Meiner bescheidenen Meinung nach ( und ich benutze Ubuntu seit 8.04 ) hat Canonical auf das falsche Pferd gesetzt. Es gibt immer wieder Probleme mit Hardware / Kernel / XServer welche den Umstieg eines normalen Windows Benutzer zu Ubuntu aufhalten. Jedes mal der gleiche Quatsch von wegen Kernelmodule kompilieren, etc. Das interessiert doch keinen User mehr. Und wenn man einen "revolutionäre" Desktop schaffen will, dann sind das doch die ersten Ansatzpunkte die erledigt werden sollten oder?
Eines der besten Features wäre es gewesen wenn Canonical einen Windows Compilant Mode eingeführt hätte (wie Windows 7) damit man endlich Windows Programme ohne Probleme aus dem Startmenü von Ubuntu heraus aufrufen kann. Und nicht das ewige geflickle mit Wine. Klar gibt es Virtualbox, VMWare, usw ... aber welchen User interessiert es das er 2 Betriebssysteme laufen lassen muss? Momentan arbeite ich im Virtualbox Nahtlosen Modus. Da hab ich dann zwar eine störenden Windows XP Bar auf meinem Desktop aber besser als nichts ... und mal ehrlich Jungs ... was Microsoft hin bekommt sollte die OpenSource Community doch schon lange schaffen.
Diese ewigen Flamewars in der Ubuntu Community sollten auch schön langsam einmal aufhören. Da bekommt man ja die Meinung das es 2 Gruppen gibt. Die einen hätten am liebsten ein pures Debian mit ein paar Ubuntu Gimmicks und die anderen hätten am liebsten das Look & Feel eines Mac. Warum Canonical da nicht mehr eingreift ist mir schleierhaft. Die Community besteht doch nicht nur aus ausgewiesenen Experten im Linux Sektor sondern zu 80% aus irgendwelchen Kids die sich behaupten wollen. Und an diesen orientiert man sich? Ne danke ... Wenn es mit Ubuntu so weiter geht werde ich auch wieder zu Debian wechseln ... da weis ich wenigstens woran ich bin und brauch nicht mehr dem Traum hinterher zu laufen ein Linux zu bekommen welches stabil ist UND gut aussieht. Ein Linux welches ich auch als Unternehmer vermarkten kann ohne jeden 2. Tag einen Anruf zu erhalten das etwas nicht mehr startet, oder wie man so manches Windows Programm zum laufen bekommt.
Ist das falsche Pferd Linux oder Debian? Ich kenne Ubuntu seit 6.06 und nutze es täglich seit 7.04.
Es ist sicherlich nicht perfect, aber das ist auch Mac und Windows nicht. Einige Probleme hängen ja weder an der Distribution noch an Linux sondern eher an schlechten Treibern.
Das lässt sich gut umgehen wenn man Computer in Stores kauft wo man die Komponenten die eingebaut werden, bestimmen kann.
Hauptproblem ist dann doch eher das Bedienkonzepte im Detail anders sind. Selbst wenn sie besser sind müssen sich Nutzer erst dran gewöhnen.
> einen Windows Compilant Mode eingeführt hätte (wie Windows 7)
> damit man endlich Windows Programme ohne Probleme aus dem
> Startmenü von Ubuntu heraus aufrufen kann.
Und du glaubst wirklich ernsthaft, Microsoft würde das zulassen?
Meiner bescheidenen Meinung nach (was übrigens soviel heißt wie IMHO, steht zumindest so unter dem Golem-Artikel) würden sie das niemals erlauben. Dann wird Canonical in Grund und Boden geklagt.
> Dann
> wird Canonical in Grund und Boden geklagt.
Und auf welcher konkreten Grundlage?
Ich finds immer wieder komnisch solche 08/15-Aussagen zu hören.
Schlimm genug das MS teilweise selbst mit Dingen droht, die sich bei näherer Betrachtung als heisse Luft erweisen, nur besteht ja keine Notwendigkeit hierbei MS noch übertreffen zu wollen.
Was "M" mit "Windows Compilant Mode" im Detail meint, weiß ich nicht einmal genau, sondern nur ungefähr, ich kann jedoch überhaupt nicht erkennen wie sowas generell (außer ebend möglicherweise in bestimmten DEtails) seitens MS angreifbar wäre.
(außer das Ganze darf wohl nicht das Wort Windows im Namen beinhalten)
> damit man endlich Windows Programme ohne Probleme aus dem
> Startmenü von Ubuntu heraus aufrufen kann. Und nicht das ewige
> geflickle mit Wine.
Tja, was er will ist nichts weniger als ein komplett nachgebildetes Windows, damit die Windowsprogramme laufen können. Und dagegen hat Microsoft ganz sicher etwas, und kann auch dagegen vorgehen. Immerhin halten sie Patente an gewissen Funktionen, die Windowsprogramme zur korrekten Ausführung benötigen. Daher kommt ja überhaupt nur die Notwendigkeit des Frickelns bei Wine.
