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OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

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  1. OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor Fragezeichen 31.05.10 - 11:28

    Auch wenns nicht zu dieser News passt, das Wort leichtgewichtig taucht immer mal wieder im Linuxumfeld auf. Da soll dann eine leichtgewichtige Alternative zu irgendeinem Editor entwickelt werden, was eigentlich nur heißt, dass das Programm (noch) nicht so viele Funktionen hat. Oder es gibt zig "leichtgewichtige" Distributionen, die sich von den "Großen" nur dadurch unterscheiden, dass sie statt Gnome oder Kde sowas wie icewm oder *box verwenden. Und das spart dann 10 oder 20 MB RAM, super.

    Mein Vorschlag an die Entwickler: s/leichtgewichtig/noch ein/g:

    Nicht "leichtgewichtiger Editor", sondern "noch ein Editor."

    Nicht "leichtgewichtige Linuxdistribution", sondern einfach "noch eine Linuxdistribution."

  2. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor Leichtgewicht 31.05.10 - 11:56

    Fragezeichen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenns nicht zu dieser News passt, das Wort leichtgewichtig taucht
    > immer mal wieder im Linuxumfeld auf. Da soll dann eine leichtgewichtige
    > Alternative zu irgendeinem Editor entwickelt werden, was eigentlich nur
    > heißt, dass das Programm (noch) nicht so viele Funktionen hat. Oder es gibt
    > zig "leichtgewichtige" Distributionen, die sich von den "Großen" nur
    > dadurch unterscheiden, dass sie statt Gnome oder Kde sowas wie icewm oder
    > *box verwenden. Und das spart dann 10 oder 20 MB RAM, super.
    >
    > Mein Vorschlag an die Entwickler: s/leichtgewichtig/noch ein/g:
    >
    > Nicht "leichtgewichtiger Editor", sondern "noch ein Editor."
    >
    > Nicht "leichtgewichtige Linuxdistribution", sondern einfach "noch eine
    > Linuxdistribution."


    Das Ding ist 10 MB gross!
    Also ist "Leichtgewicht" angebracht!

  3. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor se_ultimative 31.05.10 - 12:00

    Naja ganz so ist es ja dann auch nicht.

    Sicher koennte man immer mit den beinahe unbegrenzt verfuegbaren HD/RAM/whatever-ressourcen argumentieren. Aber wenn man nun seine Distribution auch auf 256Mb-Sticks betreiben will, sich das image per pxe holen, usw ist halt openoffice oder kde nicht drin.

    Aber grundsaetzlich hast du recht. Es gibt viel zu viele Ansaetze um auf das selbe Problem zu schieszen: Diversitaet
    Eine der besten Loesungen in letzter Zeit ist IMO grml mit seinem grml-live http://grml.org/grml-live/

  4. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor MichaelX 31.05.10 - 12:10

    Mich kotzt diese 'Ach, der Benutzer hat ja 4GB RAM und eine DirectX10 Karte'-Mentalität total an. Extrem.

    Die Speicher in einem PC sind in Level aufgebaut... mit den schnellsten Speicher in den kleinsten Mengen (CPU-Caches, die sind wenige kB/MB)
    Dateisysteme arbeiten auch schneller (Fragmentierung, 75% Auslastung etc.) wenn sie nicht voll sind.

    Ich will keine Milliarden Bytes und Trillionen CPU-Instruktionen verbraten nur eine Katze mit Pfote an den Eiern als Bildschirmhintergrund zu haben!

    Adobe Reader... 50mb... die Updates nicht wirklich kleiner.
    HP Druckertreiber, weit über 100mb...

    Von einem Programm nicht genutzter RAM wird vom System als Cache für Festplattenzugriffe genuzt, dem Speicher der um viele viele Größenordnungen langsamer als mein RAM oder L2/3 Speicher ist.

    Argh, wie mich dieser 'Scheiß auf Resourcen'-Mentalität bei Softwareentwicklung aufregt x.x

  5. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor sypher 31.05.10 - 12:14

    10 MB sind nichts neues. Tinycore Linux gibt es schon länger und gibt es in einer 10mb ausführung und in einer 6MB Ausführung laufen beide stabil und haben alles was man braucht.

    achja bezüglich Editor!!!
    Den vi hast immer dabei.

    mfg

  6. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor Fragezeichen 31.05.10 - 13:09

    > Mich kotzt diese 'Ach, der Benutzer hat ja 4GB RAM und eine DirectX10
    > Karte'-Mentalität total an. Extrem.

    Mich auch und ich bin für meinen Privatrechner der Ansicht, dass sich die Software nach meiner Hardware richten muss und nicht umgekehrt.

    Was mich an vielen 'leichtgewichtigen' Programmen stört, ist, dass sie gar nicht besonders konsequent auf Performance optimiert sind, sondern dass einfach nur Funktionalität fehlt. Ob bspw. JVM oder Gnome läuft, ist sowas von egal, wenn ich ein Programm wie Pignin starte, da dann sowieso die Gnome-Laufzeitbibliotheken geladen werden. Und mit nur TK-basierten Programmen ist vielleicht der PC etwas schneller, nur arbeitet man dann dank eigenwilliger Usability bedeutend langsamer.

    Wenn das in der Konsequenz bedeutet, dass man in einer Desktop-Umgebung nicht mehr viel optimieren kann und man sehr nahe an der Grenze des machbaren ist, dann ist das eben so, aber dann müssen auch nicht immer neue 'leichtgewichtige' Distributionen etc. herauskommen.

  7. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor Bigfoo29 31.05.10 - 14:23

    Bei "Leichtgewichtig" musste ich auch ein wenig schlucken...

