Ich finde es schon amüsant wie oft man liest, jetzt komme die Revolution in Sachen Desktopbetriebssystem. Seit Jahren versucht man uns zu verkaufen, es dauere nicht mehr lang und dann komme das Desktopbetriebssystem schlecht hin. Es basiert meist auf einer Linuxdistribution und sei bereit, den Markt neu aufzurollen. Nichts als Werbeversprechen. Bisher konnte keines der Systeme auf dem Desktop für sich allein gesehen einen kommerziellen Erfolg bescheren. Zwar wird auf der einen Seite versucht die Vielfalt von Linux anzupreisen, dennoch führt kein Weg daran vorbei, genau diese Vielfalt extrem einzuschränken um ein stabiles System zu schaffen, bei dem die Anwendungen sich nicht ständig mit Segfaults und anderen unerwarteten Verhaltensweisen hervor tun. Ich bin gespannt, ob es IBM besser macht als Redhat, Novell, Ubuntu, Gentoo, Slackware, ... In jedem Fall denk ich, wird das bis zur nächsten Windowsversion sowieso untinteressant werden (rein zeitlich gesehen). Schön wenn sie bis dahin den Stand des Windowssystems der Vorversion annähernd erreicht haben.
Die versammelte Linux Gemeinde hat es ja nicht mal während des unseligen Vista Zeitalters geschafft Boden gut zu machen. Nach W7 dürfte der Desktop Zug nun komplett abgefahren sein. Auch OS X wird leider im Business Segment kaum je eine ernste Konkurrenz weil es auf Apple Hardware limitiert ist.
Schade, ein wenig mehr Konkurrenz würde auch Windows gut tun.
Es geht doch hier um den Unternehmensdesktop. In diesem Markt hat Linux in den letzten Jahren stark aufgeholt und eine respektable Größe erreicht.
Was von euch 2 angesprochen wird klingt eher nach Konsumer Variante. Hier kann und wird Linux(egal in welcher Distribution) sich nicht in einem revolutionären Schritt verbreiten können.
Das liegt nicht an der Qualität des Produkts, sondern schlicht und einfach an der Zielgruppe. Man bleibt meist bei gewohntem und vertrauten Sachen. Mit einer Linux Distro wäre ein unter Umständen etwas größeres Umdenken von nöten.
Gewünscht wurde und wird von vielen Firmen und auch von Konsumern mehr Konkurenz. Dies wird sich wohl in Zukunft nicht ändern.
Sprich die Verbreitung wird wohl kontinuierlich zunehmen. Eine Revolution erwarte ich aber nicht. Dazu fehlt schlicht ein revolutionäres Produkt.
Schonmal die Implementierungs Zeit von IT Infrastrukturen gesehen? größere Umstellungen dauern auch mal gut und gerne >= 1 Jahr. Kein wunder, dass man da "Angst" hat vor Systemen, die man nicht bereits im Haus hat.
"Linux ist bereit für den Desktop" != Jeder Mensch muss jetzt sofort umsteigen
Das bedeutet vielmehr: Windows ist austauschbar und kein Allheilmittel. Das Problem ist, dass es aufgrund des Gewohnheitstiers Mensch, bestehender Kompatibilitätsprobleme mit (windows only) Anwendungs Software und dem Aufwand für eine Umstellung meist eben dagegen entschieden wird.
Damit Linux auf dem Desktop Windows ersetzen kann muss es sich daher schon MEHR als deutlich rechnen, Schulungs/Support kosten mitgerechnet. Das bedeutet NICHT, das das System schlecht ist. Es bedeutet lediglich, dass die Umstellung eine langfristige Angelegenheit ist und daher nicht mal "so zum testen" passieren kann. Gleiches gilt auch für neue Windows Versionen. Ich bezweifle, dass die halbe welt plötzlich auf windows7 wechselt nur weil es toll und neu ist. Die Leute werden solange es geht bei XP bleiben und erst auf windows7 umstellen.
sleipnir schrieb:
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> Ich bezweifle, dass die halbe welt plötzlich auf windows7 wechselt nur weil
> es toll und neu ist. Die Leute werden solange es geht bei XP bleiben und
> erst auf windows7 umstellen.
Das ist sicher so. Allerdings wird das "solange es geht" relativiert weil für neue Hardware zunehmend nur noch Vista/W7 Treiber bereitgestellt werden und der XP Support ausläuft. Anderseits ist mit dem XP Mode in W7 auch das Problem von Altlasten weitgehend abgehakt. Mit 2 bis 3 Jahren rechne ich aber auch bis die Mehrzahl migriert ist.
Ich kenne viele Firmen die noch Windows 2000 intensiv im Gebrauch hat. Da ist ja dann demnächst ein großer Wechsel bzw. Update von Nöten.
Da könnte Linux sicherlich eine Chance haben.
Es hat ja mit Limux in München und einem richtigen Konzept wunderbar geklappt von NT4 auf ein Debian basierendes System zu wechseln.
Limux? Ein Knaller. Hat geklappt ist glaub ich eine falsche Aussage... Die sind weder fertig mit den Clients noch sind die Fachverfahren alle umgestellt...
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