeichensatze interessant sein.
Ansonsten gilt, was fuer ssh auch gilt.
Warum sollte die Anzahl der Roundtrips bei einem asynchronen Protokoll so wichtig sein? Vorausgesetzt natürlich, man verwendet es tatsächlich auf asynchrone Weise.
> Warum sollte die Anzahl der Roundtrips bei einem
> asynchronen Protokoll so wichtig sein?
> Vorausgesetzt natürlich, man verwendet es
> tatsächlich auf asynchrone Weise.
Ist ganz viel UDP dabei, wobei ich jetzt nicht im Detail weiss, was per UDP und was per TCP realisiert wird.
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