    "NUR" 10 MB? o.0

    Zur Info: Der XEN-Hypervisor ist im Schnitt zwischen einem und 4 MB groß. Da ich im Moment nicht daheim bin, hier mal ein besonders kleines Modell aus einer Gentoo-Install:

    -rw-r--r-- 1 root root 352878 Oct 22 11:59 xen-3.1.1.gz
    -rw-r--r-- 1 root root 815336 Oct 22 11:59 xen-syms-3.1.1

    Zur Info: Der Xen-Hypervisor belegt hier 350kb.

    Regards, Bigfoot29

  8. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor Underling 31.05.10 - 14:38

    Tja, man bräuchte zur leichtgewichtigen Softwareentwicklung auch leichtgewichtige Bibliotheken (serverlose alternative zu XServer, schlanke GUI-Bibliothek, die dennoch nicht scheiße ausieht, uvm.)
    Immerhin soll Qt ja bald modularisiert werden, dass das Problem etwas weniger schlimm wird.

  9. @Bigfoo29: xen-n00b?

    Autor Anonymous Coward 31.05.10 - 14:53

    "[...] Zur Info: Der Xen-Hypervisor belegt hier 350kb." - Aha, und der XEN-Hypervisor läuft dann von alleine weiter, nicht wahr? Man braucht keinen angepassten Kernel zum booten?

    Wenn man von KVM keine Ahnung hat, dann sollte man sich zuerst erkundingen, bevor man sinnlose Posts macht.

    - AC

    P.S.: ich finde sowohl XEN als auch KVM toll :-)

  10. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor EchtMal 31.05.10 - 15:16

    1000% Mega-Full Ack!

    Mich kotzt es auch schon lange an. Je leistungsfähiger die Hardware wird, desto fauler werden die Programmierer (oder besser gesagt: deren Arbeitgeber). Probleme werden nicht mehr analysiert und behoben sondern einfach mit Hardware erschlagen.
    Das neue Tool hat ne echt katastrophale Performance? Scheiß drauf! Hat doch eh bald jeder nen 5GHz 6-Core mit 16GB RAM und SSD-Raid!

    Bei Spielen sieht man ja zumindest teilweise wofür die Leistung verbraten wird. Aber bei normalen Applikationen und dem OS?
    Ich mache heute auch nicht viel anderes mit meinem PC wie vor 10 Jahren. Trotzdem brauche ich für den selben anspruchslosen Pillepalle Quatsch, 30x so schnelle Hardware. Wofür? Damit sich Fließbandcoder auf ihre Java-NET Bloatframeworks und Libraries einen runterholen können?

    Ich sehs schon vor mir: 2015, Supermarkt, Spielewühltisch, Pokemon Mahjong 3000, Minimalanforderungen: Windows7 oder höher, 3 GHz Dualcore CPU, 4GB RAM, DX 11 GPU mit 512MB dediziertem VideoRAM, 6GB freien Speicherplatz.

    Wozu immer schnellere Hardware, wenn die Leistung sofort wieder sinnlos aufgefressen wird? Auch Word2020 wird nur Texte bearbeiten, und trotzdem nicht auf heutigen Highend PCs laufen.

  11. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor Fragezeichen 31.05.10 - 16:21

    Underling schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, man bräuchte zur leichtgewichtigen Softwareentwicklung auch
    > leichtgewichtige Bibliotheken (serverlose alternative zu XServer, schlanke
    > GUI-Bibliothek, die dennoch nicht scheiße ausieht, uvm.)
    > Immerhin soll Qt ja bald modularisiert werden, dass das Problem etwas
    > weniger schlimm wird.

    Richtig, die Probleme liegen ganz woanders und nicht im Funktionsumfang eines Programmes oder in der Wahl des Fenstermanagers. XServer ist ein schönes Beispiel.

    Gerade die starke Modularisierung könnte ein Problem sein: Innerhalb eines Programmes sind Modularität und Performance meistens umgekehrt proportional zu einander. Wenn alle Komponenten austauschbar und alle Schnittstellen möglichst allgemein gehalten sind, geht das meist zu Lasten der Geschwindigkeit. Wenn dann irgendwann die 10-te Abstraktionsschicht und die 100ste Adapterklasse eingeführt werden und zum x-ten mal wieder Daten irgendwo gekapselt werden mussten, um dem Interface gerecht zu werden, wirds halt zwangsläufig langsam.

    Manchmal frage ich mich, ob man nicht ein bisschen zu sehr auf die Softwaretechniker hört. Ein Programm muss für den Anwender schön sein, nicht für den Programmierer (wenn beides klappt, ist das natürlich optimal).

  12. Re: OT: Buzzword 'leichtgewichtig'

    Autor firehorse 02.06.10 - 03:46

    Versuche es mal nicht mit der einfachen Installation eines kompletten Software-Paketes, sondern einfach nur über die Installtion der Treiber.

    Im Netz gibt es zudem auch genügend Alternativen. Man sollte nur wissen wo man sich umschaut. Die Download-Blogs eignen sich meist nicht, da auch nur von Werbung abhängig.

    Letzteres, jene Abhängigkeit von einem Werbe-Produkt, würde mir viel eher auf die Eier gehen.

    Allerdings kannst du das was du meinst auch auf Website'S auslegen. Habe schon aufwendige Pages gesehen bei denen eine Atom-Plattform die Anzeige nicht wieder gibt. Vielleicht denken ja einige Shops da dran so H-IV Empfänger ausschließen zu können :)

    Mich wundert überhaupt nichts mehr.

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