> Tja, was er will ist nichts weniger als ein komplett nachgebildetes
> Windows, damit die Windowsprogramme laufen können.
Dazu braucht es kein komplettes Windows, sonden nur relevante Teile.
> Und dagegen hat
> Microsoft ganz sicher etwas, und kann auch dagegen vorgehen.
Na klar wird das MS nicht gefallen, allerdings weiß ich nicht woher Du anscheinend die Gewissheit nimmst das MS dagegen vorgehen könnte.
> Immerhin
> halten sie Patente an gewissen Funktionen, die Windowsprogramme zur
> korrekten Ausführung benötigen.
Dann nenne bitte einmal 5 konkrete solcher Patente/Funktionen als Beispiel, die auch belegbar zur LÖsung des Obigen gebraucht würden.
Nö, das ist nicht 'unfair' denn das ist ja dr Grund meiner Argumentation: MS schüchtert die Leute ein mit Pseudo-Ansprüchen und vielen sind anscheinend erfreut diese heiße Luft nachzuplappern.
Sorry, nur genauso sehe ich das, denn was funktionell überhaupt konkret im DEtail alles benötigt wird und auf was dieser Dinge MS ein Patent oder ähnliche Ansprüche hält kann Dir nicht 'aus dem Ärmel' klar sein (mir übrigens auch nicht), warum kommt also als ERstes die aussage das natürlich keine Chance bestünde?
Wie überhaupt erklärst Du das vergleichsweise friedlich Verhalten von MS gegenüber dem Mono-Projekt? Warum wurdde das nicht auch in GRund und Boden greklagt so es sich bereits zum Zeitpunkt der gRündung offen auf die Fahnen geschrieben hatte die :Net-Technoilogie von MS so funktionell identisch wie nur möglich nachzubilden?
Ich habe keine Lust, fünf einzelne Patente herauszukramen, die eine fehlerfreie Ausführung von Windows-Programmen auf nicht-Windows Rechnern verhindern. Aber denk nur mal an Direct X, an den Internetexplorer und an GDI, alles Sachen über die somanches Windowsprogramm stolpert, wenn was fehlt oder nicht 100% so da ist wie erwartet. Warum gibt es das alles also nicht 1:1 für Linux? Die Vermutung liegt nahe, daß Patente dem entgegenstehen. Was sonst sollte die Programmierer von Wine dazu bringen, bestimmte DLLs nicht nachzubauen sondern den Leuten zu sagen: Das müßt ihr aus eurem Windows holen? Vor ähnlichen Problemen steht reactos.org, die wagen die Gratwanderung.
Wie das alles zusammenhängt, und warum Microsoft bei einzelnen Patentverletzungen nicht gleich losstürmt, kannst Du hier nachlesen.
> http://money.cnn.com/magazines/fortune/fortune_archive/2007/05/28/100033867/
Du kannst sicher sein: Wenn sie ihre Monopolstellung ernsthaft bedroht sehen, werden sie nicht mehr still halten. Es ist ein labiles System aus Drohung und Gegendrohung, und da drin etwas zu entwickeln macht absolut keinen Spaß.
> Warum gibt es das alles also nicht 1:1 für Linux?
WEil es üblicherweise keine Sinn macht Kräfte dafür zu vegeuden etwas zu kopieren was schon existiert. Sinn macht das u.U. dann wenn es um strategisch wichtige Dinge geht, die vielleicht auch zweckmäßig unter OSS-Lizenz verfügbar sein sollten. Windows gehört dazu wohl nicht unbedingt.
> Die Vermutung liegt nahe, daß Patente dem entgegenstehen.
Ja eben - merkst Du wie das Wort "Vermutung" hier der ganzen Aussage die richtige Richtung gibt.
> Du kannst sicher sein: Wenn sie ihre Monopolstellung ernsthaft > bedroht sehen, werden sie nicht mehr still halten.
Na dann haben ja Viele viel Glück gehabt das anscheinend gerade auf der Browser-Schiene das Patent-Portfolio von MS so knappp besetzt zu sein scheint, denn dort ist ihr Monopol inzwischen nicht nur bedroht, sondern praktisch nicht mehr existent und nach DEiner Theorie hätten sie längst auf breiter FRont klagen müssen.
> ttp://money.cnn.com/magazines/fortune/fortune_archive/2007/05/28/100033867/
Ich habs nur überflogen, weil solcherart Geschreibe kenne und das niemandem was bringt, denn unter ständiger Annahme was denn MS möglicherweise alles könnte, können alle Anderen ja gleich ihre Interessen zu Seite legen.
Realität funktioniert aber glücklicherweise nicht über Drohungen mit mutmaßlichen Möglichkeiten.
