Und wieder macht sich ein Team auf, das Rad zum 100sten Mal neu zu erfinden. Da soll eine neue, "entschlackte" Anwendung entstehen, die alles besser machen soll als die bestehenden Lösungen. Beobachtet man solche Projekte eine Weile, so kommen im Laufe der Zeit immer mehr Funktionalitäten hinzu, es treten ähnliche Probleme, wie in den Konkurrenz-Programmen auf, und wenn dann endlich alle Funktionen drin sind, die man sich vorgestellt hatte, ist es gar nicht mehr so "entschlackt".
Eigentlich mag ich Open-Source und die Vielfalt, aber warum denn immer wieder von vorn anfangen? Noch ein Texteditor, noch ein "lightweight" Dateimanager, noch ein Window-Manager und der 10te Bildbetrachter, die sich alle nur in Nuancen unterscheiden.
P.S.: Sollte keine Kritik an Diversität sein, sondern einfach mal nur so ein Gedanke ...
Ich finde Vielfalt gut, auch wenn sich die fertigen Programme nur wenige voneinander unterscheiden. Obwohl sie ähnlich sind, sind sie doch meist sehr unterschiedlich. Das fällt mir z.B. auch wieder beim neuen Dateimanager von KDE auf: ähnlich, wie Thunar, trotzdem find ich Thunar tausend mal besser.
Und ich denke auch nicht, dass z.B. Pidgin soviel besser werden würde, wenn sich die Entwickler von diesem Clienten dran beteiligen würden. Mehr Entwickler != besser. Irgendwann werden es zuviele, da sollen sie lieber das Rad zum 1000 mal auf eine andere Art und Weise neu erfinden.
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