Klaus5 schrieb:
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> WEil es üblicherweise keine Sinn macht Kräfte dafür zu vegeuden etwas zu
> kopieren was schon existiert. Sinn macht das u.U. dann wenn es um
> strategisch wichtige Dinge geht, die vielleicht auch zweckmäßig unter
> OSS-Lizenz verfügbar sein sollten. Windows gehört dazu wohl nicht
> unbedingt.
>
Das stimmt wohl, Windows selbst nicht. Aber die Programme und Hardwaretreiber, solange die meisten Hersteller mauern. Denn das schränkt die Nutzer anderer OS-Welten unangemessen ein. Ständig bekommt man zu hören: "Unsere Software bieten wir nur für Windows an, unter Linux läuft die nicht." Oder "Aus unserem Gerät können sie nur mit Windows Messwerte auslesen und unsere Marketingexperten haben abgeraten, Linux zu unterstützen. Informationen zum verwendeten Übertragungsformat geben wir nur an die Firma heraus, die den Treiber für uns programmiert, und die machen nur Windows". Klasse, wenn nur dieses Gerät am Markt die sonstigen Anforderungen erfüllt. Oder "Elster gibts nur für Windows, kaufen und installieren Sie sich dieses Betriebssystem". Oder, oder. Die Liste nimmt kein Ende. Ob das alles strategisch uninteressant ist, hilft dem einzelnen Nutzer wenig, der ständig die Erfahrung machen muß: Alles dreht sich nur um Windows.
> Ja eben - merkst Du wie das Wort "Vermutung" hier der ganzen Aussage die
> richtige Richtung gibt.
Niemand kann das mit letztendlicher Gewissheit sagen. Ausprobieren kann sehr teuer werden. Wer investiert etliche Mannjahre in eine Entwicklung, wenn er nicht sicher sein kann, hinterher nicht von einem Patent gestoppt zu werden?
>
> > Du kannst sicher sein: Wenn sie ihre Monopolstellung ernsthaft > bedroht
> sehen, werden sie nicht mehr still halten.
>
> Na dann haben ja Viele viel Glück gehabt das anscheinend gerade auf der
> Browser-Schiene das Patent-Portfolio von MS so knappp besetzt zu sein
> scheint, denn dort ist ihr Monopol inzwischen nicht nur bedroht, sondern
> praktisch nicht mehr existent und nach DEiner Theorie hätten sie längst auf
> breiter FRont klagen müssen.
Browser? Ich rede vom Betriebssytem, und das ist nach wie vor auf fast allen Rechnern weltweit, die du kaufen kannst vorinstalliert. Einzelne Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn das mal beginnt, anders zu werden, unterhalten wir uns weiter, denn dann werden wir wissen, wie sich Microsoft verhält. Sagen wir mal, wenn Windows nur noch auf sagen wir mal 30-50% aller (also privat und auch geschäftlich genutzter) PC's und Notebooks läuft, und der Rest zwischen den übrigen Anbietern aufgeteilt ist.
> ttp://money.cnn.com/magazines/fortune/fortune_archive/2007/05/28/100033867/
>
> Ich habs nur überflogen, weil solcherart Geschreibe kenne und das niemandem
> was bringt, denn unter ständiger Annahme was denn MS möglicherweise alles
> könnte, können alle Anderen ja gleich ihre Interessen zu Seite legen.
> Realität funktioniert aber glücklicherweise nicht über Drohungen mit
> mutmaßlichen Möglichkeiten.
Was war denn das mit tomtom und fat32?
> Es gibt immer wieder Probleme mit Hardware/Kernel/XServer welche den Umstieg eines normalen Windows Benutzer zu Ubuntu aufhalten.
> Jedes mal der gleiche Quatsch von wegen Kernelmodule kompilieren, etc. Das interessiert doch keinen User mehr.
Wenigstens muss man das nicht mehr von Hand machen.
> Und wenn man einen "revolutionäre" Desktop schaffen will, dann sind das doch die ersten Ansatzpunkte die erledigt werden sollten oder?
Es sollte auf jeden Fall mal angegangen werden.
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Wie im grossen, so im kleinen.
> Eines der besten Features wäre es gewesen wenn Canonical einen Windows Compilant Mode eingeführt hätte, [der] Programme ohne Probleme aus dem Startmenü von Ubuntu heraus aufrufen kann.
Und es wär schön, wenn sie sich optisch integrieren würden.
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Wie im grossen, so im kleinen.
>> Eines der besten Features wäre es gewesen wenn Canonical einen Windows Compilant Mode eingeführt hätte, Programme ohne Probleme aus dem Startmenü von Ubuntu heraus aufrufen kann.
> Und es wär schön, wenn sie sich optisch integrieren würden.
[www.omgubuntu.co.uk]
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